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 Betreff des Beitrags: Shark Week - 7 Tage, 7 Haie (2012)
BeitragVerfasst: 18. Apr 2014, 10:22 
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Shark Week - 7 Tage, 7 Haie
(Shark Week)
mit Yancy Butler, Patrick Bergin, Joshua Michael Allen, Bart Baggett, Erin Coker, Frankie Cullen, Valerie K. Garcia, Billy Ray, Meredith Thomas, Robert Matthew Wallace, Eric Scott Wilson, Israel Wright, Josh Williams
Regie: Christopher Ray
Drehbuch: Liz Adams / H. Perry Horton
Kamera: Pedja Radenkovic
Musik: Chris Ridenhour
FSK 16
USA / 2012

Eine Gruppe von Fremden, die sch zuvor noch nie gesehen hat, findet sich auf einer einsamen Insel wieder. Tiburion hat sie dorthin bringen lassen, ein durch und durch größenwahnsinniger Millionär, der als Drogenbaron gut weiter verdient. Er hat ein verrücktes Spiel geplant, in dem die Menschen um ihr Überleben kämpfen müssen: ein perverses Spiel mit Haifischen, das in jeder neuen Runde gefährlicher wird. Während die immer kleiner werdende Gruppe ums Überleben kämpft, überlegt sie, wie sie Tiburion das Handwerk legen kann.


Bei einer Produktion aus der Asylum-Schmiede weiß der Zuschauer eigentlich ganz genau was auf ihn zukommt und sollte von Anfang an keinerlei Erwartungen an einen wirklich guten Film hegen. Vielmehr garantiert das Label doch für unzählige C-Trash Movies, die insbesondere für die Liebhaber des schlechten Geschmacks interessant sein dürften. "Shark Week" macht hier keine Ausnahme und reiht sich nahtlos in die Reihe von Creature-Filmen wie beispielsweise "Sharknado" ein und deutet dabei von der ersten Minute die Richtung an, in die das phasenweise groteske Treiben abzielen wird. Allerdings hat man in vorliegendem Fall den Versuch gestartet, den Tierhorrorfilm mit Elementen der Saw-Reihe zu kombinieren, denn diverse Anlehnungen in der Handlung sind unmöglich von der Hand zu weisen. Was bei Jigsaw hervorragend funktioniert hat, stellt sich hier jedoch als eher hoffnungsloser Versuch heraus, einem skurrilen Geschehen ein wenig Spannung einzuverleiben, denn insgesamt gesehen kann dieser Schachzug dieses Werk von der rein filmischen Seite her auch nicht davor bewahren, als Rohrkrepierer in die Filmgeschichte einzugehen.

Wie eigentlich immer sind es insbesondere die CGI-Effekte, die dem Betrachter ganz besonders ins Auge fallen. Das liegt aber keinesfalls an deren Qualität, denn diese ist definitiv nicht vorhanden. Vielmehr handelt es sich einmal mehr um dilettantische Tricks, die aber gerade durch diesen Umstand zum Highlight einer Geschichte avancieren, die ansonsten kaum etwas Sehenswertes zu bieten hat. Stellenweise überkommt einen dabei das Gefühl, das die Effekte an einem alten Atari Computer erstellt wurden und in so manchen Szenen kann man sich vor lachen kaum halten. Es ist nämlich schon recht faszinierend zu sehen, das in der heutigen Zeit noch filme entstehen, in denen so dermaßen schlechte FX verwendet werden, das es einem fast schon die Tränen in die Augen treibt. In Kombination mit den unsäglichen schauspielerischen Leistungen und den teils äußerst dämlichen Dialogen ergibt sich so zumindest phasenweise eine sehr unterhaltsamer Mix, an dem allerdings lediglich die eingefleischten Trash-Fans ihre helle Freude haben dürften.

Für echte Cineasten dürfte an dieser Stelle vielmehr ein weiteres Paradebeispiel dafür vorliegen, das man nun wirklich nicht jeden Mist auf DVD heraus bringen muss und von der filmischen Komponente her wäre dieser Einwurf auch jederzeit nachzuvollziehen. In dieser Beziehung offenbaren sich nämlich keinerlei Schauwerte, da die Geschichte an sich vollkommen vorhersehbar daher kommt und auch ein echter Spannungsaufbau nicht wirklich zu erkennen ist. Die Motive für das perfide Spiel geben sich auch verhältnismäßig schnell zu erkennen und eine bedrohliche Grundstimmung ist trotz der vorhandenen Thematik im Prinzip überhaupt nicht zu erkennen. Stattdessen sind die Ereignisse mit kaum nachvollziehbaren Handlungsweisen der Protagonisten angereichert, bei deren Ansicht man sich am liebsten die Hände vor den Kopf schlagen möchte. So wird im Wasser mit Stöckchen nach den Haien geworfen um diese zu töten, was aufgrund der gegebenen Situation schon arg an den Haaren herbeigezogen erscheint, den unfreiwillig komischen Eindruck des Ganzen aber eindrucksvoll untermalt. Echter Horror hingegen ist in diesem Machwerk kaum zu erwarten und tritt eigentlich nur bei der Ansicht der guten Yancy Butler immer wieder in Erscheinung. Die gute Frau ist nämlich dermaßen gealtert das man sie nicht auf den ersten Blick erkennen kann.

Insgesamt gesehen sollte man also ganz genau wissen, auf welche Art von Film man sich bei "Shark Week" einlässt, denn der Name "The Asylum" dürfte im Normalfall bei niemendem die Hoffnung auf ein qualitativ hochwertiges Film-Erlebnis schüren. Läuft die Geschichte rein filmisch vollkommen neben der Spur, so dürfte ein jeder Freund des schlechten Geschmacks zumindest teilweise eine Attacke auf die Lachmuskulatur erwarten. Denn in dieser Beziehung kann man sich immer auf die Trash-Schmiede verlassen, was schon etliche andere Produktionen eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Und so sollte man letztendlich auch eine Bewertung dieser Produktion ausschließlich unter den Gesichtspunkten des Trash-Filmes vornehmen, da alles andere schwerlich zu rechtfertigen wäre. Ich persönlich bin durchaus auf meine Kosten gekommen, doch eine Empfehlung kann man wie schon erwähnt nur an eine bestimmte Zielgruppe aussprechen, die ihre Freude am Bodensatz der filmischen Schöpfung hat.


Fazit:


Ein weiteres Mal hat "The Asylum" wieder alles dafür getan, um seinem Ruf als Trash-Schmiede alle Ehre zu machen. "Shark Week" ist genau das was man im Prinzip in jedem Film verteufelt, bezieht aber gerade aus diesem Aspekt seinen ganz besonderen Reiz, der sich allerdings nur dem geneigten Trash-Fan zu erkennen geben dürfte.


6/10 Trash-Granaten


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