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 Betreff des Beitrags: The last House on the left (1972)
BeitragVerfasst: 9. Jan 2013, 16:50 
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Das letzte Haus links
(The last House on the left)
mit Sandra Cassel, Lucy Grantham, David Hess, Fred J. Lincoln, Jeramie Rain, Marc Sheffler, Gaylord St. James, Cynthia Carr, Ada Washington, Marshall Anker, Martin Kove
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Kamera: Victor Hurwitz
Musik: David Hess
Ungeprüft
USA / 1972

Die gerade 17-jährige Mari und ihre Freundin sind auf dem Weg zu einem Rockkonzert. In der Stadt werden sie jedoch von ein paar sadistischen Ausbrechern gekidnappt, mißhandelt und brutal ermordet. Während ihrer Flucht übernachten die Killer, ohne es zu wissen, bei den Eltern von Mari. Diese finden aber rasch heraus, wer sich in ihrem Haus befindet, und der Vater schwört blutige Rache.


Mit diesem Film hat Altmeister Wes Craven meiner Meinung nach einen der grössten Klassiker des Terrorfilms geschaffen. Ich möchte sogar fast behaupten, das es der Beste ist, aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Nach heutigen Maßstäben mag der Film für viele sogar eher harmlos wirken, aber ich finde, hier ist nicht die gezeigte Härte das Ausschlaggebende, sondern das, was sich im Kopf des Betrachters abspielt.Die scheinbar aussichtslose Situation, in der sich die Opfer befinden, löst beim Zuschauer doch ein sehr unbehagliches Gefühl aus, so das man sich fast den ganzen Film über nicht gerade wohl in seiner Haut fühlt und vor allem ganzzeitig diese erdrückend und beklemmend erscheinende Grundstimmung aushalten muss, die dem Film beiwohnt. Der Film ist extrem sadistisch und wenn man sieht, mit welcher Freude die Täter ihre Opfer quälen, kann einem das schon kalte Schauer über den Rücken jagen.

Die Atmosphäre ist typisch für einen Film aus den 70 ern, sie ist einfach einzigartig. Herrlich dicht und sehr dreckig. Diese wirklich einzigartige Grundstimmung kann man in der heutigen Zeit einfach nicht mehr erzeugen. Es mag aber auch daran liegen, das die Filme damals mit einem sehr niedrigen Budget gedreht worden sind. Und damals hat man halt noch mehr Wert auf Dinge wie eine gelungene Atmo geachtet. Dadurch vermisst man auch keineswegs einen höheren Anteil an visueller Härte und Brutalität, denn das, was sich im eigenen Kopf abspielt, ist durchaus hart genug und verfehlt keinesfalls seine Wirkung.

Die Darsteller wirken eigentlich alle recht überzeugend, vor allem die Täter spielen ihre sadistischen Parts absolut hervorragend, wobei David Hess in der Rolle des sadistischen Anführers ganz besonders hervorsticht, denn diese Rolle scheint ihm doch wie auf den leib geschneidert. An manchen Stellen wirkt der Film sogar unfreiwillig komisch, wie zum Beispiel in den Sequenzen mit den wirklich extrem dämlichen Polizisten, die durch ihr trotteliges Vehalten doch für den ein oder anderen Schmunzler sorgen können. Zudem ist dies auch ein herrlicher Kontrast zum ansonsten sehr ernsten Geschehen, bei dem es stellenweise richtig fies zur Sache geht. Auf jeden Fall ist dieser Film ein absoluter Meilenstein des Terrorfilms, da gibt es glaube ich keine 2 Meinungen, ob man den Film mag oder nicht, das ist wieder eine ganz andere Sache.

Jeder Fan des Genres sollte diesen absoluten Klassiker wenigstens einmal gesehen haben, um überhaupt mitreden zu können. Ein absoluter Meilenstein des Terrorfilms, mit dem sich Regie-Legende Wes Craven selbst ein kleines Denkmal gesetzt hat. In Fankreisen längst mit einem Kultstatus versehen ist "Last House on the Left" ein Film, den man sich auch nach nunmehr fast vier Jahrzehnten immer wieder gern ansieht und der überhaupt nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Und auch aus der heutigen Betrachtung heraus erscheint das Geschehen immer noch äußerst hart und setzt dem Zuschauer zu. Dazu trägt auch die musikalische Untermalung des Szenarios bei, entsteht hier doch ein ziemlich krasser Kontrast. Hält man sich nämlich die Thematik und diverse Passagen vor Augen, dann erscheint einem die größtenteils eher fröhliche Musik doch fast schon makaber. Man sollte also besonders auf die Kleinigkeiten achten, die diesem Meilenstein des Genres seine ganz spezielle Wirkung verleihen, die auch sehr nachhaltig im Kopf des Betrachters hängen bleibt.


Fazit:


Es ist im Prinzip vollkommen egal, wie man den Klassikern des Genres gegenüber steht, aber Filme wie "The last house on the Left" waren absolut prägend und boten zur damaligen Zeit etwas Revolutionäres. Natürlich sind die meisten Filme der heutigen Zeit insbesondere im Bezug auf explizite Gewaltdarstellungen weitaus härter gestaltet, können jedoch in den seltensten Fälle die Dynamik-und Intensität der Originale erreichen.


9/10

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