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 Betreff des Beitrags: Die Omen Reihe
BeitragVerfasst: 5. Mär 2014, 19:34 
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Die Omen Reihe


Filme mit okkulter-und religiöser Hintergrund-Thematik haben immer ihren ganz besonderen Reiz und wenn sie zudem auch noch gut gemacht sind, dann üben sie immer eine unglaubliche Faszination auf den Zuschauer aus. Dennoch hätte wohl kaum jemand gedacht, das Richard Donner mit seinem Film "Das Omen" im Jahr 1976 eine Erfolgswelle auslöste, die im nachhinein noch einige Nachfolger sowie ein 2006 erschienenes Remake, wie auch mehrere Dokumentationen nach sich zog. Gleichzeitig dürfte dieses Werk wohl unumstritten zu den absoluten Genre-Klassikern zu zählen sein, denn insbesondere dieser erste Teil wurde doch nahezu perfekt in Szene gesetzt und besticht neben der ungeheuer interessanten Thematik um den Antichristen gleichzeitig durch eine durchgehend extrem dichte-und bedrohliche Atmosphäre, die dem Zuschauer phasenweise kalte Schauer über den Rücken jagt. Erstklassig agierende Darsteller und ein stetig ansteigender Spannungsbogen, sowie eine brillante musikalische Untermalung runden das Szenario brillant ab und machen diesen Beginn der Trilogie um Damien Thorne zu einem wahren Meisterwerk. Denn obwohl auch die diversen Fortsetzungen überdurchschnittlich gute Filme wurden, konnte doch kein einziger Teil das Format und die Klasse dieses genialen Originals erreichen. Nur 2 Jahre später zeichnete Don Taylor für den zweiten Teil "Damien - Omen II" verantwortlich und präsentierte eine absolut gelungene Fortsetzung. Nachdem Donner sich im Vorgänger mit der Geburt und den ersten Jahren des Antichristen beschäftigte, erlebt der Betrachter nun die Jahre des heranwachsenden Damien, der mittlerweile bei der Familie seines Onkels wohnt. In diesem Teil werden nun die eigentlichen Grundlagen für das Vorhaben gelegt, das der Sohn des Teufels in der Zukunft die Welt beherrschen-und gleichzeitig ins Verderben ziehen soll.

Es findet also die logische Weiterführung der Ereignisse statt und auch hier gelten im Prinzip die gleichen Atribute, die schon das Original so ausgezeichnet haben. Allerdings gerät die kirchliche Thematik ein wenig zu sehr in den Hintergrund, was man letztendlich aber als einzigen Schwachpunkt dieses Filmes ausmachen kann. 1981 erschien dann mit "Barbara's Baby - Omen III" der Abschluss der als Trilogie ausgelegten Saga und selbstverständlich bekommt man es nun mit dem zum Mann gereiften Damien zu tun, der von Sam Neill großartig und nahezu diabolisch dargestellt wird. Für die Regie war dieses Mal Graham Baker zuständig und der gute Mann präsentierte wirklich einen finalen Teil, der die gesamte Geschichte perfekt abgerundet hätte. Überraschenderweise kam dann jedoch volle 10 Jahre später auf einmal eine TV-Produktion mit dem Titel "Omen IV: Das Erwachen" auf den Markt, was bei den Fans der Ur-Trilogie nicht unbedingt auf viel Gegenliebe gestoßen ist. Dabei ist die Geschichte um die kleine Delia gar nicht einmal so uninteressant, doch sollte man das Werk lediglich aus der Sichtweise eines eigenständigen Filmes sehen, denn obwohl hier auch durchaus Zusammenhänge mit den drei Vorgängern hergestellt werden, kann man die Geschichte nur schwerlich mit den eigentlichen Filmen zusammen bringen. Dazu fehlt es dann doch an Klasse und man merkt doch recht deutlich, das an dieser Stelle schnell noch einmal ein paar Dollar aus einer Thematik heraus gezogen werden sollte, die an sich einen perfekten Abschluss gefunden hatte. Nicht weiter verwunderlich erscheint einem deswegen auch der Aspekt, das "Das Omen 1-3" bei den Fans immer einen gesonderten Platz haben wird und dieser ominöse vierte Teil viel eher stiefmütterlich behandelt wird.

So dürfte es sich auch mit dem 1995 erschienene Spin-Off "The Omen" verhalten das ich ehrlich gesagt noch nie gesehen habe. Damit dürfte ich aber sicherlich nicht allein stehen, denn bisher konnte ich auch noch keine Kritik über dieses wohl unbekannte Werk entdecken, das unter der Regie von Jack Sholder entstanden ist. Im Jahr 2006 erschien dann noch das in meinen Augen vollkommen überflüssige Remake "Das Omen" von John Moore, der an dieser Stelle lediglich eine fast identische 1:1 Kopie zum Original präsentierte, so das es sich keinesfalls um eine Neuinterpretation der Geschichte mit einigen neuen Ideen und Einflüssen handelt. So erscheint dieser Film dann auch eher ein wenig langweilig, da wirklich an keiner Stelle neue Impulse zu erkennen sind und auch die zugegebenermaßen bemühten Darsteller zu keiner Zeit an die großartigen Leistungen ihrer Vorgänger anknüpfen können. Vergleicht man beispielsweise einmal Liev Schreiber mit Gregory Peck dann sind doch erhebliche Qualitätsunterschiede festzustellen. Dieses Remake hätte man sich also getrost auch sparen können, zudem es eine Neuauflage eines echten Klassikers ganz generell immer einen eher schweren Stand bei den Fans hat. Lediglich die jüngere Generation oder Nichtkenner des Originals dürften ihre Freude an diesem Werk haben, das mich persönlich auf der ganzen Linie enttäuscht hat.

Neben den aufgezählten Verfilmungen erschienen in den Jahren 2000 - 20006 auch noch vier Dokumentationen, die sich mit der enthaltenen Thematik beschäftigen und manch einer dürfte hier eventuell noch interessante Zusatzinformationen erhalten, wenn es um den Antichristen geht. Letztendlich bleibt es aber wohl dabei das bei den meisten Zuschauern die eigentliche Trilogie um den Antichristen Damien Thorne in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird, denn kaum ein anderer Film hat sich dermaßen intensiv und interessant mit dem Sohn des Teufels beschäftigt. Auch fast vier Jahrzehnte nach dem Erscheinen des ersten Teils hat der Dreiteiler rein gar nichts von seiner Faszination und seinem Reiz verloren und die danach folgenden Filme kann man maximal als nettes Zubrot ansehen. Wie dem aber auch sein, Richard Donner war jedenfalls derjenige, der das Drehbuch von David Seltzer absolut perfekt in Szene gesetzt hat und somit den Startschuss für eine Reihe gelegt, die ganz sicher zu den besten Mehrteilern der Filmgeschichte zu zählen ist. Im Horror-Bereich sowieso hoch angesehen, dürften die Omen Teile jedoch auch für jeden anderen Film-Fan absolut lohnenswert erscheinen, denn Spannung, eine grandiose Atmosphäre und eine jederzeit fesselnde Geschichte sind definitiv Grund genug dafür, hier auf jeden Fall einmal einen Blick zu riskieren.


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