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 Betreff des Beitrags: Richard Laymon - Das Spiel
BeitragVerfasst: 11. Dez 2012, 11:07 
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Autor: Richard Laymon
Titel: Das Spiel (2007)
Originaltitel: In the dark
Verlag: Heyne
Seiten: 450




Die Bibliothekarin Jane findet einen Umschlag auf dem ihr Name steht. Er enthält 50 Dollar und die Aufforderung an einem Spiel teilzunehmen. Als Belohnung für jede erfolgreich gelöste Aufgabe würde sich die Gewinnsumme verdoppeln. Und Jane beginnt die Anweisungen in den Briefen zu befolgen.

Die ersten Aufgaben sind noch recht harmlos, doch schon bald merkt man dass der "Master of Games" ungewöhnliche und auch gefährliche Situationen forciert. Mit jeder Nacht steigt das Risiko für Jane, doch sie ist vom Spiel gefesselt und macht immer weiter. Einerseits schrecken sie die Gefahren zwar ab, aber das Geld reizt sie ungemein und sie brennt darauf zu erfahren wer der Master of Games ist. Und so riskiert sie weiterhin ihr Leben bis es unerträglich wird und es zum Showdown mit "MOG" kommt.



Dieses Buch hat mir echt Angst gemacht - Angst dass ich meine Haltestelle verpasse und zu spät zur Arbeit komme :-D Wie "Island" ist "Das Spiel" unheimlich fesselnd und spannend bis zur letzten Seite. Es ist mir echt schwer gefallen es zur Seite zu legen.

Mit Jane hat Laymon einen faszinierend realistischen Charakter geschaffen. Einerseits hat sie Angst und würde am Liebsten vor den Aufgaben weglaufen, doch das Geld reizt sie mindestens so sehr wie ihre Neugier. Dabei lernt sie unbekannte Seiten an sich selbst kennen, die sie einerseits faszinieren, andererseits aber auch abstoßen. Ihre Entscheidungen sind so wunderbar nachvollziehbar: das Gefühl von Stärke mit einer Waffe in der Hand oder dass sie erregt ist bei dem Gedanken sich einem Unbekannten nackt zu präsentieren..

Vor jeder neuen Aufgabe fiebert man mit Jane mit. Was wird es diesmal sein? Manchmal sind die Aufgaben harmlos und man ist fast schon enttäuscht über den Verlauf der Geschichte. Doch schon die nächste Aufgabe schockt dermaßen dass einem der Atem stockt. Aber man kann einfach nicht aufhören weiter zu lesen..

Die ganze Story über habe ich mich gefragt: wie weit würde ich gehen? Und ich kann diese Frage nur so beantworten: ich weiß es nicht! Mir würde es wahrscheinlich so gehen wie Jane. Bei der Menge an Geld wäre auch ich bereit einiges auf mich zu nehmen, aber ob ich so weit gehen würde wie sie? Ich hoffe nur ich komme nie in die Verlegenheit auf die Probe gestellt zu werden..


Mein Fazit: 9 von 10 Punkten

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Es kotzt mich an, dass ich nicht Leben kann, wo ich will
Es kotzt mich an, dass ich nicht tragen kann, was ich will
Es kotzt mich an, dass ich nicht sein kann, wie ich will
Es kotzt mich an, dass ich nicht sagen kann, was ich will


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 Betreff des Beitrags: Re: Richard Laymon - Das Spiel
BeitragVerfasst: 12. Dez 2012, 23:34 
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Super Buch hat, hat mir sehr gut gefallen, ich glaube nur das Ende war ein wenig strange ?!

Auch lange her, wo ich das Buch gelesen habe, bekommt aber auch aus der erinnerung raus, eine 10/10.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Richard Laymon - Das Spiel
BeitragVerfasst: 23. Aug 2015, 17:16 
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Anfangs ist noch alles ganz harmlos, als Jane Kerry, eine junge Angestellte in der örtlichen Bücherei, einen Umschlag mit ihrem Namen drauf findet. Der Inhalt: 50 Dollar und eine Anweisung, die Jane auch befolgt. Das Ergebnis: 100 Dollar und eine weitere Anweisung. Die geschriebenen Zeilen sind unterzeichnet mit MOG - Master of Game. Und Jane lässt sich darauf ein- Bereits der Bibliothek lernt sie dabei Brace kennen, der ihr dabei zur Seite steht. Und der Betrag verdoppelt sich Mal für Mal, doch was anfangs noch ein harmloses Spiel mit harmlosen Aufgaben ist, entwickelt sich nach einer Weile zu einem gefährlichen Erlebnis für Jane, die sogar bereit ist Kopf und Kragen zu riskieren, nur um bei dem Spiel weiter dabei zu sein. Dabei scheut sie auch nicht Dinge, die sie normalerweise nicht für Geld getan hätte. Und als Brace sie verzweifelt darum bittet aus dem Spiel auszusteigen, erkennt Jane die Gefahr nicht wirklich und verhält sich wie ein Junkie, denn mittlerweile ist sie süchtig nach dem Spiel, und dabei verliert sie aus den Augen, dass der Einsatz irgendwann sehr hoch ist: Ihr eigenes Leben.

Wertung:


Mal wieder ein Buch, welches sich aufgrund seiner Art und Weise recht zügig und leicht hintereinander weg lesen lässt, denn Laymon versteht es hier ausgezeichnet ein gewisses Interesse an der Fortführung des Spiels entstehen zu lassen, auch wenn die Idee seit SAW nicht mehr ganz neu zu seien scheint, denn auch da ging es ähnlich zur Sache, wenngleich der Aufbau ein ganz anderer war. Die Hauptperson ist dabei anfangs durchaus sympathisch und auch ihr Freund Brace macht eine gute Figur und fügt sich sehr gut in den Kontext ein. Nicht so ganz gelungen hingegen ist MOG, der mehr oder minder anonym bleibt, und gerade am Ende, wenn die Auflösung kommt, ist diese leider etwas halbherzig, wenngleich es nochmals Überraschungsmomente gibt.

Beim Lesen lässt einen das Buch auf jeden Fall nicht mehr los. Es ist aber nicht das Beste Buch von ihm, was ich gelesen habe, denn es rangiert etwas hinter "Die Familie" oder auch "Das Loch". Nippel gibt es hier auch wieder einige, was bei Laymons Werken einfach auffällt. Dieses Mal ist es aber nicht so nervig, wie bei anderen Storys. Insgesamt bietet "Das Spiel" durchaus lesenswerten Stoff ohne besonders originell zu sein, kann aber durch seine zusammenhängende Erzählweise überzeugen. Wenn das Ende etwas besser geglückt wäre, dann hätte das Buch etwa gleichauf mit den anderen Werken liegen können. So gibt es 07/10 Punkten, was durchaus über dem Durchschnitt ist, aber nicht an Laymons Bestform heranreicht.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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