Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Partnerreview: Amputiert – Der Henker der Apokalypse (1975)
BeitragVerfasst: 28. Sep 2013, 06:35 
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6 Freunde betätigen sich in ihrer Freizeit als Amateur-Höhlenforscher, die allerdings auch von alten Berkwerkstollen angelock werden. Auf einer ihrer Exkursionen geraten sie in einen alten Gang, der hinter ihnen zusammenbricht. Nach 10 Tagen des “Eingeschlossenseins” sind alle Männer am Rand des Wahnsinns. Hunger und Durst machen sie zu menschlichen Bestien – sie losen um einen ARM ! In höchster Verzweiflung begehen sie diese Amputation – doch kurz danach hören sie Geräusche eines Bergungstrupps … nach Monaten des Vergessens an diese schrecklichen Ereignisse beginnt die blutige Rache an jedem Einzelnen von ihnen ! Das Grauen holt sie ein.

Wenn man sich den deutschen Titel des Streifens so anschaut, könnte man denken: Man hat es hier mit einem reißerischen, brutalen Film zu tun, doch leider verspricht der Titel dem Zuschauer mehr als er halten kann. Regisseur Thomas S. Aldermann nahm sich dem Drehbuch an, dies war sein erster und auch letzter Versuch hinter der Kamera, aus welchem Grund auch immer? Denn nur am Film kann es nicht gelegen haben, zwar ist er eine Mogelpackung im gewissen Sinne, hat aber dennoch ein paar Qualitäten zu bieten, die man in manch anderen Produktionen gänzlich vermissen tut.

Amputiert, ist ein Revenge – Slasher Film, allerdings der etwas zahmeren Art und Weise, aber die Verpackung der Thematik gepaart mit Kannibalismus unter Menschen in Notsituationen ist gut gewählt und inszeniert worden. Das Grundgerüst von Amputiert ist nicht neu erfunden worden, ein Mensch nimmt Rache an seinen Peinigern, und dies einer nach den anderen, und allesamt auf die gleiche Art und Weise, im Prinzip fügt er ihnen den Schaden zu, den auch er erleiden musste.

Eine Gruppe von Amateuerhöhlenforschern unternimmt eine Expedition in einen unterirdischen Trakt und wird durch einen Erdrutsch verschüttet. Die Nahrung wird langsam knapp und die Männer überlegen sich was sie unternehmen können um nicht zu verhungern, da niemand weiß wann sie befreit werden und ob sie überhaupt jemals wer finden wird. Sie beschließen durch ein Losverfahren sich gegenseitig nach und nach Gliedmaßen abzutrennen um dessen Fleisch zu essen um nicht zu verhungern. Als der erste Arm abgetrennt wurde, ist die Gruppe entdeckt und befreit worden. Nach einigen Jahren bekommt einer der Gruppe durch einen Boten ein Paket zugesandt, mit dem Inhalt eines abgetrennten Armes. Die Gedanken an das Erlebnis von damals werden dadurch wieder aufgewärmt, und die Angst in der Gruppe wächst wieder aus Angst auf Rache.

Amputiert ist ein zahmer Slasher Streifen, die Szenen in denen der Akteuren die Arme abgehackt werden, geschehen im Off und der Zuschauer erblickt lediglich das Resultat der Amputation, und diese wirkt leider auch manchmal etwas plastisch und einfach dargestellt. Jedoch baut Amputiert eine gewisse Spannung und Atmosphäre auf, die nur gelegentlich etwas in die Länge gezogen und unnötig durch Dialoge gestreckt wird. Die Geduld des Zuschauers wird in Amputiert sehr beansprucht, aber wer Sitzfleisch bieten kann, wird mit einem guten Finale und einer Wendung entlohnt werden.

Die schauspielerischen Leistungen der Darsteller sollte man nicht allzu hoch ansiedeln, hier fällt keiner sehr positiv wie auch negativ auf, die meisten sind und waren bestimmt nur Laiendarsteller, dies merkt man vor allem an gewissen Stellen, da die Mimiken doch sehr gekünstelt ausschauen und nur wenig Realismus beim Zuschauer erwecken. Hier hätte ein Besuch einer Schauspielschule vielleicht Wunder bewirkt. Aber musikalisch kann Amputiert sehr gut punkten, die Synthiesounds die sehr sleazig daher kommen, können der Spannung und der Atmosphäre viel beisteuern, die Sounds und Notenklänge sind fast ständig im Einsatz und wiederholen sich nur selten. Sie wurden vor allem stimmig zu den jeweiligen Bildern eingesetzt und nerven nicht im Geringsten.

Amputiert gibt es auf VHS und DVD, auf DVD sogar von verschiedenen Labels, da wären 84´Entertainment, cmv Laservision, Inked Pictures und Savoy Film. Mir lag die VHS Version von „Starlight“ vor, die laut Angaben ungeschnitten sein soll, auch wenn Amputiert ungeschnitten ist, so ist er sehr unblutig. Trotzdem war Amputiert auf der Index Liste und wurde 2009 wieder von der Liste genommen.

Die DVD´s sollen ein gutes, klares Bild liefern, nur wenige dunkle Szenen seien unscharf und undeutlich, der Ton ist Mono und nur wenig Bonusmaterial sei mit drauf. Fazit: Für Revenge – Slasher Fans ist Amputiert ein guter Geheimtipp. Und für Trash Fans sowieso, daher gibt es in auch von „cmv“ in der bekannten Trashcollection mit der Nummer 28.

Ich gebe Amputiert 7 / 10 abgetrennten Armen

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