Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: Hostel 2 (2007)
PostPosted: 3. Apr 2013, 21:13 
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Hostel 2
(Hostel : Part II)
mit Lauren German, Bijou Phillips, Roger Bart, Richard Burgi, Vera Jordanova, Heather Matarazzo, Stanislav Ianevski, Milan Knazko, Ivan Furak, Zuzana Geislerová, Jay Hernandez, Jordan Ladd, Edwige Fenech
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Eli Roth
Kamera: Milan Chadima
Musik: Nathan Barr
SPIO / JK
USA / 2007

Die drei Amerikanerinnen Beth (Lauren German), Lorna (Heather Matarazzo) und Whitney (Bijou Phillips) studieren während des Sommersemesters Kunst in Rom. Beim Zeichenunterricht lernen sie ein Model kennen, das ihnen von einer sensationellen Jugendherberge in der Slowakei erzählt, wo die unglaublichsten Partys gefeiert würden. In den Ferien wagt das lebenslustige Trio einen Abstecher nach Osteuropa, wo die Mädels die Herberge schließlich tatsächlich finden. Vor Ort werden sie entführt, denn die Unterkunft dient als Nachschublager für Menschenhändler, die ihre Opfer in ein finsteres Verlies sperren. Dort foltern reiche Sadisten die Gefangenen


Nach dem großen Erfolg von "Hostel" war es nur eine Frage der Zeit, wann Eli Roth mit einer Fortsetzung seines Folter-Szenarios aufwarten würde. 2007 war es dann soweit und von der Geschichte her wurden einfach nur die Geschlechter ausgetauscht, denn dieses Mal waren es weibliche Amerikanerinnen, die in die Fänge sadistischer Folterknechte geraten sollten. Innovation sieht sicherlich anders aus, doch das an dieser Stelle weniger eine tiefgehende-und überraschende Story als vielmehr der reine Härtegrad im Vordergrund stehen würde, konnte man sich als Genre-Fan sicherlich schon im Vorfeld denken. So bietet das Szenario dann auch überhaupt nichts Neues, fällt jedoch auch im Bezug auf den vorhandenen Härtegrad im Gegensatz zum Vorgänger ein ganzes Stück ab. Zwar gibt es immer noch einige recht derbe Passagen zu beobachten, doch dieser zweite Teil kann dennoch nicht die Intensität des Erstlings erreichen, der dem Zuschauer doch weitaus tiefer unter die Haut ging.

Das mag ganz bestimmt auch der vorhersehbaren Geschichte geschuldet sein, doch in erster Linie hat man wohl die eigenen Erwartungen auch zu hoch angesetzt, die "Hostel 2" letztendlich nicht ganz erfüllen kann. Zudem dauert es hier ganz einfach zu lange, bis dann wirklich mal etwas passiert, die erste Filmhälfte zieht sich teilweise sehr in die Länge und bietet kaum Höhepunkte an, die das Sehvergnügen kurzweiliger gestalten würden. Lediglich die wieder einmal sehr dichte-und bedrohliche Grundstimmung bewahrt den Film in dieser Phase vor einem absoluten Langeweiler, zu dialoglastig und belanglos gestalten sich weite Strecken des Geschehens. Zwar war auch der erste Teil in der ersten Hälfte nicht unbedingt ein Action-oder Splatter-Feuerwerk, konnte dafür jedoch mit einem äußerst gelungenem Spannungsaufbau jede Menge Punkte sammeln. "Hostel 2" wird es ein wenig zum Verhängnis, das der Story-Plot keinerlei Überraschungsmomente anzubieten hat, war der Vorgänger noch etwas Neues, so entpuppt sich vorliegender Film praktisch als Kopie mit einer einzigen Änderung im Bezug auf die Geschlechter bei den Opfern.

Das sorgt nicht gerade für Abwechslung und beim Zuschauer setzt doch ein Gefühl der Ernüchterung ein, da man fast sämtliche Abläufe vorhersehen kann, wodurch der Spannungsmoment fast vollkommen auf der Strecke bleibt. Damit wir uns an dieser Stelle nicht falsch verstehen, es handelt sich immer noch um eine sehenswerte Fortsetzung, doch wenn man einmal ganz ehrlich ist, verliert man insbesondere nach einer neuerlichen Sichtung dieses Teils recht schnell das Interesse am stupiden Folter-Szenario, das sich einem hier präsentiert. In keiner einzigen Phase kommt die Intensität und Grausamkeit der Ereignisse zum tragen, die den Erstling noch so ausgezeichnet hat. Damit plädiere ich keinesfalls dafür, das Eli Roth hier viel mehr Splatter-und Gore hätte einbauen müssen, "Hostel 2" ist als Gesamtwerk ganz einfach eine ganze Ecke tiefer einzustufen als der Vorgänger.

Es mag eventuell auch an den Hauptdarstellerinnen liegen, die meiner persönlichen Meinung nach kaum Symphatiepunkte beim Betrachter sammeln können und zudem auch vollkommen blass-und austauschbar erscheinen. Das man an dieser Stelle kein hervorstechendes Schauspiel erwarten sollte ist klar, doch fehlt es an den meisten Stellen ganz einfach am nötigen Ausdruck, um die Ereignisse auch richtig wirken zu lassen. Als positiv kann ich hier nur den Kurzauftritt von Edwige Fenech ansehen die man noch aus etlichen italienischen Produktionen her kennt, der allerdings nur eine minimale Rolle zugedacht wurde. Letztendlich ist beim zweiten Teil der Folter-Saga von Eli Roth ein massiver Qualitäts-Abfall zu erkennen, der sich insbesondere nach mehrmaliger Sichtung des Filmes stark bemerkbar macht. Kann die Geschichte bei der Erstsichtung noch größtenteils überzeugen, so treten im nachhinein doch ziemliche Defizite auf die den Film regelrecht uninteressant erscheinen lassen.


Fazit:


"Hostel 2" bietet sicher solide Genrekost, kommt aber zu keiner zeit an seinen Vorgänger heran. Explizit fällt einem das vor allem nach mehrmaliger Sichtung auf, denn kann man sich Teil 1 immer wieder gut anschauen, so verliert das hier dargestellte Szenario doch äußerst schnell an Reiz und lässt streckenweise sogar Langeweile aufkommen.


6,5/10

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 Post subject: Re: Hostel 2
PostPosted: 3. Apr 2013, 22:38 
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Für mich auch ein klarer Abstrich und Niedergang im Vergleich zum ersten Teil und der Grund, warum ich mir den dritten wohl nie werde ansehen (ausgenommen es kommt ein phänomenaler vierter Teil um die Ecke).

Mit gutem Willen vielleicht 4/10 und uncut ja sowieso nur als Boot zu haben. In einer niederländischen Fassung mit deutschem Ton :lol22:

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Post subject: Re: Hostel 2
PostPosted: 6. Apr 2013, 10:02 
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Ein Problem das die meisten Reihen nach dem ersten, innovativem Film aufweisen: Der "Aha"-Effekt des Neuen ist nicht wiederholbar, egal ob es sich um
Hostel, Saw, Wrong Turn, Final Destination ........ handelt. Zur Gedächtnisauffrischung gerade noch mal angesehen, was bleibt ist ein in der zweiten Hälfte
durchaus unterhaltsamer Film der sich meiner Meinung nach trotz aller berechtigter Kritik vom Durchschnittsallerlei abzuheben vermag.

reicht für 7/10

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