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 Betreff des Beitrags: Shame the Devil (2013)
BeitragVerfasst: 25. Dez 2013, 14:48 
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Shame the Devil
(Shame the Devil)
mit Simon Phillips, Juliette Bennett, Will de Meo, Bradford West, Doug Bradley, Kellie Shirley, Peter Woodward, Peter Barrett, Lucy Clements, Jack Murray, Martin Fisher, Leo Goodman, Thomas Worthington, Warwick Evans
Regie: Paul Tanter
Drehbuch: Paul Tanter
Kamera: Haider Zafar
Musik: keine Informationen
FSK 16
Großbritannien / 2013

In London und New York geschehen zeitgleich brutale Morde. Die Taten laufen stets nach dem gleichen Muster ab. Die Opfer werden gefesselt und an einen Lügendetektor angeschlossen. Wer die Wahrheit sagt überlebt, wer lügt wird auf teuflische Weise hingerichtet.Ist es ein Serienkiller, eine Sekte oder ein Pakt mit dem Teufel? Der Londoner Detektiv James Trent untersucht den Fall. Die Spur führt nach New York, wo sich sein früherer Kollege und seine Ex Freundin mit einer ähnlichen Mordserie befassen. Gemeinsam finden Sie heraus, dass zwischen ihnen und den Mordopfern eine Verbindung besteht. Die Zeit läuft ab und sie könnten die nächsten sein. Eine blutige Jagd beginnt ...


Ein actiongeladener Thriller mit einem hohen Blutzoll


Mit diesem Aufdruck auf der Rückseite des DVD-Covers werden natürlich wieder einmal Hoffnungen des Betrachters geschürt, die sich letztendlich nicht wirklich erfüllen. Dabei beginnt die Geschichte von Paul Tanter im Prinzip recht blutig und lässt dabei sogar Ähnlichkeiten zu einem Film wie "Saw" erkennen, um danach jedoch die kriminalistische Komponente des Werkes in den Vordergrund zu rücken. Blut, Härte und Action bekommt man eigentlich weniger geboten, aber dennoch entpuppt sich "Shame the Devil" als wirklich sehenswerter Thriller mit einer scheinbar religiösen Hintergrund-Thematik, der durchgehend äußerst interessante-und sehenswerte Genrekost anbietet. Natürlich wird es aber wieder unzählige Leute geben, die aufgrund der irreführenden Beschreibung ein temporeiches Spektakel erwarten und deswegen im Endeffekt eher enttäuscht sind, wenn man den Film jedoch einmal ganz unvoreingenommen und objektiv betrachtet, dann sollte man am Ende doch zu einem überdurchschnittlichen Gesamteindruck gelangen. Seine Spannung bezieht das Szenario selbstverständlich aus der Suche nach einem offenbar religiösen Psychophaten, der seine Opfer auf grausame Art und Weise um ihr Leben bringt. Doch was im ersten Moment wie eine geradlinige Story-Line erscheint, wartet doch im Laufe der Zeit und insbesondere am Ende mit diversen Wendungen auf, die dem Ganzen eine fast schon diabolische Note verleihen.

Im Mittelpunkt steht Detective Trent, der sich in London um den irren Serienkiller kümmern soll und dabei äußerst schnell selbst in den Fokus der Ermittlungen gerät, da ganz offensichtlich eine Beziehung zwischen ihm und den jeweiligen Opfern besteht. Von den Ermittlungen freigestellt wendet er sich an seine Ex-Freundin in New York, mit deren Hilfe er ein Profil des Killers erstellen will. Doch kaum im "Big Apple" angekommen beginnt auch dort das Töten und das Szenario schlägt eine Richtung ein, die das bis dahin stattfindende Geschehen in ein vollkommen anderes Licht rückt. Zugegebenermaßen ist "Shame the Devil" stellenweise extrem dialoglastig ausgefallen, doch sollte man fairerweise anmerken das dieser Aspekt keinesfalls die vorhandene Qualität des Filmes mindert, weshalb ich auch so einige negative Kritiken zu diesem Werk nicht so ganz nachvollziehen kann. Paul Tanter ist es nämlich definitiv gelungen, den Zuschauer mit einer lange Zeit undurchsichtigen Story zu konfrontieren, die in einigen Passagen auch kleinere Anleihen an David Fincher's Meisterwerk "Sieben" erkennen lässt. Allein thematisch gesehen ist hier ein konstant gezogener Spannungsbogen zu erwarten und die scheinbar religiösen Beweggründe des Mörders verleihen der ganzen Chose einen noch größeren Reiz.

Ob man sich mit dem irreführenden Cover der DVD, das dem Betrachter irgendwie übernatürliche-und mysteriöse Elemente suggeriert unbedingt einen Gefallen getan hat wage ich zu bezweifeln. Auch die verbale Andeutung von viel Blut und Action wird wird manch einen mit vollkommen falschen Erwartungen an die Geschichte heran gehen lassen, doch mich persönlich hat das ehrlich gesagt nicht sonderlich gestört. Das Ergebnis kann sich nämlich auch ohne diverse Brutalitäten und mit einer ruhigen Erzählweise durchaus sehen lassen und lässt zudem auch erst kurz vor dem Ende die ganzen Zusammenhänge erkennen, die zu der perfiden Mordserie geführt haben. Zudem ist hier eigentlich nichts so wie es im ersten Moment erscheinen mag, was mit dem eindrucksvollen-und wendungsreichen Finale eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden kann. Dennoch sollte man nicht verhehlen, das manch einer eventuell schon etwas früher auf die Lösung kommen könnte, denn genügend Indizien werden einem im Laufe der Zeit definitiv geliefert. Diese sind allerdings nicht so eindeutig, das man von der totalen Vorhersehbarkeit sprechen könnte, denn dafür wurde das Szenario zu sehr mit in die Irre führenden Spurenausgestattet. Auch die darstellerischen Leistungen der Akteure können sich sehen lassen, auch wenn man kein oscarreifes Schauspiel erwarten sollte. Etwas störend erscheinen lediglich die immer wieder eingestreuten und teils surreal erscheinenden Bildfragmente, die Paul Tanter in Form von kurzen Flashbacks eingebaut hat. Zwar beschäftigen diese sich generell mit dem Thema der Lügen, tragen jedoch letztendlich nicht wirklich etwas Erwähnenswertes zu der Geschichte bei, so das man sich diese Zutat durchaus hätte sparen können.

Teilweise kann ich die Enttäuschung einiger Leute sogar nachvollziehen, die aufgrund falscher Erwartungen an dieses Werk heran gegangen sind, doch objektiv gesehen bietet "Shame the Devil" auch ohne viel Blut und Action absolut sehenswerte Kost an, die einen durchgehend spannend-und sehr kurzweilig unterhält. Natürlich liegt dies wie immer im Auge des jeweiligen Betrachters, doch mir persönlich hat diese britische Produktion äußerst gut gefallen. Ähnlichkeiten zu Filmen wie "Saw" und "Sieben" verleihen dem Szenario dabei noch eine zusätzliche Würze, so das man im Endeffekt von einem überzeugendem Gesamtpaket sprechen kann, das man sich auf jeden Fall einmal anschauen sollte.


Fazit:


"Shame the Devil" ist ganz bestimmt kein Meisterwerk, doch beinhaltet der Film weitaus mehr Klasse und Potential, als manche Kritik es eventuell erkennen lässt. Ich persönlich kann jedenfalls nur eine dicke Empfehlung aussprechen und bin mir ziemlich sicher, das ich mit meiner Meinung nicht unbedingt allein da stehe.


7/10

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