Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: The Gore Gore Girls (1972)
PostPosted: 17. Aug 2013, 01:07 
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O-Titel: The Gore Gore Girls
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1972
Darsteller: u. a. Frank Kress, Amy Farrell, Hedda Lubin, Henny Youngman
Regie: Herschell Gordon Lewis
FSK: KJ

Inhalt:


Ja, wir befinden uns wieder in der Vergangenheit, und dieses Mal ist ein Killer unterwegs: Eine Frau sitzt vor einem Spiegel und macht sich zurecht. Sie ist aufreizend gekleidet. Doch dann kommt eine Person von hinten und schlägt ihren Kopf gegen den Spiegel, so dass er zerbricht und die Frau schlussendlich tot zu Boden geht.

Nancy Weston bekommt Wind von der Geschichte und wittert eine heiße Story. Deshalb wendet sie sich an den Privatermittler Abraham Gentry, der Zusammenhänge manchmal besser erkennen kann als die Polizei selbst und weshalb er eine unglaubliche Aufklärungsquote aufweist. Sie bietet ihm 25.000 $, wenn er den Fall übernimmt und nochmal soviel, wenn er den Mörder findet. Sie möchte ihn allerdings auf seiner Ermittlungstour begleiten. Beide stürzen sich deshalb in die Nachtclubszene.

Von einer Stripperin erfahren sie, dass es einen jungen Verehrer für die Ermordete gegeben hat. Sie hat ihn erst heiß gemacht und als er sie sogar bezahlt hat, hat sie ihn abblitzen lassen. Aus diesem Grund fahren beide gemeinsam zu seinem Wohnort. Doch ein Freund von ihm berichtet Abraham, dass er schon wieder eine andere ausgespäht hat. Als sie jedoch dorthin fahren, finden sie die Stripperin ermordet vor. Auch der Inspektor, der den Fall untersucht, ist nicht ganz im Bilde, denn er lässt sich eine unsinnige Erklärung von Abraham für den Mord bzw. für die Lösung des Falls auftischen.

In einem Stripclub tritt inzwischen eine weitere Stripperin auf, die ein regelrechter Star zu sein scheint. Im Gespräch hinterher erfährt Abraham einiges über die Toten, da beide Freundinnen von ihr zu sein schienen. Doch auch diese Zeugin wird kurz darauf massakriert - mit einem Messer, einem Fleischklopfer und Salz und Pfeffer. Auch hier ist der Inspektor wieder ratlos. Abraham beginnt allerdings Zusammenhänge zu erkennen. Den Clubs gehen hingegen die Tänzerinnen aus, weshalb ein großer Amateurwettbewerb ausgerufen wird. Auch Abraham und Nancy besuchen diesen, und Abraham hat einen Plan: Er muss Nancy betrunken machen, damit sie auf die Bühne geht, und den Wettbewerb gewinnt. Doch wird es ihm gelingen den Täter so ein neues Opfer einzuschwören und ihn so zu überführen?

Wertung:


Die Geschichte hier ist natürlich reduziert. Aber sie ist in sich schlüssig und richtig unterhaltsam. Neben Abraham und Nancy gibt es keine richtigen Hauptrollen. Und es wirkt fast so, wie eine Art Krimikomödie mit Splattereinlagen. Ein Horrorfilm liegt hier aber in keinster Weise vor. Dafür ist kein Gruselfaktor vorhanden. An Komik gibt es aus meiner Sicht aber einiges, und trotz der Untertitel, die man aufgrund des mäßigen Tons anhaben sollte, versteht man die Handlung und auch die "Slapstick"-Einlagen recht gut. Und deshalb ist der Film hier auch in Komödien einkategoriert.

An Horror gibt es eigentlich gar nichts und auch Spannung sucht man hier vergebens - man brauch sie aber auch nicht, denn dieser Film weiß einfach zu unterhalten. Und das ist auch aufgrund der drastisch dargestellten Morde (man denke nur an das Bügeleisen oder den Fleischklopfer) gegeben. Dabei sind die Effekte - wie immer in Filmen von Herschell Gordon Lewis - nicht mit den heutigen vergleichbar, aber dieser Film ist ja auch schon 41 Jahre alt. Und dafür sind diese richtig gut gemacht. Auch an nackter Haut ist für die damalige Zeit ziemlich viel zu sehen, auch wenn das schon fast eine FSK 14 verdiente.

Von der filmischen Umsetzung insgesamt ist das Bild natürlich recht grausam, mit Unschärfen und wackeliger Kameraführung, selbst als der Vorspann mit Texttafeln erscheint. Der Ton ist wie immer Blechern und recht schwer zu verstehen, aber was erwartet man denn schon? Musikbegleitung gibt es den typischen Jazz-Sound, den man von Lewis' Filmen gewohnt ist. Und dieser ist passend zur Atmosphäre dieser Filme. Eine Blu Ray Veröffentlichung braucht es deshalb auf gar keinen Fall. Mehr HD und ein Stück der "Klassik" ginge verloren.

Insgesamt bin ich sogar der Meinung, dass es der beste Lewis-Film ist, den ich bisher gesehen habe. Two thousand Maniacs war auch sehr gut in seiner Art und Weise aber doch ein wenig anders. Und auch älter. Diesem hier kann ich deshalb ohne Probleme die 10/10 Punkten geben. Dabei stimmt mir der ein oder andere mit Sicherheit nicht zu, denn manch einer kann mit solchen Filmen nichts anfangen. Wer das weiß, der braucht sich diesen Film ja nicht anzusehen. Wer allerdings noch nie einen Lewis-Film gesehen hat, dem sei auch dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt, denn erst dann kann man sich selbst ein Urteil bilden, was man auf jeden Fall machen sollte.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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