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 Betreff des Beitrags: Die scharlachroten Reiter (1940)
BeitragVerfasst: 12. Dez 2012, 21:12 
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Die scharlachroten Reiter
(North West Mounted Police)
mit Gary Cooper, Madeleine Carroll, Paulette Goddard, Preston Foster, Robert Preston, George Bancroft, Lynne Overman, Akim Tamiroff, Walter Hampden, Lon Chaney Jr., Montagu Love, Francis McDonald, George E. Stone, Willard Robertson, Regis Toorney
Regie: Cecil B. DeMille
Drehbuch: Alan Le May / Jesse Lasky Jr.
Kamera: W. Howard Greene / Victor Milner
Musik: Victor Young
FSK 12
USA / 1940

Kanada 1885: Die "Northwest Mounted Police", auch die scharlachroten Reiter genannt, sind dazu bestimmt das Land gegen Aufständische zu beschützen. Rebellen unter der Führung von Louis Riel stacheln die unterjochten Indianer auf, einen eigenen Staat zu fordern, weshalb die scharlachroten Reiter diesen Aufstand niederschlagen müssen. Beim Einsatz verliebt sich Sergeant Jim Brett in die Krankenschwester April Logan, die Schwester des Polizisten Ronnie. Ausgerechnet Ronnie ist mit Louvette Corbeau, der Tochter des wegen Mordes gesuchten Jaques Corbeau, liiert Jim Brett hat nun nicht nur die Indianer zum Feind, sondern auch den texanischen Ranger Dusty Rivers, der während der Verfolgung Jaques Corbeaus ebenfalls ein Auge auf April geworfen hat


Wer kennt sie nicht, die berühmte berittene kanadische Polizei, die allein durch ihre knallroten Uniformen ein absoluter Blickfang sind? In diesem tollen Western von 1940, der unter der Regie von Cecil B. DeMille (Die zehn Gebote) entstand, müßen sie sich einem zahlenmäßig weit überlegenem Gegner erwehren und sollen für Recht und Ordnung sorgen. Denn in Kanada gibt es Aufständische, sie sich gegen die britische Regierung auflehnen und ihre eigene Regierung stellen wollen. Dabei sollen auch die Indianer aufgewiegelt werden und so dabei helfen, das es zu einem gewaltsamen Umsturz kommt.

Die hier erzählte Geschichte wurde sehr spannend und interessant in Szene gesetzt und besticht in erster Linie durch ihre sehr farbenprächtigen Bilder, die ungeheuer kraftvoll auf den Zuschauer einwirken. Und das ist längst nicht nur auf die Uniformen der "Mountys" bezogen, denn ganz generell wird man hier mit sehr eindrucksvollen Bildern konfrontiert, die ein absolutes Markenzeichen der Filme aus dieser Zeit sind. Doch auch die ausgewählten Schauplätze sind perfekt gewählt und vermitteln dem Zuschauer das Gefühl, sich wirklich im Kanada des 19en Jahrhunderts zu befinden. Die gesamte Szenerie wirkt sehr authentisch und glaubwürdig und vermittelt extrem gut das Feeling dieser Zeit.

Neben dem Haupterzählstrang des Filmes, der sich um die kriegerischen Auseinandersetzungen dreht, gibt es noch 2 Liebesgeschichten, von denen eine sehr tragische Züge trägt und auch starken Einfluss auf die Geschehnisse nimmt. Dabei stehen die Romanzen aber keineswegs zu sehr im Vordergrund und wirken auch zu keiner Zeit in irgendeiner Art und Weise kitschig. Besonders die Liebe zwischen dem Mounty Ronny und und dem Halbblut Louvette wurde geschickt in die Geschichte eingebaut, ohne übermäßig im Vordergrund zu stehen. Dennoch ist sie sehr wichtig für den gesamten Film und fügt der Story auch eine leicht tragische Note bei, die erst zum Ende hin so richtig ersichtlich wird.

Auch ein leicht humoriger Einschlag ist hier durchaus zu erkennen, der sich insbesondere in einigen der vorhandenen Dialoge bemerkbar macht und dem Film sehr gut zu Gesicht steht. So kann es durchaus passieren, das einem trotz aller Ernsthaftigkeit der Thematik auch so mancher Schmunzler über das Gesicht huscht. Und dann wären da noch die erstklassigen Darsteller der damaligen Zeit, von denen wohl der große Gary Cooper der bekannteste sein dürfte. Seine Darstellung des Texas-Grenzers ist sehr symphatisch und souverän, doch auch die übrigen Akteure liefern hier durch die Bank überzeugende Schauspielkunst ab und tragen so zu einem wirklich tollen Film-Vergnügen bei.


Fazit:


"Die scharlachroten Reiter" ist ein faszinierender und teils humoriger Western, der durch seine ungeheuer kräftigen und farbenfrohen Bilder zu begeistern weiß. Hier wird dem Betrachter von der ersten bis zur letzten Minute kurzweilige und spannende Unterhaltung geboten, die auch nach mittlerweile fast 70 Jahren nichts an Reiz verloren hat. Ein Film, den sich kein echter Western-Fan entgehen lassen sollte.

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