Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Die Kontroversen des anderen Films
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 15:37 
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Vorwort:

Ich bin habe mittlerweile ja schon einge Jahre auf dem Buckel, was das Thema Film angeht und habe somit durchaus schon einge Genres miterleben dürfen. Alles hat in den glorreichen 80 er Jahren angefangen, als ich mit süßen 6,7 Jahren meine ersten Actionfilme geniessen durfte. Ich war natürlich hin und weg, als ich Bruce Lee, Van Dame und co. duch den Bildschirm hüpfen sah. Als ich dann mein ersten Horrorfilm vor´s Auge bekam, da war ich circa. 12 Jahre alt. Das müsste Friedhof der Kuscheltiere gewesen sein. Und ab genau diesem Zeitraum packte mich das filmische Subgenre Horror. Ich kann somit behaupten, das ab dieser Epoche meines Lebens der Horrorfilm ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens geworden ist. Als ich dann meine erste Arbeit bekam und somit Geld für meine große Liebe- dem Film hatte, so fing die Sammelleidenschaft an. Ich zog mindestens einmal in der Woche in meine Stammvideotheke und holte mir die angesagtesten Horrorklassiker. Darunter waren natürlich auch neuere Filme, sowie Action und Sci-fi Streifen dabei. Man kann sagen, so ziemlich alles, was den unterschlagenen Film betrifft. Das war noch zu der Zeit, als die gute, alte VHS die Kinowelt beherrschte. Als dann das Thema DVD und Blu- Ray aufkam, war ich erst skeptisch, fing dann aber wie ein verrückter an, auch dieses Medium zu sammeln. Durch eine Zeit, die mich aufgrund privaten Umständen mit Trauer und Hass erfüllte, habe ich angefangen, mich mit dem Thema Mensch und den Tiefen seiner Seele zu beschäftigen. Daher holte ich mir diverse Dramen um mir noch ein besseres Bild bezüglich des Themas: Krankheit Mensch machen zu können. Und genau dem Subgenre- Drama Kontrovers widme ich diesen Beitrag.

Was ist kontrovers? Wie definiert man solch ein Wort oder ist das gezeigte für Menschen unterschiedlicher Natur doch normal? Kontrovers, ein Wort, das bei dem Thema Film in der letzten Zeit sehr oft verwendet wird. Aber warum nur in der letzten Zeit? Filmemacher wie George A Romero, Jorge Grau und anderen wussten schon in den frühen 70, 80er Jahre, wie man gesellschaftskritische Themen filmisch verarbeitet. Bei George A Romero waren es viele politische Themen, die er in seinen Perlen angesprochen hat. In Let sleeping Corpses Lie beschäftigte sich Jorge Rau mit chemiescher Umweltverschmutzung und baute sie gekonnt in einen tollen Zombiefilm ein, der auch heute noch seine Fans hat. Der moderne Film ist da nicht viel anders, auch wenn die Inszenierungen andersartiger agieren. Selbst im kontroversen Filmbereich wird Abwechslung geboten. Wir haben das Drama, die Doku, den Home Invasionfilm und andere, die das Thema manifizieren.

Ich finde es ja erstaunlich, wie weit ein Mensch gehen kann, wenn er in Extremsituationen gelangt. Schützt er nur sich und/oder seine Familie oder ist er bereit anderen zu helfen? Bestes Beispiel ist hier der top aktuelle Home Invasionfilm The Purge. Einmal im Jahr werden die Gesetze ausser Kraft gesetzt und jeder darf das machen, was er will. Eine Familie, so normal wie jede, baut sich Sicherheit im eigenen Heim auf und es dauert auch nicht lange, bis ein Mann um Hilfe bittet. Ein hilfsbereites Familienmitglied gewährt ihm auch sofort Zuflucht, wobei die anderen Mitglieder der Familie dem Ganzen mit Misstrauen gegenüber stehen. Und somit haben wir schon Aspekte, die sich eingehend mit dem Thema menschliche Seele beschäftigen. Da die Familie letzendlich auch bedroht wird, gerät alles ausser Kontrolle. Hierbei wird das wahre Gesicht jedes einzelnen bestens hervorgerufen. Manch einer würde sagen: sozial undenkbar. Aber nein, so ist das nicht. Ob Trauer, Hass, Schmerz..., jeder hat das bestimmt schon einmal mitbekommen, wie sich die Mitmenschen verhalten, wenn sie eines von diesen Gefühlen erleben. Aber wie kommt es zu solch extremen Situationen? Was ist der Mensch? Ein machtgesteuertes Lebewesen, eine höhere Intilligenz oder doch nur ein Tier, das hier auf Erden eine Daseinsberechtigung geniessen darf? Ich persönlich sehe da die Machtergreifung zu einem großen Anlass, das Extremsituationen entstehen können. Demnach leben die meisten der Menschen nach dem Prinzip: Hast du was, bis du was. Und jeder will das größte Stück vom Kuchen abhaben.

Ich hatte ja in den zuvorgeschriebenen Zeilen das Thema: Gefühle angesprochen. Und da ist Rache nicht unausweichlich. Ich möchte jetzt mal als Beispiel Podz Film- 7 Days nennen. In 7 Days geht es um einen Mann, der den Mord an seiner Tochter rächt. Somit haben wir wieder psychologische Ansätze, die sich mit der Seele des Menschen beschäftigen. Aber ist Rache immer gut? In dem Fall sage ich JA, aber das ist ein anderes Thema und würde vom eigentlichen thematischen Inhalt abweichen. Wie fühlt man sich nach einem Racheakt, egal ob er ein Wortgefecht, ein Streich oder sonst was ist. In den meisten Fällen besser. Man hat Genugtuung und somit können wir demnach auch wieder auf die Selbstverheerlichung zurrückkommen. Gehts einem gut, so ist man demnach auch zufrieden. Und das will jeder Mensch sein. Aber dient nur seelisches Wohl dem vollkommenen Leben? Nein, der Mensch braucht Nahrung, Nahrung, die ihm am Leben hält. Und auch da möchte ich auf den Aspekt des Selbsterhaltungstriebes kommen. Was geschieht, wenn die Gattung Mensch weitab der Zivilisation in ein Unglück gerät? In dem Film Überleben, der auf wahren Ereignissen beruht, wird dies deutlich gezeit. Und das Unausweichliche geschieht. Es geschehen Dinge, an die der Mensch im Alltag nicht mal denkt. Der Mensch vefällt zu einem primitiven Geschöpf, das nur noch Nahrung im Kopf hat, auch wenn diese mit Kannibalismus verbunden ist. Auch Steven Hentges widmete sich diesem Thema, nur das es nicht mit einem Unglück verbunden ist. Der Film spielt in einer Höhle, in der 5 junge Menschen aufwachen und keiner ahnt, was geschehen ist und auch noch geschehen wird. Vielmehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sonst würde ich die Wirkung für diejenigen, die den Film noch nicht kennen zerstören. An dieser Stelle sei gesagt, das auch Hunger, so der Name des Films sich mit den Urängsten und den seelischen Tiefen des Menschen beschäftigt.

Beschäftigung... Kein Mensch liebt Langeweile. Daher sitzt er sehr oft vor dem heimischen Flimmerkasten und klotzt oftmals einen Mist. Meist amerikanischer Natur. Daher möchte ich zu Gott bless Amerika kommen, der gesellschaftskritischer nicht sein kann. Hierbei ist es mir wichtig, euch ein Abzug eines älteren Reviews zu zeigen:

Endlich mal ein Film, in dem der Verdummungsindustrie der USA ordentlich in den Arsch getreten wird. Auf genau solch einen Film habe ich schon sehr lange gewartet. Das dass von einigen hochgepriesene Land Amerika in Sachen massentauglichen Medien so toll sein soll, kann ich durchaus nicht verstehen. Meiner Meinung nach formt es den Menschen zu Puppen, mit denen der Staat alles machen kann, was er will und sich somit an stumpfen und labilen Menschenpuppen bedienen kann. Dem Menschen wird durch eben diese propagantistische Art beigebracht, das es nur Vorteile hat mit der Masse zu gehen. Hast du was, bis du was. Schaust du das, was alles schauen, dann sind all deine Probleme wie weggefegt. Leider verschlägt es diese Art zu leben in die ganze Welt und somit ist diese Lebensart leider auch zu uns nach Deutschland gekommen. Nun haben wir MTV, VIVA, Dschungelcamp, Deutschland sucht den Superstar, The Voice of Germany und der gleichen. Auch in unserem Land sitzen millionen manipulierte Menschen vor dem TV und ergötzen sich an herzloser Mistgülle, die eh nur dazu gedacht ist, die Masse ruhig zu halten. Das ist Mainstream- herzlos und zumal noch dazu da, das Grosskapital zu fördern. Nun gut,genug mit politischem Gerede, jetzt möchte ich mich ein wenig mit dem Film befassen. Wie in den ersten Zeilen habe ich mich als grosser Gegner der amerikanischen Leitkultur schon lange auf solch einen Film gefreut. Und ja, der Film ist politisch, dies aber mit einem rabenschwarzen Humor verfeinert. Eine lupenreine schwarze Komödie darf man aber hierbei nicht erwarten, sonst wird man enttäuscht sein. Alleine die Haupthandlung hat eine Genialität, die seines Gleichen sucht. Ein Mann, angpisst von dem, was täglich im TV läuft bekommt eines Tages die Kündigung,weil eine Trockenfotze meint, Dünnschiss über ihn zu erzählen. Als I-Tüpfelchen erfährt er, das er schwer krank ist. Demnach will er seinem Leben ein Ende setzen, was er natürlich nicht tut. Durch diverse Zufälle lernt er eine junge und hübsche Frau kennen, mit der er einen blutigen Rachefeldzug tätigt. Hierbei müssen alle drann glauben, die für ihre Verhältnisse dafür sorgen, das die Welt zu schlecht ist. Hierbei fragt man sich dann doch schon: was würde man tun, wenn man von einer Krankheit erfahren würde, die einem das Leben bald nehmen wird. Man hat keine Arbeit mehr, Ärger mit der EX und auch sonst gibt es nichts, wofür es sich zu leben lohnt. Würde man das gleiche tun?

Also wurden auch bei God bless seelische Zustände geschildert. Manipulation inbegriffen. Aber was ist, wenn man wirklich weiss, das man bald stirbt. Hält Rache einem länger am Leben oder kann man mit ruhigen Gewissen sterben? Das kommt auf die jeweilige Natur an. Die Natur des Menschen ist in den meisten Fällen wie folgt: Ist jemand anders, so steht man demjeigen erst mal skeptisch gegenüber. Und auch in Jacktszenen aus Niederbayern wird das Thema manifiziert. Auch hierzu mal einen Abzug eines von mir verfassten Filmberichtes:

Der Mensch ist eine Krankheit- Der Tod die Medizin. Das der Mensch das wohl abscheulichste und primitivste Wesen ist, was auf dieser Erde eine Daseinberechtigung geniessen kann wissen wir alle. Manche machen sich Gedanken darüber, andere leider weniger. Das der Mensch ein Wesen ist, das nur durch, Habgier, Hass, Neid, Hohn und der Gleichen leben kann wird mit dem Film zimlich gut ausgedrückt. Dieses Werk hat schon einige Jahre auf den Buckel und ist aktueller den je. Denn in genau so einer Gesellschaft leben wir. Manche passen sich an und nehmen diese verachtenswerten Wesenszüge an, andere schaffen noch den Sprung und leben sinnbewusst. Der Film agiert auf einer sehr ruhigen Ebene, wirkt dabei aber zu fast keiner Zeit einschläfernd. Es ist eine enorme Präsenz vorhanden, das seines Gleichen sucht. Und da kommen wir zum wesentlichen Bestandsteil des Films- den Abartigkeiten der Gesellschaft bzw. der gesamten Menschheit. In dem Film bekommen wir es mit Hass, sexuellen Abartigkeiten und der gleichen zu tun. Ich bin sogar der Auffassung das der Streifen somit die Menschheit spiegeln wollte. Peter Fleischmann hat hiermit einen top aktuellen und kontoversen Film geschaffen, der unter die Haut geht.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum ich solch einen Bericht verfasst habe, aber da die Themen, die solch Filme beihalten keine Unterhaltung sind, so wollte ich mal eine Auffassung schildern. Ich könnte jetzt noch mehr Filme und derren Botschaft schildern, das würde aber den Rahmen sprengen.

Vielen Dank fürs lesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Kontroversen des anderen Films
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 15:47 
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News-Maschine
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Ja du hast da nennen wir ihn mal sehr interessanten Artikel über den Menschen und seine Abgründe geschrieben gefällt echt gut. Weiter so Mr Splatter


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Kontroversen des anderen Films
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 15:53 
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Vielen lieben Dank. Ja, war mir mal wichtig, sowas zu schreiben. Musste mal raus. Und wie gesagt, seitdem ich, ich sage es mal so, Pech im Leben hatte, so bin ich zum nachdenken gekommen. Daher meine Liebe zum kontroversen Film. Und danke auch dafür, das du dir die Zeit genommen hast und mein Bericht gelesen hast.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Kontroversen des anderen Films
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 16:26 
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Cooler Text, denn du hier verfasst hast.

Schön wenn man sich mit filmen so auseinandersetzt.

Mir persönlich hat " God bless America" auch sehr gut gefallen, es ist schön zu sehen, das manche amerikaner durchaus zur selbstrefexion fähig sind, und auch mit Ironie umgehen können.

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Alf`s kleiner Basar

Der Filmkritiker Kanal


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Kontroversen des anderen Films
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 17:28 
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Vampir-Adel

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Hm.....interessante Ausführungen Mr.Splatter.
Ich kann hier so etliches nach vollziehen.

Ich habe mal vor ca. 2 Jahren ein eher wütendes Pamphlet über Menschen, sein globales Verhältnis zur Flora & Fauna,
sich selbst gegenüber, der existierenden Gesellschaft und zu diesem Planeten mal verfasst.
Ich wollte dies damals in ein anderes Forum reinsetzen, ließ aber davon ab, weil es vermutlich nur Ärger gegeben hätte.

Aufgrund Deines Threads bin ich fast versucht, dies hier unter zubringen!
Müßte den Text nochmal durchgehen und eventuell überarbeiten/ergänzen. Mal sehen!

:kaffee:


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Kontroversen des anderen Films
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 17:30 
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Saubere Sache. Gerade deine Ansicht bezüglich Mensch und Natur interessiert mich sehr. Würde mich freuen.

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