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Der Herr der Ringe - Die zwei Türme SEE (2002)
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Author: Master of Horror [ 21. Dec 2012, 03:17 ]
Post subject: Der Herr der Ringe - Die zwei Türme SEE (2002)

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Der Herr der Ringe - Die zwei Türme
(The Lord of the Rings - The two Towers)
mit Elijah Wood , Ian McKellen, Liv Tyler, Viggo Mortensen, Sean Astin, Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Bernard Hill, Christopher Lee, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Orlando Bloom, Bruce Allpress, Sala Baker
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: J R R Tolkien (Roman) / Fran Walsh
Kamera: Andrew Lesnie
Musik: Howard Shore
FSk 12
Deutschland / Neuseeland / USA / 2002

Auf dem Weg nach Mordor sind Frodo und Sam, verfolgt von Gollum. Merry und Pippin entkommen den Fängen der Orks und begegnen den wunderlichen Ents, die sie bis zu Sarumans Turm Orthanc begleiten, den sie zerstören. Aragorn, Legolas und Gimli treffen am Rande des Fangorn-Waldes wieder auf Gandalf.


Nur ein Jahr nach dem genialen Einstieg in die Herr der Ringe-Trilogie legte Peter Jackson mit "Die zwei Türme" den Mittelteil nach, der seinem Vorgänger in Sachen Qualität in nichts nachsteht. Auch hier sollte man gleich zu Beginn erwähnen, das der Zuschauer unbedingt zur Langfassung greifen sollte, in der dieser hervorragende Film mit über 40 Minuten mehr Laufzeit vorliegt. Im Mittelpunkt des Filmes steht einerseits die beschwerliche Reise von Frodo, der mittlerweile mit Sam allein unterwegs zum Schicksalsberg ist. Die ehemaligen Gefährten müssen sich derweil in einer pompösen-und absolut beeindruckenden Schlacht der Übermacht von Mordor erwehren und diese Schlacht um Helms Klamm ist im Bezug auf die vorhandenen Kampfpassagen als absoluter Höhepunkt des Filmes anzusehen. Im Prinzip könnte man hier die gleichen Worte finden wie für den ersten Teil, da sich die Weiterführung der Geschichte auf dem gleichen hohen Level ansiedelt, das beim Zuschauer absolut keine Wünsche offen lässt.

Neben den epochalen Schlachten-Szenen kann man ganz sicher die Einführung des Wesens Gollum und der Baumhirten (Ents) als Highlights ansehen, die hier erstklassig animiert in das Geschehen eingeführt werden. Insbesondere die Ents unter der Führung von Baumbart nehmen einen nicht unwichtigen Teil der Ereignisse ein, ist doch ihr Eingreifen in den längst begonnenen Krieg als unheimlich wichtig anzusehen. Dank ihrer Hilfe kann nämlich mit Isengard ein wichtiger Stützpunkt des Bösen vernichtet werden, an dem der abtrünnige Saruman (C. Lee) immer mehr Heerscharen von Orcs für den Krieg bereitgestellt hatte. Und so keimt dann auch wieder Hoffnung unter den Völkern Mittelerdes ein, die den Krieg eigentlich schon verloren geglaubt hatten. Ganz generell ist es Jackson hervorragend gelungen, den Betrachter in ein ständiges Wechselbad der Gefühle zu versetzen, muss man doch immer wieder um einige der liebgewonnenen Charaktere fürchten. Wie schon im vorherigen Teil taucht man einmal mehr tief in das Geschehen ein und verschmilzt regelrecht mit der Fantasy-Welt, die einem in berauschenden Bildern dargebracht wird.

Natürlich merkt man auch diesem Film sein hohes Budget an, das jedoch genau an den richtigen Stellen eingesetzt wurde. Vor allem Jackson's Liebe für kleine Details kommt immer wieder zum Vorschein, so das man in jeder einzelnen Einstellung die Hingabe des Regisseurs spüren kann. Natürlich fällt die Story sehr pompös aus, wobei allerdings der vordergründige Aspekt des Perfektionismus in der kleinsten Einstellung durchschimmert. Ein solch bildgewaltiges Epos kann man nur in Szene setzen, wenn man auch wirklich mit Herzblut bei der Sache ist. Deshalb kann ich auch diverse Stimmen nicht verstehen die Jackson vorwerfen, bei seiner Trilogie lediglich an die eigene Bereicherung gedacht zu haben. Meiner Meinung nach hat der Neuseeländer alles richtig gemacht, was in erster Linie für das Gesamtwerk, aber selbstverständlich auch für diesen Mittelteil gilt. Dazu zählen auch die ständigen Tempowechsel in der Erzählweise, etwas ruhigere Passagen wechseln sich immer wieder mit actiongeladenen Sequenzen ab, die ganz automatisch das Adrenalin in die Höhe treiben.

Letztendlich hat man es hier mit dem zweiten absolut perfekten Film einer Trilogie zu tun, die insgesamt gesehen so ziemlich das Beste ist, was die Film-Welt je hervorgebracht hat. Im Fantasy-Bereich allein ist das Werk wohl absolut unerreicht und wird auch nicht so schnell zu toppen sein. "Die zwei Türme" ist die absolut perfekte Fortsetzung des ersten Teils und erzählt in atemberaubenden Bildern eine Geschichte weiter, die jedoch immer noch nicht ihren absoluten Höhepunkt erfahren hat. Dennoch ist dieses Werk auch als Einzelfilm absolut brillant und bietet letztendlich keinerlei Grund für negative Kritik.


Fazit:


Mit über 40 Minuten mehr Laufzeit gegenüber der Kino-Version ist die SEE von "Die zwei Türme" eine absolut lohnenswerte Anschaffung, denn auch dieses Meisterwerk sollte man in seiner vollen Pracht genießen. Sinnvolle Ergänzungen lassen den Film noch viel runder erscheinen und trotz der immensen Laufzeit-Verlängerung ist von Langeweile weit und breit keine Spur.


10/10

Author: Blaine, der Mono [ 31. Dec 2012, 20:39 ]
Post subject: Re: Der Herr der Ringe - Die zwei türme SEE

Halte ich für den 2. besten Teil der Reihe.

Richtig gut ist hier der Höhepunkt: Im Gegensatz zum 1. Teil, wo dieser im Treffen in Bruchsaal bzw. der Trennung der Gefährten bestand, läuft hier alles auf die Schlacht an der Hornburg von Helms Klamm hinaus.

Dabei ist es recht komplex innerhalb eines Films die drei im ersten Teil getrennten Handlungsstränge miteinander zu verflechten, was der Film Gott sei Dank sehr gut umgesetzt hat. Ein Highlight bildet für mich die Schlacht, die mit einer meiner Lieblingsszenen garniert worden ist: Dem Einmarsch der Elben unter der Führung von Haldír aus Lothlorien, auch wenn dieser im Buch niemals stattgefunden hat.

Exzellent sind hier auch die Special-Fx, was man allein an der Darstellung der Ents sieht. Baumbart ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Allerdings gehört der Weidenmann, wie schon bei Teil 1 erwähnt, in den Alten Wald und nicht in den Fangorn. Außerdem fehlt der jüngere Ent als "Aufpasser" für die Hobbits, da Baumbart das zum größten Teil nicht selbst übernimmt.

An szenischem Highlight ist außerdem noch der Sterbegesang an Theódreds Grab zu erwähnen, wo seine Schwester Éowyn einen Grabgesang anstimmt. Charakterlich sind vor allem Grima Schlangenzunge, als Sarumans Scherge, Saruman selbst durch Christopher Lee, den ich nicht so gut erwartet hätte, und auch Théoden, der auf der einen Seite im Dunkel durch den Zauber Sarumans gefangen ist und auf der anderen Seite sich als Erretter seines Volkes erweist, zu erwähnen.

Sehr gut ist die musikalische Umsetzung, da hier erstmals ein richtiges Thema eines Volkes, das von Rohan, zu erkennen ist, was immer wieder in der gesamten Trilogie auftauchen wird.

Die Geschichte Gollums ist zusätzlich erwähnenswert, da hier die Verwandlung durch den Besitz des einen Rings gezeigt wird.

Noch wichtig ist, dass es nicht Éomer war, der die Schlacht der Hornburg mit entschieden hat, sondern Erkenbrand, der Herr der Westfold, aber das sei nur am Rande erwähnt. Es gibt auch hier nunmal Szenen, die sich im Original nie abgespielt haben, aber es ist trotzdem einer der besten Fantasy-Filme der je gedreht worden ist.

Bekommt von mir auch insgesamt 10/10, und da das für mich der 2. Beste Teil der Reihe ist, kann man sich ja denken, was ich dem 3. gegeben habe.

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