Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: The Theatre Bizarre (2011)
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O-Titel: The Theatre Bizarre
Herstellungsland: F/USA
Erscheinungsjahr: 2011
Darsteller: u. a. Guilford Adams, Suzan Anbeh, Tree Carr, Elissa Dowling, James Gill, Rachelle Glait, Lindsay Goranson, Jeff Dylan Graham, Billy Gram, Imogen Haworth, André Hennicke, Kaniehtiio Horn, Udo Kier
Regie: Douglas Buck, Buddy Giovinazzo, David Gregory, Karim Hussain, Jeremy Kasten, Tom Savini
FSK: KJ

Inhalt:


Eine Frau scheint in einem verlassenen Theater zu sein, vielleicht auch ein Kino. Merkwürdige Lichteindrücke finden sich dort. Der Kinosaal ist leer. Rötliche Schimmer. Dann erhebt sich eine Puppe aus den Trümmern. Sie wirkt marionettenhaft. Ein Schild: Welcome. Umdrehen: Enjoy the show. Sie nimmt Platz. Eine weitere Puppe tritt auf. Und Ruhe.

The Mother of Toads


Ein Markt wird aus einer Kameraperspektive gezeigt. Ein Pärchen, Karina und ihr Freund Martin sind bei einer Dame. Ohrringe gefallen ihr, aber sie zeigen ein Pentagramm. Sie will sie erst nicht anfassen, denn was man anfasst, muss man kaufen. Frankreich. Eine autofahrt durch die Bergwelt. Sie müssen das Necronomicon finden. Jemand hat es, aber es gibt keinen Beweis für die Echtheit. Er ist falsch gefahren, sagt Karina. Doch, sie sind richtig. Ein Kreuz aus Stein steht am Wegesrand. Ein Gesicht ist darauf zu sehen. Merkwürdig. Das Zeichen der Unendlichkeit. Aus dem Gebüsch werden sie beobachtet. Ein Tier. Es sieht sie in anderen Farben. Karina bleibt vorerst im Wagen während er zur Tür tritt, zu der Frau, die eine Kopie des Necronomicons haben soll. Er soll sich setzen. Dann gibt sie ihm das Buch. Es ist sehr alt und scheint echt zu sein. Ihre Vorfahren haben es benutzt. Dann taucht eine froschähnliche Gestalt im Buch auf: Lamer, die Mutter aller Kröten.
Karina ist im Schwimmbad und vertreibt sich die Zeit. Nebel ist in den Wäldern aufgezogen. Martin erhält von der alten Dame noch etwas zu trinken, um ihm den Magen zu wärmen bevor er sich auf den Heimweg macht. Der Mond geht auf. Dämonische Stimmen sind zu hören. Dann zieht die Frau sich aus. Karina fährt in den Wald um Martin abzuholen. Und sie läutet die Glocke an der Eingangstür. Er hingegen fängt mit der inzwischen nicht mehr gänzlich unattraktiven Frau rum zu machen. Karina kann die beiden durch das Fentster beobachten. Die Frau scheint immer schleimiger und irgendwie grüner zu werden. Karina ergreift die Flucht. Sie hört Kröten, überall. Sie beobachten sie. Es quakt aus allen Ecken. Sie geht zurück zum Wagen, aber als sie die Fahrertür aufmachen möchte, ist diese voller Schleim. Sie gelangt in den Wagen, kann aber aufgrund des Schleims nicht aus dem Fenster sehen. Dann wird sie von zwei Froschhänden von hinten gepackt.
Die Sonne geht am nächsten Tag auf. Martin kommt zu sich. Er legt die grüne Hand bei Seite, und dann ist die Frau wieder normal. Er geht durch den Wald. Er ist verwirrt. Er weiß nicht, was das gerade gewesen ist. Als er an die Ruine kommt, ist die alte Frau wieder da. Sie soll weg bleiben. Sie kann ihm alles geben, was Frauen geben können. Und ihr Gesicht wird zu Stein.
Die Dunkelheit ist aufgezogen. Er durchstreift noch immer den Wald. Kröten sind überall. Martin findet den Wagen und öffnet die Fahrertür. Eine ehemalige Person sitzt auf dem Fahrersitz, kaum erkenntlich, grünlich und eine Kröte krabbelt auf ihr herum. An den Ohrringen erkennt er, dass es sich um Karina handelt. Ein Frosch nähert sich aus der Dunkelheit, auf zwei Beinen. Eine Krötenfrau. Und sie beißt zu.

07/10

Die Puppe erwacht wieder. Was für eine Geschichte. Die nächste Puppe tritt auf. Und der nächste Film beginnt...

I love you


Axel liegt auf den Fliesen im Bad. Er ist teilweise mit Blut bedeckt. An der rechten Hand hat er eine tiefe Schnittwunde. Er telefoniert mit George. Er kann sich nicht erinnern, was passiert ist. Er beginnt zu trinken. Seine Frau kommt vor seinem Haus an, mit einem Mann in Begleitung. Sie betrügt ihn. Anscheinend hat sie eine Affaire. Sie nimmt drinnen einen Koffer vom Schrank und pakt ein paar Sachen ein. Aber warum? Axel weiß es nicht. Verdammt, Mo. Er versteht es nicht. Sie trägt ihren Ehering nicht. Er schließt die Tür. Und er nimmt ihr das Handy ab. Er hat sich Sorgen gemacht, und er wusste nicht, wo sie war. Er bringt sich um. Das hat er mehrmals schon gesagt. Er lässt Mo nie auch nur eine Sekunde alleine. Er verfolgt sie, ruft sie zwanzig Mal am Tag an, taucht da auf, wo sie ist. Noch einen letzten Kuss. Dabei bleibt es nicht, denn sie landen in der Kiste. Er kann sie glücklich machen. Er soll schonmal ins Wohnzimmer gehen, dann erzählt sie ihm die ganze Wahrheit.
Axel erinnert sich an die Vergangenheit. Schon damals hat sie einen Mann angelächelt. Einen anderen Mann. Die absolute Wahrheit. Sie war nicht bei ihrer cousine. Sie möchte mit einer anderen Person zusammen sein. Mo hat ihn betrogen. Wer es ist? Das geht ihn nichts an. Liebt sie ihn? Ja. Sie hat Angst, dass Axel sich wieder Pillen einschmeißt, wie er es schonmal gemacht hat. Das erste Mal hat sie ihn vor drei Jahren betrogen. Sie hat abgeschlossen und will nicht mehr an Axel gebunden sein. Sie hat ihn bei jeder Gelegenheit betrogen. Doch er liebt sie noch immer. Sein Penis und ihre Vagina mochten sich nie. Mo ist grausam und verletzend. Sie konnte ihn nicht mehr verletzen. Dann pakt sie ihre Sachen. Er soll nicht wissen, wo sie hingeht. Er hatte eine Biopsie letzte Woche und es könnte Krebs sein.
George ruft auf ihrem Handy an. Axel geht ran. Es ist für Mo. Sie geht jetzt. Arschloch! Fotze! George steht vor der Tür. Er kommt rein. Axel steht am Fenster und sie fahren in einem silbernen Kombi weg. Er hat seine Frau beim Ficken vor seinem geistigen Auge. Dann liegt Axel wieder blutend im Badezimmer. Scheiße. In der Dusche liegt jemand. George. Er ist tot. Axel rennt ins Schlafzimmer. Mo. Sie ist auch tot. Gleichzeitig steht sie aber auch neben dem Bett. Er hat ein Messer benutzt, weshalb er auch die Schnittwunde in der Hand hat. Er hat beide umgebracht. Bitte komm zurück. Keine Sorge, du wirst nicht alleine sein, weil ich mit dir gehen werde. Dann schneidet Axel sich selbst die Kehle durch. Liebe mich... ich liebe Dich...

10/10

Die Geschichte lebt in den Gedanken. Was ist deine Geschichte? Ein Figurenbrautpaar. Sie tut so, als wenn sie ihren Ehemann erstechen würde.

Wet Dreams


Eine Frau in Schleier mit fast nichts an läuft durch ein Haus in der Nacht. Anscheinend folgt ihr jemand. Ein Mann ist da. Sie streift ihren String ab und wirft ihn vor seine Füße. Dann fährt sein Blick an ihr hinab, über ihr Gesicht, ihre weichen Brüste hin zu einer Schwänze-schneidenden-Vagina-Schere. Sie nähert sich ihm, und kastriert ihn damit. Er erwacht schreiend im Bett neben seiner Frau. Diese bekommt außerdem beim Aufwachen eine blutende Nase, da er um sich schlägt. Auch ihr Arm ist verwundet. Sie hat ihm Frühstück gemacht. Ein gebratener Schwanz. Sein eigener. Jede Nacht der gleiche Traum.
Er ist deshalb bei Dr. Maurey in Behandlung, einem eng befreundeten Psychologen. Die Frau aus seinen Träumen ist die Frau des Psychologen. Träume sind für Dinge, die man sich sonst nie trauen würde zu tun. Das wahre Leben ist eine Ablenkung. Er soll die Träume deshalb mit seinem eigenen Bewusstsein steuern und bewusst aufwachen, wenn er jeweils bis drei gezählt hat. Und als er aufwacht, ist er festgebunden. Jemand mit einer Fackel kommt in den Folterkeller. Er wirkt nicht menschlich. Dann taucht Carla, seine eigene Frau auf. Die Fernbedienung hat sie gefunden. Und sie drückt auf Play: Ein Hochzeitsvideo. Aber auch Streit. Er schlägt sie. Die Hochzeitstorte. Carla fügt sich mit einem Messer selbst einen Schnitt im Arm zu. Christine. Auch sie ist an eine Folterbank gefesset. Und dann wird sie gestreckt und gestreckt, bis ihr Arme und Beine abreißen. Die befremdliche Gestalt will die Wahrheit. Dann ist sein Psychologe auf einmal da. Eine Kreissäge fängt an sich zwischen seinen Beinen zu drehen. 3... 2... 1 und er liegt in einem Bett. Aber auch dort ist er angebunden. Seine Frau wacht auf. Sie nimmt eine Spritze. Eien Autofahrt. Sein Psychologe ist wieder da und sie öffnet ihm die Tür. Sie hat ein Kleid an. Er hat ihr was zum Spielen mitgebracht. Sie zieht die Spritze raus und geht auf den Dachboden. Frühstückszeit! Sie zieht sich Handschuhe an. Nach der OP letzte Nacht, ist er ganz schön fertig gewesen. Donnie hat das große Spiel verpasst. Donnie sitzt auf einem Stuhl. Er hat eine Haube auf. Eine Rolle ist in seinem Mund, weshalb er erst nicht sprechen kann. Sie nimmt diese raus. Erst was zum Trinken. Dann lacht Donnie. Was ist so witzig? Er hat keine Arme und Beine, aber er muss nur die Augen schließen und von 3 rückwärts zählen, aufwachen und sie töten. Ja, er wird sie töten. Irrtum. Sie schneidet ihm die Augenlider ab. Es ist ihr Traum.

09/10

Geschichten können uns einsperren. Besonders, wenn es unsere eigenen sind. Die Macht eigene Geschichten zu schreiben, ist ein Weg sein Leben zu verändern.

The Accident


Ein Waldstück mit einer Straße. Winter. Warum sterben wir, Mami? Um Platz zu machen für die neuen Menschen. Hat Großmutter Platz für mich gemacht? Nein, du hast Großmutter sogar noch ein wenig länger leben lassen. Werde ich jemals alt werden?
Ein älterer Mann auf einem Motorrad überholt Mutter und Tochter in ihrem Auto. Nein, alt war er nicht. Warum ist er dann gestorben? Er hat an ihrem Fenster gewunken. Manchmal passieren Dinge einfach. Auf der Straße hinter der Kurve liegt er auf dem Boden. Vielleicht hat er etwas Schlimmes getan? Nein, Menschen werden nicht dafür bestraft, wenn wie was Schlimmes gemacht haben. Ihre Mutter steigt aus. Nein, sie bleibt nicht im Auto. Ein Reh liegt ebenfalls verendend auf der Straße. Anscheinend ein Zusammenprall. Das Visier des Helms ist gesplittert. Der ältere Motorradfahrer hat sich auf eine Bank neben der Unfallstelle nieder gelassen. Wird der Mann wieder aufwachen? Nein, ich fürchte nicht. Auch nicht als Zombie? Nein, auch nicht als Zombie. Die Polizei kommt. Der alte Mann zieht ein Springmesser, geht zu dem Tier und erlöst es. Die Puppe des Mädchens hat auch ein wenig Blut abbekommen. Wir sollen uns jeden Tag so gut es geht umeinander kümmern. Und wenn wir dann sterben, dann sterben wir glücklich.

10/10

In der Hand zerquetscht der Geschichtenerzähler eine Fliege. Er wirkt weniger wie eine Puppe. Es ist einfacher mit Geschichten anderer zurecht zu kommen als die eigenen zu leben.

Vision Stains


Ein Junkie und sein Besteck. Besser ihr Besteck. Schnell einen Schuss. Irgendwo in die Leiste, der Rest ist mit Abszessen belegt. In irgendeinem Hinterhof. Dann wird sie von einer Frau überfallen. Sie öffnet einen kleinen Koffer, und holt eine Spritze heraus. Dann sticht sie mit der Nadel in das Auge der Frau und tötet sie mit einem Pflock durchs Herz. Dann spritzt sie sich die abgezogene Flüssigkeit selbst ins Auge. Erinnerungen kommen hoch. Erinnerungen von der Frau, die gerade ermordet wurde. Sie hat viele Frauen gesehen, die nur sterben wollen. Sie schreibt die Geschichten auf. Die Erfahrungen sind in der Flüssigkeit im Auge gespeichert, da dass ganze Leben im Augenblick des Todes vor dem eingenen Auge abläuft. Um diese Frauen verstehen zu können, muss sie wie sie leben, ärmlich und auf der Straße. Das Einzige, was zählt, sind ihre Briefe. Eine Formalität an ihrem Körper ist ihre einzige Schwäche. Nur Geschichten von Frauen, denn Frauen fühlen intensiver, und sie fühlt, was alle diese Frauen gefühlt haben.
Sie schlecht sich an eine weitere Frau ran und schneidet ihr die Kehle durch. Und sie blutet aus. Der Koffer wird wieder ausgepackt und die Prozedur mit der Flüssigkeit beginnt von Neuem. Erinnerungen. Starke Erinnerungen. Und sie schreibt sie wieder auf.
Hellichter Tag. Eine Schwangere kommt die Straße entlang, aber auch sie ist ein Junkie, ein Crack-Junkie. Sie legt ihr von hinten eine Schlinge um den Hals, aber dieses Mal will sie nicht ihre Flüssigkeit, sondern die Flüssigkeit ihres ungeborenen Babys. Sie rammt die Spritze deshalb in den Bauch der Schwangeren und zieht die Flüssigkeit ab. Sie verschwindet und lässt die Schwangere zurück.
Wieder allein spritzt sie sich die Flüssigkeit unters Auge. Es haut sie weg. Ungeborene Babys können noch nicht sehen. Sie wird es bereuen danach gesucht zu haben. Eine Stimme ist in ihrem Kopf zu hören. Nichts ist originell. Sie muss die Augen schließen, damit die Stimme den Mund hält. Es gibt nur einen Weg nichts mehr zu sehen. Sie sitzt nackt auf dem Boden und sticht sich selbst erst das linke und dann das rechte Auge aus.
Mit einem Blindenstock bewegt sie sich nun fort und sie sieht besser als je zuvor. Und sie kann wieder träumen. Manchmal ist es besser, die Augen zu schließen.

10/10

Die Puppe ist in Nebel gehüllt. Die Geschichten werden zu neuem Leben erweckt, auch wenn die wahre Welt schwindet, bis nichts mehr übrig ist als der Geschichtenerzähler. Die augen der Zuhöherin haben sich inzwischen in Knopfaugen wie bei einer Puppe verwandelt.

Sweets


Es liegt nicht an dir, es liegt an ihr. Das Eis läuft ihr über die Hand. Die Bude und auch die zwei Anwesenden sind total versifft. Sie braucht ein wenig mehr Raum. Und ein wenig mehr Zeit für sich. Vergangenheit. Zungenspiele mit Eiscreme. Sie ist völlig durch. Was ist an ihren Problemen so besonders? Sie trifft sich mit anderen. Das wusste er nicht. Süßigkeiten. Beide naschen davon. Anscheinend sogar ein Laden. Sie hat Exklusivität verlangt. Er sagt niemandem, dass sie zusammen sind. Sie ist noch nicht reif für eine Beziehung. Sie muss sich selbst finden. Schrille Farben und wieder Süßes. Greg, ich liebe Dich, aber ich bin nicht in dich verliebt. Sie liebt ihn wie einen Freund. Sie bricht ihm das Herz. Dann kotzt er auf en Teppich. Er ist die Reste vom Boden. Er muss sich von ihr fern halten. Sie dachte, er wäre anders. Er ist nur ein erbärmliches kleines Lamm. Warum?
Eine Zugstrecke. Hochspannungsmasten. Ein Wagen fährt vor und die Frau und ihre Freundin Antonia steigen aus. Geht rein und habt Spaß. Sie setzen sich an einen Tisch. Und sie essen, fett, Grünzeug und alles was da ist. Und schmutzig. Alle denken nur an sich selbst. Antonia kotzt einer anderen Frau in den Ausschnitt und isst die Reste wiederum daraus.
Greg wird an einer Halsleine hereingeführt. Die Archillessehnen werden ihm durchgeschnitten, so dass er auf die Knie geht. Dann kommt die Gastgeberin mit einem Beil. Es tut ihr Leid, sie ist durch, gibt ihm einen Kuss und trennt seinen Kopf mit einem Beil ab, so dass er auf dem Boden landet. Er wird ausgeblutet wie eine Kuh und alle ergötzen sich an den Innereien und dem Blut. Seine Frau nimmt sein Herz und leckt es genüsslich ab. Sein Kopf wird auf einer Platte Serviert, an einer großen Tafel wie bei einem Festbankett.

09/10

Am Ende passieren immer ein von zwei Dingen. Der Geschichtenerzähler macht weiter oder die Geschichte ist vorbei bevor du es bemerkt hast. Er ist ganz menschlich, sie leblos. Die Zuhöherin wird in eine Kiste gelegt. Sie ist jetzt eine Puppe. Und der Deckel wird geschlossen.

10/10

Wertung:


Eine Kurzfilmanthologie sollte auch in der Rubrik Kurzfilme auftauchen. Und das hier ist eine fantastische Anthologie, auch wenn es da durchaus unterschiedliche Meinungen gibt. Allen voran: Nicht alles, was man hier sieht, ist Horror, aber jede Geschichte ist eine Kurzgeschichte, die durch die Theatererzählung zusammengehalten werden. Dabei ist es unerheblich, dass die Erzählungen selbst keinen Zusammenhang haben. Die Qualität der einzelnen Episoden ist dabei durchaus als hochwertig anzusehen, sowohl von ihrer Drehweise, dem Bild als auch dem Inhalt. Das erkennt man schon daran, dass meine minimale Einzelbewertung bei 07/10 liegt.

Die "Frosch-Geschichte" hat einige Schwächen. Es ist nicht richtig ersichtlich, was es nun mit der Mutter der Kröten auf sich hat, und ob am Ende das nun wirklich die Mutter ist. Auch was mit Karina passiert ist, kann nicht ganz aufgeklärt werden. Deshalb ist es die schlechteste Geschichte. Auch die letzte Geschichte "Sweets" hat zwei Schwächen. Das eine ist die Süßigkeiten-Assoziation, denn diese will sich weiß Gott nicht wirklich einstellen, und bei dem Titel und dem andauernden Zeigen von irgendwelchem Naschkram fehlt der Bezug. Das andere sind die Effekte, die beim Essen verwendet worden sind. Sowohl der Vorhand als auch das, was Antonia da in sich rein schaufelt, wirken künstlich.

Herausragend sind aus meiner Sicht "The Accident", auch wenn es eigentlich keine Horror-Geschichte ist, und "I Love You", da das Ende doch sehr überraschend ist. Beide können absolut überzeugen. Des Weiteren gefällt mir die Darstellungsweise des Theaters und seiner Personen, allen voran Udo Kier als Geschichtenerzähler, extrem gut, weshalb es hier einmal 10/10 für die Gesamtkomposition gegeben hat. Ein weiterer Name, den man auch kennt, taucht auch auf: Tom Savini. Er spielt den Psychologen in Wet Dreams, einer Geschichte, die auch überzeugen kann.

Die Musik ist hier nicht außer Acht zu lassen, denn gerade bei Geschichten wie "Vision Stains" oder "The Accident" sind es gerade die leisen, fast schon sentimentalen Töne, die für eine entsprechende Stimmung sorgen.

Abschließend bin zumindest ich der Meinung, dass sich diese Zusammenstellung absolut lohnt. Richtig aufmerksam wurde ich übrigens durch ein Review in der OFDB, welches von Logge dort eingestellt worden war. Danke dafür. Dennoch ist diese Stroysammlung nicht jedermanns Geschmack. Meinen hat sie zumindest getroffen.

Seit September ist übrigens auch eine DVD-Version erhältlich, für diejenigen, die auch mal einen Blick riskieren wollen. Als Gesamtnote gibt es von mir 09/10 Punkten.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Post subject: Re: The Theatre Bizarre (2011)
PostPosted: 9. Nov 2013, 15:50 
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Habe dieses zu Recht "Bizarr" betitelte Werk mit meiner Frau gesehen und gebe zum Teil auch ihre Meinung wieder^^ Zu den Episoden:

The Mother Of Toads
Für mich passt die Eröffnungsgeschichte nicht so ganz zum Rest. Das heisst nicht dass sie schlecht ist, im Gegenteil, schon sehr
unterhaltsam zuzusehen beim Krötenhorror, atmosphärisch passend und auch stimmig. Diese Mixtur die Martin zu sich nimmt sollte in
jedem Haushalt vorhanden sein, besser als die blauen Pillen in der Wirkung... Bonnie ist anderer Meinung und findet alles passt zusammen,
ich für mich gebe 6/10 weil nicht schlecht aber auch kein Reisser.

I Love You
Eine sehr faszinierende und vielschichtige Story über Liebe die diesen Namen nicht verdient, zu sehr leidet Axel an Eifersucht und Kontrollzwängen,
lässt Mo keinerlei Freiräume. Das Resultat ist klar, ihre Gefühle erkalten und sie sucht woanders Zuflucht.
Was für ein Ende, selbst noch im Tod verlässt Mo Alex - und selbst im Sterben ist er nicht fähig loszulassen. Ein merkwürdiger Grund Suizid zu
verüben: nach dem Motto "ich lasse dich nicht los!"

Wendungsreicher Aufbau, Überraschungen, hat Tiefgang weil man zum Nachdenken angeregt wird. Horror mit Anspruch, klare 10/10

Wet Dreams
Fies! Absolut fies! Wer kann sich besser und kreativer rächen als eine geschundene Frau? Wehe dem der das Opfer ist! Auch diese Episode ist
voller Überraschungen und Wendungen, böse und sollte bei jedem normalen Mann sehr unbehagliche Gefühle auslösen, sowohl körperlich als auch
seelisch. Schockierend!
This is my dream, bitch!

10/10!

The Accident
Ruhig, fast schon unspektakulär kommt dieses Kapitel daher. Essentielle Dinge die im Mutter-Tochter-Gespräch angesprochen werden, und gerade
diese ruhigen, sanften Dialoge im Kontrast zum Unfallort, zur brutalen Härte der Bilder eines sterbenden Tieres, zur Einsicht dass es jederzeit vorbei
sein kann treffen einen ins Mark Auch hier 10/10

Vision Stains
Mein persönliches Highlight, sicher liegt das auch am Regisseur Karim Hussain und dessen unverwechselbarer Bildersprache. Es gibt unendlich viele
Motive um zu töten, das hier gezeigte mag man als gewohnt provokant von ihm abtun, fesselnd ist es trotzdem! Und wie bei jeder Sucht und jedem Wahn
kommt es zu einem Punkt der Übersteigerung. Man stelle sich vor ein Gaspar Noe würde die Bilder von dem drehen was Hussain thematisiert, wäre das
noch erträglich? Aber auch so spielt sich im Kopf genügend ab... 10/10

Sweets
Erschreckend. Von Beginn an ist man angewidert und vergisst sämtliche Gelüste auf Süssigkeiten. Aber der Plan der dahintersteckt hat mich doch an
ein "Das Grosse Fressen" erinnert, nur dass seinerzeit bei dem Film die Dekadenz auf Kosten der Protagonisten ging, keine "Opfer" erforderte. Sweets
ist abstossend undfaszinierend zugleich! 10/10

Zur Rahmenhandlung:
Sehr geschickt die Kurzfilme so zu verbinden, während die Puppe lebendig wird erstarrt die Zuschauerin selbst. Wann erzählt sie ihre Geschichte?
Die musikalische Untermalung hat sich mir persönlich nicht so sehr eingeprägt, passend halt. Unter dem Strich klare und verdiente Gesamt-10/10

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 Post subject: Re: The Theatre Bizarre (2011)
PostPosted: 10. Nov 2013, 01:14 
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Da sind wir uns ja so ziemlich einig :Up:

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Post subject: Re: The Theatre Bizarre (2011)
PostPosted: 26. Dec 2013, 23:58 
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Bizarr im wahrsten Sinne des Wortes ...

diese Beschreibung trifft am ehesten auf das "Theatre Bizarre" zu;
qualitativ hochwertige "Kurzgeschichten" verbunden durch einen brillianten Udo Kier in
der Rolle des Puppenspielers ...

The Accident, Wet Dreams & Sweets sind hier meine Favoriten .. besonders Accident besticht durch seine
Bildsprache und Thematik - überhaupt sind in einigen der Geschichten sowie der Rahmenhandlung durchaus
leise (sozial-)kritische Töne zu erkennen

Wer sind letztendlich die Puppenspieler ..Filmzitat:
"Es ist einfacher mit Geschichten anderer zurecht zu kommen, als die eigenen zu leben."

Kleine Filmperle, sollte man gesehen haben!
Vielen Dank für den Tipp!

9/10 Froschgequake

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I don't think runnning will save you.


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