Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Die Nonnen von Clichy
BeitragVerfasst: 15. Dez 2013, 18:35 
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O-Titel: Les Démons
Herstellungsland: POR, F, HSP
Erscheinungsjahr: 1972
Darsteller: u. a. Anne Libert, Britt Nichols, Doris Thomas, Karin Field, Cihangir Gaffari, Luis Barboo, Howard Vernon, Alberto Dalbés, Rosa Palomar
Regie: Jesus Franco
FSK: SPIO/JK

Inhalt:


Eien Frau wird auf Hexerei geprüft. Die erste Prüfung ist bereits positiv. Die zweite Prüfung, die Blutung. Eine Nadel wird in sie gestochen, aber sie blutet nicht. Die Prüfung ist positiv. Die dritte Prüfung testet die Empfindlichkeit der Haut auf heiße Flüssigkeiten. Sie ist eine Hexe und die Frau eines Dämons. Ein Scheiterhaufen wird in Brand gesetzt und die Hexe verbrennt. Der Satan wird die Anwesenden von nun an begleiten. Und sie lacht. Ihre Töchter werden sie rächen. Und dann stirbt sie.

Madame De Winter geht zur Eminenz Lord Jeffries. Die Verurteilte hat ein furchtbares Schicksal prophezeit. Der Fluch des Satans wird sie von nun an begleiten. Die Eminenz soll alles über die Frau in Erfahrung bringen. Sie bedankt sich und geht. Die Töchter von ihr sollen gefunden werden und ebenfalls einer Prüfung unterzogen werden.

Eine Nonnen spricht im Kloster von Clichy ein Gebet für die anderen Nonnen. Heute findet das Fest statt. Eine von ihnen geht im Anschluss zur Mutter Oberin, damit sie ihr berichtet, dass ihre Gedanken ganz woanders waren. Es ist der erste Frühling, seit sie hier im Kloster angekommen ist, und sie hat das Gefühl, als wenn der Frühling in sie eindringen würde. Sie bekommt dafür Schläge auf die Finger von der Oberin. Sie hat Träume, zärtliche Träume. Die Oberin hat etwas aus einer der Kammern gehört. Vielleicht ein Stöhnen. Eine nackte Schwester war zu sehen. Vielleicht ist sie von Dämonen besessen.

Madame De Winter kommt ins Kloster und stellt Fragen. Sie möchte mit den beiden Töchtern der getöteten Hexe reden. Sie möchte wissen, unter welchen Umständen die beiden damals ins Kloster gekommen sind. Die beiden Schwestern werden hereingebracht, und sie werden gefragt, ob sie jemals Bezihungen zum Teufel gehabt haben. Doch beide schweigen Madame De Winter zu viel. Deshalb sieht die Madame selbst nach, ob die beiden noch Jungfrau sind. Und Kathrin ist es nicht. Sie werden deshalb überprüfen, ob sie eine Hexe ist. Sie wird in einem Kerker nackt an die Wand gefesselt. Sie soll zugeben, dass sie eine Hexe ist. Ein Foltereisen dient zur Bearbeitung von ihr und zum Hervorbringen der Wahrheit. Und sie schreit. Das Ganze geht solange, bis sie ohnmächtig ist.

Lord De Winter geht in der Nacht nochmals runter in den Folterkeller. Er gibt Kathrin etwas zu Trinken. Er glaubt an ihre Unschuld. Madame De Winter sieht ihren Mann dort unten, doch sie geht ohne etwas zu unternehmen. Als ihr Mann nach oben kommt, sieht er seine Frau noch auf der Treppe stehen. Sie glaubt, dass er Kathrin begehrt. Aber sie ist die einzige Frau, die er leibt. Und als sie in ihren Schlafgemächern ankommen, soll er sie bestrafen. Und das macht er dann.

Am nächsten Morgen soll alles für die Zeremonie des Gottesurteils vorbereitet werden. Sie haben schließlich eine Hexe im Kloster von Clichy entdeckt, dem Kloster der wahren Schwestern. Die Hexen-Prüfungen werden bereits wieder vollzogen. Und Kathrin soll durch das Feuer sterben. Ihre Schwester Margarethe belibt im Kloster zurück. Sie erhält die Informationen von der Oberin. Die Zelle ihrer Schwester ist inspiziert worden. Und die Oberin vermutet, dass auch Margarethe eine Hexe ist, denn in ihr fließt das selbe Blut wie in ihrer Schwester, und das Blut muss vernichtet werden.

Der Astronom Thomas Renfield will ebenfalls das arme Mädchen retten. Er glaubt auch, dass sie unschuldig ist. Er macht Kathrin im Kerker von der Wand los und gibt er etwas zum Anziehen. Sie schleppt sich nach draußen in die Sonne und läuft davon. Margarethe kann nicht glauben, dass Kathrin eine Hexe sein soll. Sie erfleht Beistand vom Herrn. Dann spricht ihre Mutter zu ihr. Sie soll den Tod von ihr rächen. Ihr Vater ist Lord De Winter. So sagt es der Geist ihrer Mutter. Doch dann steht der Dämon in ihrer Kammer, und er erzählt Magarethe, dass er sie in der Kunst der Hexerei unterrichten will. Und dann vergewaltigt er sie.

Kathrin ist weiter im Wald unterwegs. Sie trifft auf einen Maler, der dort lebt. Als sie zusammen bricht, nimmt er sie kurzerhand mit in sein Haus. Sie ist hier in Sicherheit. Sie heult. Sie weiß nicht, was sie tun soll.

Als Madame De Winter in den Folterkeller runter geht, wundert sie sich, dass Kathrin weg ist. Sie geht zur Eminenz. Renfield betrügt ihn. Er fragt sie, ob sie eifersüchtig ist. Renfield ist seit dem Verschwinden von Kathrin ebenfalls verschwunden. Lord Jeffries lässt deshalb nach ihm suchen, und ohne die entflohene Nonne ist dieser ein toter Mann.

Im Kloster läutet eine Glocke. Margarethe wird von der Oberin vollkommen nackt aufgefunden. Es ist ihr egal. Sie spreche, als sei sie vom Satan besessen. Sie erzählt ihr auch, dass der Dämon da war, und dann fasst sie die andere an, wie der Dämon sie angefasst hat. Aber die andere will eher sterben, als dass sie dem Satan diene. Dann verlässt sie überstürzt die Gemächer. Sie ist wie in Trance im Hof unterwegs. Dann klettert sie auf eine Säule und stürzt sich in den Tod. Margarethe läuft davon.

Sie finden Renfield und nehmen ihn fest. Er hat Beihilfe zur Hexerei begangen. Nein, Lord Jeffries irrt sich. Er war immer ein treuer Diener. Also gut. Renfield hat drei Tage Zeit die Hexe zu fangen und damit seine Unschuld zu beweisen. Andernfalls fällt sein Kopf. Margarethe ist ein gutes Stück schon unterwegs gewesen. Dann sieht sie eine Frau in einem schwarzen Gewand. Sie ist eine Dienerin Satans und Margarethe soll ihr folgen. Ein Hauch des Okkulten umgibt die Einrichtung in der kargen Hütte. Sie will ihr die Bedeutung der Rache erklären. Lady De Winter und der Großinquisitor haben schließlich ihre Mutter getötet.

Drei Wochen ist Kathrin schon im Haus des Malers. Er kann durch sie endlich wieder malen. Und er malt auch sie. Dann hört er Reiter herbei eilen. Es ist Renfield. Sie haben Kathrin entdeckt und sie wird gefasst. Der Maler verschwindet. Kathrin wird zwischen zwei Pferde gebunden und muss die Truppe zu Fuß begleiten. Eine Nacht sind sie noch vom Schloss entfernt. Renfield muss die Hexe haben. Er zerrt sie mit nach oben und will sie. Seit seiner ersten Begegnung mit ihr will er sie. Er wird einen Weg finden Kathrin zu retten. Und dann verbringt er die Nacht mit ihr. Wenn sie will, können sie zusammen bleiben. Und dann fliehen sie gemeinsam. Er hat genug Geld und ein paar Bekannte unter den einflussreichen Leuten. Sie dürfen keine Zeit verlieren. Seine eigenen Begleiter räumt Renfield selbst aus dem Weg. Mit Kathrin gemeinsam auf einem Pferd reiten sie davon.

Die Kutsche von Madame De Winter liest Margarethe in einem Waldstück auf. Renfield lässt Kathrin kurz auf seinem Pferd zurück. Er muss ein wenig Geld holen. Doch als er drinnen ist, warten bereits die Wachen der Eminenz auf ihn. Er ruft ihr zu, dass sie fliehen soll, aber er wird selbst nniedergeschlagen und gefangen genommen. Auch Kathrin wird zu ihm in den Kerker gesperrt. Jetzt sieht sie Renfield angekettet an der Wand gegenüber. Er wirkt müde und gebrochen. Der Inquisitor kommt zu ihnen runter. Auf Kathrin wartet die Hölle. Sie sollen Renfield verschonen, aber sie behaupten, dass er ihr Komplize sei. Kathrin wird rauf zur Eminenz gebracht. Sie soll niederknien und den Herrn anflehen. Und sie soll Lord Jeffries bitten, als wäre er ihr Gott. Sie soll alles auf sich nehmen. Als Gegenleistung unterzeichnet er einen Geleitbrief für Renfield, damit dieser verschont wird. Zum Dank für seine Mühe darf der Lord sich mit Kathrin vergnügen.

Am nächsten Morgen läutet die Glocke und Kathrin steht auf. Sie ist allein. Und auch der Geleitbrief ist verschwunden. Die Wachen kommen und bringen sie zurück in den Kerker. Sie wird wieder an die Wand gekettet. Ihr Glück ist allerdings, dass sie am Fest zu Ehren von Madame De Winter teilnehmen soll. Margarethe ist ebenfalls bei der Lady. Die beiden Gefangenen werden zu Madame De Winter gebracht. Margarethe erkennt ihre Schwester. Und sie interessiert sich für die Prozedur, der die beiden unterzogen werden sollen. Diese soll morgen durch Qual zum Tode führen.

Ein Festbankett wird abgehalten. Lord Jeffries ist ebenfalls zugegen. Margarethe und Madame De Winter verlassen kurzzeitig das Gelage. Und sie vergnügen sich miteinander. Dann begreift die Madame, dass Margarethe einer der beiden Schwestern ist. Und diese eröffnet ihr, dass sie wirklich eine Hexe ist, und jeder, der sich mit einer Hexe einlässt, erstarren und lösen sich in Luft auf. Und im Anschluss ist von Madame De Winter nur noch das Skelett übrig.

Margarethe spricht mit Lord De Winter. Sie ist seine Stieftochter. Er unterzeichnet ein Schriftstück, mit welchem Renfield und Kathrin freigelassen werden. Doch dann entdeckt er seine tote Frau. Lord Jeffries erscheint. Alle sind wegen des Verrats am König festgenommen. Und Magarethe macht sich auch an Renfield zu schaffen, und bevor er sich versieht, ist nur noch sein Skelett übrig. Dann begreift Kathrin, dass nicht sie sondern ihre Schwester die Hexe ist und zeigt mit ihrem Finger auf sie. Die Wachen können sie schnappen und die Bevölkerung wird zurückgedrängt. Auch an Magarethe werden die Prüfungen durchgeführt. Alle fallen positiv aus, weshalb sie auf den Scheiterhaufen gebracht wird. Dort hat sie nur noch einen letzten Wunsch. Sie möchte einen Versöhnungskuss von Lord Jeffries erhalten. Und diesen bekommt sie, worauf er sich in ein Skelett verwandelt. Margarethe lacht. Sie werden alle auf entsetzliche Weise sterben, denn der Satan wird sie rächen. Alle weichen zurück. Auch KAthrin ist davon gelaufen. Und auch sie trifft die in schwarz gekleidete Frau, und nimmt ihre Hand. Doch dann geht sie...

Wertung:


Das war ein ganz merkwürdiger Film, der eigentlich eine gewisse Qualität besäße, wenn er denn nicht als "Marketing-Strategie" diverse Sex-Szenen beinhalten würde. Ob das mit der Inquisition und Hexenprüfung wirklich so abgelaufen ist, glaube ich nicht, aber der Film an sich macht zumindest geringfügig nachdenklich darüber, was vor allem den Frauen in dieser Zeit durch die Kirche wiederfahren ist. Allgemein bekannt ist doch da eher die Wasserprobe, wo Hexen in ein Gewässer geworfen wurden, und wenn sie nicht untergegangen sind, waren es Hexen.

Negativ hier fällt auf jeden Fall auf, dass meistens nur ein Schrei aufgenommen wurde, und dieser in den Aufnahmen dann mehrmals wiederholt worden ist. Denn jeder Schrei klingt, vor allem bei den Folterungen gleich. Auch die Synchronisation ist nicht wirklich gelungen. Schauspielerisch gibt es auch nicht viel, was man dort berücksichtigen kann, denn der Film wird doch sehr auf seine Schmuddelszenen reduziert, aber wenn Master schon ein Review zu Orgasmo Nero einstellen kann, dann kann dieses hier auf jeden Fall auch hier stehen :D

Insgesamt ist der Film einfach zu lang und auch einfach zu langatmig als das hier echte Unterhaltung oder gar Spannung auftauchen könnten. Dabei ist das hier die Kost, die man von Jess Franco unter anderem gewöhnt sein dürfte. Man denke da nur an die Woman in Prison Filme. Jedenfalls gehört dieser Film hier in die Sexploiation-Reihe und wahrlich auch in das Untergenre Nunsploitation, weshalb er hier auch aufgeführt wird. Diesen Film muss man nicht sehen. Es gibt schlechtere und aufgrund der Rahmenhandlung gibt es gerade noch so 04/10, aber im Großen und Ganzen ist er doch sehr auf seine Sex-Szenen reduziert, und das lädt hier noch nicht mal zum Schmunzeln ein sondern macht diesen Film in seiner Gesamtheit einfach nur billig.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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