Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: Cameron's Closet (1988)
PostPosted: 4. Oct 2013, 19:42 
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O-Titel: Cameron's Closet
Herstellungsland: USA, GB
Erscheinungsjahr: 1988
Darsteller: u. a. Cotter Smith, Mel Harris, Scott Curtis, Chuck McCann, Leigh McCloskey, Kim Lankford, Gary Hudson, Tab Hunter, Dort Clark, David Estuardo, Wilson Smith, Kerry Yo Nakagawa
Regie: Armand Mastroianni
FSK: KJ

Inhalt:


Cameron ist ein Junge aus einem zerrütteten Elternhaus. Seine Eltern leben in Scheidung, und zu allem Überfluss ist Cameron nicht normal. Er hat telekinetische Kräfte. Doch diese waren anfangs gar nicht so ausgeprägt, aber sein Vater und ein Wissenschaftler namens Ben fördern seine Kräfte auch noch. Und deshalb ist es oft so, dass sich Cameron in seinen Schrank zurück zieht und wie ein ganz normaler Junge spielt. Er hat dabei aber eine seltsame Statue dabei, die er damals von Ben mitgenommen hatte, und er hat keine Ahnung, was es mit dieser Statue auf sich hat.

Eines Abends spielt Cameron wieder im Schrank und als er ins Bett geht, will sein Vater dem Treiben ein Ende setzen. Deshalb geht er selbst als Cameron schläft nach oben und zerreißt einige Poster an der Wand. Doch er hat nicht mit übernatürlichen Kräften gerechnet, denn durch einen unglücklichen "Zufall" enthauptet er sich selbst. Als seine Ex-Frau von dem Unfall erfährt, nimmt sie Cameron bei sich und ihrem neuen Freund Bob auf. Dort erhält Cameron ein eigenes Zimmer, und auch dieses hat einen Schrank, in den er sich gerne verkriecht. Eiens Abends treibt es Bob zur Weisglut, Cameron solle endlich still sein, und deshalb versucht er Cameron fast mit Gewalt dazu zu bewegen, ein wenig leiser zu machen. Doch leider sieht er in seinen Schrank hinein und entdeckt etwas Grausames. Das Wesen verbrennt ihm zuerst die Augäpfel und schleudert ihn dann mit voller Wucht aus dem Fenster des Obergeschosses auf seinen Wagen, was er nicht überlebt.

Der Detective Sam und die Psychologin Nora Haley untersuchen den Fall und damit auch Cameron. Und sie kommen hinter die Machenschaften, die sich Camerons Vater und Ben ausgedacht hatten und an ein Video, welches die telekinetischen Fähigkeiten des Jungen eindrucjsvoll unter Beweis stellen. Doch als sie dahinter kommen, was wirklich geschehen ist, sind sie und auch Cameron in Gefahr, da sich ein Dämon durch Cameron in unsere Welt gebahnt hat, und nur die beiden momentan in der Lage sind, ihn aufzuhalten und damit sich und auch Cameron zu retten.

Wertung:


Was auf den ersten Blick nach total abgedroschener und schnöder Abendunterhaltung klingt, entpuppt sich als ebenso überraschender Hochgenuss wie es "Bloodnight - Intruder" zu sein vermochte, denn eigentlich handelt es sich vorrangig um eine ganz normale Geschichte, bei der man noch nicht wirklich an ein Horrorgeschehen glauben mag. Auch das ein Dämon sich einer Person bemächtigt und das diese Person dann auch noch über Telekinise verfügt, ist seit "Carrie" doch hinlänglich bekannt, aber man wird hier eines Besseren belehrt, denn die immer wieder plötzlich einsetzende Brutalität, die Ansatzweise schon fast an Splatter heranreicht, überrascht dann doch. Dabei kommen einem beim Anblick von Cameron wie von selbst Parrallelen zu Danny Torrance in "Shining", auch wenn damals keine Telekinese im Spiel war. Die Geschichte hat man seit "Der Exorzist" immer wieder mal in irgendeiner Form im Filmformat untergebracht. Hier liegt darin auch nicht das Besondere, sondern das Gesamtpaket macht hier den Unterschied aus.

Dabei sind einige Szenen wie z. B. die Enthauptung von Camerons Vater derart plötzlich in ihrer Heftigkeit, dass man sich fast schon erschreckt, auch wenn es mit Sicherheit heftigeres gibt. Die normale Geschichte trägt ihr Übriges dazu bei, dass gerade diese Szenen deutlich hervortreten. Der Dämon, der sich Camerons bemächtigt hat, wirkt am Anfang noch recht harmlos und fast billig dargestellt, aber das ist weit gefehlt, denn erst zum Ende sieht man ihn in seiner gesamten Pracht. Die Blitze sind vielleicht ein wenig "günstiger" als der Rest des Films, aber an Special-FX kann man hier absolut keine Klagen anbringen.

Schauspieler als auch der Regisseur haben sonst eigentlich nicht viel mit "Splatterfilmen" gemein. Wie sonst taucht z. B. in der Filmographie des Regisseurs die Autorin "Danielle Steele" oder in der von Mel Harris "Mein Partner mit der kalten Schnautze" auf. Insgesamt ist das natürlich keine Glanzleistung der Darsteller, aber für diesen Film ist es genau richtig. Unterhaltungswert als auch die Kurzweiligkeit der Geschichte sind stimmig und deshalb sei dieser Film hier als eine Empfehlung von mir anzusehen.

Wahrscheinlich werden viele diesen Film unterschätzen, und auch ich habe das getan, aber ich wurde nicht enttäuscht, und deshalb kann ich hier ruhigen Gewissens auch eine recht hohe Note von 08/10 Punkten vergeben.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Post subject: Re: Cameron's Closet (1988)
PostPosted: 5. Oct 2013, 14:39 
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Vampir-Adel

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Ist lange her, da ich diesen Film einmal zu Videozeiten sah.

Der erschien damals beim Videolabel New Vision und war ab 16 Jahren und somit leider zensiert.
Die Frechheit war damals aber, das der deutsche Trailer auf einer anderen New Vision VHS diverse
Gewalt- und Splatterszenen enthielt, die natürlich beim Hauptfilm allesamt geschnitten waren.

Viel ist bei mir vom Film nicht hängen geblieben, meistens ein Indiz dafür, das der mir nicht zusagte.
Vielleicht aber auch, weil mich die Zensiererei ärgerte. :roll:
Müßte den eventuell mal wieder sehen!

:kaffee:


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 Post subject: Re: Cameron's Closet (1988)
PostPosted: 5. Oct 2013, 14:53 
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Die 8 Punkte von Blaine kann ich bedenkenlos unterschreiben, es handelt sich um einen kleinen, aber äußerst atmosphärischen Horrorfilm, den man sich immer wieder gern anschaut. :Up:

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