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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: I spit on your Grave 2 (2013)
BeitragVerfasst: 13. Okt 2013, 11:09 
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Titel: I spit on your Grave 2
Land: USA / Ukraine
Freigabe USA: R-Rated
Freigabe DE: ungeprüft (uncut)
Laufzeit: 101 Min.

Regie: Steven R. Monroe
Darsteller: Jemma Dallender, Joe Absalom, Michael Dixon uvm.

Review enthält Spoiler!!!!

Die junge Katie ist eine glückliche junge Frau, die sich ihr Geld als Kellnerin verdient. Doch das reicht ihr nicht und sie versucht sich als Fotomodell. Bei einem Shooting lernt sie den etwas schüchternen Georgy kennen, der sofort ein Auge auf die hübsche Katie geworfen hat. Immer wieder versucht er sich an Katie heran zu machen, doch sie lässt ihn jedes Mal abblitzen. Als er eines Abends plötzlich in seiner Wohnung erscheint wendet sich das Blatt schnell. Katie ist ihrem Gegenüber unterlegen, welcher es sich nicht nehmen lässt die junge Frau mal ordentlich ran zu nehmen. Als er aber einen hellhörigen Nachbar tötet bekommt Georgy Panik und ruft seine Freunde / Brüder an und bittet diese um Hilfe. Kaum ist der Anruf getätigt stehen auch schon die Brüder in der Türe und verschleppen Katie. Es scheint so als gäbe es kein entrinnen für die junge Frau...

Regisseur Steven R. Monroe erschuf vor 3 Jahren schon das Remake zu dem Film "I spit on your Grave", welcher für großes Aufsehen sorgte. Da war es schon von Anfang an klar, dass auch eine Fortsetzung her halten müsste. Zum Glück für den Zuschauer konnte man sich auch wieder Monroe für den Part des Regisseuren sichern und was dieser hier abgeliefert hat ist...ach, lest doch einfach selbst :-D

Zwar bietet die Story nicht viel Abwechslung, doch zählt das Gesamtpaket und nicht nur ein kleiner Bruchteil dafür, dass ein Film unterhält. Nachdem ich gehört habe, dass eine Fortsetzung zu "I spit..." erscheinen sollte, war ich sehr skeptisch. Auch nachdem der erste Trailer zu sehen war, verflog die Skepsis nicht und trotzdem lies ich mich nicht davon abbringen mir diesen Film anzuschauen.
Wie ich schon mal erwähnt habe bietet das Genre "Rape & Revange" nicht immer Abwechslung und auch einige Vertreter sollten sich schämen, dass sie diesen Namen tragen! Doch nicht wenn ein Film den Titel "I spit on your Grave" trägt.

Der Film selbst ist in vier Akte unterteilt:

Akt 1: Der Epilog (Dauer: gut 20 Minuten)

In diesen 20 Minuten erfährt man ein paar Einzelheiten über die Person der Katie, welche eine lebensfrohe und offenherzige junge Frau ist, welche zwar etwas naiv erscheint aber trotzdem eigenständig auf den Zuschauer wirkt und trotzdem für ihren Traum kämpft. Auch werden hier die Antagonisten mit in die Handlung eingeführt, welche schon von Anfang an sehr suspekt erscheinen und eine recht düstere Art an sich haben. Auch wenn sie anfänglich etwas unbeholfen wirken, so werden ihre Charaktere recht intensiv mit in die Story integriert und man ahnt schon, dass etwas krankes in den Köpfen der Männer vor sich geht.

Akt 2: Der Rape (Dauer: an die 40 Minuten)

Wie auch schon bei dem Remake hat Monroe hier eine klare Gliederung in die Handlung mit eingebracht, die trotzdem recht eigen inszeniert wurde. Wenn man die Vergewaltigung bei dem Remake schon heftig fand, dann sollte man von der Fortsetzung auf jeden Fall die Finger weg lassen! Diese hat noch mehr härten zu bieten und stellt auch eine recht große Qual für den Zuschauer dar. Man sieht in Katies Augen, dass sie qualvolle Schmerzen hat, dass sie nicht mehr kann und will und trotzdem (vergebens!) gegen die Qualen ihrer Peiniger angeht. Hier ist man auch etwas zeigefreudiger umgegangen Zwecks der Schauwerte. Man hielt mit der Kamera genau da drauf, wo andere schon längst umgeschwenkt hätten.

Akt 3: Die Regeneration (Dauer: knapp 20 Minuten)

Wie auch schon im Remake konnte auch hier Katie von ihren Peinigern entkommen und flüchtet sich in eine Welt aus Wut, Hass und Verzweiflung. Man erkennt den Charakter der jungen Katie so gut wie nicht mehr. Sie ist offen gebrannt markt und dies wird auch dem Zuschauer sofort klar. Von der Lebensfreude und der offenherzigen Katie ist nichts mehr übrig geblieben. Sie ist nur noch eine leere Hülle, die immer tiefer in sich verschwindet und nur noch einen einzigen Gedanken hegt. Rache!

Akt 4: Die Revange (Dauer: knapp 30 Minuten)

Nun kommen wir auch zu dem Teil, den die meisten sehnlichst erwartet haben. Katie ist vorbereitet und macht Jagd auf ihre Peiniger und hat auch einige sehr harte Foltermethoden entwickelt um den Männern zu zeigen, wozu sie fähig ist. Dieser Teil ist auch der krasseste des ganzen Filmes. Auch hier geizt man nicht mit expliziten Darstellungen und hat so einige recht interessanten Methoden zu bieten um dem Zuschauer selbst zu quälen. Auch dieser Teil fällt um einiges brutaler aus als der im Remake.

Dieses Mal nutze man andere Eigenschaften um an diesen Film heran zu gehen. Zum einen ist Jemma Dallender in der Hauptrolle zu sehen und nicht wie Anfänglich behauptet Sarah Butler. Doch soll dies nicht heißen, dass Dallender ihre Sache nicht gut macht. Sie gibt sich wirklich alle Mühe um dem Charakter genau die Tiefe zu verpassen, die dieser auch braucht. Dieses bekommt sie auch super hin. Man leidet wirklich mit ihr mit. Auch die männlichen Parts wurden gut besetzt. Auch wenn mir keiner der Darsteller etwas sagt, konnten sie trotzdem überzeugen und bringen eine diabolische Ader mit in den Film, welche den Film auf weite Strecken sogar tragen.

Anders als beim Remake sparte man hier nochmal eine Schippe mehr am Budget und verlegte dem Schauplatz von Amerika nach Ost-Europa. Dies hat der Stimmung des Filmes sogar sehr gut getan, denn diese Kulissen machen den Film noch düsterer und herber in der Wirkung. Obwohl ich kein Fan von Ost-Europäischen Kulissen bin, hat mir diese hier wirklich sehr gut gefallen!

Was mir ein wenig sauer aufgestoßen ist, liegt gerade im letzten Akt. Zwar sind die Foltermethoden von Katie recht herb gestalten worden, doch erscheinen sie einfach zu kurz. Aber gerade die brutalste Szene (auf jeden Fall für Männer!!!!), wurde ausgetreten bis zum geht nicht mehr^^...und genau diese Szene ist der Hammer! Schon lange habe ich nicht mehr gezuckt bei einem Film, doch gerade hier...AUA!

In meinen Augen hat man hier eine wirklich gute Fortsetzung geschaffen, die zwar trotz intensiveren Erzählstruktur ein wenig hinter dem Remake liegt. Doch was man gleich anmerken kann...dieser Film wird zu 99% auch nach §131 StGB beschlagnahmt! Dies kann man schon mal im voraus sagen und das hat schon etwas zu heißen. Denn hier werden die Gewaltszenen recht selbst zweckhaft eingesetzt und auch die Menschenwürde wird mit Füßen getreten.

Bewertung: 8/10

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"Alles, was ich habe auf dieser Welt, sind meine Eier und meine Wort, und das breche ich nicht, für niemanden, ist das klar?" -Tony"Scarface" Montana


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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your Grave 2 (2013)
BeitragVerfasst: 23. Nov 2013, 11:46 
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I Spit on Your Grave 2
(I Spit on Your Grave 2)
mit Jemma Dallender, Yavor Baharov, Joe Absolom, Aleksandar Aleksiev, Mary Stockley, Valentine Pelka, George Zlatarev, Peter Silverleaf, Michael Dixon, Kacey Barnfield, Dimo Alexiev, Ivan Ivanov, Krasimir Ortakchiev
Regie: Steven R. Monroe
Drehbuch: Neil Elman / Thomas Fenton
Kamera: Damian Bromley
Musik: Corey A. Jackson
ungeprüft
USA / 2013

Die hübsche Kellnerin Katie versucht sich in New York nebenher als Fotomodel. Als sie an einen dubiosen Fotografen und sein Team gerät, befällt sie ein ungutes Gefühl und sie bricht die Foto-Session ab. Doch ihre Ängste bewahrheiten sich, als einer der Männer eines Nachts in ihr Haus eindringt und sie brutal vergewaltigt. Um die Tat zu vertuschen, verschleppen er und die anderen Männer Katie nach Bulgarien. Eingesperrt in einem dunklen Keller wird sie als Sexsklave missbraucht. Doch Katie kann eines Tages flüchten und schwört grausame Rache an ihren Peinigern, die keiner von ihnen überleben wird…


Schon mit dem 2010 erschienenen Remake "I Spit on Your Grave" hat Steven R. Monroe einen knallharten Rape and Revenge Beitrag abgeliefert der dem Zuschauer ein wirklich intensives Szenario präsentierte, das man nicht so schnell vergisst. Nun ist auch endlich die lang ersehnte Fortsetzung erschienen die allerdings eine vollkommen eigenständige Geschichte beinhaltet, die jedoch die gleiche Thematik beinhaltet. Im Mittelpunkt steht die junge Katie die in ihrer eigenen Wohnung brutal vergewaltigt wird, um danach nach Bulgarien entführt wird, wo sie sich in den Fängen einer offensichtlich vollkommen kranken-und perversen Familie befindet und dabei die schlimmsten Demütigungen und Folterungen über sich ergehen lassen muss. Man muss kein Hellseher sein um zu erahnen, wie sich das weitere Geschehen gestalten wird und Monroe hat hier einmal mehr eine krude Story in Szene gesetzt, die rein atmosphärisch gesehen noch düsterer als der Vorgänger daher kommt. Zart besaitete Menschen sollten die Finger von diesem Werk lassen, das vor allem in der ersten Stunde eine unbändige Wut beim Betrachter schürt, denn die Taten der "schrecklich netten Familie" jagen einem kalte Schauer über den Rücken. In dieser Zeitspanne hält sich der Film mit expliziten Gewaltdarstellungen noch eher etwas bedeckt und und setzt seine Brutalität vielmehr über die psychologische Schiene frei, wobei stellenweise Szenen enthalten sind, bei denen man sich am liebsten angewidert abwenden möchte. Erst als Katie sich aus ihrer misslichen Lage befreien kann und Rachepläne schmiedet, zieht auch der visuelle Härtegrad in das Geschehen ein. Dabei setzt die junge Frau auf die gleichen Methoden die ihre Peiniger zuvor bei ihr angewandt haben und es entwickelt sich eine Gewaltspirale, die durch nichts mehr aufzuhalten ist.

Von nicht gerade wenigen Leuten wird dieser zweite Teil als der härtere angesehen, wobei ich diese Meinung nicht so ganz teilen kann. In visueller Hinsicht empfand ich das Remake noch eine Spur brutaler und auch die Tötungen der Peiniger weitaus fantasievoller, als es in vorliegender Geschichte der Fall ist. Nimmt man jedoch einmal die Gesamtwirkung des Szenarios, so ergeben sich im Prinzip eigentlich keine Unterschiede, denn beide Werke gehen einem mächtig unter die Haut. Ein Pluspunkt für das vorliegende Geschehen sind sicherlich die gut ausgewählten Schauplätze, die durch ihre düstere Optik eine wunderbar dreckige-und siffige Grundstimmung aufkommen lassen. Ein Großteil der Ereignisse spielt sich in Bulgariens Hauptstadt Sofia ab und insbesondere die Passagen in den unterirdischen Katakomben entfachen ein Höchstmaß an Intensität. In diesen Gewölben vollzieht die junge Katie dann auch ihre Rache an ihren Peinigern, wobei sie eine gnadenlose Härte erkennen lässt, die man dem hübschen Mädchen zunächst niemals zugetraut hätte. An dieser Stelle kommt hervorragend zum Ausdruck, wie sehr die körperlichen-und seelischen Torturen einen menschen verändern können, denn aus dem einst liebenswerten Mädchen wird ein gnadenloser Racheengel, in dem ganz offenbar jegliche positiven Emotionen abgestorben sind.

Nun mag manch einer eine solche Wandlung als kaum nachvollziehbar empfinden, aber warum sollen einem immer nur verängstigte und schwache Opfer präsentiert werden, wenn doch die hier dargestellte charakterliche Wandlung durchaus nachvollziehbar erscheint? Vom menschlichen Standpunkt her kann man sich sogar sehr gut mit den Handlungen der jungen Frau identifizieren und ertappt sich selbst immer wieder dabei, wie man innerlich in kleinere Jubelstürme ausbricht, wenn es den ehemaligen Peinigern an den Kragen geht. Sicherlich sind die Handlungen von Katie vor dem Gesetz keinesfalls zu rechtfertigen, doch rein vom menschlichen Standpunkt her solidarisiert man sich mit der jungen Frau. Moralapostel mögen bei dieser Sichtweise ganz bestimmt auf die Barrikaden gehen, doch hier befindet man sich nun einmal in einem gewissen Zwiespalt zwischen Gesetz und Selbstjustiz, der einen selbst auch an die moralischen Grenzen führt. Dabei ist es im Prinzip auch völlig egal wie man dazu steht, denn auf jeden Fall verspürt man selbst bei Katie's Rache eine gewisse Genugtuung, da man doch ihre zuvor erlittenen Qualen fast körperlich miterlebt hat. Denn ob man es will oder nicht, man wird ganz automatisch in den Sog der Geschehnisse hinein gezogen und entwickelt einen unbändigen Hass gegen die Peiniger, die ihre Taten auch noch zusätzlich durch eine sadistische Freude zum Ausdruck bringen. Am härtesten trifft es einen dabei das sogar eine andere Frau an den Ereignissen beteiligt ist, was dem Ganzen noch eine zusätzlich bittere-und makabere Note verleiht.

Im Endeffekt hat Steven R. Monroe mit "I Spit on Your Grave 2" eine äußerst gelungene Fortsetzung kreiert, die dem Zuschauer extrem unter die Haut geht. Sadismus, Zynismus und etliche eklige Passagen verleihen dem Werk dabei eine ungemein intensive Wirkung, der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann. Fast verhält es sich wie bei einem Autounfall, denn einerseits möchte man seinen Blick angewidert von den Ereignissen abwenden, erliegt jedoch auf der anderen Seite der Grausamkeit des Szenarios, das einen auch noch nachhaltig lange beschäftigen wird. Für zarte Seelen ist der Film ganz sicher nicht geeignet und insbesondere Frauen dürften ihre Probleme damit haben, sich diese Tortur an Demütigungen anzuschauen.


Fazit:


Ehrlich gesagt kann man kaum beurteilen welcher Teil nun der bessere sein soll, denn sowohl das Remake als auch dieser zweite Teil behandeln eine grausame Thematik so dermaßen intensiv, das es einem kalt den Rücken hinunter läuft. Zwei eigenständige Geschichten die voller kompromissloser Härte und Brutalität sind, das es einem phasenweise die Sprache verschlägt. Für mich persönlich steht aber auf jeden Fall fest, das sich die beiden Werke nichts nehmen und somit auf dem gleichen Level anzusiedeln sind.


9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your Grave 2 (2013)
BeitragVerfasst: 15. Feb 2014, 21:51 
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Nach dem 2010-er Remake von 'I Spit on your Grave' war die Erwartung an die Fortsetzung, welche eigentlich garkeine ist, sondern eher
dieselbe Story in anderweitiger Erzählstruktur und neuer Location, recht hoch. Nach erfolgreicher Sichtung darf ich wiedermal sagen,
den Hype um den härtesten Film überhaupt bzw. die Aussage, "besser als Teil 1" nicht nachvollziehen zu können.

Dabei kann man nichteinmal behaupten, der Film sei nicht brutal oder hart, das ist er ohne Zweifel. Die Darbietung der Katie
(Jemma Dallender) ist absolut überzeugend und grossartig gespielt, man leidet förmlich mit ihr . Die Bösewichte bieten ebenfalls alles,
was man erwarten kann; ob nun allerdings ausgerechnet ein Pfarrer als zusätzlich neue Figur ins Geschehen passt, sei mal dahingestellt,
da er allerdings sehr unaufdringlich wirkt stört er das Geschehen auch nicht weiter. Etwas merkwürdig war nur die Tatsache, dass er natürlich
genau den Polizeibeamten kennt, welchen Katie zuvor um Hilfe gebeten hat...naja, gut.

Etwas Schwierigkeiten bereite mir dem Part der "Mutter" (bewusst in Anführungszeichen - was es mit ihr auf sich hat, erfährt man erst am
Ende des Filmes), eingeführt als ebenfalls jemand, der schlimme Dinge erlebt hat und Katie helfen möchte, merkt man als Zuschauer bei
genauem Hinsehen eigentlich sofort, dass mir ihr etwas nicht stimmt. Ihre Handlungsweisen bereits auf dem Revier erwecken sofort Argwohn
und die Polizei an sich ist mal wieder völlig unfähig.. ob nun ein Münchhausen-Syndrom oder Sorge um ihren Sohn ihr Verhalten nachvollziehbarer machen sollen, keine Ahnung. Persönlich erscheint mir doch eher der zweite Punkt sinnvoller, zusammen mit völliger Hilflosig- und Abhängigkeit.
Ihr Charakter wirkt einfach "unrund".

Doch nun zum eigentlichen Thema "Rape & Revenge", obwohl der Film insgesamt etwas stimmiger wirkt, erscheint mir der Rapepart doch
sehr in die Länge gezogen. Hier liegt für mich ein Negativpunkt von ISOYG2, eine ausgiebig inszenierte Folter und Vergewaltigung mag brutal
auf den Zuschauer wirken, verlässt aber genau dadurch auch den Pfad der Nachvollziehbarkeit. Besonders die Folter des Valko mit seinem Elektroschocker tut weh, ist aber dennoch zu lang. Es scheint, als wollte man hier besonders ausführlich Gräueltaten zeigen, damit der Film
mehr 'Härte' bekommt. Kann jetzt nicht behaupten, komplett abgehärtet zu sein und derlei Gezeigtes ohne jegliches Empfnden zu betrachten,
trotzdem wäre hier weniger mehr gewesen.

Nach der erfolgreichen und besonders "glaubwürdigen" Flucht (..), durchlebt die Figur der Katie nun ihre Verwandlung zu 'Die Rache ist mein',
insgesamt bieten die Sets in den Katakomben unter der Stadt genau die trostlose Stimmung und Atmosphäre die die Figur selbst durchlebt.

Der lang erwartete Revengeteil wirkte auf mich nun recht kurz und bis auf einige eklige Szenen irgendwie auch unspektakulär; da waren die
Methoden aus Teil 1 wesentlich fantasievoller ... ein in einer Toilette ertrunkener ist nun nicht unbedingt neu. Genauso die letzte Szene:
die Botschaft, ein Lächeln und alles ist wieder gut ?? Zumindest Fragwürdig ..

Das Gesamtwerk ist spannend, brutal und an einigen Stellen nur schwerlich mit anzusehen, trotzdem gibt es von mir hier keine Höchstnote.
Dieser Teil war weniger üerzeugender als sein Vorgänger. Brutaler, technisch einwandfreier aber auch mit stellenweise fraglichen Szenarien
und eine Überladung an Folter/ Vergewaltigung machen eben keinen besseren Film. Dazu wirkt der Film für mich etwas zu unausgewogen
und erinnerte phasenweise beinahe an Hostel.
7.5/10 Transportkisten

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I don't think runnning will save you.


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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your Grave 2 (2013)
BeitragVerfasst: 16. Feb 2014, 10:27 
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ein_irrlicht hat geschrieben:
Nach dem 2010-er Remake von 'I Spit on your Grave' war die Erwartung an die Fortsetzung, welche eigentlich garkeine ist, sondern eher
dieselbe Story in anderweitiger Erzählstruktur und neuer Location, recht hoch. Nach erfolgreicher Sichtung darf ich wiedermal sagen,
den Hype um den härtesten Film überhaupt bzw. die Aussage, "besser als Teil 1" nicht nachvollziehen zu können. Dazu wirkt der Film für mich etwas zu unausgewogen
und erinnerte phasenweise beinahe an Hostel.
7.5/10 Transportkisten


:D Um mich mal selbst aus dem zuletzt-gesehen-Fred zu zitieren:

Nein, mit Day Of The Woman und I Spit On Your Grave hat das nicht mehr viel zu tun!
Genausogut könnte der Film als Hostel III betitelt sein - mit mehr Berechtigung als der genannte...

Aber ein erstklassiger Terrorfilm der keinerlei Langeweile aufkommen lässt und äusserst derb daherkommt!

Nichts auszusetzen: 10/10


Punkte allerdings jetzt im Nachhinein 8,5/10, das langt!

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 Betreff des Beitrags: Re: I spit on your Grave 2 (2013)
BeitragVerfasst: 27. Feb 2014, 23:37 
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Der Film war eben gerade zu Ende, deshalb schnell die Eindrücke hier verarbeiten. Hier am Titel zeigt sich wieder, dass kein anderer Film aus meiner Sicht das Genre Rape-and-Revenge besser beherrscht als "I spit on your grave", und zwar egal welcher Teil, denn jeder Teil hat seine ganz besonderen Stärken. Hier kann man im ersten Teil fast von einem Drama sprechen, denn es ist schlimm, wie mit Katie umgegangen wird. Gerade das Wehklagen an der Stange macht diesen Teil des Films für mich so unglaubtlich intensiv spürbar, wie es kein anderer Teil bisher fertig gebracht hat, auch wenn der Rape-Part an sich vielleicht geringfügig schwächer ausgeprägt war als bei den anderen Teilen. Vom Gefühl und der Grundstimmung her ist dieser Teil hier wesentlich intensiver und emotional belastender, so dass man einfach nur den Kopf weg drehen möchte.

Diesen etwas schwächeren Rape-Part gleicht aber der umso bessere Revenge-Part absolut aus. Man fragt sich zwar, wo jetzt da unten wirklich der Strom her kommt, aber das geht in Ordnung. Dabei wird an Gore jetzt nicht das High-End-Produkt präsentiert, aber es ist von der Gesamtmasse her deutlich mehr vorhanden als im ersten Teil.
Sarah Butler fand ich von den drei Darstellerinnen im Vergleich aber am Besten.

Ich denke übrigens schon, dass dieser Film seinen berechtigten Titel hat, denn in erster Linie geht es hier um eine geschändete Frau, die Rache an ihren Peinigern nimmt, und dies ist nunmal das Leitmotiv der Filme. Natürlich hat "I spit on your Grave – Remake" mehr mit dem Original gemeinsam, denn es fungierte ja auch als Remake. Deshalb kann natürlich dieser Teil hier nicht so viel Gemeinsamkeiten aufweisen, denn sonst wären wir bei einem Re-Remake und würden uns zu meinem Leidwesen mal wieder im Wald befinden. Hier für diesen Film gibt es jedenfalls 9,5/10 Punkte von mir!

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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