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 Betreff des Beitrags: William R. Forstchen – Tag des Zorns (2015)
BeitragVerfasst: 11. Sep 2015, 10:38 
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Autor: William R. Forstchen
Titel: Tag des Zorns (2015)
Originaltitel: Day of Wrath (2013)
Aufmachung: Taschenbuch
Verlag: Festa
Seiten: 224
Reihe: Festa Crime


Inhalt:


Bob Peterson ist Lehrer an der hiesigen Schule, zu welcher auch seine Tochter Wendy geht. Und die Einwohner hier ahnten nichts Böses, als sich IS-Terroristen zu mehreren Schulen im Land Zugang verschafften und die Schüler sowie Lehrer hinrichteten. Keine Vorderungen, keine Verhandlungen. Von Syrien aus war dies als Anschlag geplant. Doch nicht nur die toten Kinder sollten die Bevölkerung erschrecken, denn, wie der Kalif vorhergesehen hatte, machen sich bei den ersten Meldungen tausende Bürger in den Staaten auf zu den Schulen. Es kommt zu einer Massenpanik und zu verstopften Highways, so dass der zweite Angriffstrupp der Terroristen leichtes Spiel hat auch die Eltern zu töten. Die Polizei setzt alles daran die Terroristen zu stoppen. Und im Inneren der Schule versucht ein verzweifelter Vater alles, um seine Tochter zu retten. Doch seine Frau ist bereits auf die Weg zur Schule, und man ahnt bereits, dass das nicht gut enden kann...

Wertung:

Dieses Buch ist von der Thematik her (leider) brandaktuell, denn heute erschien in meinem Spam-Fach "IS will Geiseln verkaufen". Dabei ist natürlich für den Amerikaner antürlich die IS das Feinbild Nummer 1. Da scheint es nur logisch, dass diese den Gegenpart auf der "bösen Seite" hier übernehmen. Die Geschichte an sich ist logisch aufgebaut und zwar fiktiv aber im Ganzen die Wahrscheinlichkeit nicht Null, dass es solches Szenario auftauchen könnte. Dabei geizt Forstchen nicht mit Brutalitäten, auch wenn das natürlich nichts mit klassischen Horrorelementen zu tun hat, aber die Szene auf dem Dach ist schon harter Tobak.

Sehr gut gelungen ist die Betrachtungsweise der Charaktere, denn wohingegen sich einige Autoren in der heutigen Zeit nur darauf beschränken eine persönliche Erzählweise bezüglich des Hauptcharakters zu wählen, werden hier selbst kilometerweit entfernte Personen beleuchtet. Das finde ich sehr gut gelungen, da Forstchen auch hier versucht einen Eindruck in die Gedankenwelt der anderen zu geben. Dabei ist der Vorwurf des "braunen Gedankengut" geradezu absurd, denn er sagt weder, dass dies auf alle Araber zuträfe noch richtet sich seine Aussage gegen die gesamte arabische Welt. Im Gegenteil, denn in kleinem Anteil im Buch selbst spricht er auch die zu unrecht angegriffenen Einrichtungen an, die nur aufgrund des Terroranschlags Opfer von zivilen Angriffen wurden. Es ist natürlich ein gewisser Nationalstolz vorhanden, und das merkt man hier diesem Werk auch an, aber wenn in der heutigen Zeit mehrmals Terroristen eine Attacke gegen normale Einrichtungen fahren (World Trade Center, Pentagon, Moskauer Theater, Boston-Marathon, Charlie Hebdo, Amoklauf im Zug in Belgien, Sprengung eines Nachtclubs auf Bali, Zugattentat in Spanien, Boku Haram Massaker, Anders Behring Breivik), dabei sind hier nicht explizit Islamisten angesprochen, ist es als Leitmotiv eines Romans so leid es mir tut auch legitim, eine solche Gruppe als Feinbild darzustellen. Das hat dabei weder was mit "braunem Gedankengut" noch was mit "Rechtsextremismus" zu tun, sondern spiegelt einfach das momentane Feinbild der Vereinigten Staaten wieder. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass Forstchen natürlich eher zu den Konservativen gezählt werden kann und als Militärhistoriker sich mit solchen Fragestellungen von berufswegen her lange beschäftigt hat. Er hätte auch die Hamas als Verursacher heranziehen können, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Szenario in dieser Art und Weise entwickeln könnte, ist vergleichsweise gering.

Insgesamt gefällt mir dieser Roman recht gut. In kleinen Abschnitten wirkt er etwas trocken, aber aufgrund seiner Kürze von knapp über 200 Seiten ist er recht gut zu lesen. Im Vergleich mit "One Second After" ist zwar weniger Inhalt vorhanden, aber Forstchen schafft es dennoch in gleicher Weise zu überzeugen. An Punkten gibt es von mir 07/10.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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