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 Betreff des Beitrags: Ultra-Toxic (2005)
BeitragVerfasst: 23. Okt 2013, 10:44 
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Produktionsland: Argentinien
Produktion: Jimmy Ce, Salvatore Luccerto, Javier Poggi
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Jimmy Ce
Drehbuch: Jimmy Ce
Kamera: Salvatore Luccerto
Schnitt: Salvatore Luccerto, Jimmy Ce
Spezialeffekte: -
Budget: ca. -
Musik: Tomás Alvarado
Länge: ca. 71 Minuten
Freigabe: not rated
Darsteller: Samanta Babic, Arula Boogie, Mad Crampi, Zimena Dust, Fiamma, Juan Manuel Gonzales Araoz, Octavio Nessi, Tivi Potatoes, Silvia Romero, Fabian Sancho


Inhalt:
Peter Shek sucht nach einer Lösung, um sein Drogenproblem in den Griff zu bekommen. Seit kurzem gibt es eine Firma, die eine Lösung bietet. Durch den Einbau eines Chips, soll die Lust nach Drogen gestopt werden. Doch bei Peter gibt es Probleme. Seine Lust nach Heroin ist zwar gestopt, aber eine Stimme in seinem Kopf fordert eine anderen Art von Drogen. Elektronische Drogen. Peter braucht nun kein Heroin mehr, sondern Festplaten, Laufwerke und andere Sachen, welche er zu einem laufenden System verbindet und sich dann daran anschließt. Doch bald reicht ihm selbst das nicht mehr und braucht noch mehr. Zudem wird eine weitere Firma auf ihn aufmerksam, welche darauf aus ist, allen Menschen eine Software in das Gehirn einzuspeisen, welche sie zu Sexsüchtigen machen lässt. Peter muss eine Entscheidung treffen...


Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

1989 wurde in Japan ein neues Filmgenre erschaffen, Japanese Cyberpunk. Mit Shinya Tsukamoto präsentierte dem Zuschauer damals, mit Tetsuo, den ersten Japanese Cyberpunk Film der Welt. Außergewöhnlich, bahnbrechend und einzigartig. In der Zwischenzeit haben viele Leute versucht, einen weiteren Film, wie Tetsuo zu erschaffen. Kaum jemandem ist es bis dato gelungen. 2005 erschuff man in Argentinien einen Film, der sich anschickt, Tetsuo Konkurrenz zu machen: Ultra-Toxic. Aber kann der Film es wirklich mit dem Vorzeigefilm des Genres aufnehmen??

Peter Shek sucht nach einer Lösung, um sein Drogenproblem in den Griff zu bekommen. Seit kurzem gibt es eine Firma, die eine Lösung bietet. Durch den Einbau eines Chips, soll die Lust nach Drogen gestopt werden. Doch bei Peter gibt es Probleme. Seine Lust nach Heroin ist zwar gestopt, aber eine Stimme in seinem Kopf fordert eine anderen Art von Drogen. Elektronische Drogen. Peter braucht nun kein Heroin mehr, sondern Festplaten, Laufwerke und andere Sachen, welche er zu einem laufenden System verbindet und sich dann daran anschließt. Doch bald reicht ihm selbst das nicht mehr und braucht noch mehr. Zudem wird eine weitere Firma auf ihn aufmerksam, welche darauf aus ist, allen Menschen eine Software in das Gehirn einzuspeisen, welche sie zu Sexsüchtigen machen lässt. Peter muss eine Entscheidung treffen...

Die Story von Ultra-Toxic zusammenzufassen dürfte mehr als schwierig sein. Zumal man das Ganze nach einmaligem Sehen erst mal selber verarbeiten muss. Auf jeden Fall kann man aber sagen, dass sich Jimmy Ce mit der Geschichte wirklich viel Mühe gegeben hat, sodass sie stets frisch und einzigartig wirkt. Selten hat man ein solches durcheinander gesehen, welches zeitgleich zu viel Sinn macht und welches einen immer wieder zu begeistern weiß. Die Schauspieler dürften alle Neulinge auf dem Gebiet sein, dementsprechend fällt ihre Leistung aus. Sie befindet sich auf gutem Independentniveau, nicht mehr und nicht weniger. Man kann mit der Leistung wirklich mehr als zufrieden sein. Die Sprachleistung der meisten Schauspieler ist leider sehr schlecht. In Argentinien wird vermehrt spanisch gesprochen, der Film wurde allerdings komplett auf englisch gedreht, sodass manche Schauspieler merkliche Probleme mit der Sprache haben. Zudem ist der Ton nicht immer optimal aufgenommen, sodass manche Dialoge kaum zu verstehen sind, selbst für Leute die Englisch sehr gut beherrschen. Dies ist wirklich schade, da die Story es wirklich wert ist.

Die Musik stellt ein wahres Highlight des Films dar. Zu Beginn bekommt man einen Soundtrack geboten, der aus einem Tetsuofilm stammen könnte. Sehr metalisch und industriell angehaucht. Mit vielen harten Schlagzeugklängen. Doch mit der Zeit verändert sich das Bild und man bekommt immer mehr Saxophonklänge zu Ohren. Diese übernehmen dann immer mehr das Geschehen und man kommt sich fast wie einem Film Noir vor. Besonders die Saxophonklänge geben dem Film einen ganz eigenen Charakter, welcher so vorher noch nie zusehen war. Der Film an sich wurde, wie auch schon Tetsuo vor ihm, fast komplett in Schwarz Weiß gedreht. Einige Szenen bekommen aber einen gewissen Taint verpasst. So sind manche Abschnitte komplett in einem Lilaton gehalten, andere wiederum in Neongrün. Zum Schluss wird eine Szenen dann fast komplett in Farbe gezeigt. All das lässt den Film, wie Tetsuo, zu etwas ganz besonderem und einzigartigem werden.

Der Schnitt ist hier genauso verwirrend und entwurzelnd, wie auch schon bei Tetsuo. Schnelle Schnitte, wirre Bilder und Szenen im Zeitraffer wecken Erinnerungen an Tetsuo. Blutige Effekte bekommt man allerdings kaum zu Gesicht, was allerdings die richtige Entscheidung war, da man sich so komplett auf die Bilder einlassen kann und diese sind es wirklich wert.

Leider ist es nicht gerade einfach an den Film heranzukommen. Einzig in Amerika gibt es den Film auf DVD. Die DVD an sich bietet den Film in seiner ungeschnittenen Fassung. Das Bild ist nicht immer scharf, was wohl an dem verwendeten Equipment liegen dürfte. Der Ton ist recht gut. Als Bonus bekommt man einige Trailer des Labels, sowie einen Kurzfilm präsentiert.

Fazit: Ein außergewöhnlicher Cyberpunkfilm aus Argentinien, der solide umgesetzt wurde und einen außergewöhnlich guten Soundtrack zu bieten hat. Filmfans die mit Experimentellen Filmen nichts anfangen können sollten hier eher einen Bogen drum herum machen. Für Fans von Tetsuo ist dieser Film sowieso Pflicht, da dies der erste Film sein dürfte, der es mit Tetsuo aufnehmen kann!!

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Cyberpunk Kaiju Experimentalworld

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