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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Hunter (1984 - 1991)
BeitragVerfasst: 28. Okt 2015, 14:52 
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Hunter
(Hunter)
mit Fred Dryer, Stepfanie Kramer, Charles Hallahan, Perry Cook, Garrett Morris, John Shearin, James Whitmore Jr., Bruce Davison, Joe Bucci, Darlanne Fluegel, Richard Beauchamp, John Amos, Rudy Ramos, Ronald William Lawrence, uvm.
Regie: James Whitmore Jr. / Michael Preece / Tony Mordente / uvm.
Drehbuch: Frank Lupo / Terry D. Nelson / Roy Huggins / uvm.
Kamera: James R. Bagdonas / Robert Berry / Frank P. Flynn / uvm.
Musik: Pete Carpenter / Mike Post / Walter Murphy
TV Serie
FSK 12
USA / 1984 - 1991
152 Episoden a 45 Minuten

Sergeant Rick Hunter (Fred Dryer) und Sergeant Dee Dee McCall (Stepfanie Kramer) sind das perfekte Team bei der Mordkommission im Kampf gegen das Verbrechen in Los Angeles. Rick Hunter ist ein knallharter Cop und seine rigorose Art, die Dinge zu regeln, stößt bei seinen Vorgesetzten nicht auf Gegenliebe. Gemeinsam mit der jungen Polizistin McCall ist Hunter in riskanten Ermittlungen unterwegs.


Die goldenen 80er Jahre waren nicht nur ein wahres Füllhorn für unzählige Filme die mittlerweile einen absoluten Kultstatus erlangt haben, denn auch so manche TV Serie erblickte in diesem Jahrzehnt das Licht der Welt. "Hunter" zählt wohl definitiv dazu, denn das kultige TV Format erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit. Das Erfolgsrezept der erfolgreichen Krimi Serie war dabei äußerst einfach, denn wie auch etliche andere TV Kollegen setzte man auf jede Menge Tempo, interessante Fälle, waghalsige Action und in erster Linie auf charismatische Haupt Charaktere. Insbesondere die letzte Zutat trifft in vorliegendem Fall ganz besonders zu, denn Titelheld Rick Hunter ist mit dem Darsteller Fred Dryer absolut perfekt besetzt. Ihm zur Seite steht mit seiner Partnerin Dee Dee McCall (Stepfanie Kramer) eine taffe und junge Polizistin, die gleichzeitig auch ein absoluter Augenschmaus ist.

Gleich zu Beginn der Serie werden von den Machern die eigentlich vollkommen unterschiedlichen Charakterzüge der beiden Hauptfiguren in den Vordergrund gerückt, denn während Hunter sich nur allzu gern einmal über diverse Anweisungen und Gesetze hinweg setzt, zählt McCall doch viel eher zu den korrekten Gesetzeshütern. Gerade diese Unterschiede sind es jedoch, die eine Partnerschaft dieser beiden Figuren so reizvoll macht, auch wenn es fast selbstredend immer wieder Ärger mit den Vorgesetzten gibt. Denn auch wenn das tolle Duo jeden noch so schwierigen Fall löst, liegen die nur allzu oft vorkommenden Methoden der Ermittler den höher gestellten Beamten bleischwer im Magen. In etlichen Fällen sorgt dies aber auch gleichzeitig für jede Menge Situationskomik und obwohl Hunter und McCall in erster Linie für unzählige verschlissene Autos und andere Schäden verantwortlich zeichnen, wissen die jeweiligen Vorgesetzten ganz genau, was sie an diesem "dynamischen Duo" haben. Apropos Vorgesetzte, der zuständige Captain der beiden Draufgänger wird innerhalb der Serie von mehreren Schauspielern dargestellt, was sich vor allem in den ersten Folgen durch mehrere Wechsel bemerkbar macht. Ganz generell legt der Zuschauer allerdings sein Hauptaugenmerk auch nicht auf die unzähligen Nebenrollen, denn das Format lebt ganz eindeutig von der Fokussierung auf seine beiden Hauptdarsteller, die mit Witz, Waghalsigkeit und viel Engagement ihre Fälle lösen.

Leider ist die hübsche Stepfanie Kramer nicht die komplette Serie über mit an Bord, denn während Dryer in sämtlichen Episoden mitwirkt, verließ Kramer schon 1990 nach 130 Folgen das Team. Schöpfer Frank Lupo hat hier jedenfalls eines der langlebigsten TV Formate der 80er Jahre kreiert und eine für die damalige Zeit brillante Mixtur aus Crime, Action und Witz gefunden. Gleichzeitig versuchte man auch den einzelnen Folgen einen möglichst hohen Realitätsgehalt zu verleihen, wobei dieser Umstand aber ehrlich gesagt eher selten zum tragen kommt. Das ist aber keinesfalls als negative Kritik anzusehen, denn "Hunter" funktioniert unheimlich gut und bietet durch die Bank absolut erstklassige Unterhaltung, die man sich auch in der heutigen Zeit immer wieder gut anschauen kann. Neben der Jagd nach immer neuen Kriminellen hat das Ermittler Duo es auch des Öfteren mit Fällen zu tun die sie persönlich betreffen, stellvertretend dafür sei nur die Doppelfolge "Rape and Revenge genannt, die übrigens nie im deutschen fernsehen gesendet wurde.

Diesem Aspekt hat nun aber endlich das Label Tiberius Films Abhilfe geschaffen, denn die schon erschienenen Einzel Staffeln, wie auch die hier besprochene Komplettbox enthalten wirklich sämtliche 152 Episoden der Serie. Sat 1 hat damals nämlich lediglich 126 Folgen ausgestrahlt und die nicht gezeigten Fälle liegen nun endlich vor. Zwar sind diese nur mit dem englischen Originalton und dazu gehörigen deutschen Untertiteln enthalten, aber ehrlich gesagt stört das nicht weiter. Hauptsache ist doch schließlich, das man nun endlich die wirklich komplette Serie zur Verfügung hat, da nimmt man auch gern einmal diverse Episoden in englischer Sprache in Kauf. Wie schon bei "Hardcastle und McCormick" hat Tiberius Films die Komplettbox in Form einer Zigarettenschachtel veröffentlicht, in der neben den 42 DVD's auch noch einige Postkarten, sowie ein Episodenführer beiliegen. Diese Aufmachung mag sicherlich einmal mehr nicht jeden Geschmack treffen, wobei sie mir persönlich sehr gut gefällt. Ist sie doch zweckdienlich, spart jede Menge Platz und ist gleichzeitig auch ein nicht unwesentlicher Aspekt dafür, das man die komplette Serie in einem äußerst guten Preis-Leistungs Verhältnis anbieten kann. Ich bin jedenfalls mehr als zufrieden und freue mich riesig, das ich eine meiner Lieblingsserien nun endlich in ihrer vollständigen Pracht sehen kann.


Fazit:


"Hunter" ist ein Stück Fernsehgeschichte, das auch im Laufe der Jahre rein gar nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Es macht immer wieder Spaß, Hunter und McCall auf ihrer Jagd nach Verbrechern zu begleiten, von denen am Ende wirklich jeder sein Fett weg bekommt. "Kult" ist genau die richtige Bezeichnung für dieses Format, das einen in der Jugendzeit immerhin volle sieben Jahre begleitet hat und auch heute noch ebenso sehenswert erscheint wie vor drei Jahrzehnten.


9/10


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