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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Der Herr der Ringe - Die Gefährten SEE (2001)
BeitragVerfasst: 20. Dez 2012, 23:47 
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Der Herr der Ringe - Die Gefährten
( The Lord of the Rings - The Fellowship of the Ring)
mit Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen, Sean Astin, Liv Tyler, Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Orlando Bloom, Hugo Weaving, Sean Bean, Noel Appleby, Marton Csokas, Christopher Lee
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: J R R Tolkien (Roman) / Fran Walsh
Kamera: Andrew Lesnie
Musik: Howard Shore
FSK 16
Neuseeland / USA / 2001

Nach seinem 111. Geburtstag entschließt sich der Hobbit Bilbo Beutlin schweren Herzens, einen magischen Ring an seinen Neffen Frodo zu übergeben. Der große Zauberer Gandalf betraut Frodo mit der Aufgabe, den Ring in das Reich des nach der Herrschaft über Mittelerde strebenden Magiers Sauron zu bringen. Dort soll er ihn im Magma des Schicksalsberges vernichten. So macht sich Frodo in Begleitung von Gandalf, seinen Hobbit-Freunden, einem Zwerg sowie menschlichen und elbischen Gefährten auf die gefährliche Reise.


Die Herr der Ringe - Trilogie dürfte wohl so ziemlich das Imposanteste darstellen, was die Filmgeschichte bisher herausgebracht hat. Peter Jackson hat sich mit seiner Interpretation der literarischen Vorlage von J R R Tolkien schon jetzt einen festen Platz im Film - Olymp reserviert, den ihm so schnell auch niemand streitig machen wird. Schon der erste Teil "Die Gefährten" ist als absolutes Meisterwerk zu bezeichnen und bei der Ansicht des Filmes mag man kaum glauben, das Jackson seine Wurzeln im Horror-Genre hat, das er mit Kultfilmen wie "Bad Taste" und "Braindead" nachhaltig geprägt hat. Der mittlerweile zum Star-Regisseur aufgestiegene Neuseeländer hat hier ein wahres Fantasy-Epos geschaffen, das nicht nur in seinem Genre als unerreicht gelten dürfte, denn diese Trilogie hat schon jetzt ihren festen Platz in der Filmgeschichte. "Die Gefährten" bietet dem Zuschauer einen absolut perfekten Einstieg in eine Geschichte, die man kaum besser hätte in Szene setzen können. Der größtenteils in Neuseeland gedrehte Film bietet dabei fantastische Locations, die einem wirklich das Gefühl verleihen, sich in einer fiktiven Fantasy-Welt zu befinden. Atemberaubende Bilder und ein perfekt in Szene gesetzter Kontrast zwischen Gut und Böse sorgen dabei für die ideale Grundstimmung, um diesen Film auch richtig genießen zu können. Jackson verzichtet dabei im Prinzip gänzlich auf Grauzonen, es gibt eine strikte Trennung zwischen schwarz und weiß, so das für den Betrachter von Beginn an die Fronten geklärt sind. Dabei wird der Lebensraum von Menschen, Hobbits und Elben als farbenprächtiges Land dargestellt, wohingegen das Land der Orcs (Mordor) als extrem dunkler-und düsterer Lebensraum dargestellt wird, in dem es augenscheinlich überhaupt keine Helligkeit gibt.

Dieser erste Teil bietet hauptsächlich eine sehr ausführliche Einführung in die komplexe Geschichte, durch zeitliche Rückblenden zu Beginn bekommt man einen Überblick darüber, wie es überhaupt zur gegenwärtigen Situation kommen konnte. Desweiteren werden die Hauptcharaktere vorgestellt, wobei Jackson sich viel Freiraum genommen hat, diese dem Zuschauer näher zu bringen. Die Symphatiewerte sind fast zwangsläufig sehr schnell vergeben, ganz automatisch schlägt man sich auf die Seite von Frodo und seinen Freunden, die Mittelerde vor der Vernichtung bewahren wollen. Diese schier unlösbare Aufgabe erfordert eine Allianz sämtlicher Völker, um gegen die Übermacht des Bösen bestehen zu können. So bilden sich dann auch "Die Gefährten", die den kleinen Hobbit Frodo auf seinem beschwerlichen Weg zum Schicksalsberg begleiten sollen, in dem er den mächtigen Ring vernichten soll. Trotz einer ausführlichen Einführung erscheint dieser erste teil zu keiner Zeit auch nur annähernd langatmig, denn selbst die kleinsten Zahnräder greifen hier perfekt ineinander über und jede einzelne Einstellung ist absolut notwendig, damit dieser grandiose Film seine faszinierende Wirkung entfalten kann.

Meiner Meinung nach ist es absolut notwendig, die Langfassung des Werkes anzuschauen, denn ein Laufzeit-Unterschied von gut 30 Minuten ist schon eine ganze Menge, zumal die Erweiterungen der SEE auf jeden Fall sinnvoll-und sehenswert sind. Sehenswert ist auch genau das richtige Stichwort, denn allein schon in optischer Hinsicht bietet dieser Film alles was man sich für ein Fantasy-Epos nur wünschen kann. Angefangen mit den perfekten Schauplätzen und den brillanten Kostümen, kann das Werk auch mit herausragenden Effekten aufwarten, so das auch das hohe Budget von geschätzten 93.000.000 $ als gerechtfertigt angesehen werden kann. Im Gegensatz zu etlichen anderen Filmen ist das Endergebnis diese Summe jederzeit wert, bis ins kleinste Detail ist in jeder einzelnen Einstellung eine Perfektion zu verspüren, die dem Geschehen etwas absolut Einzigartiges verleiht. So kann man sich auch unmöglich der Faszination dieser Geschichte verschließen, die einen schon nach wenigen Minuten gepackt hat und bis zum Ende nicht mehr loslässt. Ganz automatisch taucht man tief in die Ereignisse ein und gerät dabei förmlich in einen sogartigen Rausch, der einen fast schon zu einem Teil der Geschichte macht. Der Fantasie des Betrachters sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt und gerade bei der ersten Sichtung dieses Filmes entsteht eine Art Zustand, als wenn man sich zusammen mit den Gefährten auf die beschwerliche Reise begibt, um Mittelerde vor dem drohenden Untergang zu bewahren.

Obwohl der Film als Ganzes absolut imposant umgesetzt wurde, sind es ganz besonders die Schlachten zwischen Gut und Böse, die mehr als nur beeindruckend dargestellt werden. Durch herausragende Kamera-Fahrten bekommt man immer wieder einen außergewöhnlichen Eindruck darüber, wie viele Statisten hier mitgewirkt haben. Dabei ist es prinzipiell vollkommen egal, ob es sich um fantastische Nahkämpfe oder aber die Kameraeinstellungen geht, die einen Eindruck über die jeweilige Truppenstärke beider Seiten gibt. Auch die Mischung aus eher ruhigeren Phasen der Geschichte-und actionreichen Kampfeinstellungen ist absolut perfekt gewählt und sorgt für einen zu keiner Zeit stockenden Erzählfluss des Geschehens. Um das von Haus aus brillante Gesamtbild noch besser zur Geltung zu bringen, hat Jackson eine Darsteller-Riege verpflichtet, die sich wirklich sehen lassen kann. Stars wie Viggo Mortensen, Christopher Lee, Orlando Bloom oder auch Elijah Wood geben sich die Klinke in die Hand und überzeugen durch die bank durch herausragendes Schauspiel. Dies sind allerdings nur 4 Beispiele, ist "Die Gefährten doch bis in die kleinsten Nebenrollen herausragend besetzt und lässt in diesem Punkt keine Wünsche offen. Den letzten offenen Aspekt zur absoluten Perfektion schließt dann letztendlich die Filmmusik von Howard Shore, die sich den jeweiligen Situationen grandios anpasst. Teils wuchtig-und bedrohlich, um die Ohren dann wieder mit herrlich einschmeichelnden Tönen zu verwöhnen, wurde auch hier alles richtig gemacht, so das man im Endeffekt nur von einem wahren Meisterwerk der Filmgeschichte sprechen kann, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.


Fazit:


Schon der erste Teil der Trilogie lässt einen erahnen, welch imposantes Gesamtwerk Peter Jackson hier geschaffen hat. Sicherlich hat jeder Zuschauer seinen ganz eigenen Lieblingsteil, jedoch unterscheiden sich die einzelnen Filme qualitätsmäßig in keinster Weise. Im Prinzip sollte man sowieso das Gesamtwerk bewerten, doch auch jeder einzelne Teil hat grundsätzlich lediglich die uneingeschränkte Höchstnote verdient.


10/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Herr der Ringe - Die Gefährten SEE
BeitragVerfasst: 31. Dez 2012, 18:52 
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Ein genialer Film, der aber trotz seiner exzellenten Verfilmung, für mich der schwächste der Trilogie ist.

Der Film ist im übrigen nur in der Extended-Version zu empfehlen, da alles andere teilweise mit Logiklücken aufwartet.

Als Verfechter des geschriebenen Wortes hat mich der Film durch die Darstellung von dem Verhältnis Hobbits zu den "Großen" schon begeistert. Auch die Umsetzung der Nazgúl oder auch der Flucht durch die Wälder über die Furt sind nur einige Highlights, da bei Letzgenanntem die Verfolgung zu Pferde richtig gut zur Geltung kommt. Von den Specials-Effects waren die "Wasser-Pferde" natürlich exzellent. Auch die Darstellung der Elben hat mich in ihren Bann gezogen, auch wenn dies erst in späteren Teilen wirklich prägnant war.

Bei diesem war es zum einen die Episode in Lothlorien, die einfach nur schön ist. Aber dennoch zeigt der Film auch das eher Grausame und kalte Antlitz der Elben, die nach und nach Mittelerde verlassen. Weiterhin sehr gut ist die Darstellung von Moria (samt Eingang und der Brücke von Kházád-Dúm). Die Düsternis kommt gut zur Geltung und auch die Effekte, die durch den Balrog von Morgoth durch seine Flammen erzeugt werden, konnte hier auch mich überzeugen.

Die Rollenbesetzung ist bei den Hobbits vielleicht ein klein wenig zu weich ausgefallen. Ian Holm macht einen richtig guten Job als Bilbo Beutlin und auch Samweis Gamdschie ist eine gute Wahl durch Sean Bean gewesen. Merry, Pippin und leider auch Frodo sind nicht ganz so gut besetzt, wie sie es vielleicht hätten sein können. Vielleicht macht es auch ein weing die Darstellung. Bilbo und Samweis wirken ein wenig "schmutziger", um es mal so zu formulieren, und ich finde, dass das einfach besser passt.

Was ich richtig schade finde, ist die Tatsache, dass man eine meiner Lieblingsepisoden entfernt hat: Der alten Wald mit Goldbeere und Tom Bombadil, dem alten Weidenmann, der die Hobbits versucht zu verschlingen, und vor dem Tom Bombadil die Hobbits erst durch seinen schier lieblich-leichten Gesang retten kann. Außerdem gibt's dort auch Hügelgräber und auch Schwerter von diesen Hügelgräbern. Wurde leider ein wenig abgeändert, aber alles im Rahmen. Wahrscheinlich wäre der Film einfach zu lang geworden, aber man hätte das schon als Alternative Extendend Special Sonstwas rausbringen können.

Dagegen kommt sehr gut die Fahrt auf dem Anduin, dem großen Strom, auf dem Weg zum Amon Hen rüber. Vor allem die Königsstatuen von Gondor zeigen ein prunkvolles, geradezu graziöses Abbild eines sterbenden Königreiches, mit einem Truchsess an seiner Spitze.

Eins muss ich noch erwähnen: Die Darstellung des Rings. Geäfllt mir aufgrund der Tatsache, dass diese ganzen Drehbewegungen und die Anziehungskraft, die von dem einen Ring ausgeht, gut auf den Zuschauer übertragen werden. Auch die Geräuscheffekte bzw. Stimmen der Nasgúl, die er erzeugt bzw. beinhaltet, passen wie Faust auf's Auge.

Die Landschaft, in der der Film entstanden ist, passt auch wunderbar. Musikalisch ist mit Howard Shore ja auch einer am Start, der es vermochte die perfekte Musik zu dem entsprechenden Film zu kreieren.

Abschließend gibt es deshalb für den ersten Teil 10/10 Punktenm auch wenn ich mir in Ansätzen an einigen Stellen etwas anderes bzw. mehr vom Original gewünscht hätte.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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