Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
Aktuelle Zeit: 3. Dez 2016, 01:21

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 278

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Spring Break Killer (2011)
BeitragVerfasst: 26. Okt 2013, 12:28 
Offline
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 2732
Geschlecht: männlich
Bild




Spring Break Killer
(Machine Head)
mit Sharon Hinnendael, Nicole Zeoli, Christina Corigliano, Morissa O'Mara, Alana O'Mara, Robert Adamson, Brett Howell, Blake Baskin, Alexis Archer, Barbara Jean Barrielle, Shelley Bennett, Markie Collins
Regie: Jim Valdez
Drehbuch: Joel Souza / Jim Valdez
Kamera: Nicolas Duchemin Harvard
Musik: keine Information
FSK 16
USA / 2011

Eine Ferienvilla mit Pool in der kalifornischen Wüste haben 3 Freundinnen 1 Woche ganz für sich alleine, doch auf der Fahrt dorthin werden sie von einem mysteriösen Auto mit einem maskierten Mann verfolgt. In der Villa wähnen sie sich in Sicherheit und haben ihren Verfolger schon wieder fast vergessen, als es spät nachts noch an der Tür klingelt - und ihr ungebetener Gast bereitet den jungen Frauen eine Hölle auf Erden, wie sie es in ihren schlimmsten Alpträumen nicht für möglich gehalten hätten...


''Originelle und wilde Mischung'' (Video.de)
''Girls, Girls, sexy Girls und ein gnadenloser Highway-Killer'' (CTs Digital)
''Slasher-Freunde haben ihre Freude mit dem Teil'' (Horror News)
''Nicht neu, aber trotzdem unterhaltsam'' (Play DVD)
''Home-Invasion-Terror mit überaus attraktiven Hauptdarstellerrinnen'' (Blickpunkt: Film)



Mit solchen Schlagzeilen werden sicherlich Begehrlichkeiten beim Zuschauer geweckt, die das Low Budget Regie-Debüt von Jim Valdez jedoch nicht gänzlich erfüllen kann. Dabei enthält die hier erzählte Geschichte durchaus einige sehr interessante Ansätze, die aber nicht vollkommen zufriedenstellend herausgearbeitet werden, so das sich phasenweise ein eher zwiespältiger Eindruck über das Gesehene ergibt. Vor allem in den ersten 40 Minuten wird man dabei eher mit einer Anhäufung von belanglosen Dingen konfrontiert, bis sich danach endlich eine recht dichte-und bedrohliche Grundstimmung eröffnet, die man sicherlich als Stärke des Filmes ansehen muss. Bis dahin jedoch präsentieren sich dem Betrachter lediglich einige recht hübsch anzusehende Mädchen, die eine Woche in einem luxuriösen Anwesen verbringen wollen und sehnsüchtig auf die Ankunft ihrer Freunde warten, mit denen sie sich die Zeit vertreiben wollen. Von richtigen Thriller-Elementen ist in dieser Phase des Filmes herzlich wenig zu verspüren, denn bis auf einige kleine Indizien deutet eigentlich nichts darauf hin, das sich für die Damen der Schöpfung ein psychisches Terror-Szenario entwickeln soll, bei dem man jedoch keinesfalls auf visuelle Härten hoffen sollte.

Diese sind nämlich überhaupt nicht vorhanden und bei den wenigen Ansätzen zu körperlicher Gewalt wird diese sofort immer wieder ausgeblendet, so das sich die eventuell entstehende Brutalität des Geschehens lediglich im Kopf des Betrachters freisetzt. Das mag manch einen zu einer extrem negativen Kritik hinreißen, doch Jim Valdez ist es insbesondere in der zweiten Filmhälfte recht gut gelungen, das aufkommende Unheil im Kopf des Zuschauers zu manifestieren. Dadurch beziehen die Ereignisse auch ihre Spannung, ist der Killer doch lediglich schemenhaft zu erkennen und die drohende Gefahr wird so wunderbar im Dunkeln gehalten, was schon für einen gewissen Nervenkitzel sorgt. Trotzdem wirkt die ganze Chose an einigen Stellen doch etwas unrund-und unausgegoren, so bekommt man beispielsweise von sämtlichen Figuren nur eine sehr oberflächliche Charakter-Zeichnung geboten die nicht unbedingt dazu beiträgt, irgendwelche Symphatiewerte für diverse Personen zu entwickeln. Auch das Verhalten der Mädchen erscheint streckenweise recht unlogisch, was aber für einen Film dieser Art nicht sonderlich überrascht. Das psychische Katz-und Mausspiel zwischen Täter und Opfer hingegen entfacht schon eine gewisse Intensität, wobei man die ganze Zeit ungeduldig darauf wartet, überhaupt eine Erklärung für das Ganze zu erhalten.

Diese eröffnet sich dann lediglich in der finalen Schluss-Sequenz und sorgt auf jeden Fall für einen netten Aha-Effekt, ist andererseits aber auch so ziemlich an den Haaren herbeigezogen und wirkt dabei wenig glaubwürdig. Dennoch ist darin definitiv ein fieser Höhepunkt zu erkennen, der das gewonnene Gesamtbild auf jeden Fall ein wenig aufwertet. Wenn man einmal die bisher zu lesenden Kritiken zu diesem Film durchliest, dann hinterlässt "Spring Break Killer" ganz offensichtlich bei den meisten Leuten einen eher negativen-und enttäuschenden Eindruck und streckenweise kann ich das sogar auch nachvollziehen. Man kann dieser Low Budget Produktion aber definitiv nicht ihren Unterhaltungswert absprechen und sollte zumindest die zweite Filmhälfte lobend erwähnen, die doch recht ansehnliche Genrekost beinhaltet. Die Geschichte erfindet das Rad keinesfalls neu, bietet jedoch nette Home Invasion Terrorkost, die jedoch gänzlich ohne visuelle Härte ausgestattet ist. Dafür bekommt man jedoch einige hübsche Mädels und eine packende zweite Filmhälfte serviert, die sich durchaus sehen lassen kann.

"Spring Break Killer" ist auf jeden Fall ein Beitrag der die Meinungen ziemlich spalten wird und hätte Jim Valdez die vorhandenen guten Ansätze intensiver herausgearbeitet, hätte hier ein kleines Highlight entstehen können. So aber muss man sich mit einem Szenario begnügen, das einem zwei vollkommen verschiedene Hälften präsentiert und äußerst starke Schwankungen beinhaltet. Und trotz der nicht zu übersehenden Schwächen geht eine kaum definierbare Faszination vom Geschehen aus, die man nur sehr schwerlich beschreiben kann, was definitiv für eine Sichtung dieses Filmes spricht. Wer sich also mit einem insgesamt eher durchschnittlichen Werk zufrieden geben kann, der sollte auf jeden Fall einmal einen Blick riskieren, ist die Story doch keinesfalls so schlecht, wie manch eine Kritik es im ersten Moment vermuten lassen könnte.


Fazit:


Es wäre auf jeden Fall möglich gewesen, viel mehr aus der Geschichte heraus zu holen, als es Jim Valdez es letztendlich getan hat. Dennoch offenbart sich immer noch ein zumindest im zweiten Teil gut unterhaltendes Szenario, in dem sich Licht und Schatten die Klinke in die Hand geben. Im Endeffekt ist es dann wie immer der ganz eigene Geschmack, der über Gefallen oder Nichtgefallen entscheidet, wobei ich persönlich den Film im guten Durchschnittsbereich ansiedeln würde.


5,5/10

_________________
Bild

Bild Big Brother is watching you


Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker