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 Betreff des Beitrags: Identity Report - Der Feind in meinem Kopf (2011)
BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 18:32 
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Identity Report - Der Feind in meinem Kopf
(Pig)
mit Rudolf Martin, Heather Ankeny, Keith Diamond, Ines Dali, Patrick Fabian, Steve Tom, Sarah Danielle Goldberg, Deborah Dir, Brian Lally, Leyna Weber, Pamela Salem, Henry Barrial, Kurt Boesen, Matt Miller
Regie: Henry Barrial
Drehbuch: Henry Barrial
Kamera: Collin Brink
Musik: Alexander Burke / Nick Fevola
FSK 12
USA / 2011

Ein Mann wacht mitten in der Wüste auf – die Hände gefesselt, eine Kapuze auf dem Kopf. Glühende Hitze und Sand, soweit das Auge reicht. Kurz vor dem Verdursten wird er von Isabel gerettet, die zusammen mit ihrem kleinen Sohn in der Wüste lebt. Doch der Mann leidet unter Amnesie, weiß weder, wer er ist noch, was passiert ist. Den einzigen Hinweis liefert ein Notizzettel in seiner Tasche: „Manny Elder“. Auf der Suche nach Antworten reist der Mann nach Los Angeles. Doch was er dort findet, ist größer und erstaunlicher, als er sich je vorstellen konnte.


Auf mehreren kleinen Filmfestivals wurde der Film von Henry Barrial ausgezeichnet und teilweise kann man das auch durchaus nachvollziehen. Präsentiert der gute Mann doch eine Geschichte, die sich aus Elementen des Thrillers, SCI/FI-und auch Drama zusammensetzt und dabei diverse Ähnlichkeiten zu Filmen wie "Memento" oder auch "Total Recall" aufweisen kann. An dieser Stelle sollte man aber auch gleich erwähnen das "Identity Report" keinesfalls an die hohe Qualität der genannten Werke herankommt, aber dennoch eine sehr interessante Independent Produktion darstellt die ihre große Stärke sicherlich in ihrer Hauptfigur hat, die vom deutschen Schauspieler Rudolf Martin wirklich überzeugend dargestellt wird. Er verkörpert den Mann ohne Erinnerungen wirklich absolut glaubhaft und trägt so einen nicht gerade unwesentlichen Anteil daran, das sich hier von der ersten Minute an ein relativ mysteriöses Szenario aufbaut, das durchgehend spannende und gute Unterhaltung anbietet an der man seine Freude haben kann.

Zugegebenermaßen erscheint die Story zwar nicht sonderlich innovativ, denn ähnlich gelagerte Abläufe hat man doch schon des Öfteren zu Gesicht bekommen. Dennoch versteht Barrial es äußerst gut den Betrachter tief in die Geschehnisse eintauchen zu lassen und sich dabei mehr als einmal die Frage zu stellen, was es mit dem geheimnisvollen Erinnerungsverlust auf sich hat, von dem die Hauptfigur befallen ist. Mit immer wiederkehrenden Flashbacks wird man dabei etwas näher an die Wahrheit herangeführt die sich kurz vor dem Ende gänzlich zu erkennen gibt, doch auch schon vorher ist es durchaus möglich, die Zusammenhänge des Ganzen zu erkennen. Ein wirklicher Knalleffekt ist die Auflösung dann auch nicht und gerade erfahrene Filmkenner dürften schon frühzeitig die Richtung erkennen in die das Geschehen letztendlich tendiert. Nichtsdestotrotz gestaltet sich die Chose spannend, offenbart aber auch gleichzeitig immer wieder kleinere Passagen, die im Gesamtbild nicht gänzlich logisch erscheinen.

Für mich persönlich handelt es sich dabei aber lediglich um kleinere Defizite, denn im Großen und Ganzen kann "Identity Report" sehr wohl überzeugen und präsentiert sich als ein größtenteils stimmiger Genre-Mix, der die Frage nach dem Wert eines Menschen ohne Erinnerung in den Mittelpunkt seiner Geschichte rückt. Dieser Punkt wird dabei immer wieder thematisiert und regt dabei auch durchaus zum nachdenken an. Wenn man dann die Gesamtzusammenhänge erkennt stellt sich gleichzeitig die Frage, ob es nicht manchmal wirklich sinnvoller wäre, wenn man ganz einfach vergessen könnte, um die eigene Seele vor zu großem Schmerz zu schützen. Durch das tolle Schauspiel von Rudolf Martin werden dem Betrachter die einzelnen Aspekte auch sehr eindringlich vor Augen geführt und man kann die inneren Leiden des Mannes jederzeit nachvollziehen.

Insgesamt gesehen kommt hier ganz sicher kein filmisches Meisterwerk auf einen zu, aber "Identity Report" ist ein absolut gelungener Indie-Film, der definitiv seine Fan-Gemeinde finden dürfte. Einige kleinere Defizite kann man dabei großzügig verzeihen, denn in seiner Gesamtheit erscheint das Werk durchgehend recht stimmig und bietet dabei spannende-und geheimnisvolle Filmkost, der man unbedingt eine faire Chance geben sollte.


Fazit:


Ohne größere Erwartungen bin ich an diesen Film herangegangen und wurde letztendlich wirklich sehr positiv überrascht. Sicherlich nicht frei von kleineren Schwächen präsentiert sich ein mysteriöses Werk, das mit einem glänzend aufgelegten Rudolf Martin eine absolute Top-Besetzung für die Hauptrolle vorweisen kann. Wer eine Vorliebe für Filme dieser Art hat sollte auf jeden Fall zugreifen, denn "Identity Report" ist definitiv einen Blick wert.


7/10


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