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 Betreff des Beitrags: Doctor Who (1963)
BeitragVerfasst: 16. Sep 2013, 12:02 
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Der erste Doctor in Doctor Who

1963 wurde eine Serie geboren, die heute als langlebigste Science-Fiction-Serie aller Zeiten bezeichnet werden kann. Ich werde versuchen, diese (fast) 50 Jahre zusammenzufassen und natürlich meine eigene Meinung dazu mit einfließen lassen.

Vorweg: Meine erste Folge „Doctor Who“ habe ich im deutschen TV gesehen. Damals spielte Sylvester McCoy den Doctor und ich empfand die Serie als sehr merkwürdig aber sehenswert. Als 2005 die Serie „wiederbelebt“ wurde, verfolgte ich sie mit großem Interesse und als Folge davon wollte ich auch die Original-Folgen sehen (und zwar alle), die vorher gesendet wurden. Allein die Original-Serie (vor 2005) bietet 26 Staffeln mit etwa 700 Einzelepisoden. Eine Herausforderung! Eine sehr große, wie sich herausstellen sollte, da nicht alle Folgen bis heute erhalten sind. Die BBC hat leider seinerzeit eine Menge Material vernichtet und einige Episoden (so um die 100) sind heute nicht mehr erhältlich. Es gab zum Glück die Firma „Loose Cannon“, die eine Menge dieser verschollenen Episoden restauriert hat, aber dort ist es nur die Audio-Spur mit Fotos und (teilweise) Untertiteln, die die Handlung beschreiben.

Weitere Anmerkung: Dieser Review wird mehrere Teile beinhalten und ich gehe chronologisch vor. Jeder Teil wird einen Doctor und die jeweiligen Episoden bis zum Schauspieler- bzw. Doctor-Wechsel beschreiben (allerdings nur sehr kurz - zu viele Episoden für detaillierte Inhaltsbeschreibungen). Da das ein Mammut-Projekt ist und ich ein Review starte, nachdem ich die Folgen gesehen habe, kann es etwas dauern, bis der nächste Teil kommt. Ich werde Doctor für Doctor alle Folgen begutachten und nach jedem Wechsel ein Review schreiben. Dafür bitte ich um Verständnis. Ach ja, da ich Beschreibungen der Folgen gebe (wenn auch nur kurz), sind natürlich jede Menge Spoiler enthalten - anders kann man ein Review wohl auch nicht gestalten.


Los geht’s: Der erste Doctor wurde von William Hartnell gespielt. Die erste Folge ging am 23.11.1963 auf Sendung. Um das Ganze etwas einfacher zu gestalten, werde ich im Folgenden lediglich die Titel der zusammenhängenden Episoden nennen. In diesem ersten Fall ist das „100,000 B.C.“ - bestehend aus vier Einzelepisoden mit etwa 25 Minuten Laufzeit. Da diese Folgen nie (bzw. erst sehr spät) synchronisiert wurden, werde ich hier und auch in den kommenden Folgen immer den englischen Titel angeben.

In der ersten Folge beobachten zwei Lehrer, Barbara Wright und Ian Chesterton, das merkwürdige Verhalten einer 15jährigen Schülerin (Susan) und folgen ihr nach Hause, wo sie auf ihren Großvater und die TARDIS treffen. Der alte Mann stellt sich als Doctor vor und die vier starten die erste Reise mit der TARDIS, die hier schon die üblichen Macken hat - auch wenn der Doctor es nicht wirklich zugibt, hat er keine Kontrolle über das Ziel der Reise. Und so landen die vier im Jahre 100000 vor Christus und dürfen sich mit Höhlenmenschen rumschlagen.

Was sofort auffällt, wenn man die neueren Doctor Who-Folgen gesehen hat, ist, dass der Doctor eine Enkelin und somit Familie hat. War für mich eine interessante Überraschung und diente vielleicht dazu, den Doctor menschlicher erscheinen zu lassen. Auch werden zunächst - bis auf die TARDIS - keine außergewöhnlichen Gadgets vom Doctor benutzt. Man muss sich auch klar sein, dass die ersten Folgen aus den 60ern sind und ein direkter Vergleich mit den neuen Folgen schwer möglich ist. Trotzdem hat der erste Doctor von Anfang an einen gewissen Charme, der ihn sympathisch macht. Ach ja, die TARDIS sieht schon in der ersten Folge wie die bekannte Telefonbox von außen aus.

In der zweiten Folge, „The Daleks“, landen die vier auf einem fremden Planeten. Die gesamte Vegetation ist versteinert und es gibt keine besonderen Lebenszeichen. Nach einer kleinen Erkundungstour finden die vier eine Stadt und der Doctor und Susan werden neugierig. Barbara und Ian hingegen wollen lieber weiter und versuchen, zurück nach Hause zu gelangen. Der Doctor trickst die beiden aber aus und gibt vor, die TARDIS sei defekt und er brauche etwas Quecksilber, um wieder starten zu können. Also statten die vier der Stadt einen Besuch ab und treffen auf deren Einwohner, die Daleks. Wie sich herausstellt, gab es einen Krieg zwischen den Daleks und einer anderen Völkergruppe des Planeten, den Thals. Letztere sind schon lange des Kriegs überdrüssig und friedliebende Einwohner, die im Verlauf der Folge den Daleks ein Friedensangebot machen und Lebensmittel bringen. Tja, die Daleks wollen das Treffen natürlich nutzen, um die Thals ein für allemal zu „exterminieren“. Um es kurz zu machen, der Doctor und seine Gefährten schlagen sich auf die Seite der Thals, überzeugen diese, sich gegen die Daleks zu wehren und die Folge endet mit der Vernichtung der Daleks.

Ich war überrascht, dass schon in der zweiten Folge die Daleks vorkamen und auch vernichtet wurden. Offensichtlich waren die Daleks hier als Einmal-Gegner gedacht. Auch zeigt sich, dass der Doctor zuweilen etwas schusselig handelt - er baut einen „Fluid-Link“ aus der TARDIS aus als er vorgibt, Quecksilber zu benötigen. Dieses Teil nehmen die Daleks ihm ab und als den vieren die Flucht gelingt und sie wieder an der TARDIS ankommen, stellt der Doctor fest, dass er ohne dieses Teil nicht starten kann. Das führt erst dazu, dass die vier die Thals zum Angriff auf die Dalek-Stadt überreden müssen.

Die ganze Geschichte wurde später (1965, Doctor Who and the Daleks) in einem Film umgesetzt, mit Peter Cushing als Doctor Who. Der Film ist natürlich kürzer als die sieben Episoden der Serie. Außerdem wird Ian Chesterton als eine Art Trottel dargestellt, was das ganze eher humorvoll macht. Und der Doctor, naja, der könnte im Film in der Tat ein Großvater von der Erde sein, sehr vergesslich, was man u.a. daran sieht, dass er Ian’s Namen stets vergisst.

Die nächste Folge, „Inside the Spaceship“, ist mit zwei Episoden sehr kurz gehalten. Im großen und ganzen geht es um Ver- und Misstrauen der vier gegenüber sich selbst. Aus heutiger Sicht würde ich es als Füll-Episode sehen. Allerdings bekommt man viel vom Inneren der TARDIS zu sehen.

Die vierte Folge, „Marco Polo“, ist eine von vielen Folgen, die den geschichtlichen Hintergrund unserer Welt lehren wollen - natürlich mit einer Prise Sci-Fi. Es ist eine von den Folgen, die nur als Audio-Spur mit Bildern verfügbar sind und gibt einen Einblick in die Reisen des Marco Polo.

Folge fünf, „The Keys of Marinus“, ist wieder auf einem fremden Planeten angesiedelt und die vier begeben sich auf “Schatzsuche”. Es gilt, verschiedene Schlüssel für eine Maschine zu finden an unterschiedlichen Orten quer über dem ganzen Planeten. Neben dem klaren Sci-Fi-Element werden aber auch heutige (bzw. 60er) Probleme angesprochen.

Folge sechs, „The Aztecs“, führt uns in die Zeit der Azteken, wo die vier (oder zumindest Barbara) versuchen, den rituellen Menschenopfern Einhalt zu gebieten. Wie der Doctor allerdings treffend bemerkt, kann man die Geschichte nicht so einfach verändern.

Folge sieben, „The Sensorites“, führt uns wieder auf einen fremden Planeten. Aber auch wenn es um Außerirdische geht, spielen wieder menschliche Intrigen die Hauptrolle. Einer der „Sensorites“ möchte gerne an die Macht und ihm ist jedes Mittel recht. Er nutzt die Fremden dazu voll aus und ist auch fast erfolgreich.

„The Reign of Terror“ spielt zur Zeit der französischen Revolution. Wieder eine der Folgen, die aus Tonspur und Fotos bestehen. Als geschichtliche Folge kann man auch hier wieder sehen, wie grausam Menschen doch sein können. Die vier geben sich als Reisende aus und werden prompt unter Beschuss genommen, eingekerkert und zur Guillotine geführt (naja, nicht ganz, sonst wäre die Serie zu Ende gewesen). Politik und Geschichte stehen jedenfalls im Vordergrund.

Damit war die erste Season beendet. Den ersten Doctor würde ich als sehr eigensinnig bezeichnen. Es ist ihm oft egal, was seine Begleiter wollen und er lässt sich nur sehr schwer von seiner Meinung abbringen - was natürlich auch daran liegt, dass er oft Recht hat. Er zeigt aber auch Schwächen und macht Fehler, was die ganze Gruppe manchmal erst in Gefahr bringt. Susan, Barbara und Ian sind ihm aber wichtig und er macht stets alles, um sie aus Notlagen herauszubringen. Von den Begleitern ist Ian oft der aktivste. Er gibt sich stets technisch und geschichtlich interessiert und löchert den Doctor mit Fragen. Zudem muss er sich oft kämpferisch beweisen, was ihm meistens gut gelingt. Barbara bietet neben ihrem geschichtlichen Wissen stets eine gefühlvolle Seite der Gruppe und setzt sich dafür ein, die Lage der besuchten Menschen oder Aliens zu verbessern. Susan, die Enkelin des Doctors, wirkt auch neugierig, hat aber nie so richtig einen festen Platz in der Gruppe. Sie handelt oft instinktiv und verursacht damit Probleme. Für mich ist sie eher eine unnötige Rolle und die Produzenten sahen das wohl ähnlich, da sie am Anfang der zweiten Season aus der Serie verschwindet (siehe „The Dalek Invasion of Earth“ ).

Die zweite Season startete mit der Folge „Planet of Giants“. Für Barbara und Ian eigentlich ein Happy-End - sie sind in ihrer Zeit gelandet - aber es gibt ein kleines Problem: Durch ein Missgeschick sind sie auf die Größe von Insekten geschrumpft worden und müssen u.a. einer Katze entkommen. Mich hat die Folge an „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ erinnert. Sehr humorvoll, aber trotzdem ernst, wenn auch sehr kurz (gerade mal drei Episoden). Der Doctor schafft es zwar zum Schluss, die Normalgröße der Gruppe (und der TARDIS) wieder herzustellen, aber nur durch eine weitere Reise mit der TARDIS, die im London der Zukunft endet - eine düstere Zukunft.

Die nächste Folge, „The Dalek Invasion of Earth“, spielt im 22. Jahrhundert und es gibt ein Wiedersehen mit den Daleks, die in dieser Folge die Erde ins Visier nehmen. Die Menschen werden versklavt bzw. in Robo-Menschen umgewandelt und das Ziel der Daleks ist es, den Erdkern zu zerstören und die Erde in eine Art Raumschiff für ihre Zwecke zu verwandeln. Unsere vier Freunde verhindern das natürlich. Schade ist dabei irgendwie, dass kaum ein Bezug zur ersten Dalek-Episode hergestellt wird, denn dort wurden die Daleks eigentlich schon besiegt und (endgültig) vernichtet. Ab hier wird aber klar, dass die Daleks nicht nur einmalige Gegner waren, sondern noch öfter vorkommen werden. Warum, wird (wie gesagt) nicht geklärt. Und auch hier werden die Daleks zum Schluss besiegt und es gab einen weiteren Film mit Peter Cushing als Doctor Who (ausgestrahlt 1966, Daleks’ Invasion Earth: 2150 A.D. ). Auch in diesem Film wird die Story nur grob zusammengefasst - mit der Serie als Grundlage - allerdings nicht mit einem trotteligen Ian Chesterton. Es sind zwar auch wieder vier Raumzeit-Reisende, aber Barbara und Ian wurden durch andere Charaktere ersetzt. Insgesamt bietet der Film eine gute Zusammenfassung der Folge.

Oh, fast hätte ich es vergessen - Susan, die Enkelin des Doctors, verlässt hier die Serie. Sie hat sich in einen Freiheitskämpfer verliebt und bleibt zurück. Wie die Schauspielerin in einem Interview sagte, gab es zwar Pläne, den Charakter später wieder zurück zu holen, aber die müssen wohl im Sande verlaufen sein, denn ab hier gab es nur noch den Doctor - ohne familiäre Bindungen. Zudem wird die Rolle von Susan als nicht weiter ausbaufähig beschrieben, wohl der Hauptgrund, weshalb der Charakter zurückbleibt.

In der nächsten Folge, „The Rescue“, wird ein neuer Charakter an Bord der TARDIS gebracht. Vicki wird den Doctor, Barbara und Ian in den nächsten Abenteuern begleiten. Das scheint auch der einzige Zweck dieser zwei Episoden zu sein - ein neuer Charakter anstelle von Susan sollte her und das hat man mit dieser kleinen Folge gemacht.

„The Romans“ führt uns ins römische Reich, zur Zeit des Kaisers Nero. Auch hier steht die Geschichte und Intrigen im Vordergrund. Die Frage, weshalb Nero Rom entflammte, wird hier durch den Doctor erklärt - nicht ganz getreu der Geschichte, aber schön gemacht.

„The Web Planet“ spielt wieder auf einem fremden Planeten. Wer sich schon mal fragte, wie wohl Ameisen gegen Bienen kämpfen würden, kann einen Blick riskieren. Unsere vier Freunde sorgen jedenfalls wieder für Ordnung.

„The Crusade“ führt uns in die Zeit von Richard Löwenherz, der in dieser Folge gerne Jerusalem eingenommen hätte - wenn schon nicht durch Eroberung, dann durch die Vermählung seiner Schwester. Auch hier gibt es nur rekonstruierte Episoden.

„The Space Museum“ führt ins wieder auf einen fremden Planeten und der Doctor und seine Begleiter müssen verhindern, Teil des Museums zu werden. Durch einen Zufall können sie sehen, dass sie als „ausgestopfte Marionetten“ im Museum enden, wenn sie nicht irgendetwas unternehmen - nur was, und ändert dieses „was“ dann auch die Zukunft? Oder führt es zum Ende im Museum? Eine interessante Fragestellung. Angenommen, man wüsste, was man in der Zukunft erlebt und es gefällt einem nicht. Wie würde man es verhindern? Kann man sich sicher sein, dass man es verhindern kann? Für mich eine der bisher besten Folgen der alten Serie. Der Doctor bringt am Ende der Folge ein Gerät aus dem Museum in die TARDIS, eine Art Zeit-Fernseher mit dem man sich durch Zeit- und Ortsangabe die Vergangenheit ansehen kann.

„The Chase“ ist wieder eine Dalek-Folge. Die Daleks jagen dem Doctor und seinen Gefährten in einem eigenen Raum-Zeit-Schiff (quasi eigene TARDIS, aber voll funktionsfähig) hinterher. Dabei landen die vier in verschiedenen geschichtlichen Epochen und auch einer Alptraumwelt, in der Dracula, Frankenstein’s Monster, Geister, usw. auf die vier warten. Da wird nebenbei erklärt, warum die „Mary Celeste“ unversehrt und ohne Mannschaft auf See gefunden wurde - die Daleks waren schuld. Das Empire State Building wird ebenfalls besucht. Der Endkampf findet schließlich auf dem Planeten Mechanus statt, wo die vier einen von den Daleks geschickten Doppelgänger des Doctors ausschalten müssen und auf einen neuen Begleiter, Steven Taylor, treffen. Am Ende der Folge benutzen Barbara und Ian die Zeitmaschine der Daleks, um wieder nach London zurückzukehren. Beide Charaktere verlassen damit die Serie, was sicher sehr ungewöhnlich ist, aber im Verlauf von Doctor Who noch sehr oft passieren wird.

„The Time Meddler“ spielt im 11. Jahrhundert auf der Erde. Der neue Begleiter, Steven, ist immer noch skeptisch, dass die TARDIS durch Raum und Zeit reisen kann. Komischerweise finden sich auch Hinweise darauf, dass moderne Geräte zum Einsatz kommen. Dahinter steckt ein Mönch, der sich als weiterer Timelord entpuppt. Er hat ein neueres Modell der TARDIS und in dieser Folge wird erklärt, dass sich die TARDIS für gewöhnlich der Umgebung anpasst - die TARDIS des Mönchs hat die Form eines steinernen Altars, was perfekt ins Kloster passt. Die TARDIS des Doctors verfügt ebenfalls über einen solchen Tarnmechanismus, der ist aber leider (seit der ersten Folge) kaputt und der Doctor hatte noch keine Zeit für Reparaturen. Der Mönch will jedenfalls einen Vikinger-Angriff mit einer modernen Waffe niederschlagen und „der Geschichte auf die Sprünge helfen“. Er meint, mit ein bisschen Hilfe seinerseits könne es bereits im 13. Jahrhundert Düsenflugzeuge geben. Der Doctor hört das nicht so gerne, denn solche Eingriffe in die Geschichte sind viel zu gefährlich. Also verhindert er mit Vicki und Steven die Pläne des Mönchs und manipuliert dessen TARDIS - das gesamte Innenleben wird durch die Entfernung eines Teils drastisch geschrumpft, was ein Betreten nicht mehr möglich macht. Der Mönch bleibt im 11. Jahrhundert zurück - eine harte Strafe, wie ich finde. Die Folge hat auf jeden Fall Spaß gemacht und die zweite Season sehr schön beendet.

Die zweite Season hat mir etwas besser als die erste gefallen.

In der dritten Season bestehen viele Folgen nur aus Audiospur und Bildern. Gut 90 verlorene Episoden stammen aus Season 3-5. So auch die erste Episode mit dem Titel „Galaxy 4“. Der Doctor und seine Crew landen auf einem fremden Planeten und stoßen auf zwei verfeindete Parteien. Kontakt wird zunächst mit einer Art Amazonen-Siedlung gemacht, wobei sich aber dann herausstellt, dass deren Gesinnung nicht gerade gut ist. Eine typische Folge für „wer ist wirklich gut, wer ist wirklich böse“.

In der zweiten Folge, „Mission to the unknown“, geht es mal wieder um die Daleks. Es ist nur eine Folge und keiner der Hauptcharaktere der Serie kommt hier vor. Die Folge dient mehr als Prolog für eine der kommenden Episoden, was für eine Serie sehr ungewöhnlich ist. Mir fällt jetzt gerade keine Serie ein, die einen Teaser in Folgenlänge bietet...

Die nächste Folge, „The Myth Makers“, spielt zu Trojas Zeiten in Griechenland. Der weibliche Hauptcharakter, Vicki, bleibt in dieser Folge zurück und wird durch Katarina, eine Sklavin, ersetzt.

Die nächste Folge, „The Dalek Masterplan“, ist die bisher längste in der ganzen Serie und umfasst 12 Einzelepisoden, die sich - wie der Titel schon sagt - mit dem Dalek-Thema befasst. Offenbar sahen die Autoren für Katarina keine gute Zukunft voraus, der Charakter stirbt jedenfalls relativ früh, was wohl einen der kürzesten Companions des Doctors darstellen dürfte. Eine neue Begleiterin, Sarah, kommt zwar zwischenzeitlich zur Besatzung dazu, stirbt aber auch im Verlauf der Folgen. Insgesamt führt diese riesige Episode wieder durch mehrere Epochen, unter anderem das alte Ägypten und der „Time Meddler“ - oder zeitreisende Mönch, der in der letzten Staffel zurückgelassen wurde - hat einen weiteren Auftritt. Als Begleiter bleibt am Ende nur Steven übrig.

Die nächste Folge spielt im Frankreich des 16. Jahrhunderts („The Massacre of St. Bartholomew’s Eve“), eine weitere Lektion in Sachen Geschichte und der Tatsache, dass der Doctor die Zeit nicht wirklich verändern kann. Aber eine einzelne Person wird gerettet und deren Nachfahrin, Dodo, wird schließlich an Bord der Tardis genommen.

Weiter geht es mit „The Ark“, wo die Überlebenden der menschlichen Rasse mit Hilfe von den „Monoids“ - Reptilienartigen Wesen - auf einer Art Weltraum-Arche zu einem fernen Planeten Reisen. Ein Schnupfen von Dodo sorgt hier zunächst für Probleme und Infektionen unter den Mitreisenden, kann aber behoben werden. In den letzten Einzelfolgen lernen unsere Zeitreisenden dann über einen Aufstand der „Monoids“ und verhelfen den Menschen zu ihrem Ziel.

„The Celestial Toymaker“ ist eine eher außergewöhnliche Folge, denn der Doctor und seine Crew werden diversen Spielen unterzogen, wobei der Einsatz ihr Leben darstellt und der „Toymaker“ ein eher schlechter Verlierer ist und über fast übernatürliche Kräfte verfügt. Nur durch eine List des Doctors können die drei schließlich entkommen.

„The Gunfighters“ spielt in Tombstone, wo der Doctor für „Doc Holliday“ gehalten wird. Wieder eine Lektion in Sachen Geschichte mit kleinen Veränderungen in Bezug auf den wirklichen Verlauf.

Die nächste Folge, „The Savages“, spielt auf einem fernen Planeten in der Zukunft, wo die scheinbar guten Bürger in Wirklichkeit nur aufgrund der Absaugung der Lebensenergie der sogenannten Barbaren ihre tolle Zukunft ausleben können. Wieder eine „wer ist gut und wer ist böse“ Folge, an deren Ende Steven schließlich zurückbleibt, um beide Parteien zu versöhnen.

„The War Machines“ behandelt das Supercomputer-Thema, dass man schon in Filmen wie „War Games“ oder „Colossus“ sehen konnte (wobei beide Filme viel jünger sind als die Dr. Who Folge). Dodo verabschiedet sich hier und zwei neue Companions, Ben und Polly, betreten die Tardis. Die dritte Season endet auch mit dieser Folge.
In der vierten Season dürfen wir uns dann vom ersten Doctor, William Hartnell, verabschieden (noch nicht für immer, aber das kommt in einem der folgenden Reviews). Zunächst gibt es noch eine Folge, „The Smugglers“, mit ihm. Sie spielt im 17. Jahrhundert und befasst sich mit Piraten - wie fast alle Folgen dieser Season auch nur wieder in Einzelbildern mit Tonspur verfügbar.
Die zweite Folge der vierten Staffel ist ein Höhepunkt von Dr. Who. Hier werden die Cybermen eingeführt! „The Tenth Planet“ bezieht sich dabei auf eine Zwillings-Erde (Mondas), die unter Kontrolle der Cybermen ist und Ben und Polly müssen hier fast im Alleingang unsere gute alte Erde retten, denn der Doctor liegt scheinbar im Sterben und ist auch für zwei Einzelfolgen nicht zu sehen. Am Ende folgt die erste Regeneration des Doctors und William Hartnell wird von Patrick Troughton abgelöst - sehr zur Verwunderung von Ben und Polly.

Hier ein Video-Link zur Regeneration:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Damit ist die Ära von William Hartnell als Doctor Who beendet und Patrick Troughton übernimmt das Ruder. Ich muss gestehen, dass mich die Serie wohl auch in den 60ern gepackt hätte, wenn ich die Möglichkeit zum Zuschauen gehabt hätte. Wie bereits gesagt, es ist eine Science Fiction Serie, aber viele Episoden behandeln geschichtliche Themen und daher bietet diese Serie auch einen lehrreichen Eindruck - teilweise wird der zwar etwas verwässert durch das Auftreten des Doctors und seiner Gefährten, aber das ist bei einer Sci-Fi Serie auch nicht anders zu erwarten. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, die Anfänge des Doctors zu sehen und ich werde die Serie weiter verfolgen, Folge für Folge, auch wenn das teilweise bedeutet, nur Bilder zu sehen und ein Tonband zu hören.

Ich hoffe, dieses Review des ersten Doctors ist einigermaßen gelungen und konnte einen Einblick in eine alte/neue Sci-Fi Serie bieten. Für Anregungen und (konstruktive) Kritik bin ich jederzeit offen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who (1963)
BeitragVerfasst: 16. Sep 2013, 13:35 
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Ja richtig gut leider ist es ja nicht möglich alle Episoden der ganzen Doctoren zu reviewen da ja einige über die Zeit verloren gegangen sind


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 Betreff des Beitrags: Re: Doctor Who (1963)
BeitragVerfasst: 16. Sep 2013, 16:04 
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Warbeast 34 hat geschrieben:
Ja richtig gut leider ist es ja nicht möglich alle Episoden der ganzen Doctoren zu reviewen da ja einige über die Zeit verloren gegangen sind


Das stimmt aber zum glueck gibt es genuegend Folgen. Tja 50 jahre das ist eine zeit. Wenn ich nach denke werden meine Enkelkinder evtel den 100 Geburstag vom Doctor feiern :)


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