Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 13:00 
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O-Titel: Blutschrei der Verdammten
Herstellungsland: D
Erscheinungsjahr: 2013
Darsteller: u. a. Andreas Resing, Thomas Kercmar, Philipp Pögeding, Sandra Schmidt, Patrick Stengel, Adele Zeiner, Jochen Taubert, Kai Lichtenberg, Bernd Veltscholten, Christian Witte, Michael Angenendt, Benjamin Krumme
Regie: Jochen Taubert
FSK: ungeprüft


Inhalt:

Vorneweg muss ich sagen: Ja, ihr seht richtig, Blaine rezensiert einen Jochen Taubert Film, und dass, obwohl ihr meine Meinung zu diesem Regisseur mittlerweile kennen dürftet.

Der Thron des Henkers wird von zwei Amazonen flankiert. Er ist fett. Und dann macht er sich über beide her. Aber er hatte das alles nur geträumt...

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Der Henker kommt zum Fürsten um mit ihm Glücksspiel zu treiben. Normalerweise hat er kein Glück, und erst verliert er einen Beutel Münzen, doch dann gewinnt er eine Konkubine des Fürsten. Der Henker nimmt diese an einem Halsband mit. Der Sohn des Fürsten soll gerufen werden. Er soll dafür sorgen, dass sein Mädchen wieder zu ihm zurück gebracht wird, und das, obwohl er nicht unbedingt als zuverlässig in solchen Belangen gilt. Die Frau wehrt sich gegen den Henker, doch sie hat keine Chance und wird einfach an der Leine weiter geführt.

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Die Dorfbewohner schütteln den Kopf bei der Frage, ob sie das Mädchen des Fürsten gesehen haben. Deshalb muss er sich vorerst mit anderen seiner Frauen vergnügen. Seine Knechte werden zusätzlich von einer mysteriösen Krankheit heimgesucht, die sie in Zombies verwandelt, und jeder, der gebissen wird, mutiert ebenso zum Zombie, denn der beerdigte Knecht steigt wieder aus seinem Grab und macht sich über den Totengräber her. Sie kreuzen die Wege des Henkers, doch dieser kann die Gestalten blutig niedermetzeln.

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Der Sohn des Fürsten entdeckt den Henker und seine Beute im Wald. Er greift den Flüchtigen an, dich dieser kann den Sohn des Fürsten vorerst außer Gefecht setzen. Der Fürst ist nicht gerade erpicht über die Leistungen seines Schützlings, weshalb ein weiterer Mann auf die Suche geschickt wird. Dieser wird ebenfalls von Zombies angegriffen. Erst wehrt er diese blutig ab, doch dann wird er tödlich erwischt. Die Kreatur richtet sich im Anschluss selbst.

Der Henker marschiert unaufhörlich weiter. Deshalb muss der Fürst nun selbst auf die Jagd nach ihm gehen. Doch auf der Flucht kann sich die Beute des Henkers losreißen. Und sie kann ihn mit einem Stein niederschlagen. Dann zieht sie ihm die Kapuze vom Kopf. Aber sie flieht nicht, denn sie erkennt, dass der Henker gar nicht so böse ist. Sie verbindet seine Wunden und geht. Doch der Sohn des Herzogs, gefangen in einer Moorfütze, ruft um Hilfe, und die Konkubine des Fürsten kommt ihm, zu Hilfe. Und sie befreit ihn aus seiner Situation. Doch der Fürst taucht auch auf, und die Dame wird gefangen genommen. Sie soll zurück an des Fürsten Hof gebracht werden.

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Der Henker sieht die Prozedur mit an. Als sie ein Gebäude betreten, taucht er auf, und will auf die Garde des Fürsten losgehen. Doch der Fürst wirft ein vergiftetes Messer nach ihm und kann ihn dadurch in die Flucht schlagen. Die Gefangene wird vom Fürsten vergewaltigt. Der Henker berappelt sich wieder und geht auf eine Mühle zu. Die Besitzer wollen diese vor ihm verteidigen, doch durch ein Missgeschick sind auf einmal alle ausgeknockt.

Als der Henker wieder zu sich kommt, kann er nur an eines denken: Das Mädchen vor dem Fürsten zu retten, und so macht er sich dran, die Zombies und auch den Fürsten auszuschalten...

Wertung:

Ihr wisst, wie ich über Jochen Taubert denke, und deshalb ist das, was jetzt kommt, umso überraschender, denn ich fand den Film echt gut! Aber der Reihe nach: Die Story ist superdünn, denn was soll man schon bei einer solchen Geschichte rausholen. Eine Frau wird entführt, obwohl sie eigentlich ein Gewinn beim Glücksspiel war, und allerlei Leute machen sich auf den Weg diese zurück zu bringen, bis schlussendlich der Fürst selbst aktiv wird. Das war es an Story, aber das ist hier durchaus ausreichend. Dabei sind natürlich die Zombies richtig deplaziert, aber das macht hier eigentlich nichts, denn dadurch wird der Gore-Faktor extrem gesteigert, und die Effekte sind teilweise richtig gut gemacht. Wenn es allerdings mehr als reines Blut wie z. B. ein Blitz des Hexers sein soll, dann merkt man dem Ganzen doch sein eher günstiges Budget an.

Die Schauspieler bestehen mehr oder minder aus dem Taubert-Standart-Stab, da sie in allerlei möglichen Filmen auftauchen. Schauspielerisch gibt es hier auch nur wenig zu meckern, zu meinem eigenen Erstaunen. Auch Sprache, Requisiten und Kostüme passen sich der mittelalterlichen Zeit an, in welcher der Film angesiedelt ist. Dabei fallen solche Details wie ein Webstuhl in dem Mittelalterlichen Dorf durchaus positiv auf. Was negativ angemerkt werden kann in diesem Zusammenhang ist der Erzähler. Das ist inhaltlich als auch textlich und von der Art der Darstellung absolut zum Film passend und eigentlich eine gute Idee. Die Intonation des Ganzen lässt allerdings zu Wünschen übrig, weshalb man hier ein ums andere Mal den Eindruck hat, dass hier jemand einen Text abliest, der nicht oft laut liest und somit nicht in der Sache geübt ist.

Die Kameraarbeit möchte ich hier wieder positiv hervorheben. Diese ist passend zu den Szenen sehr gut gemacht und wirkt in Anteilen sogar besser als ein normaler deutscher Fernsehfilm, und das war bei Taubert bei weitem nicht immer der Fall. Das Bild ist dabei in Ordnung, wenngleich man manchmal einfach den Eindruck hat, dass es ein wenig zu hell ist, und das ist nicht auf die Tageszeit bezogen. Die Musik ist sehr passend für das Setting gewählt worden, und nimmt schon fast epische Ausmaße an. Lediglich die Geräuscheffekte sind geringfügig zu übertrieben laut bzw. deutlich gemacht worden, was entweder signalisiert, dass man den Film selbst nicht so ernst nehmen sollte (man denke da nur an die "Schnick-Schnack-Schnuck-Szene") oder weil es einfach der Stil des Regisseurs ist.

Deshalb bin ich mehr als positiv überrascht, aber bei einem Euro konnte ich nicht viel falsch machen, und bin froh, dass ich dem Taubert noch eine Chance gegeben habe. Das heißt allerdings nicht, dass ich im Umkehrschluss zu einem Fan mutiert bin, denn ich halte das, was ich sonst von ihm gesehen habe, einfach für Mist, aber vielleicht bin ich ja auch engstirnig und sollte Filmen wie "Maniac Killer" noch eine Chance geben. Als Wertung bleiben deshalb als normale Wertung 08/10 (und das ist kein Schreibfehler) stehen, und dass unabhängig von Trash-Faktor oder anderen Bonuswertungen, denn dieser Film ist rein vom technischen her gesehen fast nicht mehr der Trashkategorie würdig.

So, habe fertig! :lol22:

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 Betreff des Beitrags: Re: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 13:04 
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8/10?
Das ist krass und ich glaube die bisher beste/höchste Wertung die ich JE bei einem Taubert Film gesehen habe.
Ob ich mir den "Blutschrei" mal antue, steht aber immer noch in den Sternen.
Ich bin da skeptisch, obwohl damals die beiden Maniac Killer Filme mit, die ich mit Kumpels, Bier und Räuchermischung aus den NL "genossen" habe, schon ein unterhaltsamer Spaß waren :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 14:23 
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DanGore hat geschrieben:
8/10?
Das ist krass und ich glaube die bisher beste/höchste Wertung die ich JE bei einem Taubert Film gesehen habe.
Ob ich mir den "Blutschrei" mal antue, steht aber immer noch in den Sternen.
Ich bin da skeptisch, obwohl damals die beiden Maniac Killer Filme mit, die ich mit Kumpels, Bier und Räuchermischung aus den NL "genossen" habe, schon ein unterhaltsamer Spaß waren :D


Auch ich war extrem skeptisch. Und vielleicht wurde ich aufgrund meiner Skepsis nicht enttäuscht. Bin sonst bei Taubert ja auch extremst vorsichtig...

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 Betreff des Beitrags: Re: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 18:10 
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Es gibt keinen Taubert den man so bewerten kann lieber Blaine. Also meine Bitte, mach Schluss mit den Drogen und Hände weg vom Alkohol. :lol22:

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 Betreff des Beitrags: Re: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 18:12 
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hattest du nicht auchmal, ein fast positiv anmutenes Review, zu einen Film aus der Taubertbox geschrieben?

Ich kann mir nicht vorstellen, das er irgendwo auf einmal Talent gefunden hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 18:13 
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Master of Horror hat geschrieben:
Es gibt keinen Taubert den man so bewerten kann lieber Blaine. Also meine Bitte, mach Schluss mit den Drogen und Hände weg vom Alkohol. :lol22:


Genau das war ja bis gestern auch meine Meinung... :alien2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Blutschrei der Verdammten (2013)
BeitragVerfasst: 2. Feb 2014, 18:48 
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HenrX hat geschrieben:
hattest du nicht auchmal, ein fast positiv anmutenes Review, zu einen Film aus der Taubertbox geschrieben?

Ich kann mir nicht vorstellen, das er irgendwo auf einmal Talent gefunden hat.


Kann gut sein, das war dann aber lediglich auf den extrem trashigen Unterhaltungswert bezogen, denn zu echter Qualität fehlt dem guten Jochen definitiv das Talent.

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