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 Betreff des Beitrags: James Bond 007 Stirb an einem anderen Tag (2002)
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 20:52 
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Stirb an einem anderen Tag
(Die Another Day)
mit Pierce Brosnan, Halle Berry, Toby Stephens, Rosamund Pike, Rick Yune, Judi Dench, John Cleese, Michael Madsen, Will Yun Lee, Kenneth Tsang, Emilio Echevarría, Mikhail Gorevoy, Lawrence Makoare, Madonna
Regie: Lee Tamahori
Drehbuch: Neal Purvis / Robert Wade
Kamera: David Tattersall
Musik: David Arnold
FSK 12
Großbritannien / USA / 2002

Wegen eines Verräters aus den eigenen Reihen landet James Bond in nordkoreanischer Gefangenschaft. Als er nach 14 Monaten Haft wieder in die Freiheit zurückkehrt, sinnt 007 auf Rache. Vom Geheimdienst im Stich gelassen, sucht er den Schurken auf eigene Faust und findet ihn im zwielichtigen Diamantenmillionär Graves. Der will der Welt mittels Hi-Tech im All eine zweite Sonne "schenken", deren Strahlen ganze Länder zu verwüsten vermögen. Gut, dass Bond da in der aparten Geheimagentin Jinx eine ebenbürtige Verbündete findet...


Es gibt nicht wenige Leute, die diesen letzten Film mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle als seinen schwächsten Auftritt bezeichnen, für mich persönlich liegt hier jedoch das beste und interessanteste Abenteuer des Iren vor, denn die erzählte Geschichte bietet absolut erstklassige Unterhaltung mit jeder Menge herausragender Action-Sequenzen, die man mittlerweile auch schon gar nicht mehr missen möchte. Man kann sich denken, das es sich einmal mehr um ein wahres Feuerwerk an Stunts handelt, denn dieses Mal ist 007 so richtig sauer, musste er doch aufgrund eines Verrates lange Zeit in nordkoreanischer Haft bleiben und dort unsägliche Folterungen über sich ergehen lassen. Von den eigenen Leuten fallen gelassen nimmt er das Heft des Handelns selbst in die Hand und macht sich auf die Suche nach dem Verräter, wobei ihn seine Reise nach Island führt. Brosnan kann hier als grimmiger und mit Wut beladener Geheimagent punkten, man nimmt ihm die Rolle durchgehend ab und ist so mittlerweile fast schon traurig gestimmt, das er in "Stirb an einem anderen Tag" seinen letzten Einsatz bestreitet, bevor die gesamte Film-Reihe danach ein komplettes Reboot erhalten sollte. So kann man dann auch diesen 20. Jubiläums-Bond als Ende einer Ära ansehen, die nach nunmehr 40 Jahren zu Grabe getragen wird, um danach wieder ganz am Anfang zu starten.

Regisseur Lee Tamahori hat hier noch einmal sämtliche typischen Bond-Zutaten zu einem extrem unterhaltsamen Mix zusammengefügt und präsentiert dem Zuschauer somit ein Werk, das es wirklich in sich hat. Das man dabei einmal mehr ein wahres Spektakel an Action-und waghalsigen Stunts geboten bekommt ist dabei keine wirkliche Überraschung mehr, ist dies doch in der Zwischenzeit zu einem absoluten Markenzeichen der Brosnan-Filme geworden, das man sogar schon ein wenig lieb gewonnen hat. Diese sind selbstverständlich wieder regelrecht bombastisch in Szene gesetzt worden und mittlerweile erscheint es auch längst nicht mehr so störend, das immer wieder der Hang zum stark Überzogenen vorhanden ist. Es macht einfach nur Spaß, die wilden Verfolgungsjagden im isländichen Eis zu beobachten, oder Bond in seinem neuen-und mit einer Tarnvorrichtung versehenen Super-Auto durch einen Eispalast fahren zu sehen, der langsam am schmelzen ist. "Stirb an einem anderen Tag" ist also noch einmal ein absolutes Action-Highlight, das aber nebenbei auch noch eine immer spannende Geschichte erzählt, die einen bis zur letzten Minute bei Atem hält.

Mit Hale Berry bekommt man es auch mit einem der hübschesten Bond-Girls überhaupt zu tun und die gute Frau tut sich an dieser Stelle nicht nur ausschließlich als optischer Blickfang hervor. Selbst als Agentin der Amerikaner tätig, versüßt sie dem smarten Briten nicht nur die Nächte, sondern kann auch in Sachen Action etliche Pluspunkte verbuchen. In einem kurzen Gastauftritt kann man zudem sogar Superstar Madonna beobachten, wobei ihre Rolle so klein ausgelegt ist, das man sich kaum ein Urteil darüber erlauben kann, ob in dem Mega-Star auch ungeahnte darstellerische Fähigkeiten schlummern. Was einem in diesem Film ein wenig fehlt ist der gute alte "Q", handelt es sich hier doch um das erste Werk, das ohne den zu diesem Zeitpunkt leider verstorbenen Desmond Llewelyn auskommen muss. Ersetzt wird dieser durch John Cleese, der das Urgestein jedoch nicht gleichwertig ersetzen kann. Mit Llewelyn ist somit auch das letzte Stück Nostalgie verschwunden, das der Film-Reihe noch beigewohnt hat und dieser Verlust ist fast noch schmerzhafter als der ständige Wechsel der Darsteller in der Hauptrolle, an die man sich innerhalb der Jahrzehnte gewöhnt hat.

Im Endeffekt wurde Pierce Brosnan hier ein wirklich würdiger Abschluss bereitet und in etlichen Passagen erscheint "Stirb an einem anderen Tag" schon fast wie ein Best of aus sämtlichen Bond-Filmen, die man in den ganzen Jahren zu Gesicht bekommen hat. Mit dem nächsten Film "Casino Royale" sollte dann der totale Schnitt folgen und die Uhren wieder auf 0 gestellt werden, denn mit Daniel Craig wurde nicht nur ein neuer Geheimagent präsentiert, sondern auch der zeitliche Rahmen vollkommen abgeändert. Die James Bond-Saga beginnt also von Neuem und verprellt damit etliche alt eingesessene Fans, doch davon an anderer Stelle mehr. Zunächst aber sollte man dieses letzte Abenteuer des alten 007 noch einmal richtig genießen, denn in dieser Form wird es den smarten James Bond wohl nie wieder geben, was schon ein wenig Wehmut aufkommen lässt.


Fazit:


Hübsche Frauen, faszinierende Bilder, eine spannende Geschichte und ein Feuerwerk an erstklassiger Action ergeben ein Gesamt-Paket, das sich wirklich sehen lassen kann. Unter den vier Filmen in denen Brosnan die Hauptrolle gespielt hat, handelt es sich hier meiner Meinung nach um den besten und somit ist "Stirb an einem anderen Tag" auch immer wieder eine neuerliche Sichtung wert.


8/10

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