Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Metamorphosis (1990)
BeitragVerfasst: 7. Mär 2013, 15:37 
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Metamorphosis
(Metamorphosis: The Alien Factor)
mit Matt Kulis, Patrick Barnes, Tara Leigh, Dianna Flaherty, Katherine Zomaine, Marcus Powell, Tony Gigante, Greg Sullivan, George C. Colluci, Allen Lewis Rickman, Michael D'Andrea
Regie: Glenn Tatakjian
Drehbuch: Glenn Tatakjian
Kamera: John Corso / Phil Gries
Musik: keine Information
juristisch geprüft
USA / 1990

In einem amerikanischen Labor wird mit Genen von Aliens experimentiert. An Versuchstieren kann man erahnen, was passiert, wenn man mit diesen Zellen in Berührung kommt. Man mutiert zu einem schrecklichen Monster! Als sich bei einem Experiment ein Arzt verletzt, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Langsam aber sicher mutiert er zu einer hungrigen Bestie. Der skrupellose Direktor des Institutes denkt gar nicht daran, die Öffentlichkeit zu informieren. Statt dessen heuert er zwei Männer an, die Mutation zu fangen. Die Töchter des Arztes trauen den unsicheren Aussagen des Chefs nicht und schleusen sich heimlich ins Labor ein, um selbst zu erfahren, was mit ihrem Vater geschehen ist. Doch die Wahrheit hätten sie sich in ihren schlimmsten Alpträumen nicht auszumalen gewagt...


"Metamorphosis" zählt sicherlich nicht zu den Filmen, die durch Innovation und neuen Ideen von sich reden machen, denn die hier erzählte Geschichte hat man so oder in ähnlicher Form schon oft genug zu sehen bekommen. Dennoch offenbart sich dem Betrachter eine recht kurzweilige Story, die eine gelungene Mixtur aus SCI/FI-und Horror darstellt. Wirklich ernst sollte man den Film jedoch nicht nehmen, erscheint das Ganze doch in einem ziemlich trashigen Gewand, was allerdings für einen äußerst hohen Unterhaltungsfaktor sorgt. Schaut man sich nur einmal die Kreaturen an die durch verschiedene Experimente auf den Plan treten, dann kann man sich diverse Schmunzler kaum verkneifen. Die Darstellung der Alien-Wesen erscheint nämlich schon recht primitiv und die anhaftende Künstlichkeit der Wesen ist absolut unübersehbar. Andererseits entfaltet sich so aber ein ganz spezieller Charme, der insbesondere den Freunden des skurrilen Films nicht verborgen bleiben dürfte.

Trotz der Vorhersehbarkeit der Ereignisse entwickelt sich durchaus eine gewisse Spannung, zudem wird das Geschehen von einer sehr ordentlichen-und manchmal sogar etwas bedrohlichen Grundstimmung begleitet, so das man sich im Bezug auf diese Dinge nicht weiter beschweren kann. Viel eher fällt das äußerst schlechte Schauspiel der Akteure ins Auge, ist doch größtenteils ein fast schon extremes Overacting zu beobachten. Für eine Trash-Granate dieser Art ist dies aber andererseits sogar ziemlich passend und fügt dem Szenario eine ordentliche Portion unfreiwilligen Humor bei. Und so sollte der Zuschauer von Beginn an darauf vorbereitet sein was hier auf ihn zukommt, nämlich ein kurzweiliger Genre-Mix, der aber auf keinen Fall an seiner Ernsthaftigkeit gemessen werden sollte, da diese im Prinzip überhaupt nicht vorhanden ist.

Dafür bekommt man jedoch einige nette Passagen geboten, in denen es auch ein wenig blutiger zugeht. Dabei bewegt sich aber alles in einem doch überschaubaren Rahmen, so das es kaum nachzuvollziehen ist, warum dieser Film denn nun indiziert ist. Eine 16er Freigabe erscheint vollkommen ausreichend, denn nach heutigen Maßstäben kommt die Geschichte doch geradezu harmlos daher. Ob Regisseur Glenn Tatakjian sein Werk bewusst unfreiwillig komisch gestaltet hat oder ob die trashigen Elemente dem offenbar geringen Budget geschuldet sind mag man nur erahnen, auf jeden Fall ist hier ein B-Movie entstanden, der dem Zuschauer eine Menge Spaß bereiten kann, wenn man denn seine Freude an teils grotesken Szenarien hat.

Nach filmischen Maßstäben fällt die Bewertung dieser Produktion sicherlich recht niedrig aus, geht man jedoch nach dem reinen Unterhaltungs-Faktor, dann kann man auch gern den ein oder anderen Punkt mehr verteilen. Dafür sprechen auch die größtenteils dümmlichen Verhaltensweisen der Protagonisten und die etlichen Klischees, die reihenweise bedient werden. Das hanebüchene Ende ist dann sogar als absoluter Höhepunkt anzusehen und setzt einen äußerst gelungenen Schlusspunkt für ein wahres Sammelsurium an Skurrilitäten, an denen man sich wunderbar erfreuen kann.


Fazit:


Es muss nicht immer die ganz große Filmkunst sein, denn manchmal reicht es auch vollkommen aus wenn man einfach nur nett und kurzweilig unterhalten wird. Also einfach mal den Kopf ausschalten und sich von den hanebüchenen Ereignissen berieseln lassen, die hier in geballter Form auf einen einprasseln.


6/10

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