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 Betreff des Beitrags: Jack Ketchum – Blutrot (2008)
BeitragVerfasst: 17. Mai 2015, 11:57 
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Autor: Jack Ketchum
Titel: Blutrot (2008)
Originaltitel: Red (1995)
Aufmachung: Taschenbuch
Verlag: Heyne
Seiten: 288
Reihe: Heyne Hardcore


Inhalt:


Avery Ludlow ist alt. Er hat niemanden mehr als seinen Hund Red, mit dem er eines Tages zum Angeln geht. Er ahnt aber bereits Böses, als er das Waffenöl riecht, welches ein geübter Jäger so nie benutzen würde. Dann sieht er sie: Harold und Daniel McCormack sowie Pete Daoust, und Danny trägt eine Schrotflinte bei sich. Erst dachte Avery noch, dass sie ihn ausrauben und an sein Geld wollen, doch dann erschießt Danny Averys Hund Red, der ihm von seiner bei einem Brand ums Leben gekommenen Frau Mary geschenkt worden war. Viele Jahre hatte Av mit Red zusammen gelebt, doch nun ist er tot. Und Avery will, dass die Jungen dafür gerade stehen müssen. Doch er wird von dem Staatsanwalt abgeschmettert. Niemand würde für eine "Sache" so einen Aufriss veranstalten. Und hinzu kommt noch, dass die McCormacks nicht irgendwelche Leute sind: Sie sind brutal und haben Einfluss, und so wird es für Av schwer etwas aus der Familie heraus zu holen.

Die Reporterin Carrie Donnel will Av helfen und einen Beitrag im Fernsehen bringen. Doch auch ihr Sender drängt diesen, wahrscheinlich beeinflusst durch die McCormacks, zurück. Als dann noch die Fensterscheibe mit einer unzweifelhaften Botschaft bei ihm zu Hause eingeworfen wird und sein Laden wie durch einen Zufall kurz darauf mit eindeutig nachweislicher Brandstiftung abgefackelt wird, gibt es für Av nur noch ein Ziel: Er will, dass die McCormacks ihr Verbrechen gestehen und für das Bezahlen, was sie ihm angetan haben.

Wertung:

Insgesamt ein recht knapp geschriebener Thriller, der mal eine etwas andere Thematik behandelt, als es ansonsten der Fall gewesen ist, denn zum einen ist die Hauptperson über 60 Jahre alt und Auslöser der Geschichte war ein Tiermord. Das hab ich so noch nicht gelesen gehabt, weshalb sich hier auf jeden Fall ein Blick hinein lohnt. Die Sprache ist übersichtlich gehalten und wirkt teilweise etwas gerafft. Man hätte es ausformulieren können, aber Ketchum hat wohl bewusst darauf verzichtet. Es ist erst mein dritter Ketchum, weshalb ich nur im Vergleich zu "The Lost" und "Lebendig" sprechen kann. Der Hauptcharakter in Form von Avery Ludlow ist sehr gut gelungen. Es kommen dabei aber nicht nur die Spannungselemente in Bezug auf die Rache an der Tötung seines Hundes gut zur Geltung, sondern auch die Tragödie und Traurigkeit, die Avery wiederfahren war als er seine Frau Mary verloren hatte. Trotz der Kürze des Buches wirkt es hier sehr ausgefeilt. Gerade deshalb ist hier auch nicht von einem reinen Thriller zu sprechen, denn die Spannung an sich ist eher unterschwellig als vordergründig vorhanden.

Vom Klappentext her wirkt es eigentlich so, als wenn der "alte Mann" komplett austicken würde, aber dem ist nicht so. Hier handelt es sich eigentlich um einen wohlüberlegt handelnden Mann, der einfach keinen anderen Ausweg mehr für ein gewisses Gefühl der Genugtuung sieht, und deshalb greift er mit im Vergleich zu anderen Schriftstellern noch harmlosen Mitteln. Das Ganze endet letztendlich fast so, wie ich es erwartet hatte ohne weitgreifende Überraschungen. Das fehlt ein wenig in dieser Geschichte.

Insgesamt grundsolide aber aus meiner Sicht nicht besser als "The Lost" sondern in der Region um "Lebendig". Deshalb auch hier 07/10 Punkten.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Jack Ketchum – Blutrot (2008)
BeitragVerfasst: 17. Mai 2015, 18:29 
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trashig-exploitativer Chef
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Da hatte ich mal vor paar Monaten an einem Samstag Abend auf Eins Festival die Verfilmung von gesehen & die war richtig gut - kann ich dir da auch uneingeschränkt empfehlen Blaine

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