Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: A Serbian Film (2010)
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 00:02 
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A Serbian Film
(Srpski Film)
mit Srdjan Todorovic, Sergej Trifunovic, Jelena Gavrilovic, Slobodan Bestic, Katarina Zutic, Luka Mijatovic, Ana Sakic, Lena Bogdanovic, Miodrag Krcmarik, Nenad Herakovic, Carni Deric, Andela Nenadovic,
Regie: Srdjan Spasojevic
Drehbuch: Aleksandar Radivojevic / Srdjan Spasojevic
Kamera: Nemanja Jovanov
Musik: Sky Wikluh
Ungeprüft
Serbien / 2010

Milos ist eigentlich glücklich mit Frau und Tochter, doch plötzlich holt seine Vergangenheit als Pornostar ihn wieder ein. Er steckt in Geldnöten und nimmt den Auftrag als Akteur für einen vermeintlich künstlerischen Pornofilm an. Schon bald nach Drehbeginn wird es immer skurriler, der Regisseur scheint skrupellos und wahnsinnig zu sein. Selbst sein Bruder bei der Polizei kann Milos nicht helfen aus dem Projekt auszusteigen. Seine schlimmsten Alpträume beginnen Realität zu werden und er verfängt sich in einem zerstörerischen Sumpf aus Sex und Gewalt.


Um einen Film wie diesen auf den Weg zu bringen muss man entweder eine extrem kranke Fantasie haben, oder in seinem Leben äusserst traumatische Erlebnisse gehabt haben, die man in dieser Geschichte verarbeiten möchte. Regisseur Srdjan Spasojevic hat mit "A Serbian Film" ein Werk kreiert, das wohl ohne Übertreibung zu den schockierendsten-und kontroversesten zu zählen ist, die man je gesehen hat. Ich persönlich kann mich jedenfalls nicht erinnern, schon einmal einen ähnlich brutalen-und verstörenden Film gesehen zu haben, der ein so beklemmendes Gefühl beim Zuschauer auslöst, das man streckenweise kaum richtig atmen kann. Dabei sind es nicht die expliziten Gewaltdarstellungen allein, die wie ein Tornado über einen herfallen, es ist die Mischung aus visueller Brutalität und der durch die Thematik freigesetzte Härte im Kopf des Betrachters, die einem hier wirklich zu schaffen macht. Dabei ist es Spasojevic vortrefflich gelungen, ein extrem realistisch anmutendes Szenario zu erschaffen, das man sich auch durchaus in der Realität vorstellen kann.

Das Geschehen führt den Zuschauer größtenteils wirklich an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit, denn aus einem zu Beginn anscheinend ganz normalem Pornofilm-Dreh entwickelt sich ziemlich schnell ein Szenario des absoluten Grauens, in das die Hauptfigur Milos unter falschen Vorraussetzungen hineingezogen wird. Will er doch eigentlich nur einen letzten Film drehen, um seine Familie finanziell abzusichern und ein sorgenfreies Leben zu führen, so nehmen die Ereígnisse für ihn einen Lauf, der ihn letztendlich nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch total zerstört. Auf die einzelnen Passagen des Filmes möchte ich hier nicht näher eingehen, denn man muss die Bilder selber gesehen haben, um tief in die seelischen Abgründe schauen zu können, die sich hier offenbaren. Dabei wird man selbst an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit geführt, denn die Wirkung dieses Filmes löst die unterschiedlichsten Gefühle in einem aus. Von Mitleid, Ekel und einer grausamen Faszination der Ereignisse berieselt, weigert sich der eigene Verstand teilweise, das Gesehene zu akzeptieren. Bei aller vorhandenen Härte ist es insbesondere eine "Baby-Szene", die einem ganz besonders zu schaffen macht und an Widerwärtigkeit nicht zu toppen ist.

Zwar wimmelt es hier förmlich von ähnlichen Szenen, doch diese sprengt jedes Fassungsvermögen und treibt dem Zuschauer dabei sogar die Tränen in die Augen. "A Serbian Film" kann man sicherlich in keine Schublade stecken und den Film auch nicht einfach als gut oder schlecht beurteilen. Bei diesem Szenario muss man sich wirklich öffnen und bereit dazu sein, die eigenen Grenzen der Belastbarkeit eventuell zu überschreiten. Die große Stärke dieses kontroversen-und aufwühlenden Werkes liegt sicherlich in der authentischen Umsetzung der grausamen Thematik, der dabei gewährte Einblick in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele lässt einen unwillkürlich erschaudern. Hinzu kommen die extrem glaubwürdig agierenden Darsteller, die allesamt herausragende leistungen abliefern, was die Intensität der Geschehnisse noch zusätzlich verstärkt. Es ist ein bitterer, aber gleichzeitig grausam-faszinierender Film den man hier geboten bekommt und der eklige Nachgeschmack wird nicht so schnell wieder von einem ablassen. Zu sehr brennt sich das Geschehen in den eigenen Kopf ein, die verstörenden Bilder wollen ganz einfach nicht wieder verschwinden. Das Schlimmste jedoch ist die während der Geschichte vorhandene Hilflosigkeit, mit der man vor dem Bildschirm sitzt und das unsagbare Leid miterlebt, das Milos und seiner Familie widerfährt. In einem fast ohnmächtigen Zustand lässt man das Gesehen über sich ergehen und fühlt sich dabei in einer Art Schockzustand der einfach nicht von einem abfallen will.

Und als wenn das noch nicht genug wäre, konfrontiert einen Spasojevic mit einem finalen Showdown, der tragischer nicht sein könnte. Bei dem hier gewählten Ende kommt die ganze Tragik der Geschichte noch einmal richtig durch und trifft den Betrachter wie ein Dampfhammer in die Eingeweide. Dennoch handelt es sich hierbei um den einzig logischen-und auch nachvollziehbaren Schluß, den man wohl auch für sich selbst gewählt hätte. Wer den Film gesehen hat wird verstehen was ich meine, denn die seelischen Verletzungen der Familie sind ganz einfach nicht mehr heilbar. Und so wird man dann sehr nachdenklich und vollkommen geschockt aus einem Film entlassen, der noch lange nachhaltig wirken wird. Grausamer als "A Serbian Film" kann ein Werk kaum sein und es verwundert mich doch sehr, das es immer noch viele Leute gibt, die dieses Werk als nicht hart genug empfinden. Wenn hier nicht die Grenzen des Ertragbaren phasenweise überschritten werden, dann weiß ich auch nicht weiter, wie abgestumpft muss ein Mensch denn schon sein, um nicht die grausame Brutalität dieses Filmes zu erkennen?


Fazit:


Für mich persönlich ist dieser Film das Verstörendste, was ich bisher gesehen habe, was in erster Linie an der realistischen Umsetzung einer an Brutalität nicht zu überbietenden Thematik liegt. Herausragende Darsteller verleihen dem Ganzen eine Intensität, die ihresgleichen sucht. Wer nach der Sichtung dieser Story immer noch der Meinung ist das nicht genügend Härte vorhanden ist, hat den Film entweder nicht verstanden oder sollte sich dringend in ärztliche Begandlung begeben, denn irgendetwas kann dann nicht stimmen. Zartbesaitete Gemüter sollten jedenfalls die Hände von diesem erschütternden Werj lassen, das im Normalfall selbst die hartgesottenen Film-Freaks nicht kalt lassen dürfte.


10/10 für die realistische Umsetzung einer unglaublich harten-und brutalen Thematik

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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 00:06 
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Hab ich bis heute nicht gesehen, einerseits interessiert er mich, andererseits find ich das Teil irgendwie abstoßend. Liegt schon seit Ewigkeiten ungesehen rum.

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Wer im Glashaus sitzt, sollte ich sich im Dunkeln ausziehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 00:10 
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Habe mir das Teil gerade mal wieder angesehen und das Szenario ist absolut verstörend. Dabei ist es auch vollkommen egal, wie oft man sich den Film schon gegeben hat, die Geschehnisse sind jedes mal ein absoluter Tiefschlag. Im Prinzip ist dieses Werk auch total abstoßend, verdient jedoch meiner Meinung nach für die extrem realistisch erscheinende Umsetzung die Höchstnote. Wer sich allerdings an den Ereignissen aufgeilt ( gibt ja leider genügend davon), der sollte schnellstens einen Facharzt aufsuchen, denn normal ist das bestimmt nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 16:54 
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Mir persönlich passt das ganze Szenario vor der VÖ schon nicht, der Vermarktung war es sicher nicht schädlich..

Es gibt einige wenige Filme nach deren Ansicht ich mich besudelt fühlte und sofort duschen ging, ASF steht da an
der Spitze! Nur dass ich mich vorwiegend psychisch verdreckt fühlte, und ich habe "nur" die englische Cut gesehen
nachdem eine VÖ uncut und auf deutsch nicht absehbar war - es hat mir aber gereicht!

In anderen Foren habe ich mir schon Schelte abgeholt, dieser Streifen ist für mich definitiv überbewertet, maßlos
überschätzt und Müll. Natürlich ist das Thema ernstzunehmen und derlei Vorkommnisse sicherlich nicht undenkbar,
leider! Die Umsetzung fällt in meinen Augen zu plakativ und reisserisch aus, dem Regisseur samt Stab nehme ich
einfach nicht ab dass sie so hehre Hintergedanken wie oft unterstellt gehegt haben, Provokation um der Provokation
willen schon eher.

In diesem Fall habe ich nicht mal Masters sicher wieder beeindruckendes Review gelesen, ich gebe zu dass ich bei
ASF unbelehrbar und störrisch bin, meine Meinung steht, Punkt.

Wem er gefällt soll ihn sehen können und dürfen und auch gutheißen, auch das meine Meinung!

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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 17:05 
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Gefallen ist in diesem Fall wohl der falsche Begriff, jedenfalls meiner Meinung nach. Ob so ein Film überhaupt sein muss wage ich auch zu bezweifeln. Aber gerade das von dir angesprochene Reißerische kommt hier für mich sehr glaubwürdig rüber, weiterhin muss man wohl nicht näher darüber nachdenken, ob es wirklich so kranke und abartige Menschen gibt, die aus reiner Geldgier wirklich alles tun. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele solcher Szenarien sich auch in der Realität abspielen, denn allein der Gedanke daran verursacht bei mir ein Gefühl der Übelkeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 18:20 
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Clyde, deine eigene Meinung sei dir gegönnt, und ich kann verstehen, dass du eine solche Meinung hast.

Bei mir hat dieser Film irgendwo zwischen 06-07 seinen Platz gefunden. Ob ich mir den mehrmals ansehen werde, weiß ich nicht. Bislang habe ich ihn einmal gesehen. Ja, ohne Frage, der ist schockierend, ob es aber immer mehr oder drastischer sein muss, wage ich zu bezweifeln. Von den Machern war es bestimmt auch ein Ausloten, was filmisch umsetzbar ist. Das sieht man z. B. ja auch an Filmen wie Fetus etc., die wohl auch sehr drastisch sein sollen, aber drastisch heißt nicht automatisch gut.

Gestern habe ich mir z. B. Die Mörderbestien angesehen, ein Flim aus dem Jahre 1972 und dieser gefiel mir richtig gut, auch wenn er aus heutiger Sicht und gerade auch im Vergleich zu obigem Film geradezu harmlos erscheint.

Die Kritik an der serbischen Gesellschaft, die ASF ja auch darstellen soll, kommt aber zu kurz, denn das war ja eins der Hauptargumente einen solchen Film zu machen. Kritik an der Gesellschaft kann man auch auf andere Weise ausüben und muss dazu nicht eine mittlerweile unter "Newborn-Porn" bekannte Szene inszenieren.

Man kann einen solchen Film mögen, muss es aber nicht. Und das man den auch auf jeden Fall gesehen haben sollte, kann ich nicht teilen. Nein, der ist nicht schlecht, aber es gibt einfach viel zu viele bessere Filme, die man sich eher ansehen sollte.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 19. Dez 2012, 18:36 
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Der von dir angesprochene Aspekt mit dem immer härter usw. ist meiner Meinung nach auch ein ganz generelles Problem der heutigen Zeit, es gibt viel zu viele Leute, die einen Film ja nur noch ausschließlich nach der Härte bewerten. Ich glaube sogar, das wir hier zumindest eine Person kennen, auf die das zu 100% zutrifft, nur leider ist das ja längst kein Einzelfall. Man muss sich nur einmal die Mühe machen und sich in diversen Foren umschauen, da sind Bewertungen wie z.B: geiler Film, ordentlich blutig 10/10 Gang und Gebe. Ich selbst frage mich dann immer, ob die entsprechenden Leute wirklich nicht mehr zu einem Film zu sagen haben. Anscheinend aber wohl nicht, da einfach nur die expliziten Gewaltdarstellungen wichtig erscheinen und der Rest als notwendiges Übel angesehen wird. Man kann schon ziemlich leicht abschätzen mit wem man es zu tun hat, wenn man diverse Kommentare liest und das finde ich persönlich eher traurig.

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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 20. Dez 2012, 18:56 
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ASF wird noch mein persönlicher Albtraum :alien2:

Blaine, Fetus hat eine ganz andere Intention und kommt sicher nicht mit irgendeinem Anspruch daher! Der ist klar
grenzwertig und bietet auch entsprechende Bilder, aber letztlich ist das NUR ein Horrorfilm und nichts sonst. Keine
wie auch immer gemeinte Kritik sondern Unterhaltung!

Wie soll ich Kritik an einer Gesellschaft verstehen die mit solchen Bildern und einer solchen Handlung vermittelt wird?
Das erschliesst sich mir nicht ganz, kritisieren bezieht sich doch auf ganz bestimmte Sachverhalte und Zustände die
konkret oder aber auch künstlerisch verfremdet darstellt werden. Oder soll ich ASF so interpretieren dass eine ganze
Nation von schändenden, tötenden, abartigen Menschen terrorisiert wird? Oder der ganze Film ein Synonym der realen
Zustände ist?


@ Master: Es ist auch eine Generationenfrage was den Härtegrad der Filme angeht! Unsereins wuchs mit Halloween,
Freddy und Freitag in den Kinos auf, später hat man mal Bekanntschaft mit CATIII geschlossen, noch später war auch
der Rest der Welt auf dem Stand mit Torture-Porn und was weiss noch alles. Vorreiter wie Pasolini haben das damals
schon weit vor dem Rest realisiert, auch das haben wir gesehen - und reflektiert.

Wer heutzutage mit Hostel, Saw und Konsorten aufgewachsen ist hat andere Maßstäbe und für die Masse sind unsere
Ikonen wie TCM Kinderfilmchen. Mit Masse meine ich Filmkonsumenten die Du erwähnt hast, für die nur der "Härtegrad"
zählt. Natürlich ist nach oben immer Luft bis das letzte Tabu gebrochen wird, wo es endet ist auch klar: bei den
Snuff-Tapes...

Ich sehe auch die zunehmende Verwendung - echter - HC-Szenen äußerst kritisch. Ein "Baise-Moi" wird dadurch
glaubwürdiger und intensiver, ein "The Bunny Game" auch nicht besser!

Und natürlich sind wir alle involviert, ich bekenne mich dazu die Filme haben und sehen zu wollen die Grenzen
sprengen, hat man Glück ist es "Subconscious Cruelty", hat man Pech "ASF".

................und ansonsten finde ich es sehr schön dass hier mal so eine Art von Diskussion über einen Film beginnt :ds:

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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 20. Dez 2012, 19:47 
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Vampir-Adel

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So, das folgende hatte ich damals bei Filmundo zur Diskusion des Films A SERBIAN FILM geschrieben, die aber leider durch unsinnige Fremdthemen abgebrochen wurde und das ganze in der Versenkung verschwand!
Zum Glück habe ich meine Ansichten und Eindrücke zum Film aufgehoben und kann dies hier einfach mal ganz frei in die hier entstandene für mich neue Diskusion werfen!

Sollte sich jemand, aus welchen Gründen auch immer betroffen, beleidigt oder sonstwas fühlen, bitte bescheid sagen!
Ich sage dies nur, weil gerade dieser Film des öfteren bei Diskusionen, die Gemüter erhitzt, so das es Ärger gegeben hatte!
Allerdings nicht aufgrund meines Textes. Will dies noch vorher erwähnt haben!


Der Versuch sich A SERBIAN FILM anzunähern!

1. PÄDOPHILIE IN SEINER EXTREMSTEN ART & WEISE!

MILOS soll psychologisch ziemlich geschickt darauf vorbereitet werden, es mit einem ca. 12-13jährigen Mädchen zu machen. Er wird von einer Frau in einen Raum geführt, die vor ihm niederkniet, ihm den Schwanz rausholt und anfängt ihn zu lutschen! Während sie das tut, bekommt er Bilder von eben diesem Mädchen auf der weißen Wand zu sehen, die widerum an einem Eis lutscht. Die Assoziation ist eindeutig, aber er hat seinen Orgasmus im Mund dieser Frau!
Ein Tag später begibt er sich auf Anweisung der Regie nackend wieder in diesem Raum, wo eine gerade geschlagene Frau ihm ebenfalls eine Fellation verpassen soll und diesmal sitzt die besagte 12jährige angezogen in einem Stuhl und beobachtet die beiden dabei! MILOS entdeckt dabei seine Grenzen und will dies nicht mitmachen, will raus aus dieser Szenerie, aber er wird von jemanden festgehalten, die Frau lutscht und wichst seinen Schwanz weiter, solange bis er ihr aufs Gesicht spritzt! MILOS will aus der Sache aussteigen, da er nicht weiß wieweit der Regisseur VUKMIR noch gehen will, den er so langsam für wahnsinnig hält! Der erklärt ihm widerum, das dies ein "NEWBORN PORN" sei, nach dem verlangt wird und das zeigt er ihm anhand eines Kurzfilms, sozusagen eine -Film im Film Szene-.

Man bekommt folgendes zu sehen:
Eine Frau bekommt ein Baby und jemand hilft ihr dabei und kaum das es zur Welt gebracht ist wird es sofort vom "Geburtshelfer" sexuell missbraucht, indem er es penetriert oder sonst etwas damit macht, um sich zu befriedigen!

So, Leute und diese Szenerie tut weh, hier scheiden sich alle Geister und mir ging dabei einiges durch den Kopf.
Ein Baby, ein kleines Würmchen, völlig unschuldig, sich seiner Existens nicht bewußt wird missbraucht. Einer der niederschmetternsten Szenen der Filmgeschichte und es ist mir ehrlich gesagt scheissegal, ob einige bemängeln das, das Baby wie eine Puppe aussah oder nicht, das dies nicht weit genug ging ect.! An diejenigen sei gesagt: Was wollt ihr eigentlich noch??? Wem das nicht reichte, der sollte wirklich zum Arzt gehen und wer es sich dabei noch selber macht usw., der erst recht!

Und dabei komme ich zu einem leider realen Leben:
A SERBIAN FILM zeigt doch nur das, was es in der Realität doch schon längst gibt bzw. längst gegeben hat und damit nehme ich mal besagte " Babyszene " als Beispiel. Dabei wird diese "Babyszene" nicht explizit gezeigt, sondern angedeutet und das ist Kopfkino, wie es härter und perverser nicht sein kann! Ich konnte / kann mir dieses nicht vorstellen, obwohl man es automatisch macht, sich diese Szenerie weiter zu denken, aber mir will das nicht so recht in den Kopf, weil ich nicht begreifen kann, wie man bei einem Säugling eine Erektion haben kann. Wie ist das möglich??? Das kann nur absolut krank sein!
Also mir reichte das Dargestellte vollkommen aus, mehr mußte auch gar nicht sein und ich erinnere mich z.B. an einen Fall, der sich in Berlin Anfang dieses Jahrtausends zutrug. Dort wurde ein mittelalterlicher Mann verhaftet, weil er sich an einem Baby [ca.2 Monate alt} sexuell vergangen hatte, es penetriert hatte ect. Das Baby starb daran! Das ist auch beleibe kein Einzelfall! Davon abgesehen existieren doch extrem viele KINDERPORNOS, BILDER ect., ect. und dafür wird eben bezahlt, kassiert und geliefert und das Weltweit!

A SERBIAN FILM reduziert u.a. die Gattung Mensch auf die primitivsten Triebe, die in allen Varianten befriedigt sein wollen, sei es nun bei denen die es selbst machen oder die sowas in diversen Snuff-Filmen später konsumieren usw.! Hier muß gefragt werden, warum gibt es Leute, wie den im Film dargestellten Filmemacher VUKMIR??? Leute wie VUKMIR drehen solche Sachen weil, ja weil offensichtlich ein Bedarf nach sowas besteht, allerdings ein Bedarf den gewisse Konsumenten sehen wollen und sie bezahlen gut dafür! Es ist ein Geschäft und dieses läuft gut! Willkommen in der Realität!
Hier finde ich den Film ehrlicher als manch anderen die da viel zu heuchlerisch daher kommen und da hat A SERBIAN FILM mit einem Problem zu kämpfen, nämlich mit dem, das er für viele zu spekulativ sei und nur schocken will ect. Da ist er nicht der einzige, wohl aber der, der am weitesten darüber hinaus ging und das ist von mir durchaus positiv gemeint, denn er saugt sich das gezeigte ja nicht aus den Fingern und damit kommen wohl einige nicht klar!

Ich weiß das man es vielen nicht recht machen kann, denn zeigt ein Film zuviel, dann schreien alle nach der Moral, weil sie solche Sachen nicht wahr haben wollen! Viele kapieren einfach nicht das solche Holzhammer-Methoden manchmal notwendig sind, um den Menschen bzw. auch den Zuschauer mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen, gerade diejenigen die die der Meinung sind, das der Mensch die Krone der Schöpfung sei und glauben das überall nur die schöne heile Welt ist. Laßt Euch eines gesagt sein: DAS IST ES ALLES NICHT!!!!!!!!! Ich mache mir da nichts vor, schon lange nicht mehr!

Die Abgründe der Menschen existieren nun mal in allen Varianten!
A SERBIAN FILM regt somit auch zum nachdenken an bzw. wirft auch Fragen auf, wie z.B.:
Ist für Geld wirklich alles zu haben und zu bekommen, obwohl der Film diese Antwort schon längstens gegeben hat! Somit könnte man auch ferner anführen, das dies alles krankhafteste Auswüchse des Kapitalismus sind, obwohl mir bewußt ist das es in der Menschheitsgeschichte derlei Taten oft gegeben hat usw.
Der Mensch ist ein Tier bzw. kann sehr schnell zu eines werden, wenn Triebe vor dem Bewußtsein die Oberhand gewinnen ect., denn auch das wird bei A SERBIAN FILM deutlich, denn hier reichen sich Pädophilie, und sonstige sexuellen Krassheiten die Hände!

Nach so einem Film guckt man erstmal nichts mehr, man bracht ein wenig Zeit, um über das Gesehene nach zu denken. Dies tat ich wiederholt und wir / ich sind wahrscheinlich immer noch nicht fertig damit! es geht hier garantiert noch weiter, auch von meiner Seite aus!

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten, da er u.a. profesionell gefilmt ist, darstellerisch überzeugend ist und man ihm auch keine Schmuddel-Atmosphäre nachsagen kann! Einer der krassesten und wenn man so will auch sozialkritischten Filme überhaupt!


GrafKarnstein


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 Betreff des Beitrags: Re: A Serbian Film
BeitragVerfasst: 20. Dez 2012, 19:55 
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Ich kann es nur noch mal betonen: Endlich mal wird hier diskutiert über einen Film, sachlich und argumentativ,
das macht Spaß Kollegen!

@Graf: wir sind ja hier nicht bei Mundo, da habe ich auch Prügel bezogen wegen meiner Meinung :D
Natürlich werde ich nicht umhin kommen an den Thesen und Meinungen Eurer Durchlaucht zu rütteln
und eventuell ein paar Zettel an das Eichentor Eurer Residenz zu nageln :jig:

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