Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Post subject: Alexandre Aja
PostPosted: 1. Jun 2013, 18:26 
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Alexandre Aja



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Alexandre Aja wurde am 7. August 1978 in Paris geboren. Mit bürgerlichem Namen heisst er Alexandre Jouan Arcady. Er ist der Sohn des französischen Filmemachers Alexandre Arcady und der Filmkritekerin Marie Jouan. Er ist mit der marokkanischen Filmemacherin Laila Marrakchi verheiratet. Bevor Aja als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent berkannt wurde, kam er schon in frühester Kindheit mit dem Film in Berührung.

Im zarten Alter von 4 Jahren spielte er in dem Film "Der Super-Boss "(Le Grand pardon) mit und nur ein Jahr später war er auch in dem Film "The Big Carnival" (Le Grand carnaval) als Darsteller zu sehen, bei beiden Filmen führte sein Vater Regie. Ebenfalls als Schauspieler war er auch in einem weiteren Film seines Vaters, nämlich "Judgement Day" (Le Grand pardon II, 1992) mit von der Partie. Es folgte dann noch ein weiterer Film, in dem er als Darsteller mitwirkte, der aber nicht unter der Regie seines Vaters entstand, nämlich "Waffenbrüder - Brothers in Arms".

Seine erste Regiearbeit erschien 1997, es handelt sich dabei um den Kurzfilm "Over the Rainbow" , der aber bei uns doch eher unbekannt ist. Auch mit seinen beiden nächsten Filmen "Furia" von 1999 und "Break of Dawn" (2002) stellte sich noch nicht der erwünschte und erhoffte Erfolg ein, auch wenn letzterer Titel bei den Fans doch schon eher bekannt ist und auch relativ gut ankam.

Doch seinen richtigen internationalen Durchbruch erreichte er erst mit dem 2003 erschienenen französischen Horrorfilm "High Tension" (Haute tension). Der Film schlug ein wie eine Bombe und hat in Fankreisen schon längst einen Kultstatus erworben. Trotz des hohen Härtegrades erhielt der Film in Frankreich eine 16 er Freigabe, bei uns in Deutschland kam der Film noch nicht einmal in die Kinos, da die FSK dem Film in allen vorgelegten Versionen die Freigabe verweigerte. So mußte man bei uns bis zum Dezember 2004 warten, als der Film in einer geschnittenen Verleihfassung seine sogenannte Videopremiere hatte. Leider sind beide in Deutschland erhältlichen DVD-Veröffentlichungen geschnitten, wenn man den Film ungeschnitten genießen möchte, muß man sich den Film über das Ausland besorgen.

Mit "High Tension" ist es Aja gelungen, eine intelligente und sehr überraschende Story mit sehr viel Spannung, einer extrem beklemmenden und bedrohlichen Atmosphäre und einem hohen Härtegrad zu verbinden, so das im Endeffekt ein wirklich sehr aussergewöhnlicher und toller Horrorfilm entstanden ist, der in Frankreich einen kleinen Boom auslöste und mittlerweile Filme wie "Inside" oder "Frontier(s) folgen ließ.

So kam es, wie es kommen musste, auch Hollywood wurde auf den französischen Regisseur aufmerksam und seine nächste Regiearbeit war logischerweise eine US-Produktion. 2006 erschien das remake zum Wes Craven-Klassiker "The Hills Have Eyes". Nicht wenige Fans behaupten, das dieses Remake sogar um einiges besser ist wie das Original von 1977, aber das ist natürlich Ansichtssache. Jedoch ist es Aja hier definitiv gelungen, ein würdiges Remake zu kreieren, das vor allem durch seine dichte und bedrohliche Grundstimmung zu überzeugen weiss. Im Gegensatz zum Original ist das Remake auch um einiges härter geraten, ohne dabei jedoch in eine Orgie aus Blut und Gewalt auszuarten.

2008 erschien dann seine zweite US-Regiearbeit mit dem Titel "Mirrors". Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage des asiatischen "Into the Mirror" mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle. Hier sollte man jedoch keinen sonderlich harten Film erwarten, denn bis auf wenige Momente ist das Werk eher blutarm gestaltet, was allerdings nichts an der vorhandenen Qualität ändert. 2010 erschien dann die lang erwartete Version von Aja's "Piranha" in 3D und hierbei handelt es sich um eine Geschichte mit nicht sonderlich viel inhaltlicher Substanz, denn der Regisseur hat das Hauptaugenmerk ganz eindeutig auf die SFX gelegt. Diese sind auch in reichlichem Maße vorhanden und machen den Film teilweise zu einem absolut blutigen Spektakel, an dem Freunde der harten Gangart ihre helle Freude haben dürften. Zwei Jahre später wurde dann ein echter Horror-Klassiker in ein total neues Gewand gesteckt, denn mit "Alexandre Aja's Maniac" wurde dem Klassiker von William Lustig eine vollkommen neue Perspektive verliehen, in dem das gesamte Geschehen aus der Sichtweise des Killers zu sehen ist. Aja führte hier jedoch nicht die Regie, sondern trat als Drehbuchautor und Produzent in Erscheinung.

Erwähnenswert ist auch sicherlich, das Aja 2004 vom amerikanischen Magazin "Variety" unter die 10 besten Regisseure gewählt wurde. Ich glaube, das es nicht übertrieben ist, wenn man Alexandre Aja neben Rob Zombie zu den hoffnungsvollsten Regisseuren des Horrorfilms zählt, denn hier ist sicherlich jede Menge Potential vorhanden, das uns Fans in den nächsten Jahren hoffentlich noch viele tolle Horrorfilme bescheren wird.

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 Post subject: Re: Alexandre Aja
PostPosted: 20. May 2014, 12:28 
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Aja gehört neben Rob Zombie zum meinen absoluten Lieblingsregisseuren des Genres. "High Tension" war knüppelhart, wenn auch etwas unlogisch. Aber das verzeihe ich ihm gerne. Was er aus "The Hills have Eyes" gemacht hat, war der Hammer. Das Original mochte ich immer ganz gerne, auch wenn es angestaubt wirkt, einen gewissen Charme kann man ihm nicht absprechen. Aber Ajas Fassung lässt keine Wünsche offenn sehr hart und atmosphärisch. "Piranha" war eine Partygranate, mit allem was dazu gehört und seine Mitwirkung beim Remake von "Maniac" kam dem Film zu Gute. Hat mir besser gefallen, als das Original. Die Idee mit der Ego-Perspektive war genial und Elijah Wood hat mich sehr überrascht und überzeugt. Im Vorfeld hatte ich Zweifel, was das angeht. Einzig "Mirrors" fand ich etwas schwach, aber ein schlechter Film ist es keinesfalls. Von mir aus kann er gerne so weitermachen, wie bisher.


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