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Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs SEE (2003)
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Author: Master of Horror [ 21. Dec 2012, 03:19 ]
Post subject: Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs SEE (2003)

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Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
(The Lord of the Rings - The Return of the King)
mit Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen, Sean Astin, Liv Tyler, Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Orlando Bloom, Hugo Weaving, Brad Dourif, John Bach, Sadwyn Brophy
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: J R R Tolkien (Roman) / Fran Walsh
Kamera: Andrew Lesnie
Musik: Howard Shore
FSK 12
Deutschland / Neuseeland / USA / 2003

Während Frodo, Sam und Gollum sich dem Schicksalsberg nähern, um den Ring für immer zu zerstören, versucht Gandalf die entmutigten Menschen von Gondor zu mobilisieren, um Sauron von den geschwächten Ringträgern abzulenken. Derweil muss sich Aragorn seiner Verantwortung als Thronfolger von Gondor stellen. Auch die Elben Arwen, Galadriel und Legolas sowie die Hobbits Merry und Pippin kämpfen gegen die drohende Vernichtung der Völker von Mittelerde. Vor den Toren von Gondors Hauptstadt kommt es zur finalen Schacht.


Das ist nun also der geniale Abschluss einer der mit Abstand besten Film-Trilogien, die je in der Filmgeschichte herausgekommen sind. Betrachtet man "Die Rückkehr des Königs als eigenständigen Film, so handelt es sich wahrscheinlich um den besten Teil der Reihe. Jedoch sind die eventuellen Unterschiede der einzelnen Filme so dermaßen gering, das im Prinzip keinerlei Qualitätsverlust im Gesamtwerk zu bemerken ist. Peter Jackson hat hier noch einmal alles Verfügbare in die Waagschale geworfen, um den Zuschauer noch einmal in den fast schon magischen Bann dieser Geschichte zu ziehen, die von der ersten bis zur letzten Minute grenzenlos gute Unterhaltung bietet. War schon bei den beiden Vorgängern der Laufzeit-Unterschied zwischen der Kinoversion-und der Langversion sehr erheblich, so toppt der finale Teil das noch einmal. Fast 50 Minuten an zusätzlichem Bildmaterial wurden hier eingefügt, so das man schon fast von einem anderen Film sprechen kann. Wie dem aber auch sei, die Weiterführung der Story strebt hier unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen, so läuft alles auf eine entscheidende Schlacht um die Hauptstadt des Königreiches Gondor hin, die fast selbstverständlich sehr pompös-und bildgewaltig in Szene gesetzt wurde. Das kann man aber auch getrost auf den gesamten Film ummünzen, der sich allerdings nicht lediglich auf die fantastischen Kampfszenen konzentriert, sondern auch viel Zeit für die beiden Hobbits Frodo und Sam aufwendet.

Deren letzter Teil des Weges zum Schicksalsberg entpuppt sich nämlich logischerweise als schwerstes Teilstück, auf dem sie noch einmal etlichen Gefahren ausgesetzt sind, bevor sie vollkommen entkräftet endlich ihr Ziel erreichen. In diesem Film kommt auch erst so richtig zum Ausdruck, unter welch immensen Bürde Frodo steht und welche Macht der Ring mit der Zeit auf ihn ausübt. Elijah Wood bringt die Wesensveränderung des Hobbits dabei perfekt zum Ausdruck, der ohne die Hilfe seines treuen Freundes Sam niemals die ihm gestellte Aufgabe gelöst hätte. Für mich persönlich ist Sam (Sean Astin) sowieso der eigentliche Held der Geschichte und liegt auch in Sachen Symphatie ganz klar vorn. Jackson versetzt den Betrachter auch in diesem Film einmal mehr in ein ständiges Wechselbad der Gefühle, immer wieder wechseln sich dabei Hoffnungsschimmer-und kleine Rückschläge ab, bevor am Ende natürlich das Gute die Oberhand behält und den letztendlich entscheidenden Sieg für sich verbuchen kann.

Komischerweise erliegt man trotz mehrmaliger Sichtung des Filmes immer wieder dem Gefühl das doch noch etwas schief gehen könnte und obwohl man ganz genau weiss wie die Geschichte ausgeht, wird man diese ständige Unsicherheit zu keiner Zeit los. Jackson hat es wirklich perfekt verstanden, den vorhandenen Spannungsbogen immer straffer zu ziehen und verschafft dem Zuschauer erst kurz vor dem Ende ein tiefes Gefühl der Erleichterung, so das man dann die letzten paar Minuten dieses epochalen Werkes ganz entspannt genießen kann. Auch wenn sich das Geschehen zum Guten gewendet hat, schwingt gerade in den letzten Passagen auch etwas Melancholie-und Schwermut mit, so das einen ganz zum Schluss noch einmal eine gepflegte Gänsehaut über den Rücken jagt. Dieses Mal handelt es sich jedoch eher um einen wohligen Schauer, der einen letztendlich mit einem guten Gefühl aus dieser herausragenden Geschichte entlässt. Etwas schade ist eigentlich nur der Aspekt, das Hauptfiguren wie beispielsweise der Elb Legolas und der Zwerg Gimli in diesem teil eher eine untergeordnete Rolle einnehmen. Insbesondere im Vergleich zu den beiden Vorgängern fallen die Spielanteile eher spärlich aus, zudem vermisst man auch ein wenig die bissigen Sprüche der beiden, die doch immer wieder für einen humorigen Anteil in der Trilogie gesorgt haben.

Das ist aber auch schon der einzige Punkt den man überhaupt kritisieren könnte, denn ansonsten ist "Die Rückkehr des Königs" genau der Abschluss, den man sich nur wünschen konnte. Sieht man nun einmal das Gesamtwerk an dann kann man eigentlich nur von einem wahren Meisterwerk sprechen, das der Neuseeländer Peter Jackson hier geschaffen hat. Natürlich braucht man für ein solch epochales Werk auch das nötige Kleingeld um es würdig umzusetzen, doch die Herr der Ringe Trilogie ist meiner bescheidenen Meinung nach jeden einzelnen Dollar wert, der in sie hineingesteckt wurde. Hinzu kommt auch noch der Punkt das Jackson hier wirklich sein Herzblut-und viel Leidenschaft an den Tag gelegt hat, um diese Produktion auch so zu realisieren, wie er es sich vorgestellt hat. Im Endeffekt kann man ganz einfach nur seinen Hut ziehen und sich immer wieder an diesem Fantasy-Epos erfreuen, das für alle Zeiten seinen festen Platz in der Filmgeschichte hat.


Fazit:


"Die Rückkehr des Königs" ist wirklich der krönende Abschluss eines Werkes, das nicht umsonst mit etlichen Oscars ausgezeichnet wurde. Als Gesamtwerk ist ein wahrer Meilenstein geschaffen worden, der insbesondere im Fantasy-Bereich lange Zeit unerreicht bleiben wird. Sollte es womöglich noch immer Menschen geben die diese Trilogie noch nicht gesehen haben, sollten sie diesen Zustand möglichst schnell ändern.


10/10

Author: Blaine, der Mono [ 31. Dec 2012, 20:59 ]
Post subject: Re: Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs SEE

Für mich ist dies auch der beste Teil der Reihe, auch wenn sie sich alle im 100%-Bereich abspielen.

Hier ist natürlich im Mittelpunkt die Rückkehr von Aragorn, dem rechtmäßigen Thronfolger von Gondor, in die Stadt Minas Tirith und die Übernahme des Throns aus der Hand von Denethor, Truchsess von Gondor. Allein wie die Stadt aus dem Fels aufragt, als Gandalf und Pippin auf Schattenfell auf sie zugeritten kommen, lässt einem den Atem wegbleiben, da sie genauso ist, wie sie im Buch beschrieben worden ist.

In Gondor selbst ist ein Highlight des Films Pippin's Song, den er nach der Schwörung der Lehenstreue dem Truchsess, anstimmt, während Faramir mit den restlichen Verteidigern Osgiliaths versucht die Stadt zurück zu erobern. Weiter ist die Darstellung von Minas Morgul exzellent gelungen. Allein die Szene, als sich das Tor des Sitz des Königs der Nazgúl öffnet, lässt einen erschaudern.

Alles steuert natürlich auf die große Schlacht auf dem Pelennor hin, aber zuvor gibt's als Highlights die Übergabe von Andúril an Aragorn durch Elrond, den Ruf der Untoten zum Stein von Erech und natürlich auch die Gefangennahme Frodos durch Konkhra bzw. die Mordor-Orcs.

Bei der Schlacht selbst ist meine Lieblingsszene, als Rohan in die Schlacht eingreift ("Angriffslinie bilden! Angriffslinie bilden!"). Allein bei dem Horn, welches ertönt, läuft es einem kalt den Rücken runter. Kurz darauf erfolgt die wirklich gute Darstellung der Mumakíl mit ihren Olifanten (den Begriff fand ich etwas einfallslos, und ob er so im Buch steht, weiß ich jetzt gar nicht). Das wirkt richtig bombastisch und groß und sehr gut gemacht. Ein wenig übertrieben ist es, als Legolas einen der Mumaklil zur Strecke bringt. Da hätte weniger mehr sein können, auch wenn Elben ein großes Balance-Gefühl haben.

Weiterer Höhepunkt auf dem Pelennor ist die Tötung des Hexenmeisters durch Éowyn, die sich dabei schwere Verletzungen zu zieht. Auch der Eintritt der Untoten in die Schlacht ist nicht schlecht, hätte aber ausgefeilter sein können. So ist es fast wie ein "Nebel", der das Schlachtfeld umwabert. Als Einzelanimationen wäre das vielleicht etwas besser gekommen.

Als die Schlacht gewonnen ist, reitet Aragorn mit ein paar Gefolgsleuten zum Schwarzen Tor, bei welchem ihnen Sarons Mund begegnet, einen Charakter, den ich so deutlich im Buch auch nicht wahrgenommen habe, aber der hier absolut passend ist.

In Mordor selbst gefällt mir die Animation, bei der Gollum in den Lavastrom des Schicksalsberges eintaucht nicht ganz so gut. Sie wirkt irgendwie von etwas minderer Qualität als der restliche Film. Viel besser ist der materialische Zerfall Mordors nach Vernichtung des einen Rings.

Leider hat man auch in diesem Teil wieder etwas Größeres vergessen oder weggelassen: Das Auenland ist während der Abwesenheit der Hobbits besetzt worden und muss erst wieder befreit werden. Und ich meine mich sogar zu erinnern, dass ein Zauberer darin involviert gewesen ist. Bin mir nicht sicher, aber ich glaube es war Radagast.

Insgesamt ist dies aber der beste Teil der Reihe, obwohl alle drei eine 10/10 von mir erhalten.

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