Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: Kammer der Schrecken (1984)
PostPosted: 24. Jan 2014, 21:53 
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Kammer der Schrecken
(The Black Room)
mit Stephen Knight, Cassandra Gava, Jimmy Stathis, Clara Perryman, Charlie Young, Geanne Frank, Linnea Quigley, Christopher McDonald, Allison Kale, Edwin Avedissian, Sheila Reid
Regie: Elly Kenner / Norman Thaddeus Vane
Drehbuch: Norman Thaddeus Vane
Kamera: Robert Harmon
Musik: James Ackley / Art Podell
SPIO/JK
USA / 1984

Larry und Robin sind ein junges, glücklich verheiratetes Paar, erfolgreich im Job, zwei wohlgeratene Kinder, alles bestens, wie man meinen sollte. Weil es jedoch im Ehebett nicht mehr so recht zündet, mietet Larry auf eine Zeitungsanzeige hin ein mysteriöses schwarzes Zimmer, die "Kammer der Schrecken", in einem großen Haus in den Hollywood Hills. Er nimmt jedoch nicht seine Frau mit, sondern reißt sich Studentinnen und Anhalterinnen auf, mit denen er dort Sex hat. Dabei wird er heimlich von den skurrilen Vermietern Jason und Bridget beobachtet und fotografiert, und ohne dass Jason es weiß, werden seine Gespielinnen im Anschluss ermordet. Als Robin eines Tages entdeckt, dass Larry sie hintergeht, beginnt auch sie die schwarze Kammer aufzusuchen, um den Spieß umzudrehen - doch darauf haben Jason und Bridget nur gewartet ...


Die CMV Trash Collection bietet ja nun wirklich genügend Titel, die dieser Bezeichnung auch wirklich gerecht werden. Warum allerdings auch vorliegender Film zu dieser Sammlung größtenteils skurriler Filme zählt, ist logisch nicht ganz nachzuvollziehen, da es sich schlicht und ergreifend um eine äusserst schlechte und zudem absolut langweilige Produktion handelt. Dabei kann man noch nicht einmal zwischen gutem und schlechten Trash unterscheiden, denn "Kammer der Schrecken" ist ganz einfach ein schlechter Film, der noch nicht einmal einen gewissen Unterhaltungswert beinhaltet, der dem Zuschauer ein wenigstens kurzweiliges Filmerlebnis bereiten würde. Das fängt schon mit der hanebüchenen Geschichte an, die im Prinzip noch nicht einmal einen strukturierten Inhalt erkennen lässt, denn nach der Sichtung dieses merkwürdigen Filmes weiss man eigentlich gar nicht so genau, um was es sich hier wirklich gehandelt hat. Als Mittelpunkt der Ereignisse ist im Prinzip die etwas merkwürdige Beziehung eines Ehepaares anzusehen, die prinzipiell eine glückliche Ehe führen, in der wohl lediglich die sexuelle Komponente etwas eingeschlafen ist. Um diesen Aspekt rankt sich dann eine ziemlich an den Haaren herbeigezogene Geschichte, in der es sich um Fremdgehen und ein obskures Geschwisterpaar dreht, das Zimmer für sexwillige Leute vermietet die ihre Partner betrügen.

Durch das Geschwisterpaar erhält dieses Machwerk dann sogar die Bezeichnung Horror-Thriller, töten sie doch mehrere Menschen, indem sie ihnen das Blut abzapfen, um es sich selbst in die Adern zu pumpen. Das hört sich alles äusserst dämlich und unzusammenhängend an und genau so wurde auch alles in Szene gesetzt, wodurch man ziemlich schnell erkennt, das die Macher des Filmes wohl selbst nicht genau wussten, was sie hier eigentlich mitteilen wollten. Zudem ist das gesamte Szenario so dermaßen uninspiriert, wirr und vollkommen langweilig umgesetzt worden, das der Zuschauer schon nach wenigen Minuten das unbedingte Verlangen verspürt sich ins Bett zu legen und sanft einzuschlafen. Zu etwas anderem taugt die Geschichte dann auch nicht wirklich, denn so etwas wie Spannung oder Atmosphäre scheint in vorliegendem Fall absolutes Niemandsland darzustellen, noch nicht einmal diverse Ansätze sind zu erkennen.

Und so dümpelt dieser zähe Filmmüll dann so vor sich hin und bietet keinerlei Aspekte, die man auch nur im Entferntesten als positiv bezeichnen könnte. Die Bezeichnung Horror-Thriller kann man getrost vernachlässigen, denn der einzige Horror ist der Film an sich, stehen einem doch teilweise bei soviel Unfähigkeit die Haare zu Berge. Das bezieht sich in erster Linie auf die agierenden Schauspieler, die diese Bezeichnung nun wirklich nicht verdienen. Allerdings muss man ihnen positiv anrechnen, das ihr dargebotenes Schauspiel sich nahtlos dem nicht vorhandenen Niveau dieses Schundes anpasst, den man hier geboten bekommt. Da kann man sich dann auch ohne viel Fantasie ausmalen, das die vorhandenen Dialoge nichts anderes als sinnbefreite Schonkost anbieten, die man auch ohne Übertreibung als verbale Umweltverschmutzung bezeichnen kann. Ich will diesen Film wirklich nicht schlechter machen als er im Endeffekt ist, aber einen solch sinnlosen und langweiligen Rotz bekommt man echt nicht oft geboten. Hier wurde alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und ich kann mir eigentlich nur vorstellen, das die Macher bei der Produktion unter extrem starken Drogeneinfluss gestanden haben müssen, denn anders ist dieses Ergebnis wirklich nicht zu erklären.

Trashfilme können gut oder schlecht sein, aber sie müssen zumindest einen gewissen Unterhaltungswert beinhalten. Da noch nicht einmal dieser Aspekt zum Tragen kommt, kann man "Kammer des Schreckens" ohne jeden Zweifel zu den Machwerken zählen, die ganz einfach nur vollkommen überflüssig erscheinen. Keine Spannung, null Atmosphäre und schon gar kein Humor, das ist das traurige Ergebnis, das man nach der Sichtung dieses Filmes erhält. Und als wenn das nicht schon vernichtend genug wäre, muss man sich auch auf jeden Fall über den enthaltenen Score auslassen, der diese Bezeichnung auch kaum verdient. Was einem hier als musikalische Untermalung verkauft wird, sind größtenteils schrille Töne die immer wieder eingespielt werden und dem Zuschauer einfach nur auf die Nerven gehen. Phasenweise verspürt man schon eine aufsteigende Aggressivität, die man nur schwerlich unterdrücken kann, da diese immer gleichen Töne eine Beleidigung für das eigene Gehör darstellen.


Fazit:


Selbst eingefleischte Trash-Liebhaber dürften größte Schwierigkeiten haben, diesem filmischen Müll etwas Positives abgewinnen zu können. Selten bekommt man so etwas sinnbefreites zu Gesicht, bei dem noch nicht einmal ein einigermaßen nachvollziehbarer Handlungsstrang zu erkennen wäre. "Kammer der Schrecken" ist letztendlich lediglich eine Beleidigung für das menschliche Auge und beinhaltet absolut nichts, was diesen Film auch nur annähernd sehenswert machen würde.


1/10

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