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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Strippers vs. Werewolves (2012)
BeitragVerfasst: 31. Okt 2013, 10:29 
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Strippers vs. Werewolves
(Strippers vs. Werewolves)
mit Adele Silva, Martin Compston, Billy Murray, Ali Bastian, Barbara Nedeljakova, Sarah Douglas, Simon Phillips, Martin Kemp, Alan Ford, Charlie Bond, Nick Nevern, Rita Ramnani, Steven Berkoff, Robert Englund, Lysette Anthony
Regie: Jonathan Glendening
Drehbuch: Pat Higgins / Phillip Barron
Kamera: David Meadows
Musik: Neil Chaney
FSK 16
Großbritannien / 2012

Als Stripperin Justice dem aggressiven Kunden in Notwehr einen silbernen Kugelschreiber durchs Auge jagt, ahnt sie noch nicht, dass sie soeben das Oberhaupt einer Werwolfgang erlegt hat. Schwer genug, den Kadaver verschwinden zu lassen. Die Werwölfe durchsuchen derweil ganz London nach ihrem Chef und seinen Mördern. Es dauert nicht lange, bis sie die richtige Fährte aufnehmen. Den Stripperinnen bleibt nur wenig Zeit, den Widerstand zu organisieren. Zum Glück datet eine von ihnen einen nebenberuflichen Okkultisten.


In den letzten Jahren ist es ja schon zur Normalität geworden, das irgendwelche Gruppen gegeneinander kämpfen um dem geneigten Trash-Liebhaber kurzweilige Unterhaltung anzubieten. Ganz egal ob Zombies, Werwölfe, Vampire oder auch die immer wieder beliebten Stripperinnen, sie alle gehen unter dem Deckmantel des Horror-Genres aufeinander los und sorgen so für mehr oder minder skurrile-und blutige Unterhaltung. Auch Regisseur Jonathan Glendening bedient sich nun der allseits beliebten Thematik und lässt in vorliegendem Fall einige Stripperinnen und Werwölfe aufeinander los, was zumindest streckenweise für recht nette Unterhaltung beim Zuschauer sorgt. Leider erscheint die Geschichte dabei nicht gänzlich überzeugend, verwickelt sich das Szenario doch etwas zu oft in diverse Neben-Erzählstränge, was den Ereignissen doch etwas an Kraft nimmt und eher belanglose Dinge in den Vordergrund rückt.

Dennoch beinhaltet "Strippers vs. Werewolves" durchaus seine starken Momente, die sich hauptsächlich in teils schwarzhumorigem Wortwitz und manchmal aberwitziger Situationskomik zu erkennen geben. So lässt sich dann phasenweise auch der typisch britische Humor erkennen, wobei in diversen Passagen jedoch auch eher platter-und abgedroschener Humor zu erkennen ist. Wer hier ein mit viel Blut und Härte angereichertes Szenario erwartet sollte die eigenen Erwartungen gleich zu Beginn auf ein Minimum beschränken, denn sehr viel visuelle Härte bietet die Geschichte nicht gerade. Aufgrund der 16er Freigabe konnte man das aber auch nicht unbedingt erwarten, so das sich die eventuelle Enttäuschung mancher Leute im Rahmen halten dürfte.

Die größte Ernüchterung dürfte sich hingegen bei denjenigen einstellen, die sich den Film aufgrund des Mitwirkens von Robert Englund beschafft haben, denn die Rolle des beliebten Darstellers beschränkt sich lediglich auf einen Kurzauftritt von knapp 4 Minuten, wobei dieser auch erst nach gut einer Stunde zu sehen ist. Doch ehrlich gesagt hat mich "Strippers vs. Werewolves" trotz einiger offensichtlicher Schwächen recht gut-und kurzweilig unterhalten, auch wenn es sicherlich einige ähnlich gelagerte Filme gibt, die als Gesamtpaket weitaus überzeugender daher kommen. Man muss dabei selbstverständlich eine gewisse Vorliebe für äußerst trashige Szenarien haben, denn ansonsten wird man mit diesem Werk nicht sehr viel anfangen können.

Im Endeffekt beinhaltet das Werk von Jonathan Glendening genügend Zutaten für einen witzigen Party-Film den man keinesfalls ernst nehmen sollte. Gewöhnungsbedürftig dürfte für manch einen die manchmal schon zu oft eingesetzte Split Screen Technik erscheinen, denn hier hat es Glendening etwas zu gut gemeint und konfrontiert den Betrachter fast schon inflationär mit dem geteilten Bild, was des Öfteren etwas störend erscheint. Doch trotz der diversen Mankos handelt es sich auf jeden Fall für Freunde des Trash-Filmes um einen sehenswerten Film, aus dem man aber auch ohne Weiteres mehr hätte herausholen können.


Fazit:


"Strippers vs. Werewolves" ist definitiv ein Film, in dem sich Licht und Schatten abwechseln. Etliche durchaus starke Momente werden mit manchmal eher belanglosen Passagen vereint, so das man im Endeffekt zu einem eher durchschnittlichen Gesamteindruck gelangt, was aber selbstverständlich wie immer im Auge des jeweiligen Betrachters liegt.


6/10

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