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 Betreff des Beitrags: Murder Rock – Dancing Death (1984)
BeitragVerfasst: 30. Nov 2014, 09:39 
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O-Titel: Murderock - uccide a passo di danza
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1984
Darsteller: u. a. Olga Karlatos, Ray Lovelock, Claudio Cassinelli, Cosimo Cinieri, Giuseppe Mannajuolo, Belinda Busato, Maria Vittoria Tolazzi, Geretta Geretta, Christian Borromeo, Robert Gligorov, Carlo Caldera, Riccardo Parisio Perrotti
Regie: Lucio Fulci
FSK: ungeprüft

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Inhalt:


1,... 2,... 3,... 4,... 5,... 6,... 7,... 8,..., 1,... 2,... 3,... 4,... 5,... 6,... 7,... 8,...

In einer Tanzschule spornt Margie ihrer Tänzer an. Seit mehreren Stunden sind diese schon dabei und sie geben immer noch ihr Bestes. Eingentlich sollten viele oder sogar alle von ihnen für eine Tanzshow eingesetzt werden, doch hinter den Kulissen hat man andere Pläne: Die Show wurde vorverlegt, und nun werden man gerade drei der Tänzerinnen ausgewählt werden. Candice, die Leiterin der Schule, will das aber noch nicht unter den Mädchen verbreiten, denn sie haben auch so schon genug Druck und Konkurrenzkampf bis aufs Blut muss man hier nicht haben.

Das Training ist zu Ende, aber Susan bleibt mit ihrem Tanzpartner noch, um die Schritte weiter zu üben. Als bereits die elektorische Durchsage kommt, dass die Schule bald ihre Tore automatisch verriegeln wird, springt Susan noch unter die Dusche. Doch dann drück ihr eine behandschuhte Hand ein mit Chloroform getränktes Tuch auf den Mund und betäubt sie. Dann sticht die Person mit einer Hutnadel in Susans Herz. Lieutenant Borges ermittelt zusammen mit Professor Davis in diesem Fall.

Besonders Margie als auch Candice sind schwer betroffen von dem Mord in ihrer Schule. Doch es wird nicht bei einem Mord bleiben, denn kurze Zeit später wird die nächste Tänzerin tot aufgefunden. Als Candice George Webb kennen lernt, umgibt ihn ein Geheimnis, denn er hat schon einmal jemanden umgebracht. Er war Candice im Traum als Mörder von erschienen, doch ist er wirklich der mysteriöse Mörder mit der Hutnadel? Die Polizei ermittelt...

Wertung:


Hier liegt ein Film vor, der zwar von seiner Grundstrucktur (Italien, Polizei, Mord = Giallo) einem Giallo entspricht, eigentlich von seiner Machart aber nicht so recht zu den anderen Vertretern seiner Gunst passen möchte, denn dieser hier ist für sein Erscheinungsjahr ziemlich modern ausgefallen, und hat durch seine Thematik mehr mit einem Tanzfilm gemein, als man vom Titel her schließen kann. Es fehlen die typischen Orte eines Giallos, die eben auch Italien zu dieser Zeit ausmachen. Dennoch geht es hier um einen Mord, der durch eine Hutnadel begangen wird. Leider wird hier nicht erklärt, was es letztendlich mit dieser Hutnadel auf sich hat, denn eine solche tötungsweise ist schon sehr ungewöhnlich.

Postiv hervorzuheben sind zum einen die Gesamtstory, denn diese ist durchaus schlüssig und bietet gewisse Überraschungsmomente, auch wenn hier weniger Blut fließt, als es in anderen Fulcis der Fall ist. Auch die musikalische Untermalung ist absolut passend zum Stil des Films. Fast wäre ein beigefügter Soundtrack ja schon Pflicht. Außerdem ist die Bildqualität ziemlich gut geraten. Aus einer Blu Ray könnte man dann wohl entsprechend noch mehr rausholen, falls es dieser Film je auf dieses Medium schafft. Das einzige, was ein wenig nachteilig ist, ist die anteilsmäßig zurückhaltende Spannung, denn diese will nicht so richtig entstehen.

Die Schauspieler kennt man übrigens aus zahlreichen Fulcis. Da ist "Die Schlacht der Centurions" genausovertreten wie ein "Woodoo" oder "Manhattan Baby", und das gilt eigentlich für alle Beteiligten. Lediglich Olga Karlatos, die bereits in "Die Wiege des Teufels" oder "Keoma" zu sehen war, ragt eindeutig über allen anderen hervor. Eine weitere große Hauptrolle gibt es nicht.

Insgesamt ist es ein etwas anderer Fulci, als man ihn normalerweise bei der Frage nach ihm zu hören bekommt, und es ist ein wirklich guter Film. Man darf aber auch weder einen Übergiallo erwarten noch etwas ganz Klassisches. Man kann diesen Film zu den Gialli zählen, muss es aber nicht zwangsweise. Mir hat dieser Film gefallen, und deshalb gibt es hier auch 08/10 Punkten.

Die Hartbox ist übrigens in dieser Variante auf 22 Stück limitiert.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Murder Rock – Dancing Death (1984)
BeitragVerfasst: 1. Dez 2014, 10:31 
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Kommissar Borgess steht vor einem Rätsel. In einem Tanzinstitut, in dem ehrgeizige junge Leute auf eine Weltkariere vorbereitet werden, geschieht ein Mord nach dem anderen. Vier wunderschöne, hochbegabte Mädchen einer Gruppe werden auf grauenvolle Weise umgebracht... immer nach dem gleichen Schema. Wer ist der Täter?... Schulleiter Dick Gibson der ständig Verhältnisse mit seinen Schülerinnen hat...Tänzer Willy, der mit zwei der Mordopfer bis zuletzt zusammen war...oder kommt er aus dem Zuhälter-Milieu....?


Zugegeben, "Murder Rock" zählt sicherlich nicht zu den allerbesten Giallis, dennoch wird dieser Film von Lucio Fulci meiner Meinung nach vollkommen zu Unrecht immer zu schlecht bewertet. Das der Regisseur seine harte Splatter-und Gore Zeit zu diesem Zeitpunkt größtenteils hinter sich gelassen hat merkt man der Geschichte ganz klar an, denn wirklich harte Passagen hat das Szenario nicht zu bieten. Bis auf einige Blutstropfen wird im Bezug auf Härte auf extremster Sparflamme gekocht, was allerdings gar nicht negativ gemeint ist. Es ist ganz einfach die typische Giallohandlung, dem Zuschauer offenbart sich eine durchaus spannende Mordserie, bei der eigentlich jeder verdächtig erscheint, der in irgendeiner Weise mit der Tanzschule zu tun hat, die Ausgangspunkt für die geheimnisvollen Morde ist. Ziemlich oft wird Fulcis Werk ein mangelnder Spannungsaufbau konsultiert, dabei beinhaltet das Geschehen im Prinzip alle nötigen Zutaten, um durchaus für genügend Spannung zu sorgen.

Und so gestaltet sich die Story auch jederzeit interessant, etliche falsche Fährten werden gelegt um den Zuschauer in die Irre zu führen. Nun ist es aber nicht so, das man den wahren Täter nicht einigermaßen frühzeitig erkennen könnte, gibt es doch spätestens nach der Hälfte des Filmes einige Indizien, die einen auf die richtige Spur lenken, doch die absolute Gewissheit über die Identität bekommt man erst gut 10 Minuten vor dem Ende. Dennoch dürften gerade Kenner dieser Filmgattung weitaus früher das Rätselhafte Morden aufklären, dem immerhin 4 junge Tänzerinnen zum Opfer fallen. Verfahren wird dabei immer mit der gleichen Methode, die Mädchen werden zuerst chloroformiert und danch mit einer Hutnadel erstochen. Das ist zwar nicht besonders innovatic, beinhaltet aber dennoch genügend Spannung, um ganzzeitig gut zu unterhalten.

Dafür spricht auch der Fakt, das den ganzen Film über eine erstklassig dichte Grundstimmung vorherrscht, die phasenweise sogar für eine echte Gänsehaut sorgt. Etliche Passagen sind dabei von besonders bedrohlicher Natur und sorgen für ein herrliches Horror-Feeling. Auch wenn die Geschichte nichts wirklich Neues bietet, sorgt sie dennoch für grundsolide Unterhaltung. Insbesondere Liebhaber des Cinema Italiano dürften ihre Freude an diesem Giallo haben, der viel besser ist als manche Kritik es vermuten lässt. Als einzigen wirklichen Schwachpunkt kann man eigentlich nur die Ermittlungsmethoden der zuständigen Polizisten ausmachen, die doch teilweise einen schon fast willkürlichen Eindruck, in manchen Momenten muss man sogar schon von einer gewissen Unfähigkeit sprechen. Andererseits wird gerade dieser Aspekt auch in etlichen anderen Genre-Kollegen nicht besser dargestellt und die Beamten werden auch dort als richtiggehende Deppen dargestellt.

Insgesamt gesehen hat mir "Murder Rock" doch sehr gut gefallen, auch wenn es etliche Giallis gibt, die weitaus besser inszeniert wurden. Dennoch handelt es sich immer noch um einen absolut sehenswerten Vertreter seiner Art, auch wenn Fulci hier ganz sicher nicht seinen besten Film abgeliefert hat. Mit nicht zu hohen Erwartungen ausgestattet bekommt man auf jeden fall ein interessantes Szenario geboten, in dem auch ein Großteil der Schauspieler zu überzeugen weiss. Fans des italienischen Filmes sollten dieses Werk jedenfalls in ihrer Sammlung haben.


Fazit:


Eine spannende aber nicht neue Geschichte, eine tolle Atmosphäre und mehrere nette Wendungen machen "Murder Rock" zu einem absolut sehenswerten Film, den man sich auch gern mehrmals anschauen kann. Solide Genrekost aus Italien mit einem solide aufgebautem Spannungsbogen, der für ganzzeitig interessante Unterhaltung sorgt.


6,5/10


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