Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: Asylum (2007)
PostPosted: 5. Mar 2014, 16:14 
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Asylum
(Asylum)
mit Sarah Roemer, Jake Muxworthy, Mark Rolston, Travis Van Winkle, Ellen Hollman, Carolina Garcia, Cody Kasch, Lin Shaye, Joe Inscoe, Gabe Wood, Randall Sims, Andrea Powell, Pete Burris, Caroline Kent, Brantley Pollock
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: Ethan Lawrence
Kamera: Gary Capo
Musik: David Hamilton / Giovanni Scapecchi
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

An der Winthrop University häufen sich sonderbare Vorfälle: Immer mehr Studenten verschwinden spurlos oder begehen Selbstmord. Die junge Madison und ihre Kommilitonen finden heraus, dass ihr College früher eine Irrenanstalt für geisteskranke Schwerverbrecher beherbergte, in der ein sadistischer Doktor namens Magnus Burke folterähnliche Experimente mit den Insassen veranstaltete. Bald wird klar, dass der Geist des skrupellosen Mediziners noch in den Hallen des Hauses umgeht und es gar nicht erwarten kann, seine schmerzhaften Untersuchungen an der neuen Generation fortzufahren...


Wenn man sich einmal so einige Kritiken über diesen Film durchliest, dann kann man schon das Schlimmste befürchten, dabei stellt sich die aufkommende Sorge doch im Prinzip als völlig unbegründet heraus. Sicherlich hat Regisseur David R. Ellis schon bessere Filme geschaffen (Final Destination 2, Final Call), aber auch dieser Geisterfilm ist längst nicht so schlecht, wie ihn viele Leute machen. Innovation sollte man allerdings nicht unbedingt erwarten, aber immerhin eine recht interessante Geschichte, die auch größtenteils sehr spannend in Szene gesetzt wurde. Natürlich liegt das auch immer im Auge des Betrachters, aber man kann einen Film auch schlechter machen, als er im Endeffekt ist und genau dieses Phänomen ist auch bei "Asylum" zu beobachten. Es muss doch nicht immer die pure Innovation sein, die einen Film sehenswert macht, denn manchmal reichen auch einige altbewährte Zutaten, die man einmal kräftig umrührt, um danach ein durchaus unterhaltsames Geister-Filmchen serviert zu bekommen, das äusserst gut zu unterhalten weiss.

Auch wenn man als Zuschauer nichts geboten bekommt, das man so oder so ähnlich nicht schon einmal gesehen hätte, ist das Geschehen doch routiniert inszeniert worden, daran können auch einige recht offensichtliche Logiklöcher nichts ändern, die man ja in der heutigen Zeit in fast jedem Teenie-Horrorfilm geboten bekommt. Man kann auch einmal großzügig darüber hinwegsehen und sich vielmehr dem sehr atmosphärischen Treiben widmen, das man hier präsentiert bekommt. Denn insbesondere die vorherrschende Grundstimmung des Films ist doch herrlich gruselig geraten und lässt auch phasenweise ein starkes Gefühl der Bedrohlichkeit aufkommen, das man in diversen anderen Genre-Vertretern schon weitaus schlechter gesehen hat.

Eine kleine Schwäche ist allerdings beim Spannungsbogen zu verzeichnen, der sich nicht konstant und ganzzeitig auf einem hohen Level halten kann. Immer wieder sind einige kleinere Einbrüche zu verzeichnen und es fehlt ganz einfach der wirkliche Überraschungseffekt. Das ist dann aber der fast logische Nachteil eines Films, der keine Neuerungen bietet und sich bei etlichen anderen Genre-Vertretern bedient hat. Mich persönlich hat das allerdings nicht weiter gestört, denn ich fühlte mich äusserst gut unterhalten, da das hier stattfindende Szenario durchaus interessant umgesetzt wurde. Wem es nicht unbedingt etwas ausmacht, das nicht die absolute Hochspannung vorherrscht, der wird mit "Asylum" jedenfalls bestens bedient und dürfte auf seine Kosten kommen.

Auch im Bezug auf den Härtegrad bekommt man einige nette Passagen geboten, jedoch sollte man keine übermäßige Härte erwarten. Dennoch sind einige Szenen recht blutig geraten und dürften so auch Freunde der etwas härteren Gangart ansprechen. So kommt man letztendlich zu der Erkenntnis, das hier im Prinzip ein typischer Teenie-Horrorfilm entstanden ist, der mit den handelsüblichen Jungdarstellern besetzt ist, die zwar nicht gerade meisterlich, aber äusserst solide agieren, ohne sich dabei besonders in den Vordergrund zu spielen. Als Meisterwerk des Geisterfilms ist dieses Werk ganz sicher nicht zu bezeichnen, doch bietet er immerhin kurzweilige und teils auch spannende Unterhaltung für einen gemütlichen Film-Abend.


Fazit:


Auch wenn David R. Ellis schon bessere Filme geschaffen hat, so bietet er mit "Asylum" einen ordentlichen Genre-Beitrag, der meiner Meinung nach etwas unterschätzt und dadurch auch zu Unrecht viel zu schlecht bewertet wird. Zwar handelt es sich hier nicht um einen Ausbund von Innovation, jedoch bekommt der Zuschauer äusserst unterhaltsame Geister-Unterhaltung geboten, die sich jederzeit sehen lassen kann.


6/10


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