Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Philosophy Of A Knife (2008)
BeitragVerfasst: 22. Apr 2013, 18:01 
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Herstellungsland: RUS
Erscheinungsjahr: 2008
Darsteller: u. a. Tetsuro Sakagami, Tomoya Okamoto, Yukari Fujimoto, Yumiko Fujiwara, Masaki Kitagava, Reiko Niakawa, Svyatoslav Iliyasov, Andrey Iskanov, Tatyana Kopeykina, Vladimir Kucherenko, Veronika Leonova, Victor Ludchenko
Regie: Andrey Iskanov
FSK: ungeprüft


Andrey Iskanov hat sich inzwischen ja schon einen Namen in der Filmbranche gemacht. Nach Nails und Visions of Suffering bringt er uns nun mit Philosophy of a Knife (POAK) einen Film, der seines gleichen sucht!

POAK befasst sich mit den Geschehnissen, um die Einheit 731 im zweiten Weltkrieg. Hier wurde aus wissenschaftlichen Gründen die Würde des Menschen aufs Schändlichste verletzt. Wir erleben die Erschaffung und das Ende der Einheit.

POAK ist der nunmehr dritte Film von Andrey Iskanov und stellt gleichzeitig ein Monster eines Films dar. Der Film geht genau 266 Minuten inklusive alle Abspänne und dürfte damit zu den längsten Filmen aller Zeiten zählen. Das Ganze ist in zwei Teile geteilt, kann demnach auch getrennt geschaut werden. Das Genre des Films ist wirklich schwer zu definieren. POAK ist genau genommen ein Experimenteller Doku-Torture-Weltkriegsfilm. Es gibt 3 verschiedene Aspekte im Film. Zum einen das Interview mit einem russischen Dolmetscher, welcher die Geschichte der Einheit 731 und seiner Erlebnisse während des 2ten Weltrkieges. Dann bekommen wir noch Originalaufnahmen aus dem Weltkrieg zusehen, welche mit einem Kommentar eines Geschichtswissenschaftlers versehen wurden. Abschließend bekommen wir nachgestellte Szenen zu Gesicht, welche die Greueltaten der Einheit 731 zeigen, hier erzählt uns eine der Haupttäter ihre Sicht der Dinge. Diese werden von Manoush gesprochen. Die Darsteller machen ihre Sache wirklich gut, müssen aber nichts sagen. Es wird in dem Film auch kaum gesprochen und nur von den vorher genannten drei Personen. Allerdings muss man sagen, dass während des ganzen Films immer eine musikalische Untermalung vorhanden ist, welche eine grandiose Atmosphäre erschafft.

Der Film wurde komplett in Schwarz Weiß gedreht, abgesehen von den Interviewszenen mit dem Russen, diese sind in Farbe. Das Ganze wirkt dadurch sehr experimentell und weiß ein wenig an Tetsuo zu erinnern, zumindest von der Machart. Andrey Iskanov ist auch bekennender Tsukamotofan weshalb es klar, dass Iskanov seine Inspiration von Tsukamotos Erstling bekommen hat.

Kommen wir abschließend noch zu der Härte des Films. Diese setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Zum einen aus dem Hintergrund des Films, all diese Sachen sind wirklich passiert und sind Teil unserer Vergangenheit. Zum anderen trägt die lange Laufzeit zur Härte bei, da man nach den 4 ½ Stunden wirklich am Ende ist und an dem Wesen Menschen wirklich zweifelt. Abschließend natürlich noch die Effekte an sich, welche zwar das Nonplusultra sind aber wirklich gut aussehen und vorallem durch den S/W-Looks des Films noch viel mehr zur Geltung kommen. Somit dürfte POAK durchaus auch zu den härtesten und kranksten Filmen zählen die je gedreht wurden.

Fazit: Experimenteller Film der sicherlich nicht jedem gefallen wird und vor allem durch die lange Laufzeit abschreckt. Wer allerdings mit Nails und Visions of Suffering was anfangen konnte, kann hier durchaus einen Blick riskieren.

Wertung fällt weg, da dieser Film entweder gehasst oder geliebt wird. Ich liebe ihn und bin begeistert von dem Genie eines Andrey Iskanovs!

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophy Of A Knife
BeitragVerfasst: 24. Apr 2013, 10:35 
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Das Ergebnis hätte ich jetzt nicht erwartet! Ich weiß ja, dass Iskanov speziell ist - das habe ich gerade bei Visions of Suffering zu schätzen gelernt. Und dass er gerne widerliche Szenen nachstellt, war mir auch klar. Aber wenn er dir dermaßen zuwider ist, dann mag ich ihn mir gar nicht erst anschauen.

:ds: für dein Feedback

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophy Of A Knife (2008)
BeitragVerfasst: 23. Okt 2013, 18:10 
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VoS? Hammer! Nails? Nicht ganz so gut aber sehr sehenswert! POAK? Müll!

Nein lieber Logge, ich bleibe bei meinem Urteil. Hätte man sich diese echten Dokuszenen erspart, ja - so aber nein, das gebietet der Respekt.

Mal sehen wie Angel´s Meinung ausfällt :kaffee:

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 Betreff des Beitrags: Re: Philosophy Of A Knife (2008)
BeitragVerfasst: 24. Okt 2013, 09:43 
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Clyde, zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Review schon was älter ist. Finde das Iskanov auf jeden Fall ein begnadeter Regisseur. POAK fand ich damals richtig klasse, müsste ihn aber auf jeden Fall nochmal schauen. Finde der Film hatte etwas, allein durch die S/W Präsentation (ich liebe das einfach) und finde ihn darüber hinaus besser als Men behind the Sun! Aber gut jedem das seine und ich respektiere deine Meinung Clyde. Finde es darüber hinaus bewunderswert das du den Film überhaupt geschaut hast!!

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