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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: I spit on your grave (2010)
BeitragVerfasst: 22. Dez 2012, 14:22 
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Originaltitel: I Spit on Your Grave
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Steven R. Monroe


Darsteller:
Chad Lindberg
Tracey Walter
Daniel Franzese
Sarah Butler
Andrew Howard
Rodney Eastman
Jeff Branson
Mollie Milligan
Saxon Sharbino
Amber Dawn Landrum

Handlung:

Die Romanautorin Jennifer Hills (Sarah Butler) ist unterwegs zu der abgelegenen Hütte, in der sie ihr nächstes Buch verfassen will, als sie die Aufmerksamkeit von drei Rednecks auf sich zieht, deren Avancen sie entschieden ablehnt. Johnny (Jeff Branson) und seine Kumpels Andy und Stanley, den einfältigen Matthew als Anhang, folgen ihr jedoch, überfallen sie in ihrer Hütte, vergewaltigen und erniedrigen sie. Schließlich kann Jennifer fliehen und springt in den Fluß, doch sie kehrt schließlich verändert zu ihren Peinigern zurück, um brutale Rache zu nehmen...

Quelle: Ofdb

Fazit:

"I spit on your grave" ist das Remake des gleichnamigen Films von Meir Zarchi aus dem Jahr 1978.

Ich bin eher mit gemischten Gefühlen an das Remake gegangen, da ich ein großer Fan des Originals bin. Was ich dann aber zu sehen bekam, hat mich wirklich begeistert. Der Film ist eine absolute Bombe! Er ist fies, brutal und absolut schonungslos. Dieser Film hat 0 mit den Hochglanz-Remakes gemein, die ansonsten so im Umlauf sind, er wirkt in jeder Minute dreckig und gemein.

Handlungstechnisch bietet der Film absolut nichts neues, sämtliche Charaktere und sogar ihre Namen wurden 1:1 übernommen, lediglich ein weiterer Fiesling kommt hinzu. Auch von der Location sieht man kaum einen Unterschied zum Original, wieder spielt der Film an einem Wald und einem See. Selbst einige Kameraeinstellungen wurden absolut gleich vom Original kopiert.

Die Besetzung der Hauptrolle mit Sarah Butler kann man nur mit mehr als gelungen bezeichnen. Meiner Meinung nach, spielt sie ihren Part noch eindrucksvoller als die bereits grandiose Camille Keaton. Wie sie beide Parts, den des gequälten Opfers und den einer absolut kalten, berechnenden Killerin spielt, ist einfach der absolute Hammer. Auch die Nebenrollen sind grandios besetzt. Es sind hier keine schönen Nachwuchs-Hollywood-Darsteller, sondern wirklich herrlich fiese Schmierlappen.

Absolute Stars des Films, sind allerdings die wirklich hammerharten Kills. Goretechnisch gibt es erheblich härtere Filme aber der Film strotzt in diesen Szenen vor Sadismus und Perversion. Es wundert nicht, daß der Film, erhebliche Probleme mit der Zensur hatte. In Sachen kreatives Töten sticht der Film seinen Vorgänger gnadenlos aus.

Alles in allem muss ich sagen, der Film ist noch einen Tick härter, dreckiger und fieser als das hervorragende Original.

9,5/10 Pkt

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Wer im Glashaus sitzt, sollte ich sich im Dunkeln ausziehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your grave (2010)
BeitragVerfasst: 22. Dez 2012, 15:12 
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"I Spit on Your Grave" aus dem Jahre 1978 ist sicherlich zu den härtesten Vertretern des Rape and Revenge Filmes zu zählen und hat in Fanjreisen schon längst einen wohlverdienten Kultstatus erreicht. Nach der Sichtung des Remakes von Regisseur Steven R. Monroe kann sich der Zuschauer allerdings ziemlich sicher sein, das auch die Neuauflage der extrem harten-und intensiven Geschichte auf dem besten Wege ist, den Status eines Genre-Klassikers zu erreichen. Bis auf einige kleinere Änderungen bekommt man es zwar mit der identischen Story des Originals zu tun, doch gerade diese leichten Neuerungen sind es, die das Werk sogar noch härter und brutaler erscheinen lassen wie die Originalversion. Hauptsächlich ist dafür meiner Meinung nach der zusätzlich eingeführte Charakter des Sheriffs, der hier keinesfalls die Rolle des Gesetzeshüters vertritt, sondern als schlimmster Teil der Vergewaltiger-Gruppe in Erscheinung tritt. Insbesondere der Aspekt das es sich hier im Normalfall um eine Person handelt von der man sich Hilfe erwartet, verleiht dem Szenario eine noch härtere und brutale Note, als es von Haus aus schon der Fall ist. Ganz generell geht vom Geschehen eine immense Brutalität aus die sich längst nicht nur durch die expliziten Gewaltdarstellungen zu erkennen gibt, sondern auch in einem perfiden Katz-und Maus Spiel zum Ausdruck kommt, das sich auf der psychischen Ebene zwischen den Tätern und ihrem hilflosen Opfer abspielt. Es ist für den Zuschauer schon recht schwer zu ertragen, wenn man sieht wie die fünfköpfige Männergruppe gnadenlos ihre Macht ausspielt und die hübsche Jennifer auf jede erdenkliche Art demütigt. Dabei kann man nur ansatzweise nachvollziehen, unter welchem psychischen wie auch physischen Druck die junge Frau stehen muss, die sich eigentlich genau denken kann, wie sich das Szenario weiterentwickeln wird. Und hier liegt auch eine der absoluten Stärken der Neuauflage, denn der stetige Anstieg der Gewaltspirale wird dem Zuschauer in allen Details äusserst intensiv vor Augen geführt, was einem ein mehr als beklemmendes Gefühl verpasst.

Dabei ist der Übergang des physischen Martyriums in die körperliche Folter fast fließend gestaltet und wird lediglich durch einen Fluchtversuch von Jennifer kurzzeitig unterbrochen, wobei sie ihren Peinigern kurzzeitig entkommen kann und prompt dem Sheriff in die Arme läuft, in dessen Person sie selbstverständlich im ersten Moment ihre Rettung sieht. Ziemlich schnell stellt sich allerdings heraus, das die Demütigungen erst jetzt ihren absoluten Höhepunkt erfahren, entpuppt sich doch der Gesetzeshüter als Rädelsführer der Gruppe und löst damit den bis dahin tonangebenden Johnny ab. Der nun zu erkennende Härtegrad der Ereignisse ist wirklich schwer in Worte zu fassen, entfesselt das Geschehen doch eine Kompromisslosigkeit und Brutalität, wie man sie nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Dabei ist den Peinigern die sadistische Freude an ihrem Treiben regelrecht im Gesicht abzulesen, die ihre Machtposition richtigehend genießen, ohne auch nur den Anflug von Gewissensbissen zu zeigen. An dieser Stelle sollte man unbedingt erwähnen, das der Film in darstellerischer Hinsicht absolut perfekt besetzt ist und das dargebotene Schauspiel mit dafür verantwortlich zeichnet, das die Geschichte ihre volle Kraft entfalten kann. Die dabei zu Tage tretende Grausamkeit trifft den Betrachter mit der Wucht eines Keulenschlages, und bringt eine erschreckende Authenzität der Ereignisse zum Vorschein, die einem merklich unter die Haut fährt und dabei jede Menge Wut aufkommen lässt. Streckenweise fühlt man sich wie paralysiert und einer Ohnmacht nahe, sitzt man doch vollkommen hilflos vor dem heimischen Bildschirm, obwohl man viel lieber helfend eingreifen möchte, um Jennifer aus ihrem schrecklichen Martyrium zu befreien.

So wartet man dann auch ungeduldig auf die Phase der Story, in der die Rache der jungen Frau zum Ausdruck kommt und kann es kaum erwarten, das die Peiniger ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Die Gruppe der Vergewaltiger hat nämlich mittlerweile so viele Minuspunkte beim Zuschauer gesammelt, das man keinerlei Mitleid beim nun folgenden Rache-Szenario empfinden kann, das meiner Meinung nach der absolute Höhepunkt des Filmes ist. Aus der zu Beginn eher verletzlichen jungen Frau ist mittlerweile eine eiskalte Rachemaschine geworden, die einen Begriff wie Vergebung nicht mehr zu kennen scheint. Und selbst wenn man ein gegner von Selbstjustiz sein sollte, kann man die Taten der jungen Frau vom menschlichen Standpunkt aus durchaus nachvollziehen und ertappt sich nicht selten dabei, das man regelrecht ein Gefühl der Befriedigung verspürt, wenn sie Rache an ihren Vergewaltigern nimmt. In diesen Passagen kommt dann auch das hervorragende Schauspiel von Hauptdarstellerin Sarah Butler sehr stark zum Ausdruck, nimmt man ihr doch die Rolle der gnadenlosen Rächerin jederzeit ab. Butler versteht es den ganzen Film über großartig, die jeweils vorhandenen Emotionen perfekt zum Zuschauer zu transportieren, das bezieht sich sowohl auf die Passagen der Demütigungen, in denen Gefühle wie Angst, Verzweiflung und Schmerz im Vordergrund stehen, wie auch auf das letzte Filmdrittel, in dem rein gar nichts mehr von einer verletzbaren und hilflosen Frau zu spüren ist. Insbesondere in diesem teil kommt dann auch der Zusammenbruch ihrer Seele verstärkt in den Vordergrund, scheint sie doch innerlich fast abgestorben zu sein und nur noch negative gefühle empfinden zu können. Dies äusserst sich dann auch in den Tötungsarten die sie sich für die jeweiligen Opfer ausgedacht hat, denn hier wird nicht einfach wahllos und schnell getötet, sondern jeder Mann erfährt seine ganz eigene Tortur.

Dieses letzte Drittel des Filmes ist an Härte und Intensität dann kaum noch zu überbieten, lässt Jennifer doch jeden ihrer Vergewaltiger das gleiche Martyrium erleiden, das man auch ihr zugefügt hat und die dabei gezeigten Gewaltdarstellungen haben es wirklich in sich. Aus ehemaligen sadisten werden weinende-und um Gnade winselnde Personen, denen nun erst klar wird, was sie einem anderen Menschen angetan haben. Dabei wird die Gewaltspirale fast bis zum Exzess angezogen und es entlädt sich ein dermaßen hohes Potential an Wut und aufgestautem Hass, das es einem selbst etwas flau im Magen wird. Und dennoch empfindet man keinerlei Mitleid mit den Männern, deren Charaktere einem von der ersten Minute an so unsymphatisch dargebracht wurden, das man ihnen die sadistische Behandlung wirklich gönnt. Und so steigert sich eine bis dahin schon äusserst harte Geschichte ihrem brutalen Höhepunkt entgegen, der absolut erstklassig in Szene gesetzt wurde. das kann man aber prinzipiell über den gesamten Film sagen, der von der ersten bis zur letzten Minute von einer herausragend dichten Grundstimmung begleitet wird, die den Zuschauer fast ganzzeitig mit einer gepflegten Gänsehaut überzieht. Es ist schon ein größtenteils schweisstreibendes Geschehen, das sich einem hier in einer unglaublichen Grausamkeit beschert wird. Diverse kleine Änderungen und die Einführung eines vollkommen neuen Charakters lassen die Ereignisse noch kompromissloser-und brutaler erscheinen, als es schon im Original von 1978 der Fall war. So sollten selbst Gegner von Neuauflagen hier voll auf ihre Kosten kommen, denn "I Spit on Your Grave 2010" ist definitiv ein Film, den man sicherlich nicht so schnell wieder vergessen wird.


Fazit:


Als glühender Fan des Originals war ich doch sehr skeptisch, als die Nachricht über ein Remake die Runde machte. Nach der Sichtung des Filmes muss ich aber feststellen, das sich Original und Remake absolut nichts nehmen und in sachen Qualität auf einem Level anzusiedeln sind. Durch dezente Änderungen und einen erstklassigen Cast hat die Neuauflage in einigen Passagen sogar noch an Härte und Intensität dazugewonnen und entpuppt sich so als ein in allen Belangen sehr überzeugendes Gesamtpaket, das man Leuten mit schwachen Nerven allerdings nicht unbedingt weiterempfehlen sollte. Selbst hartgesottenen Genre-Fans dürfte die Wirkung der Ereignisse zu schaffen machen und einen nachhaltigen Eindruck im Gedächtnis hinterlassen.


9,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your grave (2010)
BeitragVerfasst: 23. Dez 2012, 11:03 
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Für mich sind ausser dem Härtegrad der Neuverfilmung und dem Original-siebziger-Jahre-Feeling des Originals
keine relevanten Unterschiede vorhanden, ob da jetzt noch ein zusätzlicher Charakter dazukommt oder nicht z. B.

Mich würde allerdings sehr interessieren wie beide Versionen aus Frauensicht beurteilt werden, die ja doch anders
ausfallen dürfte! Der Standpunkt meiner Frau war da relativ klar, sie ist ab dem Zeitpunkt der Rache begeistert
dabei, ihr gefiel das Remake auch etwas besser weil einfallsreicher und schonungsloser. Für mich 9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your grave (2010)
BeitragVerfasst: 2. Apr 2013, 22:14 
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Gestern gesichtet. Und hat gefallen.

Die im großen und ganzen in eher blassen Tönen gehaltene Verfilmung, trägt mit zur Atmosphäre bei. Auch hier hat man ja wie in der Klassik-Version einen Rape und einen Revenge-Teil.

Erster ist hier harmloser als im Original ausgefallen, wahrscheinlich weil auch die "Masse" bzw. "Anzahl" der Taten geringer war. Aus diesem Grund fällt der Schockeffekt ein wenig geringer aus, wobei das hier natürlich immer noch recht schokierend ist. Aber beim Origninal sind die Szenen insgesamt auch drastischer, was an diese Stelle für den Klassiker spricht.

Im Revenge-Teil holt das Remake aber deutlich auf, wobei es mir fast ein wenig zu "fallenartig" wie in einem weiteren SAW-Teil nur ohne die Möglichkeit sich zu befreien ist. Die Dargestellten Rache-Aktionen sind aber insgesamt grausam dargestellt, und das mag bei diesem Film zu überzeugen. Der Klassiker ist an diesen Stellen geringfügig anders, wenn auch nicht unbedingt harmloser.

Den Klassiker würde ich insgesamt um einen Punkt niedriger benoten, was nicht zuletzt an der exzellenten Darstellung der Jennifer Hills im Remake liegt. Er ist zwar weniger grausam (aus meiner Sicht) aber doch etwas besser.

8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your grave (2010)
BeitragVerfasst: 3. Apr 2013, 16:44 
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Jetzt wo Blaine das schreibt ... grübel ... stimme ich dem Saw-Vergleich durchaus zu, ist mir vorher nicht so in den Sinn gekommen,
sei bedankt für den neuen Gedanken Mono! :Up:

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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your grave (2010)
BeitragVerfasst: 3. Apr 2013, 21:32 
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Es fehlt nur der hier: :jig:

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