Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Taking - Die Opferung (2013)
BeitragVerfasst: 19. Mär 2014, 09:33 
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Produktionsland: USA
Produktion: Cezil Reed, Lydelle Jackson
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Lydelle Jackson, Cezil Reed
Drehbuch: Lydelle Jackson, Cezil Reed
Kamera: Terry Zumalt
Schnitt: Tolu Oluwadiya
Spezialeffekte: -
Budget: ca. 650.000$
Musik: Leland Jackson
Länge: ca. 77 Minuten
Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
Darsteller: Corrine Brush, Dan Bussanich, Frank Bliss, Jason Frye, John Halas, Jonathan Greger, Katrin Boggan, Lynnette Gaza, Mia Elliott, Samir Hafiz, Shawna Carl, Travis Everett

Inhalt:

Was gibt es Schlimmeres als einen geliebten Menschen zu verlieren? Die Antwort ist simpel, wenn man jemanden verliert, weil es jemand mit Absicht tut. Genau so geht es Jade und Carl. Carls Verlobte hat sich mit seinem besten Freund aus dem Staub gemacht und Jade's Tochter wurde brutal umgebracht. Die beiden verbindet nur eins, der Hass auf diese Zerstörer und den Willen sie zu töten. Doch ist das die einzige Möglichkeit mit diesem Schicksal umzugehen?


Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

Was bewegt einen zum Kauf eines Films? Meist kriegt man eine Empfehlung oder stößt auf einen Trailer. Wenn das Interesse geweckt ist, holt man andere Meinungen ein. In Foren, bei Amazon und bei Freunden, fragt man, ob sich eben jener Film lohnt. Stößt man dann allerdings auf negatives Feedback steckt man in einer Zwickmühle. Soll man dem Film dennoch eine Chance geben, oder sollte man lieber auf das Warnung hören und sich die Zeit sparen? The Taking ist ein solcher Film. Der Trailer macht Lust auf mehr, doch die schlechten Kritiken bewegen einen eher dazu, einen anderen Film zu schauen. Hat es sich dennoch gelohnt dem Film eine Chance zu geben?

Was gibt es Schlimmeres als einen geliebten Menschen zu verlieren? Die Antwort ist simpel, wenn man jemanden verliert, weil es jemand mit Absicht tut. Genau so geht es Jade und Carl. Carls Verlobte hat sich mit seinem besten Freund aus dem Staub gemacht und Jade's Tochter wurde brutal umgebracht. Die beiden verbindet nur eins, der Hass auf diese Zerstörer und den Willen sie zu töten. Doch ist das die einzige Möglichkeit mit diesem Schicksal umzugehen?

Diese Frage stellt einem The Taking immer wieder. Machen einen der Hass und die Rache blind für das wirkliche Leben? Verrennt man sich nach einem solchen Schlag in etwas und verliert man dadurch sein eigenes Leben aus den Augen? Ist es sinnvoll die Sache immer wieder zu durchleben, oder sollte man stattdessen nicht lieber mit dem Vergangenen abschließen und in die Zukunft blicken? Das ist der zentrale Punkt, um den es in The Taking geht. Verliert man lieber alles andere aus dem Auge, nur um seinen Hass zu befriedigen?

Aber wieso erhält dieser Film überall so schlechte Kritiken. Die Story ist recht interessant und fesselt einen, doch das Problem ist, dass man den Sinn dahinter nicht auf den ersten Blick erkennt. Zunächst ist man mehrere Minuten ratlos und wird mit wilden Bildern nur so bombardiert. Nichts scheint Sinn zu machen. Ein merkwürdiges Geräusch versucht einem etwas zu sagen und bloß gut, dass es hier feste Untertitel gibt, denn ohne diese ist es schlicht unmöglich etwas zu verstehen. Es scheint ein Gott zu sein, der die Menschen vor eine Prüfung stellt. Folge dem Hass oder Lebe weiter. Carl und Jade rennen durch den Wald, dabei werden Sie von Erinnerungen an die schrecklichen Taten geplagt und der Zuschauer wird dabei nicht beachtet.

Muss ein Film mit einer solchen Story denn unbedingt Sinn machen? Der experimentelle Ansatz des Ganzen führt dazu, dass sich im Inneren des Zuschauers der Horror vor dem Unbekannten breit macht. „Was ich nicht verstehe, das schockiert mich.“ Die Gestalt in schwarz spricht zu Carl und auch zu dem Zuschauer, aber auch hier versteht man ohne Untertitel wenig bis gar nichts. Wofür steht sie? Ist sie der Sensenmann, wie es das Aussehen vermuten lässt, oder steht sie für den Fährmann zwischen Diesseits und Jenseits? Ist sie alles was einen vor dem Tod bewahren kann?

The Taking ist wirklich kein leichter Film und besonders auf Grund der wirren Schnitte und schrägen Klänge, die für das Gehör oft mehr Qual als Genuss sind, wird schnell klar, wieso so wenige Leute etwas mit diesem Film anfangen können. Er ist zudem nicht brutal oder sonst irgendwie spannend. Dennoch verging die Zeit bei mir wie im Fluge, denn ich war gefesselt vom diesem tieferen Sinn. Von dieser Frage nach Entscheidungen. Die Rollen sind hier nicht klar definiert. Ist man nun Gut, nur weil man eben nicht so gefährlich aussieht. Oder ist man keinen Deut besser, weil man sich von seinem Hass treiben lässt?

Fazit: The Taking ist eine Frage, die sich in den Kopf des Zuschauers bohrt. Will ich mich von meinem Hass leiten lassen oder mein Leben mit allen Schwierigkeiten meistern? Ein experimenteller Alptraum aus dem es nur einen Ausweg gibt und dieser versteckt sich clever hinter vielen Ablenkungen. Und nur wer diese Ablenkungen ignoriert und dem Film eine unbefangene Chance gibt, dabei aber offen für abseitiges und experimentelles Kino ist, der wird hier einen Film finden, der einen so schnell nicht mehr los lässt. Anschauen auf eigene Gefahr!


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