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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Die Wächter der Apocalypse (2007)
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013, 17:29 
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Die Wächter der Apokalypse
(El Ultimo justo)
mit Diego Martin, Ana Claudia Talancon, Antonio Dechent, Raul Mendez, Goya Toledo, Pedro Armendariz Jr., Brian Thompson, Federico Luppi, Carlos Arau, Cesar Arias, Mariana Beyer, Manuel Carballo
Regie: Manuel Carballo
Drehbuch: Manu Diez / Manuel Carballo
Kamera: Javier Salmones
Musik: Zacarias M. de la Riva
FSK 16
Mexiko / 2007

Die Menschheit hat nur "36 Gerechte Menschen", anonym auf der ganzen Welt verteilt, die nichtsahnend mit ihrer bloßen Existenz das Universum verteidigen. Ein junger Fotograf wird von einem mysteriösen Geheimbund verfolgt. Warum weiß er nicht. Alles scheint mit seinem Geburtsdatum zusammenzuhängen und einer Jahrtausende alten Sekte. Sie glauben, das der einzige Weg die Welt in ein neues und besseres Zeitalter zu führen, das Aufspüren und die Vernichtung der "36 Gerechten Menschen" ist. Nur ein einziger dieser 36 lebt noch. Sie wollen Reinigung durch Vernichtung. Das Opfern eines Mannes soll über die gesamte Menschheit entscheiden.


Die religiöse und leicht okkulte Thematik dieser mexikanischen Produktion bietet eigentlich sehr viel Potential, um einen wirklich guten Okkult / Thriller zu präsentieren. Die Macher des Filmes haben es aber leider versäumt, die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen, so das am Ende ein zwar recht solider Thriller herausgekommen ist, der aber eher ziemlich nüchtern und unspektakulär daherkommt. Dabei gibt es wirklich gute Ansätze zu erkennen, die aber nicht weiter ausgearbeitet wurden, was dem Film aber sicher gut zu Gesicht gestanden und ihn weiter aufgewertet hätte.

Mir persönlich hat dieses Werk trotzdem gut gefallen, denn die erzählte Geschichte ist auf jeden fall sehr interessant. Das Problem liegt viel eher darin begründet, das es hier nicht gelungen ist, eine absolut faszinierende Grundstimmung zu schaffen, die den Zuschauer richtiggehend fesselt und in ihren Bann zieht, so wie es in anderen Genre-Vertretern wie zum Beispiel "Das siebte Zeichen" oder auch "The Reaping - Die Boten der Apocalypse" der Fall ist.

Der Focus der Story ist hier hauptsächlich auf die Jagd nach dem jungen Fotografen ausgerichtet, wodurch der religiöse Teil zu sehr in den Hintergrund gerät und sogar etwas verkümmert. Man bekommt zwar einige spärliche Hintergrundinformationen über die Sekte und ihre Motive, aber eine etwas intensivere und ausführlichere Beleuchtung des Ganzen wäre ganz sicher von Vorteil gewesen und hätte für eine dichtere Atmosphäre gesorgt, die Filme dieser Art ansonsten so auszeichnet.

Dennoch ist "Die Wächter der Apokalypse" bei weitem kein schlechter Film, allerdings bezieht er seine Spannung fast ausscließlich aus der Frage, ob der Fotograf am Ende die jagd überlebt oder nicht. Ein weiterer Spannungsfaktor besteht noch darin, das man bei einigen Charakteren ganz einfach nicht weiß, welcher Seite sie angehören, denn das Netz der religiösen Sekte umspannt den gesamten Erdball und ihre Leute sind einfach überall, so das man eigentlich zu keiner Zeit weiß, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Die eher unbekannten Darsteller liefern durchaus solides Schauspiel ab, da gibt es nichts zu meckern. Hervorstechende Leistungen gibt es zwar nicht unbedingt zu bewundern, aber schlecht sind die Darstellungen keineswegs.


Fazit:


"Die Wächter der Apokalypse" zählt zu den Filmen, aus denen man viel mehr hätte herausholen können, denn die Geschichte an sich bietet sehr viel an Potential. Mit einer intensiveren Beleuchtung der Hintergründe, die leider nur ziemlich oberflächlich angerissen werden, wäre hier ein richtig guter Okkult / Thriller entstanden. So aber muss man sich mit einem zwar soliden, aber nicht herausragendem Thriller zufriedengeben, dem es etwas an Höhepunkten mangelt. Dennoch ein auf jeden Fall sehenswerter Film, der für einen kurzweiligen Filmabend jederzeit geeignet ist.


5,5/10

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