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 Betreff des Beitrags: Die Stunde des Verbrechens (2009)
BeitragVerfasst: 27. Feb 2014, 22:01 
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Die doppelte Stunde
(La Doppia ora)
mit Kseniya Rappoport, Filippo Timi, Antonia Truppo, Gaetano Bruno, Fausto Russo Alesi, Michele Di Mauro, Lorenzo Gioielli, Lidia Vitale, Giampiero Judica, Roberto Accomero, Lucia Poli, Giorgio Colangeli, Deborah Bernuzzi, Barbara Braconi, Federica Cassini
Regie: Giuseppe Capotondi
Drehbuch: Alessandro Fabbri / Ludovica Rampoldi
Kamera: Tad Redcliffe
Musik: Pasquale Catalano
FSK 12
Italien / 2009

Sonja, ein Zimmermädchen in einem Turiner Hotel, und Guido, der als Wachmann in einer Villa arbeitet, treffen sich bei einem Speed Date. Innerhalb weniger Tage entsteht aus der kurzen Begegnung Vertrauen und innige Zweisamkeit. Doch das Glück währt nicht lange: Guido wird ermordet, als in die Villa eingebrochen wird. Der plötzliche und sinnlose Tod von Guido trifft Sonja wie ein Schlag. Bis sie ihn plötzlich wiedersieht. Eine Halluzination oder treibt jemand ein teuflisches Spiel mit ihr?


Bisher eher als Werbefilmer oder Regisseur für Musikvideos tätig, hat Giuseppe Capotondi mit "Die Stunde des Verbrechens" ein wirklich überzeugendes Regiedebut hingelegt. Es ist dabei vor allem die Kombination aus verschiedenen Genres die diesen Film so absolut sehenswert macht, offenbart sich doch eine Geschichte, die Drama, Thriller und Mystery miteinander vereint. Nun mag vielleicht nicht jeder Gefallen an der sehr ruhigen-und bedächtigen Erzählstruktur dieses Werkes haben, doch insbesondere durch diesen Aspekt kann das Geschehen seine volle Intensität entfalten und bietet dem Zuschauer einen ganzzeitig sehr interessanten Story-Plot. Insbesondere die vorhandenen Mysteryelemente verleihen dem Ganzen dabei einen äusserst geheimnisvollen Anstrich, denn in etlichen passagen kann man sich wirklich nicht sicher sein, ob es sich um die Realität oder vielmehr um Fiktion handelt.

Dabei beginnt die Geschichte eigentlich ziemlich klar und ohne jede Schnörkel, bevor dann nach dem in der Inhaltsangabe beschriebenen Einbruch das Szenario eine deutliche Wendung nimmt. Ab diesem Zeitpunkt kann man förmlich die immer dichter werdende Grundstimmung spüren, wobei auch der Spannungsbogen in immer höhere Gefilde ansteigt. Capotondi spielt nun äusserst geschickt mit der Wahrnehmung des Betrachters, denn die eingefügten Mysterypassagen sorgen dafür, das man sich eigentlich zu keiner Zeit seiner Sache wirklich sicher sein kann. Zudem nimmt die Geschichte dann auch eine Wendung die man nicht unbedingt vorhersehen konnte und man muss schon konzentriert bei der Sache bleiben, um die Gesamtzusammenhänge richtig zu erkennen.

Das fällt gar nicht einmal so leicht, wird einem doch eine scheinbar logische Erklärung für sämtliche Ereignisse geliefert, die aber widerum durch neue Andeutungen wieder ausser Kraft gesetzt wird. Die ineinander verschachtelten Storyelemente erzielen dabei eine absolut erstklassige Wirkung auf den Zuschauer, der im Prinzip bis zur letzten Minute nie sicher sein kann, das die Geschehnisse nicht noch einmal eine Wendung nehmen. An dieser Stelle sollte man dann auch die darstellerische leistung der Schauspieler einmal würdigen, die durch die Bank einen ausgezeichneten Job erledigen und den insgesamt sehr guten Gesamteindruck des Filmes noch zusätzlich hervorheben. Alles überragend agiert meiner Meinung nach Kseniya Rappoport in der Rolle der Sonia, die hier einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Jedoch ist der gesamte Film bis in die kleinsten Nebenrollen nahezu perfekt besetzt, so das man sich neben einer interessanten Story auch an tollem Schauspiel erfreuen kann.

Letztendlich handelt es sich bei "Die Stunde des Verbrechens" um einen in allen Belangen gelungenen Regieerstling, der durch seine ineinander verschachtelte Geschichte für ein tolles Filmerlebnis sorgt. Wer einen intelligenten Genre-Mix zu schätzen weiss, kann bei diesem Film überhaupt nichts verkehrt machen. Und auch wenn das Szenario sehr ruhig erzählt wird, so kommt zu keiner Zeit auch nur der Anflug von Langeweile auf. Für mich handelt es sich um einen kleinen Geheimtip, dem man auf jeden Fall eine Chance geben sollte.


Fazit:


Trotz ruhiger Töne entfaltet "Die Stunde des Verbrechens" eine ungeheure Intensität, der man sich beim besten Willen nicht verschließen kann. Die fließenden Grenzen verschiedener Genres sorgen für erstklassige- und sehr spannende Unterhaltung und sämtliche Elemente harmonieren brillant miteinander. So kann man jederzeit eine absolute Empfehlung für diesen tollen Film aussprechen, der mich persönlich absolut begeistert hat.



8/10

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