Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
It is currently 4. Dec 2020, 19:18

All times are UTC + 1 hour





Post new topic Reply to topic  [ 4 posts ] 
FollowersFollowers: 0
BookmarksBookmarks: 0
Views: 2152

AuthorMessage
 Post subject: Crossclub - The Legend of the Living Dead (1999)
PostPosted: 13. Dec 2012, 22:44 
Offline
Forum Admin
User avatar

Joined: 12.2012
Posts: 2751
Gender: Male
Image




Crossclub - The Legend of the Living Dead
(Crossclub - The Legend of the Living Dead)
mit Zachi Noy, Sibylle Rauch, Oliver Krekel, Andreas Kleinböhl, Olaf Clobes, Sylvie Rauch, Kai Borchardt, Nadine Krekel, Eckhard Baum, Dirk Demonie, Thomas Aue, Marc Fehse, Jürgen Hartmann, Timo Rose
Regie: Oliver Krekel
Drehbuch: Oliver Krekel
Kamera: Jürgen Hartmann
Musik: keine Information
ungeprüft
Deutschland / 1999

1969 - Eine Gruppe von Sektenmitgliedern tritt zusammen, um ihren Meister in einer blutigen Zeremonie zum Leben zu erwecken. Plötzlich taucht die Polizei auf, Schüsse fallen, Menschen sterben. Nur ein Baby und ein kleiner Junge überleben.
1999 - Zahlreiche Morde halten die Welt in Atem, zerstückelte Menschenteile werden gefunden. Auch Andy und seine Freunde interessiert dieser Fall, was kein Wunder ist, denn Andy ist der Adoptivsohn des Hauptkommissars. In einem Alptraum begegnet Andy lebenden Toten. Als er erwacht, steht vor ihm ein Voodoo-Priester, der ihm in rätselhaften Worten erklärt, daß sein Traum mit den Morden und mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Als Andy dann auf Estelle trifft, die ihm erzählt, daß sie auf der Flucht vor ihrem Mann, dem Meister, ist, der für die Morde verantwortlich zu sein scheint, beginnt eine spannende Suche, die in einer wilden Verfolgungsjagd endet



Ach ja, mit deutschen Amateur-Produktionen ist es manchmal schon eine echte Seuche, denn die meisten entpuppen sich doch mehr oder minder als absolut filmischer Bodensatz und stechen lediglich durch den an den Tag gelegten Diletantismus ins Auge. Was Oliver Krekel mit seinem Film "The Cross Club" jedoch auf den Weg gebracht hat, lässt diese Dinge noch einmal in einer ganz neuen Dimension erstrahlen. Das fängst schon mit der vollkommen hanebpchenen Geschichte an, die dann zu allem Überfluss auch noch eine Laufzeit von knapp 2 Stunden hat, was selbst für einen absolut eingefleischten Trash-Fan eine absolute Herausforderung darstellt. Zugegebenermaßen kann man sich durchaus an der zur Schau gestellten Unfähigjeit des Regisseurs ergötzen, doch was hier anscheinend bewust komisch und überzogen dargestellt wird, offenbart sich vielmehr als peinlicher Versuch, dem Zuschauer ein Szenario unterzujubeln das wirklich jeder Beschreibung spottet. Zuerst einmal macht sich ziemlich schnell die pure Langeweile breit, denn die Story und insbesondere deren Umsetzung bietet überhaupt nichts an, was auch nur im Entferntesten als interessant oder gar spannend angesehen werden könnte. Einzig und allein die diletantische Inszenierung des Ganzen hält einen komischerweise davon ab, nicht schon frühzeitig die Stop-Taste zu drücken und diesen filmischen Schund wieder aus dem DVD-Player zu entfernen.

Es ist nämlich einzig die Frage, ob man sich gut 120 Minuten lang auf einem nicht vorhandenen Niveau einpendelt, die einen vor dem heimischen Bildschirm ausharren lässt. Diese Frage ist dann auch ganz eindeutig mit ja zu beantworten, im Prinzip ist es eher eine Quälerei sich diesen Mist reinzuziehen, wenn da nicht einige Kleinigkeiten wären, die einem streckenweise die Tränen in die Augen treiben. Beginnen wir da doch ganz einfach mit den sogenannten Schauspielern, von denen die bekanntesten wohl Zachi Noy (Eis am Stiel) und Sybille Rauch sein dürften, was nun nicht unbedingt ein Qualitäts-Prädikat darstellen dürfte. So gestaltet sich dann auch das gesamte Schauspiel vielmehr als Sammelsurium aus Peinlichkeiten, das theatralische-und aufgesetzte Auftreten der Protagonisten ist unter aller Sau und wird eigentlich nur von den extrem dämlichen Dialogen übertroffen, die man die gesamte Laufzeit über sich ergehen lassen muss. Oliver Krekel selbst ist es dann auch, der in dieser Beziehung den Vogel abschießt, schon seine schrille-und nervtötende Stimme ist als akkustische Umweltverschmutzung anzusehen, was von seinen hohlen Sprüchen jedoch noch einmal zusätzlich übertroffen wird. Anscheinend soll es sich hier um humorige Wortwechsel handeln, doch im Endeffekt schämt man sich selbst als Zuschauer für die peinliche Verbal-Akrobatik, die allerdings sämtliche Darsteller von sich geben.

Als wenn das noch nicht genügend Zutaten für ein grausames Film-Erlebnis wären, bekommt man dann als absolutes Highlight auch noch Effekte geboten, die diese Bezeichnung gar nicht verdient haben. Ich möchte diese gar nicht näher beschreiben, denn es fällt doch äußerst schwer, den gewonnenen Eindruck in Worte zu fassen, ohne dabei zu beleidigend zu werden. Andererseits steigt dadurch kedoch der Unterhaltungswert dieses grotesken treibens doch ein wenig in die Höhe und man kann zumindest ein paar Lachtränen vergießen, die einem ganz automatisch in die Augen treten. Hat man dann irgendwann die Tortur hinter sich gebracht stellt man sich automatisch die Frage, was für einen vollkommen sinnlosen Mist man sich die letzten 2 Stunden angesehen hat. Eine richtige Antwort gibt es nicht darauf und nach dem warum sollte man erst gar keine nachforschungen anstellen. "The Cross Club" ist nahezu ein Paradebeispiel dafür, warum der deutsche Amateur-Film mit so vielen Vorurteilen behaftet ist und wieso es doch verhältnismäßig wenig Menschen gibt, die sich dafür begeistern können. Ein pffensichtlich unfähiger Regisseur, vollkommen untalentierte Darsteller und Komik, die einen eher zum fremdschämen einladen sind nicht unbedingt Dinge, die so etwas wie den hauch von Qualität andeuten würden.

Wer sich vorliegenden Film bis zum Ende anschauen kann und dabei nicht vollkommen verblödet, verfügt schon einmal über echte Nehmer-Qualitäten. Wer sich dann auch noch so wie ich gleich im Anschluss die Fortsetzung von Jochen Taubert anschaut (dazu an anderer Stelle mehr), den kann man schon fast als todesmutig einstufen. Hier sollte man wirklich mit überhaupt keinen Erwartungen an einen Film herangehen, der selbst diese noch unterschreiten kann und das sagt so ziemlich alles über dieses obskure Werk aus, das noch nicht einmal den Rohling wert ist, auf den es gepresst wurde. Nur wer eine ausgeprägte Vorliebe für den ganz schlechten Geschmack sein Eigen nennt, wird diesem strunz-dummen Szenario etwas abgewinnen können, für alle anderen gilt: Finger weg von diesem Rotz!!!


Fazit:


Oliver Krekel hat hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt, das man ohne Probleme eine Zeitspanne von 120 Minuten mit einer Geschichte bestücken kann, die jegliche sehenswerte Komponenten vermissen lässt. Hirnlos, schlecht und einfach peinlich präsentiert sich eine Ansammlung von Absurditäten,die man kaum in Worte fassen kann, so das man diesen Film nicht wirklich gesehen haben muss.


1/10

_________________
Image

Image Big Brother is watching you


Top
 Profile Visit website  
 
 Post subject: Re: Crossclub - The Legend of the Living Dead
PostPosted: 13. Dec 2012, 23:08 
Offline
trashig-exploitativer Chef
User avatar

Joined: 12.2012
Posts: 1700
Location: Drive-In Kino
Gender: Male
Dem Review ist nichts mehr hinzuzufügen!
Verglichen mit Crossclub sind deutsche Amateurproduktionen wie Violent Shit 3 oder die Mutation Trilogie fast schon die Citizen Kane´s des deutschen Amateurfilms.
Das mein DVD Player damals die crossclub DVD nicht im hohen Bogen ausgespeit hat wundert mich heute noch.
Selbst hartgesottenen Trash Fans würde ich hier abraten, da auch für die hier nichts zu holen ist!
Da können auch Sibylle Rauch und Zachi Noy mit ihrer Präsenz und einem Witz der auf die Eis am Stiel Filme anspielt nichts rausholen.
Das Geld das hier für die Produktion verprasst wurde hätte man auch direkt aus Fenster werfen oder verbrennen können; oder besser noch gemeinnützig gespendet!

Bekommt auch von mir 1 Punkt (und das auch nur weil man in Reviews keine Null Punkte verleiht :))

_________________
Image
"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: Crossclub - The Legend of the Living Dead
PostPosted: 13. Dec 2012, 23:11 
Offline
Forum Admin
User avatar

Joined: 12.2012
Posts: 2751
Gender: Male
Obwohl ich sagen muss, das ich mich streckenweise an dem vorherrschenden Dilettantismus herzlich erfreuen konnte, aber von der filmischen Seite her geht es kaum schlimmer. Oder doch, denn Morgen werde ich die Fortsetzung von Taubert rezensieren, den solltest du dir auch unbedingt geben. "Project Genesis" toppt das noch um Längen, aber du kommst nicht dazu, das Lachen einzustellen, ich habe mich fast nass gemacht. :mrgreen:

_________________
Image

Image Big Brother is watching you


Top
 Profile Visit website  
 
 Post subject: Re: Crossclub - The Legend of the Living Dead
PostPosted: 13. Dec 2012, 23:18 
Offline
trashig-exploitativer Chef
User avatar

Joined: 12.2012
Posts: 1700
Location: Drive-In Kino
Gender: Male
Den Projekt Genesis habe ich gesehen und ich muss sagen das die ersten 10 Minuten im Weltall echt gelungen sind und auch nach etwas aussahen.
Aber als ich dann Thomas Kercmar mit seinem Zylinder gesehen habe wußte ich auch schon das es von da an wohl wieder von einer Berg in eine Talfahrt enden würde :)

Aber ich bin schon auf dein Review morgen gespannt! ;)

_________________
Image
"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


Top
 Profile  
 
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 4 posts ] 

All times are UTC + 1 hour


Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
Jump to:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 free Forum by UserBoard.org | All Rights Reserved.
» Contact & Abuse Support-Forum Gooof Webdesign free forum Dein Forumo Forum web tracker