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 Betreff des Beitrags: Return of the Moonwalker (2012)
BeitragVerfasst: 22. Mai 2013, 16:12 
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trashig-exploitativer Chef
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Originaltitel: Return Of The Moonwalker

Produktion: USA / Deutschland 2012

Regie: Mike Maria

Darsteller: Nick Andrews, Nouk Baudrot, Claudine Biswas, DeVaughn Nelson, Mike Maria, Michael Rider u.a.

Laufzeit : 89:38 Minuten

Freigabe : FSK 16

Label : CMV Laservision

DVD Veröffentlichung : 10.05.13



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Story :

In L.A. wurde in Michael Jacksons Gruft eingebrochen und seine Hand wurde entwendet.
Verantwortlich für diesen Diebstahl sind die zwei Zwergen-Schergen, die für Graf Cagliostro arbeiten und die Hand zu ihm nach Berlin bringen sollen.
In der deutschen Hauptstadt betreibt der Alchimist einen punkigen Variete-Zirkus, der sich direkt über Adolf Hitlers Führerbunker befindet.
Zwei lesbische Geisterjägerinnen befinden sich in genau diesem Bunker und versuchen mit dem Geist des Führers in Kontakt zu tretten.

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In einem anderem Viertel der Stadt vergnügen sich die amerikanischen Studenten T-Bag, Nico und Obama und zu später Stunde verschlägt es sie in in Lady Sarafina's Domina-Studio.
Nach einer Züchtigungslektion der Berliner Art bekommen die drei Partyfreaks von Sarafina noch Freikarten für den Variete-Zirkus geschenkt.
In einem Voodoo-Ritual gelingt es Cagliostro den „King of Pop" von den Toten zu erwecken und die Studenten als auch die weiblichen Ghosthunter werden Zeuge beim Comeback des Künstlers.
Das Comeback wird aber zum Pop-Fauxpas - mit gebündelten Kräften und als Punk-Clowns verkleidet wollen sie Jacko aus seiner Misere befreien.

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Da der Alchimist mit Hilfe von Jacko die Weltherrschaft anstrebt will er den entflohenen Untoten wieder in seine Hände bekommen.
Eine rasante Odysse des „King of Pop" und der Punk-Clowns, in der sie Moslem-Gangster-Rappern, Punks, Neo-Nazis und dem Grafen im Genick sitzen haben beginnt.....




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Bewertung :


Pünktlich zum 15-jährigem Jubiläum des Labels CMV Laservision wird uns mit RETURN OF THE MOONWALKER die Nummer 100 der beliebten „Trash Collection" präsentiert.
Man kann durchaus sagen, das diese Veröffentlichung repräsentativ für die Reihe steht und das Jubiläum mit RETURN OF THE MOONWALKER würdig gefeiert wird.
Auch wenn der Tod des „King of Pop" nun fast 4 Jahre zurückliegt, könnten die „Die Hard Fans" des Musikers eventuell entrüstet sein und das ganze ein wenig zu ernst nehmen.
Nicht-Fans von Jacko und Liebhaber von geistig umnachteten Trash-Flicks, die auch mal 5 Grade sein lassen kommen bei RETURN OF THE MOONWALKER vollends auf ihre Kosten!

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Wer beim lesen der Inhalsangabe nun denkt man hätte es mit einem in verwackelten, unscharfen Bildern auf VHS gebannten Film eines präpubertären Regieneuling zu tun wird schnell eines besseren belehrt.
Die Qualität der hier eingefangenen Bilder ist nämlich durchaus hochwertig und weit entfernt von billiger, cineastischer Phrasendrescherei!
Das Budget des Films betrug um die 900.000 $ und dies wirkt sich sehr förderlich auf das Gesamtprodukt aus - auch wenn es sich immer noch um einen Trash-Film handelt, ist von der oft bemerkbaren „Campiness" nichts zu verspüren.
Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest, gibt auch die Story von RETURN OF THE MOONWALKER wesentlich mehr her, als man zuerst annimmt - hier wird gezeigt, das Musik verbindet und auch noch so unterschiedlichen Gruppen wie Punks, Neo-Nazis, Moslems und homosexuelle Zwerge vereinen kann.
Als kleines Beispiel mal ein Auszug aus einem Song aus RETURN OF THE MOONWALKER :


„Im black, im white - Im left, Im right.
Im dark, im light - Im Ying-Yang , hemaphrodite.
Dont you see it's all a game - Nazis, Commies all the same.
Left and right are so passe - time is now for the third way."



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Der Score des Films weiß wirklich zu überzeugen, denn hier wurde nicht mal einfach eine Lizenz erworben oder ein Jacko-Double singt bekannte Songs ein.
Die extra für den Film komponierten Songs sind an die Hits des „King of Pop" angelehnt und in vielen finden sich sogar Versatzstücke aus Songs wieder - wie z.B. der prägnante Bass aus „Thriller".
Die songtexte sollten natürlich nicht ernstgenommen werden, aber in Anbetracht das Jacko sich zu Lebzeiten schon zu einer Karikatur seiner selbst degradierte paßt dies besten in den Film.
Stimmlich kann der Interpret der diese Stücke eingesungen hat voll überzeugen und es hört sich wirklich so an als hätte hier der „King of Pop" selbst diese im Studio eingesungen!

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Micheal Rider, der hier den reanimierten Jacko mimt kann auch mit seiner körperlichen Präsenz überzeugen und sieht dem Künstler schon recht ähnlich.
Eventuell wirkt Rider im Vergleich zum Original etwas aufgedunsen - dies wirkt sich aber nicht Negativ aus, da er ja von den Toten auferstanden ist.
Die restlichen Protagonisten im Film wissen auch zu überzeugen und man merkt das sie alle Spaß beim Dreh hatten.
Regisseur Mike Maria, der zuvor schon in FINAL ENGAGEMENT als Darsteller zu sehen war, ließ es sich auch bei seinem Regiedebüt nicht nehmen vor der Kamera zu agieren und bekleidet hier die Rolle des „Cagliostro".
Wirklich genial bei RETURN OF THE MOONWALKER agieren Peter Brownbill (SAVAGE LOVE, JERRY COTTON von 2010) und Uwe Meyer (HERR LEHMANN, ABBUZZE!), die als kleinwüchsige Lederlakaien auftretten - die beiden garantieren dem Zuschauer spaßige Unterhaltung.

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Kameratechnisch kann RETURN OF THE MOONWALKER auch überzeugen und hier wurde in der Nachbearbeitung auch zwei Effekte zurück gegriffen die sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film ziehen.
Zu einem hat man es immer wieder mit artifiziellen Bildstörung zu tun, die dem ganzen eine Touch der beliebten „Found Footage Filme" geben.
Ein andere Verfremdung ist in Form eines Zeitraffers vertretten, was eine vortreffliche Entscheidung war!
Dieser Effekt verleiht dem Film eine adäquate Dynamik und läßt ihn auch abgedreht und Comicartig wirken.

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RETURN OF THE MOONWALKER mag zwar in erster Linie eine trashiger Mix aus Fantasy und Komödie darstellen, kann aber auch mit einigen kritischen Untertönen punkten die eine Parabel zum Leben des wahren „King of Pop" darstellen.
Hier wird unter anderem nämlich auf die schwierige Vater-Sohn Beziehung zwischen Michael und Joseph, seine Liebe zu „Bubbles" und dem Drang die Welt zu einem besseren Ort zu machen hingewiesen.
Somit ist RETURN OF THE MOONWALKER nicht ganz so simpel und unverblümt gestrickt und inszeniert wie es sich anhört.
Sich auf abwertende, plakative Art über den verstorbenen Künstler lustig zu machen wäre auch zu einfach gewesen.
Auch wenn es einige Sprüche und Witze gibt der für den Normalbürger und „Jacko Fan" grenzwertig sind, wurde hier von grenzdebiler Rufschädigung abgesehen.

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Fans der „Trash Collection" von CVM können hier beherzt zugreifen und ihrer Sammlung einen weiteren unterhaltsamen Titel zufügen.
Fans des „King of Pop" sollten das ganze nicht als Leichenfledderei ansehen, sondern als schwarzhumorigen Film der auf unterhaltsame Weise zeigt für welche Werte Michael Jackson zu Lebzeiten gekämpft und gestanden hat!

7,5 von 10 Pailletten-Handschuhen

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Zur DVD :

Wie für die „Trash Collection" üblich kommt auch RETURN OF THE MOONWALKER wieder in einer kleine Hartbox im gewohnter blau-roter Optik daher.
Der Film selbst verfügt über eine tolle Bildqualität und wird im Format 2,35:1 (anamorph / 16:9) präsentiert.
Der Ton ist in Englisch und Deutsch enthalten und beide Sprachen werden jeweils in Dolby Digital 2.0 Stereo und Dolby Digital 5.1 angeboten.
Zusätzlich gibt es auch noch optionale deutsche Untertitel.
Als Bonus auf der DVD befinden sich Trailer in Deutsch und Englisch, eine Teaser, eine Bildergalerie sowie ein verstecktes „Easter Egg" mit sagenhaften 83 Minuten Laufzeit.

CMV Laservision


www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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