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 Betreff des Beitrags: Monika - Eine Frau sieht Rot (2012)
BeitragVerfasst: 24. Jan 2014, 13:30 
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Monika - Eine Frau sieht Rot
(Monika)
mit Jason Wiles, Cerina Vincent, Jeff Branson, Andrew Howard, Elisa Donovan, C. Thomas Howell, Tim Thomerson, Shayla Beesley, Chad Lindberg, Michael Covert, Raffaello Degruttola, Morgan E. Bastin, Aaron Behr
Regie: Steven R. Monroe
Drehbuch: Steven R. Monroe
Kamera: Nicola Marsh
Musik: Corey A. Jackson
FSK 16
USA / 2012

Reagan Tyler wird von rätselhaften Visionen geplagt, die ihm den Verstand rauben. Um ihnen auf die Spur zu gehen, tritt er eine Reise in das altmodische Las Vegas von einst an, wo ihm eine Frau namens Monika begegnet, die so attraktiv wie geheimnisvoll ist. Zunächst ist Reagan nicht klar, ob er sie wirklich sieht oder sie ihm nur erscheint. Auf der Suche nach der Wahrheit erkennt Reagan, dass Monika in der Nacht, bevor er sie traf, erschossen wurde. Langsam erkennt er das wahre Ich hinter der geheimnisvollen Frau...


Der Name Steven R. Monroe wird in den letzten Jahren hauptsächlich mit den beiden "I Spit on your Grave" Teilen in Verbindung gebracht, hat der gute Mann doch nicht nur eine äußerst gelungene Neuauflage des Klassikers, sondern auch eine absolut lohnenswerte Fortsetzung auf den Weg gebracht. Mit "Monika - Eine Frau sieht Rot" ist nun ein eigener Stoff des Regisseurs erschienen, bei dem er nicht nur für die Regie verantwortlich zeichnet, sondern auch gleichzeitig das Drehbuch schrieb. Nun handelt es sich hierbei sicherlich um einen Film, der die Geschmäcker so ziemlich spalten wird, denn einerseits handelt es sich um eine Geschichte mit durchaus starken Momenten, die jedoch andererseits auch einen recht zwiespältigen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. Zuerst einmal sollte man allerdings keinesfalls erwarten, hier eine Story gleicher Machart geliefert zu bekommen, wie es bei "I Spit on your Grave" der Fall war, denn im Prinzip handelt es sich in vorliegendem Fall um einen typischen Gangsterfilm, der aber durch den Zusatz des übernatürlichen Elementes diverse Fantasy-Anleihen erkennen lässt. Bei diesem Punkt stößt man dann auch sogleich auf eine der Schwächen des Werkes, denn Monroe hat es leider etwas versäumt, seine Erzählung wirklich überzeugend und stimmig in Szene zu setzen.

Stattdessen wird der Betrachter in einen wahren Wulst aus Vorahnungen, Visionen und fieberartigen Träumen versetzt der an manchen Stellen so überladen erscheint, das man nur schwerlich zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann. Dennoch beinhalten die Abläufe an dieser Stelle auch eine gewisse Faszination, denn man kann sich bis zur letzten Einstellung des Szenarios eigentlich zu keiner Zeit sicher sein, wie sich die ganzen Abläufe zueinander verhalten. Dieser Aspekt kommt insbesondere am Ende besonders stark zum Ausdruck, wendet sich das Geschehen doch mehrmals, bevor man in der letzten Sequenz erst die endgültige Bestätigung erhält, was denn nun wirklich geschehen ist. Bis dahin jedoch offenbart sich ein eher durchwachsenes Bild, denn leider versteht es das Werk nicht, einen konstanten Spannungsbogen zu erzeugen. An diversen Stellen erscheint einem das Ganze sogar etwas zu sehr an den Haaren herbei gezogen und man kann die Intension des Regisseurs nicht wirklich nachvollziehen.

Auf jeden Fall aber bietet "Monika - Eine Frau sieht Rot" zumindest kurzweilige Unterhaltung mit diversen sehenswerten Action-Passagen, denn Langeweile kommt im Prinzip zu keinem Zeitpunkt der Ereignisse auf. Bis auf die übernatürlichen Momente gestaltet sich die Chose jedoch recht vorhersehbar, so das man keinerlei größere Überraschungsmomente erwarten sollte. Diese geben sich wie schon kurz erwähnt erst ganz am Ende zu erkennen, als es Monroe schon fast etwas zu gut meint und den Zuschauer durch die ständigen Wendungen in eine kurzzeitige Verwirrung stürzt, aus der man allerdings schnell wieder heraus kommt. Im darstellerischen Bereich wird größtenteils solide Kost angeboten, Wunderdinge oder hervorstechende Leistungen werden von den Akteuren aber nicht an den Tag gelegt. Am überzeugendsten agiert hierbei die hübsche Cerina Vincent, die in der Rolle der Monika eine durchaus gute Figur macht. In einer Nebenrolle ist übrigens C. Thomas Howell zu sehen, der seine besten Tage aber auch schon hinter sich hat und dessen Rolle auch keinerlei nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Alles zusammen genommen ist "Monika - Eine Frau sieht Rot" sicherlich kein so schlechter Film, wie manche schon erschienene Kritik es eventuell vermuten lässt. Die Geschichte beinhaltet nämlich einige wirklich gute Ansätze, die nur leider nicht konsequent herausgearbeitet wurden, so das im Endeffekt ein eher zwiespältiger Gesamteindruck entsteht.

Mit nicht zu hoch angesetzten Erwartungen kann man aber auf jeden Fall auf seine Kosten kommen, da das Werk definitiv keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Die teils mangelnde Spannung muss man akzeptieren und die nicht ganz ausgegorene Geschichte verhindert einen weitaus besseren Gesamteindruck. Dennoch lohnt sich zumindest eine einmalige Sichtung des Filmes, bekommt man doch oft genug weitaus schwächere Werke geboten, die nicht einmal ansatzweise so kurzweilig unterhalten, wie es hier der Fall ist.


Fazit:


Es ist schade, das Monroe hier nicht wirklich konsequent die teils sehenswerten Ansätze weiter verfolgt hat, denn dann hätte aus "Monika - Eine Frau sieht Rot" ein gänzlich überzeugendes Werk werden können. In vorliegender Form bleibt jedoch lediglich eine Geschichte, die im gesunden Mittelmaß anzusiedeln ist und eine teils wirre Mischung aus Road Movie, Gangsterfilm und übernatürlichen Elementen anbietet.


6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Monika - Eine Frau sieht Rot (2012)
BeitragVerfasst: 24. Jan 2014, 13:56 
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Ist das das Kind von Charles Bronson??

http://www.ofdb.de/film/46,Ein-Mann-sieht-rot

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 Betreff des Beitrags: Re: Monika - Eine Frau sieht Rot (2012)
BeitragVerfasst: 24. Jan 2014, 14:39 
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Nope, hat damit nichts zu tun.

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