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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Drive (2011)
BeitragVerfasst: 16. Aug 2013, 00:23 
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Deutscher Titel: Drive
Originaltitel: Drive
Produktionsland: Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2011
Länge: 100 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18

Regie: Nicolas Winding Refn
Drehbuch: Hossein Amini, James Sallis (Roman)
Musik: Cliff Martinez

Besetzung
Ryan Gosling
Carey Mulligan
Bryan Cranston
Albert Brooks
Ron Perlman

Inhalt:

Der Driver ist der beste Fluchtwagenfahrer den es gibt.Er wird für diverse Einsätze gebucht und entkommt jeder Situation.Eines Tages lernt der Driver die junge Frau Irene kennen,die einen Sohn hat und einen Mann,der gerade aus dem Gefängnis gekommen ist.Doch ihr Mann steckt in der Klemme und Driver will ihm helfen.Es sollte nur ein normaler Überfall werden,doch alles läuft schief...

Kritik:

ACHTUNG!!! ACHTUNG!!! FOLGENDE REVIEW KANN SPOILER ENTHALTEN!!!!!!

"Drive" ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Buches von James Sallis.Diese stellt im groben Sinne eine Homage an die 70er & 80er Jahre Actionfilme dar,in denen die echten Männer noch hinter den Steuern gesessen haben und so gut wie kein Wort über die Lippen gebracht haben.

Nicolas Winding Refn nahm sich diesem Projekt an und erschuf einen der besten Thriller der letzten Jahre.Sein Werk ist poetisch,ruhig und brachial.Seit dem ich den ersten Trailer damals sah war mir klar,dass ich mir diesen Film anschauen muss.Doch muss man gleich sagen,dass der Trailer etwas anderes verspricht,als es in Wirklichkeit ist.Im Trailer wurde "Drive" als Actionfilm dargestellt,doch dieser ist auf so vielen Ebenen mehr als nur ein Actionfilm.Dieser ist ein Meisterwerk,dass wirklich genau das zeigt,was man sehen will.

Anfänglich bietet der Film noch eine ruhige und sanfte Erzählweise,auch wenn es gleich zu Beginn eine Verfolgungsjagd gibt,wird diese trotzdem sehr stilvoll in Szene gesetzt und bleibt trotzdem von der Erzählung her sehr ruhig.Auch die darauffolgenden 30-40 Minuten sind recht ruhig erzählt.Refn hat sich Zeit gelassen um seinen Driver auch genau die Präsenz zu verpassen,die dieser auch verdient.Man bekommt einblicke in sein Leben,doch seine Person bleibt für den Zuschauer trotzdem geheimnisvoll und es wird nicht viel über diesen Preis gegeben.In diesem Zeitrahmen werden auch andere Figuren mit ins Spiel gebracht,wie z.B Irene,die Frau in die sich der Driver verguckt.Und auch wird der beste Freund des Drivers ins Bild gerückt,Shannon.Sowohl Freund,als auch Arbeitgeber.Diese Figuren sind das Hauptaugenmerk dieses Filmes,denn auf diese wird fast zur ganzen Zeit eine innige Beziehung aufgebaut,die den Zuschauer auch fesselt.

Doch dann gibt es eine 90° Wendung,die das wahre innere des Drivers beleuchtet.Der zweite Abschnitt des Filmes wurde eingeläutet und man findet sich in einem rasanten Strudel aus Gewalt und bleihaltigen Szenen wieder.Doch trotzdem verliert sich der Film nie aus den Augen und er bleibt für den Zuschauer trotzdem ein Thriller.Das Hauptaugenmerk ist stets auf den Driver gerichtet und man sieht,wie er sich für sich und andere einsetzt.Man merkt dem Driver an,wie er leidet aber trotzdem auch wie er nur das eine Ziel im Auge behält.In dieser Hälfte des Filmes wird auch der Einsatz von Action höher geschraubt,doch bleibt der Film seinem Motto treu!

Die Spannung erhält der Film durch einige Blickwinkel.Zum einen durch seine recht impulsive Erzählweise,die sehr ruhig und trotzdem bedrückend inszeniert wurde.Diese bedrohliche Stimmung wird vor allem durch die Umgebung aufrecht erhalten.Meistens spielt der Film zu später Stunde.Zwar ist die Kulisse recht "farbenfroh" dargestellt,doch wirkt diese trotz allem beängstigend.Ich weiß ehrlich gesagt nicht,wie ich das passend beschreiben sollte.In der Hinsicht sollte man sich doch ehr selbst ein Bild davon machen.
Ein weiterer Punkt stellen die Schauspieler dar.Ryan Gosling verkörpert den Driver mit einer sehr düsteren Ader.Zwar will Refn nicht,dass man allzu große Sympathien zu dieser Person geht,doch geht es irgendwie nicht anders.Gosling spielt den Driver mit solch eine enormen Hingabe,wichtigstes Merkmal seiner Seits wären eigentlich,dass der Driver so gut wie nie ein Wort verliert,nur wenn es denn unbedingt sein muss.Auch ist sein Blick eigentlich recht starr und dies macht dem Zuschauer auch ein wenig Angst.Carey Mulligan,die hier Irene verkörpert ist eigentlich genau das Gegenteil zum Driver (ja,er erhält im Film keinen Namen!!!).Sie ist offen,herzlich und freundlich.Sie versprüht trotz einer schlechten Phase ihres Lebens (auf Irene bezogen) eine ruhe und wirkt sofort auf den Zuschauer sehr sympathisch.Auch Shannon,der hervorragend von Brian Cranston verkörpert wird ist im Grunde ein sehr offener Mensch.Auch wenn vom Leben gekennzeichnet ist er genau der Freund,den man sich eigentlich wünscht.Er ist zwar eigensinnig,doch bietet er auch viele liebenswerte Aspekte,die sehr gut zum Vorschein kommen.Albert Brooks verkörpert Bernie Rose,einen Gangster,der sich mit dem Falschen angelegt hat.Auch dieser ist sehr wichtig für diesen Film,denn dieser ist wohl die unsympathischste Figur des Filmes.Allein das Auftreten von Brooks ist schon schmierig und sehr finster.Auch hier kann man nichts aussetzen!

Der Film trägt zu recht eine FSK Kennzeichnung ab 18,besser gesagt einer KJ.Denn dieser Film bietet auch recht extreme Gewaltdarstellungen,die mir schon den Atem geraubt haben.Wenn es zum ersten Mal zum Einsatz von Gewaltdarstellung kommt,dann ist es wie ein Schlag ins Gesicht.Gerade zu dem Zeitpunkt an dem man es am wenigsten erwartet,passiert es und dies brachial.Vor allem,da man sich eigentlich an die vorherige Erzähstruktur gewöhnt hat,ist es für den Zuschauer bei seiner ersten Sichtung so,als würde jemand einem am Kragen packen und nach hinten ziehen.Es passt sehr gut zum Film,versetzt aber trotzdem einen kleinen Schlag.

Doch ohne seine musikalische Untermalung wäre dieser Film nur um die hälfte so gut.Für diesen Teil steuerte Cliff Martinez seinen Beitrag dazu und erschuf einen Soundtrack,der sofort ins Ohr geht.Auch wenn etwas poppig,passt dieser trotzdem zu dem Szenario und schafft es den Zuschauer noch viel weiter in dieses Werk hinein zu führen.Einfach ein großartiger Soundtrack

Hier ist das Anschauen PFLICHT!


Bewertung: 10/10

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"Alles, was ich habe auf dieser Welt, sind meine Eier und meine Wort, und das breche ich nicht, für niemanden, ist das klar?" -Tony"Scarface" Montana


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 Betreff des Beitrags: Re: Drive (2011)
BeitragVerfasst: 16. Aug 2013, 11:55 
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Für mich einer der besten Filme die es auf der Welt gibt!!!! Vielleicht schreibe ich zu diesem Meisterwerk auch mal eine ausführliche Review.

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 Betreff des Beitrags: Re: Drive (2011)
BeitragVerfasst: 16. Aug 2013, 22:17 
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Logge1002 hat geschrieben:
Für mich einer der besten Filme die es auf der Welt gibt!!!! Vielleicht schreibe ich zu diesem Meisterwerk auch mal eine ausführliche Review.



Würde mich echt freuen die zu lesen :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Drive (2011)
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013, 09:03 
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Wenn ich dann im Oktober hoffentlich die Chance habe Only God Forgives in einem Arthouse Kino zu schauen (auf Sofas :D) dann werde ich Walhalla Rising, Drive und OGF hintereinander reviewen :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Drive (2011)
BeitragVerfasst: 18. Okt 2013, 14:17 
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Knallharter und solide aufgebauter Actionfilm,bei dem alles stimmt.Angefangen vom stimmigen Soundscore bishin zum genialen Finale.Auch Gorehounds kommen bei dem Streifen auf ihre Kosten,da einige explizite Gewaltszenen vorhanden sind.Für Fans von härteren Actionfilme ein MUSS!!!

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Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurrück


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