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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Machinist (2004)
BeitragVerfasst: 12. Jan 2013, 22:35 
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The Machinist
( El Maquinista)
mit Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón, John Sharian, Michael Ironside, Larry Gilliard Jr., Reg E. Cathey, Anna Massey, Matthew Romero Moore, Robert Long, Colin Stinton, Craig Stevenson
Regie: Brad Anderson
Drehbuch: Scott Cosar
Kamera: Xavi Gimenez
Musik: Roque Banos
FSK 16
Spanien / 2004

In einer Fabrik arbeitet Trevor Reznick. Sein Problem: Seit einem Jahr kann er nicht mehr schlafen. Seine Schlaflosigkeit ist sein dunkles Geheimnis, dass er auch den zwei Frauen in seinem Leben nicht erklären kann: der Prostituierten Stevie und Maria, Kellnerin in einem Flughafencafe, die er jede Nacht besucht. Als Trevor anfängt zu halluzinieren, verursacht er einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Er vermutet eine Verschwörung.


Eines vorweg, diesen Film sollte man sich nicht mal so nebenbei ansehen. Es ist ein Film, der schon die ganze Aufmerksamkeit des Zuschauers verlangt, ansonsten kann man bei der wirklich guten Story mal schnell den Faden verlieren. Denn die hier erzählte Geschichte gibt dem Zuschauer schon einige Rätsel auf, die sich erst mit zunehmender Laufzeit Stück für Stück auflösen und erst ganz zum Ende hin die ganzen Hintergründe des Geschehens preisgeben. Und auch, wenn man ab einem bestimmten Zeitpunkt einige Dinge schon erahnen kann und immer mehr mitbekommt, in welche Richtung die Story geht, so nimmt das diesem genialen Film zu keiner Zeit etwas von seiner immensen Spannung und seiner äusserst intensiven Wirkung.

Christian Bale spielt hier seine Rolle einfach fantastisch. Es ist sehr beeindruckend, wenn man sieht, wieviel er an Gewicht verlieren musste, um diese Rolle so autentisch spielen zu können. So viel Engagement ist schon bemerkenswert. Und Bale spielt hier mit einer solchen Überzeugung und Darstellungskraft, das es eine wahre Freude ist, ihm dabei zuzusehen. Durch sein beeindruckendes Schauspiel kommt es fast zwangsläufig dazu, das man Mitleid mit der Figur des Trevor Reznick empfindet und ihn sogar stützen will, da man ständig den Eindruck hat, das sie jeden Moment in sich zusammenbricht.

Der Spannungsbogen ist sehr straff gespannt und kann sich den ganzen Film über auf einem sehr hohen Level behaupten. Aber am faszinierendsten ist bei diesem Film die extrem dichte und düstere Atmosphäre, die richtiggehend greifbar ist. Den ganzen Film über löst die vorherrschende Grundstimmung beim Zuschauer ein starkes Gefühl der Beklemmung aus, dessen man sich kaum entziehen kann. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, das man in vielen Passagen eine aufkommende Gänsehaut nicht unterdrücken kann. Streckenweise entsteht sogar eine sehr gruselige Stimmung, von der eine ungeheure Faszination ausgeht, die sich automatisch auf den Zuschauer überträgt und ihn richtiggehend in ihren Bann zieht. Selbst, wenn man es wollte, kann man sich der Wirkung des Geschehens nicht entziehen und taucht so tief in die sehr dunkle und düstere Welt der Hauptperson ein, in der es anscheinend keine hellen und fröhlichen Momente zu geben scheint und die Tristess im Vordergrund steht.

Für mich ist dieser Thriller ein kleines Meisterwerk, das sehr niveauvolle und intelligente Unterhaltung bietet. Freunde solcher Filme sollten sich diesen auf keinen Fall entgehen lassen. Ein Film, der einfach nur sehr gut ist und auch nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibt. Dafür sorgt schon allein das bravouröse Schauspiel eines Christian Bale, der sich in diesem Film wirklich selbst übertroffen hat und aufzeigt, was man mit Leidenschaft und Hingabe erreichen kann.


Fazit:


"The Machinist" ist ein außergewöhnlicher Film, der sich im Gedächtnis des Betrachters einbrennt. Dies geschieht mit einer solchen Vehemenz, das man auch noch lange Zeit später über ihn nachdenkt. Die Geschichte ist jederzeit spannend und interessant und mit Christian Bale in der Hauptrolle absolut brillant besetzt. Eine sehr düstere und beklemmnd wirkende Atmosphäre tut ihr Übriges dazu, hier für einen qualitativ hochwertigen Filmgenuss zu sorgen, den man nicht so schnell vergisst.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 Widescreen
Laufzeit: 98 Minuten
Extras: Audiokommentar, Making of, Deleted Scenes, Bhind the Scenes, Promo Reel Trailer, Originaltrailer, Bildergalerie, Bio-und Filmografien


9/10

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