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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Nackt unter Kannibalen
BeitragVerfasst: 27. Nov 2013, 11:37 
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O-Titel: Black Emanuelle und die letzten Kannibalen
Herstellungsland: I
Erscheinungsjahr: 1977
Darsteller: u. a. Laura Gemser, Gabriele Tinti, Nieves Navarro, Donald O'Brien, Percy Hogan, Mónica Zanchi, Annamaria Clementi, Geoffrey Copleston, Dirce Funari, Pierluigi Cervetti, Bona Bono, Maria Gabriella Mezzett
Regie: Joe D'Amato
FSK: ungeprüft

Inhalt:


Eine Nervenheilanstalt. Eine der Patientinnen hat einer Krankenschwester ein Stück der Brust rausgebissen. Sie wird durch den Arzt ruhig gestellt und ans Bett gefesselt. Laura ist dort als Journalistin undercover im Einsatz um einen Bericht darüber zu verfassen. Sie schleicht sich in der Nacht durch die Gänge der Anstalt zu der Täterin. Sie fasst sie an und fängt an sie zu befriedigen. Dann macht sie durch ihre Puppe ein Foto.

Am nächsten Tag bespricht sie sich mit ihrem Chefredakteur. Anscheinend hatte die Schwester mehrere lesbische Beziehungen zu den Patientinnen. Laura hat ein merkwürdiges Symbol im Zimmer der einen Patientin abfotografiert. Anscheinend ein Kannibalenzeichen. Sie soll sich an Professor Mark Lester wenden. Er ist ein führender Experte auf dem Gebiet der Anthropologie. Laura sucht ihn auf und stellt einige Fragen über seine Expeditionen. Ihre Zeitung würde diese auch finanzieren. Der Professor meint allerdings, dass sie sich erst seine Foto- und Videoaufnahmen von Kannibalenritualen in Tansania ansehen soll, damit sie weiß, worauf sie sich einlässt. Er zeigt ihr einige Aufnahmen. Einem Mann wird erst der Kopf abgeschlagen und anschließend wird er entmannt. Danach wird er aufgefressen. Laura zeigt ihm das Symbol aus der Anstalt. Das Mädchen wurde am Amazonas aufgegriffen. Ihr Chef meint eigentlich, dass diese Reise zu gefährlich sei, aber Laura will unbedingt starten. Und so sagt auch Professor Lester schließlich zu und am nächsten Morgen machen sie sich auf in den Dschungel.

Von der Stadt aus geht es mit einem kleinen Flugzeug weiter in den Urwald. Pater Moralis hatte das Mädchen damals in seiner Mission gefunden. Seit 50 Jahren hat er nur etwa zweimalig etwas über Kannibalen in dieser Gegend gehört. Zur Mission sind es etwa 6 Tage. Schwester Angela und die beiden Eingeborenen Monroe und Philipe werden sie begleiten. Isabel wird auch mitkommen.

Sie brechen in den Dschungel mit einem Boot sowie reichlich Proviant auf. Etwas weiter abwärts des Flusses halten sie um ihr Lager aufzuschlagen. Laura wird dabei von einer Würgeschlange angegriffen, doch ein anderer Kundschafter namens Donald McKenzie kann gerade noch die Schlange töten. Sie wollen zu der Mission, doch die Mission existiert nicht mehr. Alle sollen tot sein. Donalds Frau Meggie ist mit ihrem Mann hier in der Wildnis unterwegs. Donald ist ein Jäger. In der Nacht erwischt Donald seine Frau, wie sie mit ihrem Begleiter Salvadore ein Tächtelmächtel hat. Und Das Ehepaar scheint ewas im Schilde zu führen.

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Ein Begleiter der Gruppe wurde in der Nacht umgebracht. Auch das Boot ist verschwunden. Deshalb folgen sie dem Flusslauf. Als sie sich ausruhen, versucht Donald sich an Isabel ran zu machen, was schlussendlich in einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Mark und ihm endet. Salvadore und Schwester Angela gehen kurz in den Dschungel, aber nur einen Augenblick später ist Angela ganz verschwunden. Sie wurde von den Kannibalen gefangen genommen und an einen Baum gefesselt. Ihr wird die rechte Brust aufgeschnitten. Dann wird sie ausgeweidet und verspeist.

Die restliche Gruppe schlägt sich weiter durch den dichten Dschungel. Nach und nach tauchen Teile von Angelas Kleidung auf. Sie wollen versuchen auch Angela zu finden. Doch dann kommen sie an eine Lichtung, wo sie Angelas Kopf auf einen Pfahl aufgespießt entdecken. Nachts wechseln sie sich mit der Wache ab. Als Donald dran ist, macht er sich mit seiner Frau auf in Richtung eines Flugzeugwracks. Es ist das Flugzeug, mit dem die beiden hier im Dschungel gelandet sind. In einer Kiste sind noch immer die Diamanten, die beide unbedingt haben wollen. Als beide miteinander zugange sind, werden sie von den Kannibalen überrascht und Meggie wird mitgenommen. Donald wird durch einen Speer schwer verwundet. Auch die Diamenten werden entwendet. Bei dem Flugezug sind ein Schlauchboot und eine Leuchtpistole, was sie beides mitnehmen.

Als die Gruppe an den Fluss kommt, vermuten sie, dass die Kannibalen auf der Insel hausen. Sie wollen sie am nächsten Morgen angreifen. Laura und Mark bilden dabei die eine und der Rest die andere Gruppe. Als sie auf der Insel sind, können die beiden die Kannibalen beobachten. Ein Käfig steht in der Mitte des Kreises. Meggie ist dort gefangen. Die Kannibalen tanzen um sie herum. Die andere Gruppe wird von den Kannibalen überrascht. Isabel und auch Donald können gefangen genommen werden. Meggie wird aus dem Käfig genommen und zwischen zwei Pfähle gebunden. Dann sticht ihr der Anführer der Kannibalen ein Messer in den Unterleib und entwendet ihre Eingeweide. Anschließend ist Donald dran. Auch er wird an die Pfähle gebunden. Ein Seil wird so stark um seinen Bauch gespannt, bis dieser vom Rest des Körpers abgetrennt wird. Isabel wird ausgezogen und in die Mitte des Kreises gelegt. Dann wird sie von den Kannibalen vergewaltigt. Mark und Laura müssen versuchen wenigstens sie zu retten.

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Mark glaubt, dass sie Isabel zu dem Opferstein bringen werden. Als Laura das Symbol sieht, kommt ihr eine Idee wie sie Isabel vielleicht retten können. Sie malt sich das Zeichen der Wassergöttin auf den Bauch. Vielleicht halten die Kannibalen sie für eine Göttin. Isabel wird zum Opferstein gebracht. Mark und Laura sind mit ihrem Boot auf dem Fluss. Mit Hilfe eines Schilfrohrs taucht Laura in Richtung Ufer. Als der Häuptling Isabel gerade töten will, feuert Mark die Pistole ab. Die Kannibalen weichen zurück und Laura steigt aus dem Wasser. Sie geht zu Isabel, nimmt ihre Hand und beide gehen gemeinsam ins Wasser. Doch dann müssen sie schwimmen, und die Kannibalen verfolgen sie, denn sie haben begriffen, dass Laura keine Götting ist. Sie kommen ans Boot und können mit Mark zusammen aus dem Dschungel vor den Kannibalen flüchten.

Wertung:


Das hier ist ein Kannibalenfilm, und Kannibalenfilme enthalten meistens immer die gleichen Dinge: Ein Expeditionsteam, ein Dschungelsetting, ein paar Eingeborene oder auch Kannibalen, einiges an Sex und nackter Haut sowie diverses Aufschneiden und Verspeisen diverser Körperteile bzw. -höhlen. Das haben alle Kannibalenfilme gemeinsam, zumindest diejenigen, die in den 70ern entstanden sind. Liest man hier dann noch Laura Gemser und Joe D'Amato, dann kann man erahnen, dass hier vielleicht ein wenig mehr nackte Haut geboten wird, als in anderen Filmen dieser Gattung. Die Geschichte ist immer die gleiche: Eine Expedition zur Erforschung eines Kannibalenstamms wird anberaunt, man bricht in einem Team auf, man kommt den Kannibalen zu Nahe und wird gefangen genommen und es werden einige der Expedition ihr Leben in den Mägen der Menschenfresser verlieren. Am Ende entkommen mal mehr oder weniger der Dschungelhölle. Und deshalb ist dieser Film hier mit Sicherheit nichts Besonderes, aber es hat schon schlechtere gegeben.

Es ist nicht der einzige Kannibalenfilm, den D'Amato je gemacht hat. Mindestens "Papaya" und auch "Menschenfresser" gehen in eine ähnliche Richtung. An Emmanuelle-Filmen, wenn man diesen denn dort hizuzählen mächte, hat er etwa 6 Stück gemacht. Ob sich das hier allerdings in die Reihe fügt, kann ich nicht sagen. Laura Gemser kennt man als einzige aus diesem Filmchen wirklich als Emmanuelle. Alle anderen haben mir nichts gesagt.

Das Bild ist für das Alter des Films absolut in Ordnung und auch der Ton ist okay. Ob das hier jetzt in die Horrorsparte oder doch eher ins Exploitation-Genre gehört, bleibt jedem selbst überlassen. Immerhin ist es ein Kannibalenfilm, der zumindest mit einigen Gore-Szenen aufwarten kann, weshalb ich den hier eingruppiert habe. Sonst müssten wir noch eine Extrarubrik erstellen.

Abschließend gibt es von mir 06/10 Punkten, da der Film zwar nicht unterirdisch aber im Vergleich zu "Eaten Alive" um einiges schlechter abgeschnitten hat. Wer den zu Hause hat, kann ja mal einen Blick riskieren, aber nicht extra für teures Geld kaufen.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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