Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 00:54 
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Der Film ist eine perfekte Metapher auf Krieg und was passiert wenn ihn Menschen führen. Ich will ehrlich gesagt nicht Wissen was im Bürgerkrieg damals alles ab ging. Serben und Kroaten hassen sich immer noch bis auf das Blut!!!!! Da stellt sich die Frage warum. Ich finde A Serbian Film ist aber in dieser einen Szenen sehr sehr bildhaft. Die Baby Szene. Man vergewaltigt den Menschlichen Geist mit einem Krieg. Es gibt keine Liebe im Krieg, keine Freude. Vergewaltigungen sind da ganz normal weil es keine Regeln gibt. Man wird rauer und stumpfer und irgendwann merkt man selber seinen Wahnsinn nicht mehr. Ich fand den Film sehr gelungen doch ein Vorwort wäre schon sehr schön gewesen. Da man in den Film viel falsches Interpretieren kann. Für mich war der Film sehr Unterhaltend bis auf die Baby Szene. Auch wenn sie nicht so gut aus sieht wie man zu Denken scheint. Aber das ist wohl auch besser so und so viel sieht man zum Glück ja nicht bis auf die Geburt.

Und ich sage es immer wieder. Milo wollte die ganze Kacke nicht das darf man nie Vergessen er wurde gezwungen sein Hirn wurde gewaschen. Na merkt ihr was? Wieder eine Metapher. Der Film ist sehr gut für einen serbischen Film. Grausam aber gut. Nur weis ich selber nicht ob man diese Baby Szene doch lieber hätte lassen sollen. Ich weis nicht wie viel der Regisseur vom Krieg mit bekommen hat von daher kann ich das nicht beurteilen oder was er direkt mit dieser Szene aussagen will. Aber ich denke mal es soll so viel heißen wie du wirst zum Sterben geboren. Der Serbische Krieg gegen die Kroaten soll sehr sehr heftig gewesen sein. Es muss ja einen Grund geben warum sich die Leute so extrem Hassen. Bis Heute noch und ich rede da nicht nur von alten Menschen. Viele Hooligans die fast alle dort im Dienst wahren hassen die Kroaten und auf der anderen Seite genau das gleiche. Ist vielleicht auch besser so das nicht alles an das Tageslicht kommt. Das würde nur wieder den Herz Infakt näher holen.

Der Film ist eine grausame Metapher für Krieg und was er mit Menschen anstellt. Er macht sie Krank und Kaputt.

10/10

Der Film hat mich sehr Unterhalten und hatte für die Gorehounds ein paar nette neue Sachen die man so nicht kannte. Das Ende ist der Wahnsinn. Sehr guter Film der einem das Blut gefrieren lässt. Die Baby Szene ist aber etwas suspekt. Da man das vielleicht mit einer anderen Metapher hätte aussagen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film (2010)
BeitragVerfasst: 14. Nov 2013, 23:26 
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Diese Review stammt von meinem Cousin (Gott hab ihn Seelig) diese trifft es aber auf den Punkt!


Einer der kontroversesten und schockierendsten Filme der letzten Jahre, der es sogar zu einem umfangreichen Eintrag bei Wikipedia geschafft hat, der dort in einer zitierten Kritikerstimme als "ein Film wie ein Faustschlag, ein Wutausbruch, ein Hilfeschrei" beschrieben wird, "als Metapher für eine Gesellschaft...und deren Missbrauch" - so Regisseur Srdjan Spasojevic in einer Pressekonferenz - "...den wir in Serbien durch unsere Regierung erfahren haben!"
Die Meinungen zu diesem Film gehen also weit auseinander: da ist von einem Meisterwerk die Rede, von außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen - während auf der anderen Seite viele auf den Film spucken, einerseits weil sie mehr erwartet hatten oder weil sie schlichtweg angewidert waren.
Aber was sagt man über einen Film, der seit Monaten immer irgendwann zum Gespräch wird, wenn sich zwei Horrorfans zusammenfinden? Selten wurde in den letzten Jahren ein Streifen kontroverser diskutiert und selbst einige hartgesottene CatIII/Splatter/Ittenbach´s Fans sehen ihn kritisch.
Interessanterweise scheint jeder eine Meinung zu A SERBIAN FILM zu haben, auch die die ihn nicht kennen; während andererseits selbst Menschen, die normalerweise geschnittene Filme verurteilen, nach Zensur schreien.

Habe nun also schon viel von diesem Film gehört, in sämtlich anderen Forum gelesen, dessen Hype mich inzwischen sehr genervt hat. Habe trotz allem, was ich schon über den Film hörte und las, versucht, absolut neutral an den Film heranzugehen und ich denke, dass mir das Gelungen. Hier stellt sich als aller erstes die Frage; wie weit darf ein Film gehen.
Lange rede, kurzer Sinn:
Nur so viel: "A Serbian Film" offenbart an Handlungs- und Charakterentwicklung viel mehr, als man auf den ersten Blick erwarten könnte und JA: es ist ein Thriller mit einer grausamen Handlung, aber vom Prinzip her nichts anderes als Filme wie "Stumme Zeugin" oder "8MM " - um jetzt genau die Filme zu nennen, die ebenfalls das "Snuff"-Phänomen als zentrales Thema ihrer Handlung hatten.
Der Unterschied ist nur, dass die serbische Variante heutigen Standards gerecht werden und mit den Sehgewohnheiten des Zuschauers mithalten muss um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Um dies zu erreichen sprengt "A Serbian Film" ein paar Tabus, ist stellenweise sehr grenzwertig - aber auch für diesen Film gilt die einfache Regel: "Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!"

Bedenklich ist allerdings die "New-Born-Porn"-Sequenz, die für mein Empfinden die einzige Szene im gesamten Film darstellt, die selbstzweckhaft ist, weil sie für den Handlungsverlauf keine tiefergehende Bedeutung hat (der Zuschauer wird im weiteren Verlauf des Films noch oft Zeuge dessen, zu welchen Perversionen ein Mensch imstande ist), so dass diese Szene vollkommen unnötig war.
Meines Erachtens eine sehr bedenkliche Szene, klar niemand ist während des Drehs zu Schaden gekommen und das ganze wird auch zum Glück! nur angedeutet, ganz von zu schweigen das es sich eindeutlich um eine Puppe handelte. Aber so eine Szene schadet dieses Film nur und man hätte sich dies auch getrost sparen können, weil sowas passt in keinen Film.

Ebenso übertrieben, widerwärtig und nur auf den Effekt und den exploitativen Charakter zielend ist die Szene, in der Milos mit seinem Penis einem Mann seine Augenhöhle penetriert.
Sicherlich jenseits des guten Geschmacks und sehr grenzwertig ist die finale "serbische Familien-Zusammenführung", die nichts weiter als eine Orgie ist, bei der ein weiteres Tabu gebrochen wird, weshalb dem Film auch die Nähe zum §184 StGB bescheinigt wird.
Grenzwertig ja, allerdings nicht explizit dargestellt, und um das Ausmaß der Grausamkeit der Bestie Mensch darzustellen, unumgänglich und weniger spekulativ inszeniert.

"A Serbian Film" ist angesichts seiner Thematik ein Thriller, der sich ausgiebig beim Torture Porn bedient, sich von diesem Genre aber durch seine Rahmenhandlung und Charakterzeichnung unterscheidet.
Blutrünstige Foltereinlagen und Schlachtungen darf man hier nicht erwarten, auch wenn in den letzten Minuten der Blutzoll ein beachtliches Pensum erreicht.
Trotz unzähliger Nuditäten - im Gegensatz zu "Baise-moi!" Softcore - und durchgehend vulgärer Dialoge, die aber aufgrund des dargestellten Gewerbes unverzichtbar sind, überzeugt der Film durch seine Erzählweise, die anfangs sehr ruhig beginnt und dann mit atemberaubenden Tempo - und einem kraftvollen, sehr vibrierenden Soundtrack, der perfekt Milos Drogen- und Gewaltrausch suggeriert - auf sein beklemmendes Finale zusteuert.

Doch muss man auch sagen das der Film ist handwerklich solide umgesetzt, tolle Kameraarbeiten und hochwertiger Look und auch die Spannung und Intensität wird kontinuierlich gesteigert. Die Kulissen sind gut gewählt und die Darsteller agieren alle absolut glaubhaft vorallem Srdjan Todorovic gefiel mir als Milo sehr sehr gut und kam auch sehr glaubhaft rüber und beweißt seine schauspielerische Qualitäten, Was mir gut gefallen hat, ist der menschliche Aspekt von Milos. Er agiert hier gezwungener Maßen als Täter, ist jedoch das Opfer. Er lehnt Gewalt an Frauen und Kindern bereits im Vorfeld ab und hätte sich nie darauf eingelassen, wenn er das vorher gewusst hätte. Und als es zu spät ist und er aus diesem realen Alptraum aufwacht, zerbricht seine Welt.
Also man findet hier eigentlich alles andere als ein billig gemachter Tutore-Porno, nein im gegenteil, versteht mich nicht falsch aber "A Serbian Film" erweist sich sogar viel intelligenter und durchdachter als man es von anderen Filmen "solcher Art" gewohnt ist.
Aber in gewisser Weise geht es dem Zuschauer wie Milos. Während ihm nicht gefällt was er tut und die Absichten von Regisseur Vukmir, der der Meinung ist ein Kunstwerk zu erschaffen, nicht versteht, fühlt sich der Zuschauer ähnlich. Der Film lässt den Zuschauer mit einem flauen Gefühl im Magen und ziemlich ratlos zurück. Zu extrem waren die Eindrücke, um sie in der Zeit wirklich verarbeiten zu können, man kommt sich selbst fast vergewaltigt vor.

"ASF" Ist ein sehr umstrittener, aber auch ernster bitterer bizarrer Film, Qualitiv fast perfekt, Inhaltlich(Vor allen 2 bestimmte Szenen) ziemlich fragwürdig, gleichzeitig Tabu-brechend. Macht euch einfach euer eigenes Bild von diesem FILM.

8,5/10

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Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun!


And the eighth and final Rule: If this is your first Night at Fight Club, you have to fight!.



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