Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: The Butcher 1 & 2 DC (1991 / 2004)
PostPosted: 18. Jul 2013, 18:32 
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The Butcher 1 & 2 DC
(The Butcher 1 & 2 DC)
mit Maik Ude, Boris Klemkow, Arnold Duda, Knut Riechmann, Marco Schröder, Tino Weege, Markus Wilde, Carsten Althoff , Nils Reineke, Nadine Depping, Alana Engel, Marco Schröder, Witaly Kechtler
Regie. Maik Ude
ungeprüft
Deutschland / 1991 / 2004

Teil 1:

Drei Jugendliche meinen einen Aussenseiter Namens Jack erschrecken zu müssen. Versehendlich kommt er hierbei ums Leben. Aber Jack kehrt von den Toten zurück und seine Rache wird blutig sein! Eine grausame Mordserie beginnt!


Teil 2 :

Jack ist zurück, er wird wieder zum Leben erweckt. Fünf Freunde wollen ein Wochenende im Wald verbringen. Aber Sie ahnen nichts davon, dass sie auf den brutalen Massenmörder treffen werden der alle zerstückelt die sich dem Wald nähern.





Teil 1 :


Beim Versuch von 3 Jugendlichen, einen Aussenseiter zu erschrecken, kommt dieser ums Leben. Doch er bleibt nicht lange tot und kehrt von den Toten zurück. Er will sich rächen und eine furchtbare Mordserie beginnt.


Man stülpe einem Jugendlichen ein Bettlaken über den Kopf, lasse ihn durch die Gegend rennen, um sich zu rächen und fertig ist "The Butcher". So oder so ähnlich könnte man wohl die Entstehungsgeschichte dieses Films von Maik Ude bezeichnen.

Dieses Frühwerk von Maik Ude, aus dem Jahre 1991 ist qualitätsmäßig sicherlich im unteren Amateur Bereich anzusiedeln, wobei man allerdings nicht ausser acht lassen darf, das Ude bei der Herstellung des Films gerade mal 15 Jahre alt war. Aber auch genau das merkt man dieser Produktion natürlich sehr stark an, denn eine wirklich zusammenhängende Story kommt eigentlich nicht dabei heraus. Es wirkt alles wie ein zusammengebasteltes Home Video, in dem man mehrere Clips aneinandergereiht hat, es fehlt ganz einfach die Flüssigkeit in der Geschichte.

Aber genau aus dieser Tatsache bezieht "The Butcher" auch seinen Reiz, denn der fast kindliche Charme, der von diesem Werk ausgeht, macht ihn für den Zuschauer interessant. Gerade mit dem Bewustsein, das dieser Film von einem 15 Jährigen hergestellt wurde, fordert doch eine gewisse Art von Respekt ein.

Technisch gesehen ist der Film, wenn man die Messlatte ansetzt natürlich eine mittelschwere Katastrophe, die Bildqualität bewegt sich auf mittelmäßigem VHS Niveau. Ständig laufen Längststreifen über den Bildschirm, die wirklich sehr störend wirken und etliche Passagen sind auch nicht besonders gut ausgeleuchtet. Über den Ton braucht man sich eigentlich nicht zu unterhalten, der ist einfach saumäßig schlecht. Die Dialoge, wenn man sie denn überhaupt so nennen darf klingen sehr dumpf und auch sehr leise. Hier merkt man wirklich sehr stark, das es sich um eine echte Self Made Arbeit handelt.

Auch die SFX sind hier nicht besonders gelungen, man merkt sehr stark, das alles künstlich ist ( vor allem das Kunstblut ). Jede Splatter/Gore Szene wirkt gestellt, man sollte hier in der Beziehung also keine großen Ansprüche haben.


Fazit:

"The Butcher" ist wirklich kein Film für die breite Masse, man muß schon wirklich ein absolutes Faible für Amateur Produktionen haben, um diesem Film etwas abgewinnen zu können. Auch darf man hier keinen Film a la Olaf Ittenbach erwarten, denn zwischen diesem Film und den Werken von Olaf Ittenbach liegen Welten. Wer aber Interesse daran hat, einmal einen Film zu sehen, denn echte Teenager produziert haben, dem kann ich "The Butcher" durchaus empfehlen.




3/10


Teil 2 :


Nach mittlerweile 13 Jahren kam es 2004 zur Fortsetzung von "The Butcher". Jack wurde wieder zum Leben erweckt und streift nun durch seinen Wald, um alles zu töten, was ihm begegnet. 5 Freunde wolllen genau in diesem Wald das Wochenende verbringen, ohne zu ahnen, das der Butcher schon auf sie wartet.


Wenn man diese Fortsetzung betrachtet, dann merkt man schon ziemlich deutlich, das zwischen dem Vorgänger und diesem teil 13 Jahre liegen. Allerdings macht sich das hauptsächlich in technischer Hinsicht stark bemerkbar. Waren bei "The Butcher" noch eine sehr miese Bildqualität und ein extrem schlechter Ton zu bemängeln, so ist das hier definitiv nicht mehr der Fall. Die Bilder sind hier sehr klar und scharf geworden, auch die Kameraführung ist um einiges professioneller, aber vor allem hat man diesen Film auch mit einem durchaus anständigem Ton ausgestattet. In dieser Beziehung merkt man doch, das Maik Ude in den vergangenen Jahren einiges dazugelernt hat.

Die Qualität des Filmes an sich ist allerdings nicht so angestiegen, wie man es sich als Fan von Amateur Produktionen gewünscht hätte. Zwar hat man es diesmal geschafft, das die Story relativ flüssig erzählt wird und es nicht mehr den Eindruck auf den Zuschauer macht, als wenn er es mit einer Aneinanderreihung einzelner Video - Clips zu tun hätte, aber das war auch der einzige wirklich große Fortschritt. Es ist leider nicht dazu gekommen, das Ude es geschafft hätte, in diesem Teil so etwas wie Spannung oder eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen. Das liegt aber warscheinlich zum größten Teil daran, das es auf den Betrachter ganz einfach albern wirkt, wenn dort ein Typ mit einer Art Bettlaken oder Sack über dem Kopf auf Menschenjagd geht. Das ist eher komisch, um nicht zu sagen sehr skuril. So fällt es ganz einfach schwer, den Film richtig ernst zu nehmen und als Splatterfilm zu sehen.

Ach ja, Splatter - und Gore gibt es ja auch noch, wenn auch nicht gerade von der besten Sorte. Man bemerkt zwar, das sich hier Mühe gegeben wurde, aber das allein reicht auch nicht aus, um echte Splatter / Gore Fans vom Hocker zu reißen. Im Gegensatz zum vorherigen Teil ist dieser Punkt zwar auch nachgebessert worden, es wäre aber nach 13 Jahren auch sehr traurig gewesen, wenn dies nicht passiert wäre. Dennoch wirken die Effekte meist ziemlich billig und keineswegs auch nur ansatzweise professionell.


Fazit:

Auch bei diesem zweiten Teil der Butcher Trilogie muß man wirklich Fan von Amateur Produktionen sein, um dem Film einiges abgewinnen zu können. Doch selbst für eingefleischte Fans dürfte der Film nicht über unteres Mittelmaß hinauskommen.




4/10

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