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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: DER SCHRECKEN DER MEDUSA (1978)
BeitragVerfasst: 13. Dez 2012, 16:37 
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Vampir-Adel

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DER SCHRECKEN DER MEDUSA -[ GB / F 1978 ]- ca.105 min

Richard Burton - JOHN MORLAR
Lino Ventura - Inspektor BRUNEL
Lee Remick - Dr. ZONFELD

Regie : JACK GOLD


Bild

Der Schriftsteller J.MORLAR wird in seiner Wohnung mit einer Statue ziemlich krass nierdergeschlagen, schwerverletzt überlebt er
seltsamerweise und wird ins Krankenhaus gebracht.
BRUNEL, ein französischer Austausch-Kommissar soll diese Tat aufklären, aber je mehr er nachforscht, um so mehr mysteriöser, seltsamer
und unheimlicher wird diese Geschichte! Je mehr BRUNEL in der Vergangenheit des Autors vordringt um so mehr versteht er das MORLAR ein zutiefst zerissener Charakter ist, der seit seiner Jugend unter der Vorstellung leidet, er könne mittels Gedanken Unfälle & Katastrophen auslösen! Eine wichtige Quelle für Informationen ist die Psychiaterin ZONFELD, die MORLAR regelmäßig aufsuchte!

Regisseur JACK GOLD gelang hier hervorragend eine geniale Mischung aus Thriller- Horror- Katastrophen- und Science Fiction Film.
Überdies inszenierte er einen bösen ANTI-BÜRGERLICHEN Streifen, der zusätzlich mit massiver Gesellschaftskritik aufwartet.
Gelungen ist diesmal auch der Einsatz zahlreicher Rückblenden, die das Puzzle um die Person MORLAR langsam zusammensetzen.
Normalerweise bin ich kein Freund von ewigen Rückblenden in diversen Filmen, aber hier passen sie wunderbar zum Gesamtbild des Films!

Was am Anfang des Films vielleicht noch als psychopathische Wahnvorstellung eines am Schicksal verzweifelnden MORLAR präsentiert
wird, entwickelt sich im weiteren Verlauf des Films immer mehr zu einer real existierenden Fähigkeit, die ohne Ironie oder Häme
vorgestellt wird.

Plakat aus Frankreich Bild

" Viele Menschen glauben das die Welt zuviel für sie sei, MORLAR glaubt das er zuviel für diese Welt sei! "
(Zitat von ZONFELD)

" Ich habe eine Möglichkeit gefunden, Gott die Drecksarbeit abzunehmen "
(Zitat von MORLAR)

" Wenn man das alles hier gesammelt beieinander sieht, wird einem klar mit wie vielen Katastrophen wir leben "
(Zitat von BRUNEL)

Die ganze Geschichte hätte auch in den üblichen Hokuspokus-Plot abgleiten können, ist aber durch den Inszenierungsstil und den
hervorragenden aufspielenden Darstellern komplett abgewehrt worden, da sie total glaubwürdig agieren!

R. Burton spielt mit beklemmender Intensität MORLAR! Für mich auch einer der besten Schauspieler seiner Zeit!

L. Ventura, brillianter Darsteller und einfach Top!
Er war einfach ein darstellerisches As, gerade im französischen Film, einfach genial und ich will ihn auch nicht gegen R. Burton
aufwiegen, das geht nicht, weil beide wirklich gut sind!

L. Remick als ZONFELD ist toll besetzt, als ziemlich verzweifelte Ärztin, sie passt exakt in diesen Part, bin sogar der Meinung, das
sie eine bessere Wahl nicht hätten treffen können. Gefällt mir ausgezeichnet!

Die ganzen Tricks bzw. Effekte sind sparsam aber sehr wirkungsvoll eingesetzt worden und verstärken die apokalyptische, bedrohliche und unheimliche Atmosphäre ungemein, die z.T. durch die Filmmusik von MICHAEL J.LEWIS sehr gut unterstüzt wird! Dies dürfte ein weniger bekannter Filmmusiker sein, zumal es nicht so viel auf CD gibt, allerdings ist einiges erschienen, wie z.B. auch diese Soundtrack Promo-CD zu diesem Film.
Bild

Motiv aus Spanien Bild

Die DVD-Erstauflage von VCL/Cineplus ist übrigens Mist, da nicht so gute Bildqualität.
Die DVD Zweitauflage von Concorde ist empfehlenswert, da viel besseres Bild, diesmal mit OmDU, obwohl die
deutsche Synchronfassung als sehr gelungen betrachtet werden muß!

Ein zeitloser genialer starker Filmklassiker, den man immer wieder schaut 10 / 10

GrafKarnstein


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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHRECKEN DER MEDUSA
BeitragVerfasst: 13. Dez 2012, 16:52 
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Das ist so ein Film der einen trotz der Jahre die er auf dem Buckel hat, immer wieder zu faszinieren weiss. Wenn man von Filmen spricht die eine starke Faszination auf den Zusachauer ausüben, dann steht dieser hier ganz weit oben auf der Liste. Das ist in erster Linie der extrem interessanten-und spannenden Geschichte, aber vor allem auch der grandiosen darstellerischen Leistung eines Richard Burton zu verdanken, der einem schon allein aufgrund seiner charismatischen Ausstrahlung kalte Schauer über den Rücken jagt. Sein emotionsloser Gesichtsausdruck und die starren Augen lassen dem Zuschauer regelrecht das Blut in den Adern gefrieren, so das man diesem mann keinesfalls gegenüberstehen möchte.

Ich habe selten eine so extrem dichte und vor allem auch düstere-bedrohliche Atmosphäre in einem Thriller gesehen wie in diesem hier. Teilweise bekommt man wirklich schweissnasse Hände und kalte Schauer laufen einem über den Rücken. Die Spannung steigert sich hier im Laufe des Films bis zum zerreissen und bewegt sich ständig auf einem sehr hohen Level. Dabei geht vom Geschehen eine fast sogartige Wirkung aus, die einen förmlich in die Geschichte hineinzieht. Es ist fast so, als wenn man in einen hypnotischen Zustand verfallen würde, kann man doch seinen Blick auch nicht nur eine Sekunde vom Szenario abwenden, denn die von den Ereignissen ausgehende Faszination nimmt einen förmlich gefangen und lässt einen erst beim einsetzen des Abspanns langsam wieder los. Doch bis dahin gibt es kaum einmal eine Möglichkeit die aufgestaute Spannung loszuwerden, denn immer wenn anscheinend eine etwas ruhigere Passage ansteht und man anscheinend etwas zur Ruhe kommt, wartet schon der nächste Höhepunkt in einem wirklich nicht gerade hightarmen Film.

Die ganze Story ist schon absolut genial und vor allem wurde sie sehr interessant in Szene gesetzt. Es gibt hier nicht wie in heutigen Filmen großartige Effekte, der Film wirkt von der Machart her eher sehr bieder. Das tut seiner vorhandenen Klasse aber in keinster Weise einen Abbruch, da hier wirklich sehr viel Wert auf diese fantastische Atmosphäre gelegt wurde. Und diese kann sich auch wirklich sehen lassen und dürfte zudem auch in heutigen Werken nur sehr schwer zu toppen sein, verleiht sie dem Zuschauer doch über die gesamte Laufzeit hin dieses herausragende Gänsehaut-Feeling, das "Der Schrecken der Medusa" so ganz besonders auszeichnet.

Die Darsteller sind für diesen Film wie geschaffen und hätten nicht besser ausgewählt werden können. Allen voran natürlich der fantastische Richard Burton, dessen Ausstrahlung und sein starrer Blick einen allein schon total bannen können. Doch auch Lino Ventura, Lee Remick und alle anderen Akteure wissen durch ihr Schauspiel absolut zu überzeugen und tragen so ihren nicht unwesentlichen Anteil dazu bei, das dieser Film auch in der heutigen zeit immer noch ein wahres Filmerlebnis ist. Viele jüngere Leute lassen sich vielleicht vom Alter des Films abschrecken und das ist bei diesem Film ein ganz großer Fehler. Denn von diesem Thriller können sich auch heutige Werke durchaus noch eine Scheibe von abschneiden. In Sachen Spannung und Atmosphäre macht diesem Film jedenfalls so schnell keiner etwas vor, man sollte "Der Schrecken der Medusa" auf jeden Fall mal gesehen haben.


Fazit:


"Der Schrecken der Medusa" ist meiner persönlichen Meinung nach ein absolut zeitloser Klassiker, dessen faszinierende Ausstrahlung den Betrachter von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann zieht. Es ist fast so, als wenn von dieser Geschichte eine hypnotische Wirkung ausgeht, der man beim besten Willen nicht widerstehen kann. Nur zu gern lässt man sich von der düsteren-und bedrohlichen Grundstimmung gefangennehmen und verfolgt mit immenser Spannung die mysteriösen Geschehnisse, die von einem Richard Burton in Hochform ausgehen.


10/10

_________________
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