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 Betreff des Beitrags: The Walking Dead (Staffel 2)
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012, 17:00 
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The Walking Dead (Staffel 2)
(The Walking Dead)
mit Andrew Lincoln, Jon Bernthal, Sarah Wayne Callies, Laurie Holden, Jeffrey DeMunn, Steven Yeun, Chandler Riggs, IronE Singleton, Norman Reedus, Lauren Cohan, Scott Wilson, Jane McNeill, Madison Lintz
Regie: Guy Ferland / Bill Gierhart u.a.
Drehbuch: Charlie Adlard / Tony Moore u.a.
Kamera: David Boyd / Rohn Schmidt
Musik: Bear McCreary
keine Jugendfreigabe
USA / 2011

Eine kleine Gruppe Überlebender unter Führung des ehemaligen Hilfssheriffs Rick Grimes durchstreift die von Zombies und diversen Ausschreitungen entvölkerte Provinz Amerikas auf der Suche nach weiteren Überlebenden und Familienmitgliedern. Auf der abgelegenen Farm der Familie Greene findet man vorübergehend Unterschlupf, ohne zunächst zu ahnen, welch grausiges Geheimnis die Greenes in ihrer Scheune hüten. Unterdessen spitzt sich ein Eifersuchtskonflikt zwischen Rick und seinem besten Freund Shane dramatisch zu.


Fiel die erste Staffel der beliebten TV-Serie mit gerade einmal 6 Episoden noch ziemlich spärlich aus, so kann man als Fan nun auf 13 Episoden zurückgreifen, womit Staffel 2 gleich doppelt so lohnenswert erscheint. Doch gerade in diesem Punkt scheinen die Meinungen ein wenig auseinander zu gehen, gibt es doch nicht gerade wenige Leute die eine gewisse Straffung der Folgen bevorzugt hätten. Zu wenig Zombie-Action und dafür fast endlose Dialoge um immer wieder die gleichen Dinge sind dabei die größten Kritikpunkte, die dabei immer wieder zur Sprache kommen. Ich selbst sehe das jedoch vollkommen anders, denn insbesondere der Aspekt das hier die trotz einer schier ausweglosen-und hoffnungslosen Situation die alltäglichen Probleme der Gruppe eingehend beleuchtet werden, drückt die ganz besondere Stärke dieser Serie aus. In einer von Zombies überfluteten Welt sind es doch gerade die zwischenmenschlichen Töne, die ein wenig Normalität aber auch Hoffnung aufkommen lassen, das irgendwann ein besseres Leben möglich sein kann. Und von diesen Tönen gibt es zugegebenermaßen eine ganze Menge und selbstverständlich beanspruchen diese auch eine gewisse Zeit, um angemessen bearbeitet werden zu können. Das dies dabei ein wenig auf Kosten der Action geht, sehe ich gar nicht einmal als negativen Kritikpunkt an, außerdem gibt es doch für die reinen Action-Junkies wohl mehr als genügend Zombie-Filme, in denen man sich fast ausschließlich an Härte-und Brutalität erfreuen kann.

"The Walking Dead" bietet aber viel mehr als das stumpfe SFX-Spektakel, das man gerade aus den neueren Filmen mit Untoten-Thematik her kennt, denn hier geht es doch auch ganz eindeutig darum, einen immer weiter ansteigenden Spannungsaufbau einzubauen, der das Interesse des Zuschauers konstant hoch hält und ihm auch immer wieder neue Wendungen zu bieten, so das sich die Geschichte weiterentwickeln kann. Und das ist den Machern des Formates mit dieser zweiten Staffel absolut herausragend gelungen, die altbekannten Probleme werden weiter vertieft und die einzelnen Charaktere erfahren eine äußerst tiefe Beleuchtung, was dem Ganzen insgesamt gesehen sehr viel Qualität verleiht. Einige Aspekte wie beispielsweise die Differenzen zwischen Rick und Shane werden auf die Spitze getrieben und eskalieren am Ende sogar in soweit, das eine endgültige Lösung für das Problem der beiden Männer gefunden wird. Diese ist zudem vollkommen logisch und passt absolut perfekt in das Gesamtbild. Das es sich dabei durch die gesamte Staffel zieht ist meiner Meinung nach sogar absolut notwendig, bietet doch insbesondere dieser Punkt immer wieder Reizpunkte, der auch den Rest der Gruppe betrifft und diese dabei auch in verschiedene Lager spaltet. Davon lebt das Szenario und die dabei entstehenden Spannungen kann man förmlich spüren. Die gesamte Zeit über hat man das Gefühl auf einem Pulverfass zu sitzen, das jeden Moment explodieren kann. Bis es jedoch endgültig soweit ist, vergeht eine geraume Zeit und das ist auch gut so. Wäre das Problem zu einem früheren Zeitpunkt aus der Welt geschafft worden, wäre irgendwie die Luft raus gewesen und das gesamte Format hätte darunter gelitten. So aber hing dieser Handlungsstrang die ganze Zeit über wie ein Damoklesschwert über den Ereignissen, was jederzeit für äußerste Spannung und eine knisternde Grundstimmung gesorgt hat, die man kaum dichter hätte gestalten können.

Absolut unerlässlich ist auch das Ausscheiden diverser Hauptfiguren wie auch die Einführung neuer Gesichter. Gerade Ersteres ist im ersten Moment sicherlich bedauerlich, hat man doch im Laufe der Zeit zu jeder einzelnen Person einen Bezug hergestellt. Dennoch ist der Verlust lieb gewonnener Charaktere notwendig, um dem geschehen auch immer wieder neue Impulse zu verleihen. Außerdem wäre es auch ziemlich unglaubwürdig, wenn keiner der Helden den Untoten oder anderen Dingen zum Opfer fallen würde und gerade in diesem Aspekt beinhaltet "The Walking Dead" eine seiner größten Stärken. Auch die neu eingebauten Figuren entpuppen sich als wichtiger Baustein im Gesamtbild und präsentieren sich gleichzeitig als starke Sympathieträger, die frisches Blut in die Geschichte einfließen lassen.Neue Bande werden geknüpft und aus anfänglichen Differenzen entwickelt sich eine teils neue Gemeinschaft, die in der Zukunft ganz sicher noch für etliche interessante Serien-Kost sorgen wird. Nun gestaltet sich diese Box bestimmt weitaus dialoglastiger als Staffel 1, doch die Thematik entpuptt sich auch immer komplexer und beinhaltet etliche Nebenerzählstränge, die allesamt perfekt ineinander fließen und das Gesamtbild extrem interessant erscheinen lassen. Zudem gestalten sich die Passagen ohne Action jederzeit als absolut sehenswert und es entstehen meiner Meinung nach überhaupt keine Längen. Es werden jederzeit wichtige Themen bearbeitet, jede einzelne Folge bietet immer wieder Neuerungen und bearbeitet gleichzeitig wichtige Punkte, die erst ganz am Ende dieser Staffel eine Klärung erfahren. Manch einem mag das nicht genug sein, doch insgesamt gesehen gibt es auch genügend Action zu sehen und gerade zum Ende hin wird noch einmal aus allen Rohren gefeuert, so das jedem Fan das Herz im Leibe vor Freude hüpft.

Letztendlich ist die Weiterführung der Geschichte mehr als nur gelungen und für mich handelt es sich hier um ein echtes Serien-Highlight, das seine Stärken nicht ausschließlich in expliziten Gewaltdarstellungen sucht. Vielmehr handelt es sich um eine ausgewogene Mischung, bei der auch der menschliche Aspekt nicht zu kurz kommt. In der komprimierten Form eines Zombie-Films legt man das Hauptaugenmerk ganz bestimmt viel mehr auf die Anzahl der Splatter-und Gore-Effekte und das ist auch vollkommen in Ordnung, in einer hoffentlich langlebigen Serie muss man ganz andere Prioritäten setzen, um das Ganze auch über einen langen Zeitraum interessant erscheinen zu lassen. Dieser Punkt kommt bei "The Walking Dead" besonders gut zur Geltung, wodurch wohl auch der sensationelle Erfolg dieses Formates zu erklären ist. Das man nicht immer den Geschmack aller Zuschauer trifft ist keine sonderliche Überraschung, denn wenn man will, findet man immer etwas zum kritisieren. In meinen Augen ist dieses Format als fast perfekt zu bezeichnen, denn auch die vorhandenen Effekte sind als grandios zu bezeichnen und unterstützen nur noch mehr den herausragenden Gesamteindruck, den man von dieser TV-Serie gewinnt.


Fazit:


Wusste schon die erste Staffel voll zu überzeugen, so wird mit der zweiten noch einmal die Qualität gesteigert. Gorehounds werden das wohl etwas anders sehen, doch ich empfinde den vorhandenen Härtegrad als vollkommen ausreichend und die enthaltenen Szenen sind teilweise ganz schön derbe-und wuchtig. Am meisten überzeugt jedoch die Weiterentwicklung der Ereignisse, denn hier ist jede Menge Spannungs-Potential vorhanden, das auch hervorragend ausgeschöpft-und umgesetzt wurde.


9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: The Walking Dead (Staffel 2)
BeitragVerfasst: 30. Aug 2015, 16:08 
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Zweite Staffel auch in Rekordgeschwindigkeit abgearbeitet. Gefällt mir ebenfalls besser als die erste, gerade weil die zwischenmenschlichen Beziehungen hier mehr im Vordergrund stehen und man so einiges über die Charaktere lernt. Richtig richtig gut und nur zu empfehlen. Die Effekte haben sich übrigens deutlich gegenüber der ersten Staffel gesteigert. Einziger Nachteil ist mal wieder ein riesiger Cliffhanger, und da ich die dritte Staffel noch nicht besitze, wird dieser auch noch eine Weile andauern. Als Wertung gibt es von mir 10/10 Punkten.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: The Walking Dead (Staffel 2)
BeitragVerfasst: 31. Aug 2015, 13:40 
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Die erste Staffel mit ihren 6 Folgen ist ja auch eher der Einstieg, sozusagen zum "schmackhaft machen" *gg*
Mir gefällt die 2 ebenfalls sehr gut, obwohl viele sagen, sie sei etwas zu ruhig und mit wenig Tempo ausgestattet.
Allerdings nur Zombiegedöns wäre ja auch schnell langweilig, zumindest im Serienformat. Die hier eingeführten Charaktere
waren sympathisch, allein Hirschel als Gegenpart zu Rick ist interessant angelegt. Bin gespannt wie Dir die 3 und
die folgenden Staffeln gefallen werden. Wünsche schonmal viel Spass ;)

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I don't think runnning will save you.


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